Musik

Insha

Endlich ein neues Album von This Morn’ Omina in Zusammenarbeit mit Nam-Khar: Insha (Tidal).

Ich höre es gerade das erste Mal und bin begeistert.
Wer auf Ritual-Industrial / Tribal-Industrial steht, ab auf die Ohren.

Relikte aus längst vergangenen Tagen

Gerade als ich im vorigen Post die gotische Subkultur und zünftige elektronische Musik erwähnt habe, kam mir dieses Foto wieder in den Sinn.

Schwarz-Weiß-Foto von zwei dicht gefüllten Kassettenschränken mit handbeschrifteten Mixtapes und Tapes der 80er/90er Industrial-, EBM- und Dark-Wave-Szene. Zu sehen sind u.a. Bänder von Front Line Assembly, Skinny Puppy, The Klinik, Clock DVA, Ministry, Christian Death, Fields of the Nephilim, Cassandra Complex, Einstürzende Neubauten, Chrome, Click Click und vielen anderen. Viele Tapes mit handschriftlichen Titeln, Live-Mitschnitten, Demos, Splits und selbstgemachten Compilations – ein liebevolles Archiv purer analoger Subkultur.

Schubladen mit Kassetten: Ich habe in Photoshop 2026 die neuen Modelle (Firefly Upscaler, Topaz Gigapixel, and Topaz Bloom) zum Upscaling von Bildern entdeckt. Vielleicht gibt es in Zukunft öfter mal ein altes Foto. Die werden sich dann durch den dünnen, schwarzen Rahmen von zeitgenössischen Fotos unterscheiden.

Damals habe ich mir offensichtlich mehr Zeit für Musik und das Drumherum genommen. Ich will nicht den Anachronisten oder Nostalgiker heraushängen lassen und sagen, dass früher alles besser war. Eher im Gegenteil. In dem Alter war die Welt auch noch ein bisschen kleiner. Und jetzt passen auf die kleine, terabytegroße MicroSD-Karte in meinem DAP unzählige solcher Schubladen. Und ich habe bisher nicht einmal einen Bleistift benötigt. Und ganz ehrlich: Kassetten waren nie praktisch.

Selbst „Mixtapes“ kann man auch heute noch machen. Ein kleiner USB-Stick kostet nix. Einige Titel in einem Verzeichnis zusammenzustellen und eine selbstgemachte cover.jpg dazulegen, ist auch heute noch eine schöne Geste. Natürlich ist das anders. Aber es ist mittlerweile auch 2026 und nicht mehr 1990.

Musik beim Bloggen?

TL;DR: Ja!

Angeregt durch Henning und Martin, wollte ich auch einfach meinen Senf dazugeben.

Wie in jeder anderen Lebenslage läuft auch Musik, wenn ich mal einen Blogpost schreibe. Wobei ich das Hören von Musik etwas differenzieren muss. Wie vermutlich viele andere Menschen höre ich Musik im Hintergrund oder ich höre aktiv Musik.

Bei mir läuft immer Hintergrundmusik in niedriger Lautstärke, gerade so, dass ich meinen Tinnitus ausblenden kann. Das ist meist Ambient oder Zero Beat oder zumindest nix mit mehr als einer Handvoll Beats per Minute. Und mit immer meine ich auch nachts. Seit einer ganzen Weile läuft des Nachts The Mount Hibiki Tapes von Mount Shrine. Auch beim Arbeiten finde ich etwas leise Musik im Hintergrund sehr stimulierend, wenn ich mich konzentrieren muss.

Andererseits höre ich auch gern sehr gezielt ein Album oder einen Künstler. Mache dann aber kaum etwas anderes nebenbei, sondern setze mir Kopfhörer auf und verfolge die Musik.

Und Bloggen liegt irgendwo dazwischen. Dabei kann die Musikauswahl schon etwas gezielter sein, denn gelegentlich mal ein Foto zu posten ist keine Herausforderung, die große mentale Kapazität bindet. Die Bearbeitung eines Fotos hingegen hat mit Stimmung zu tun, und dabei ist die richtige Musikauswahl einfach alles.

Am Rande: Bei vielen Posts steht im Footer, welchen Titel ich beim Verfassen des Posts gehört habe, bzw. als ich den Editor geöffnet habe. Die Daten kommen aus der Last.fm-API.

The Future Sound Of London – Unrealities

Da ich gestern bei dem Kackwetter nichts Besseres zu tun hatte, war Zeit für neue Musik. Also habe ich ein paar Alben von meiner Bandcamp Wishlist gekauft. Eins der Alben war Unrealities (Bandcamp) von The Future Sound Of London, das in der vergangenen Woche erschienen ist.

Ein reines (brutales) Ambient Album. Nur drei von acht Titeln laufen unter einer halben Stunde. Es dauerte, bis ich es einmal komplett durchgehört hatte. Knapp 3 Stunden. Datt is datt wo deine Mudda sacht, datt is gar keine Musik.

in the spirit of Audio Art commissions by radio stations across Europe in the early 1970s ( partly because Avant-garde composers found it difficult to have their work performed ) Eight Compositions by The Future Sound of London were created to accompany the Touched Music Album launch evenings (2019 to 2025)

Spotify lossless

Zu wenig. Zu spät. Verlustfreie Audioqualität - Spotify – Kaum zu glauben, dass das nun doch noch wahr geworden ist. In Internetjahren gerechnet war das schon angekündigt, bevor die Menschheit überhaupt existiert hat.

24 Bit / 44,1 kHz wird geboten. Es würde mich ja mal interessieren, ob das Standard oder nur theoretisches Maximum ist. In der iPad-App kann man nicht ablesen, mit welcher Qualität gestreamt wird. Wenn das zur Wiedergabe benutzte Audio-Dings, nicht darüber informiert, muss man Spotify wohl glauben, oder was? Die Implementierung lässt da doch ein wenig zu wünschen übrig.