Nikon Z7

Ich habe kurz drüber nachgedacht.

Es wurmt mich, meinen Samstagmorgen opfern zu müssen, um einen Copyshop aufzusuchen, damit ich eine unnatürlich hohe Zahl dieser Zettelchen für die Rentenversicherung fotokopieren kann.

Je zwei Zettelchen auf Vor- und Rückseite. Eine ganze Mappe voll.
Je zwei Zettelchen auf Vor- und Rückseite. Eine ganze Mappe voll.

Der erste Gedanke war, die DIN‑A4‑Bögen mit dem Handy zu „scannen“ und dann über den Fotodrucker auf DIN‑A‑5-Hochglanzpapier zu bringen. Das geht schneller, als in die Stadt zu fahren. Manchmal bin ich selbst von meiner Faulheit schockiert. Ich vergeude dafür natürlich keine Tinte und kein Papier. ;)

Pinglin Baozhong

Lose Teeblätter eines Baozhong-Oolongs in einer kleinen quadratischen Keramikschale mit grüner Glasur. Die Schale steht auf einer braun gewebten Bambusmatte.
Lose Teeblätter eines Baozhong-Oolongs in einer kleinen Keramikschale.

Geschmacklich liegt der Pinglin Baozhong bei dem Wen-Shan Pouchong, den ich vor Jahren mal hatte. Ich vermute, dass sich die beiden Tees ähnlicher sind, als der Name auf den ersten Blick vermuten lässt. Baozhong und Pouchong bezeichnen exakt denselben Tee. Es handelt sich lediglich um unterschiedliche Umschrift-Varianten desselben chinesischen Begriffs (包種茶). Pinglin gilt als die „Teehauptstadt“ der Region Wenshan.

Beide sind nur leicht oxidiert und verbinden grünen Tee mit Oolong. Er ist weich und sanft und die Teeblätter haben ein herrlich frisches und florales Aroma.

Zubereitung: 3 bis 3,5 g in einem 100 ml Gaiwan mit 95 °C für 60/30/30 s ziehen lassen. Nach dem dritten Aufguss wird der Tee eher fad und das kann man sich ersparen.

neuer Gaiwan

Schwarzweißaufnahme von oben: ein weißer Porzellan-Gaiwan mit trockenen, dunklen Teeblättern, der Deckel liegt schräg auf dem Rand. Links daneben eine dunkle, gesprenkelte Keramiktasse mit aufgegossenem Tee, beides auf einem dunklen Teeboot auf einer Bambusunterlage.
Neuer Gaiwan

Mein Teehändler hat das Dilemma von gestern mit dem zerbrochenen Gaiwan offensichtlich als Notfall erkannt und keine 18 Stunden nach der Bestellung, stand diesen Morgen um kurz nach neun der Bote mit einem neuen Gaiwan vor der Tür. Und natürlich jede Menge Tee: Xian You Honey Black, Oolong Da Hong Pao China, Pinglin Baozhong.

Der Da Hong Pao ist im Gaiwan und in der Tasse zu sehen und ist nichts für schmalbrüstige Leute. Der ist schon ordentlich oxidiert. Auf die Schnelle würde ich ihn als „interessant“ bezeichnen.

Exzenterhaus

Untersicht auf das Exzenterhaus in Bochum in Schwarzweiß. Die gegeneinander versetzten Geschossscheiben zeichnen sich fast schwarz gegen den hellgrauen Himmel ab, links steht die Sonne dicht hinter der Fassadenkante.
Exzenterhaus

Das Exzenterhaus in Bochum von unten fotografiert.

Ich habe mal mein Blog und meinen Flickr-Account durchforstet und nach einem Foto von dem Bunker gesucht, der die „Grundlage“ des Exzenterhauses darstellt. Aber ich habe leider keins gefunden. Ich bin allerdings fast sicher, dass ich den mal fotografiert habe.

Voigtländer 40mm/1:1,2 Nokton (Neulich auf dem Friedhof)

Historische Deckelurnen aus verwittertem Sandstein in einem Meer aus feinstem Bokeh. Ja, manchmal laufe ich nur durch die Gegend, um ein Motiv mit dem Potenzial für ein schönes Bokeh im Hintergrund zu finden.



Das Voigtländer 40mm macht Laune. Diese Woche bin ich nur heute dazu gekommen, ein paar Stunden ziellos durch die Gegend zu laufen, um mit dem Objektiv zu „spielen“. Streng genommen wäre ich auch an anderen Tagen dazu gekommen, aber das Thermometer sagte: „Nein!“

Die Handhabung ist klasse. Der Fokusring läuft seidig und das Einrasten des Blendenrings erzeugt ein saftiges Klicken. Die Aufnahmen werden fantastisch. Weich und verträumt bei offener Blende und augenscheinlich scharf, wenn man abblendet. An die 10mm Unterschied zum 50mm muss ich mich erst gewöhnen. Ich ertappe mich, wie ich häufig einen Schritt näher herangehe, um die mir bekannte Perspektive vom 50mm zu erhalten. Genau das sollte ich nicht;) Ich möchte mich auf eine moderat weitwinkligere Perspektive einlassen. 35mm wären mir zu extrem und zu langweilig.

Das Bokeh vom 40mm ist schön cremig. Auf kurze Distanz ist es ziemlich schön. Aber die Sache mit den f/1,2 trügt. Ein 50mm mit f/1,4 bringt bei gleicher Perspektive eine ausgeprägtere Tiefenunschärfe. Lediglich unter den typischen 40 bis 45 cm MFD eines 50mm, dreht das 40mm richtig auf.

Später mehr… 

Primel

Rosa Primelblüte mit gekerbten Blütenblättern und weißem Zentrum vor unscharfem blauem Hintergrund.
Primel

Wenn du den Hintergrund als türkisblau wahrnimmst, hast du eine evtl. Farbschwäche.

Oder jemand hat bei Color Efex an der Kurbel gedreht.

Tillandsia Usneoides

Nahaufnahme der fädigen, korkenzieherartig gewundenen Triebe von Tillandsia usneoides mit silbrig-grauer Behaarung vor unscharfem grünem Hintergrund.
Tillandsia Usneoides

Makroaufnahme von Tillandsia usneoides, dem Louisianamoos. Die dünnen, korkenzieherartig gewundenen Triebe mit dem silbrig-grauen Schimmer sind typisch für diese wurzellose Hängepflanze.

Der graue Flaum sind die Saugschuppen (Trichome), über die die Pflanze Wasser und Nährstoffe direkt aus der Luft aufnimmt. Wurzeln braucht sie ja praktisch keine. Die feine Behaarung ist an den schärfsten Trieben gut zu erkennen.

Das Foto habe ich in einem der Gewächshäuser im Botanischen Garten der RUB aufgenommen. Louisianamoos, wie der Name schon vermuten lässt, hängt in unserer Region kaum einfach so herum.

Dach

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme geometrischer Betondächer, die sich vor einem stark bewölkten Himmel erhebt.
Dach

Ein Ausschnitt des Daches vom Audimax Bochum vor dramatischen Wolken.

Ein Schuss aus der Hüfte. Als ich vor Wochen im Botanischen Garten war, habe ich das Foto auf dem Rückweg gemacht. Normalerweise betrete ich den Garten über die Uni und verlasse ihn am Eingang bei den Teichen. An dem Tag nicht, der Heimweg zu Fuß über Haarmannsbusch, Kemnader Straße und Natorpstraße war mir zu lang, und ich bin mit dem Bus zurück von der Uni Richtung Weitmar gefahren.

Fingerkraut

Blüte des Himalaya-Fingerkrauts mit fünf blutroten Kronblättern und dunklen Staubblättern vor grünem Hintergrund.
Potentilla atrosanguinea

Blüte des Himalaja-Fingerkrauts mit blutroten, dunkel geaderten Kronblättern und purpurfarbenen Staubblättern, aufgenommen im Botanischen Garten Bochum.

Na ja, ich nehme stark an, dass es sich um ein Himalaja-Fingerkraut handelt. Die Bildersuchen bei Bing und Google sind sich einig. Auch Claude kam mit diesem Ergebnis einher. Wobei sich Claude bei Pflanzenbestimmung bisweilen auch bei hoher Konfidenz etwas täuschen kann. Würde ich nur daran denken, die kleinen Schilder im Botanischen Garten zu fotografieren, müsste ich mir Wochen später nicht den Kopf darüber zerbrechen.

From Outer Space

Blaue Iris vor schwarzem Hintergrund, mit gelb und violett geäderter Zeichnung in der Blütenmitte.
Iris

Eine Makroaufnahme einer blauen Iris vor schwarzem Hintergrund. Die geschwungenen Blütenblätter mit ihrer gelb und violett gezeichneten Mitte erinnern an ein fremdartiges Wesen, das aus dem Dunkel auftaucht.

Ja, manchmal läuft einem die Fantasie davon. Fotos, die die Fantasie beflügeln, sind IMHO die schönsten Fotos.