Diese mit dem Mondtor verwandten achteckigen Öffnungen sind ein klassisches Element chinesischer Gartenarchitektur, wo Durchblicke ganz bewusst als gerahmte Bilder inszeniert werden. In der chinesischen Gartenkunst heißt das geborgter Blick oder geliehene Landschaft (借景, jiè jǐng), also die Vorstellung, dass der Rahmen selbst Teil des Bildes ist und den Blick lenkt, ohne ihn einzuschränken.
Küchenschelle oder auch Kuhschelle. In diesem Fall Pulsatilla vulgaris, die Gewöhnliche Küchenschelle. Typisch sind die intensiv violetten Blütenblätter, der dichte gelbe Staubblatt-Büschel in der Mitte, und vor allem die charakteristischen silbrig-seidigen Haare an den Kelchblättern und Stielen.
Die beiden Fotos zeigen die gleiche Blüte aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Im Makrobereich heißt das, dass die Kamera lediglich ein paar Millimeter bewegt wurde und der Fokus sich nur leicht geändert hat. Wie immer natürlich die Blende so weit geöffnet wie möglich. Praktischerweise zeigt das Z 105mmdie effektive Blende und nicht die eingestellte, so kann ich sehen, dass die beiden Fotos mit f/4 bzw. f/4.2 aufgenommen wurden. Das entspricht dann in diesem Fall einem Abbildungsmassstab von ungefähr 1:1,3. Aus dem Display des Objektivs können die effektive Blende, der Fokus oder der Abbildungsmaßstab abgelesen werden.
Beide Fotos habe ich an diesem Vormittag im Botanischen Garten an der RUB aufgenommen.
Mir scheint, als sei vorlesungsfreie Zeit. Es war gar nicht mal so voll. Meistens fahre ich mit der Linie 344/346 zur Uni, um zum Botanischen Garten zu gelangen. Und heute war es für einen Wochentag auf dem Campus angenehm leer.
Das Wochenende mit den zwei Sonntagen. Das Wetter am ersten Sonntag hat nicht eingeladen, einen Fuß vor die Tür zu tun, aber heute am zweiten Sonntag ist allerschönstes Herbstwetter. Also bin ich zum Botanischen Garten gefahren. In der Regel fahre ich dorthin, um Blumen zu fotografieren oder zu schauen, was es Neues an den Lottentaler-Teichen gibt. Heute hatte ich kein langes Makro oder Tele in der Tasche, sondern habe das einfach mal zu Hause gelassen.
Mit dem Bus fahre ich in der Regel bis zur Uni und von dort laufe ich dann runter zum Botanischen Garten. Dann und wann und heute mache ich einen Umweg über die Terrasse an der Mensa. Dort kann man bei klarem Wetter den fantastischen Ausblick über das Ruhrtal genießen.
Ich will nicht sagen, dass der Ausblick allein einen Ausflug wert wäre, aber wer aus der Gegend kommt und noch nie dort war, dem sei das wärmstens ans Herz gelegt.
Heute gibt es dann mal keine Blumen, sondern den Herbst.
Der Tertiärteich bietet Einblick in die Vegetation während des Tertiärs vor etwa 66–2,6 Millionen Jahren.
Ein Besuch im Chinesischen Garten darf nicht fehlen.
Ich hatte weder Filter noch Stativ dabei. Aber die Kamera kann man gut auf ein Geländer legen, und mit Blende F22 und ISO 31 bin ich bei dem Foto vom Wasserfall immerhin auf eine Belichtungszeit von 3 Sekunden gekommen. Na ja, ich muss halt ein wenig Diffraktion bei geschlossener Blende in Kauf nehmen. Zumal ich keine Lust hatte, die Filtertasche mit durch die Gegend zu schleppen.
Im Botanischen Garten trifft man neben den üblichen Besuchern auch immer wieder Fotografen, die dort ihrem Hobby nachgehen und Blumen, Insekten, Frösche, Echse oder was der Garten zu bieten hat, fotografieren. Mit manchen kommt man schnell ins Gespräch, mit anderen eher weniger.
Libellen zu verfolgen, ist eine recht mühsame Arbeit. Gerade tagsüber sind die ziemlich unruhig.
Gestern hatte jemand die großartige Idee, nahe dem kleinen Becken im Zentrum des Gartens einen frisch abgebrochenen Ast an einem Schild zu befestigen. Erstaunlicherweise hat sich dort eine Libelle für einen guten Augenblick niedergelassen und sich als Model zur Verfügung gestellt.
Ich war mal Opportunist und habe die Situation genutzt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei diesem Exemplar um eine Vielfleck-Libelle.
Gegen halb acht – Ohne fremde Einflüsse wach geworden und ins Bad bewegt, nachdem ich ein großes Glas Wasser getrunken habe. Kaum war ich im Bad, hat mich mein Handy mit einem lauten Ping zurückgerufen. Ich sollte den Schlafen-Modus deutlich verlängern. Der Gedanken ist nicht neu. Der Ping gehört zu einer E-Mail: Das Finanzamt kann mit der eingereichten Steuererklärung leben. Okay, das ist nett. Aber jetzt ins Bad.
Gegen acht – Beschäftige mich näher mit der Mail von vorhin. Sparen oder auf’n Kopp hauen?
Halb neun – Es regnet. Brühe den ersten Fengqing Yesheng Hong Cha auf, um das mit dem Regen erst mal halbwegs zu verkraften. Sieht so aus, als bräuchte ich eine Vielzahl von Aufgüssen. Überlege, was ich mache, wenn es heute wirklich durchregnet. Der Wetterbericht sagt, dass nur in der ersten Tageshälfte Regen fällt. Aber die kochen auch nur mit Wasser. In der ersten Tageshälfte wollte ich ursprünglich in den Botanischen Garten. Mein Makro spazieren führen. Das muss mal aus der Schublade an die frische Luft.
Halb zwölf – Es hat aufgehört zu regnen. Die vielen Aufgüsse scheinen geholfen zu haben. Ein wenig gesurft, gelesen und einen Blogpost zum Mac mini geschrieben.
Viertel nach zwölf – Also geht es doch noch zum Botanischen Garten. Etwas verspätet. Aber hey, wem schlägt samstags schon die Stunde. Einen Steinwurf entfernt liegt die Haltestelle Museum unter Tage. Von dort fährt der Niederflurbus 344 in weniger als 20 Minuten zur Ruhr Uni. Bequemer bin ich nie zum Botanischen Garten gekommen.
Hasenglöckchen
Viertel vor drei – Nachdem ich eine Weile durch den Garten gelaufen bin, das eine oder andere Foto gemacht habe und in Ruhe auf einer Bank für einen Augenblick meinen Verstand ausgeschaltet habe, muss ich mir nun Gedanken machen, wie ich am besten vom Lottental nach Hause gelange. Nicht ohne mal zu schauen, was an den Lottentaler Teichen so abgeht.
Halb vier – Zurück im Dorf. Ich muss entweder einkaufen oder bestellen. Das überlege ich mir bei zwei Kugeln Eis mit Sahne im Becher für knapp unter fünf Euro. Unglaublich! Ich versuche es mal mit Einkaufen.
Kurz nach vier – Bin wieder zu Hause. Importiere die Fotos aus dem Garten in Lightroom und schaue mal drüber. Aber eigentlich ist morgen auch noch ein Tag.
Gegen 17 Uhr – esse was – habe ja eingekauft – und schaue dabei die heute Show von gestern und noch eine Menge anderer Videos auf YouTube und habe das Gefühl, dass 18 Uhr ein guter Zeitpunkt ist, den Abend einzuläuten.
Gestern in der Mittagszeit bin ich durch den Botanischen Garten geschlendert. So viel blüht momentan noch nicht. Beete werden neu gemacht und an allen Ecken stehen Steinsockel mit kleinen Skulpturen von Tieren, die man in dem Kontext antreffen kann. Auch käuflich zu erwerben. Und was man dort als echte Lebensform antreffen kann.
Und warum ich das erzähle: Da ich unterwegs nicht fortwährend das Tele gegeben ein anderes Objektiv wechseln möchte, nehme ich ganz gern eine zweit, kleine Kamera mit einem Weitwinkeln oder sowas mit, die im Rucksack nicht ins Gewicht fällt.
Ruhr Uni
Gestern hatte ich die fast 14 Jahre alte Sony NEX-7 dabei. Und mal abgesehen davon, dass das SEL16F28 schon früher eher mässig war und es nicht besser geworden ist, haut es mich trotzdem um, dass eine 14 Jahre alte Kamera so unendlich viel bessere Aufnahmen macht als ein zeitgenössisches Highend Smartphone. Man könnte meinen, dass der Handy Kameraquatsch über ein Jahrzehnt hinter richtiger Kameratechnik zurück liegt.
Spätesten in Lightroom auf dem Monitor wird dann sichtbar, dass ein Smartphone mit all der gepriesenen KI und Computational Photography einfach nur Pixelmatsch erzeugt. Schade! Ich kann mich immer noch nicht mit platzsparenden Handy als Alternative zu eine kleine Kamera anfreunden.
Heute wär ich dann doch nochmal im Botanischen Garten, um den roten Ahornbaum im Chinesischen Garten zu fotografieren, bevor er kahl ist. Eigentlich sollte der noch Blätter bis in den November hinein tragen. Aber wer weiß, wie das Wetter in den kommenden Wochen wird.
Heute war es auf jeden Fall fantastisch.
Vor zwei Jahren habe ich Anfang November so ziemlich das gleiche Foto gemacht.
Was? Ich fotografiere immer das Gleiche? Ja, ist ja auch immer der gleiche Garten. In diesem Fall ist es sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die gleiche Pflanze. Und es hat sich gezeigt, dass der geschlossene Lotus von Anfang des Monats eine Seerose ist und nun sind die Blätter geöffnet. Da ich nun mal kein Botaniker oder Gärtner bin, finde ich es nicht ganz einfach, Seerose und Lotus auseinanderzuhalten.
Unabhängig davon, ob es nun ein Lotus oder eine Seerose ist, mag ich es, diese Pflanzen aus der sog. Froschperspektive zu fotografieren. Zum einen ist das nicht ganz so üblich, wie der Blick von schräg oben, und in der Regel lässt sich so eine nette Spiegelung auf der Wasseroberfläche einfangen.
Der perfekte Sommertag. Temperatur um 20 °C, Sonne und ein leichter Wind. Ich konnte gemütlich in der Sonne sitzen, ohne das Gefühl zu haben, dass ich gegrillt werde. Naja, zumindest für eine Weile.
Allerdings bedeutet Sonnenschein auch hartes Licht. Und hartes Licht bedeutet nicht selten Schwarzweiß.
Die drei Fotos sind diesen Vormittag im Botanischen Garten der RUB entstanden.
Ein geschlossener Lotus auf der Wasseroberfläche. Aufgenommen im Botanischen Garten der RUB.
Nur wenige Meter entfernt war ein geöffneter Lotus. Allerdings war direkt vor der Blüte, knapp unter Wasser das Schild mit der Beschreibung zur Pflanze.
Hmm… Und das macht das Foto ein bisschen kaputt.