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Fotografie

Nach einem Dreiviertel Jahr mit der Z8

Ich habe mich vor Jahren noch sagen hören, dass ich nie wieder eine Kamera mit Fullframe-DSLR-Formfaktor haben möchte. Wie falsch ich doch lag.

Ursprünglich wollte ich mir in der Weihnachtszeit 2025 die gerade frisch vorgestellte ZR zulegen. Ein 4 Zoll großes, vollständig schwenkbares Display ist ideal für Makroaufnahmen. Filmen war nie meine Intention und die ZR ist vielleicht auch eine fähige Knipse, auf dem Niveau der Z6III, aber primär auf Video ausgerichtet. Allerdings war die Kamera im lokalen Handel einfach nicht zu bekommen. Zu früh, zu neu. Zum gleichen Zeitpunkt rutschte die Z8 durch einen Rabatt von Nikon unter 4000 €. Naja, warum nicht anderthalbtausend Euro drauflegen und eine teurere, größere und schwerere Kamera kaufen.


Schwarzweißfoto: Drei Nikon Kameras stehen nebeneinander auf einem Tisch und zeigen ihre Rückseiten. Links eine Nikon Z7, in der Mitte eine Nikon Z8, rechts eine sichtbar gebrauchte Nikon D800 mit Monitorschutzkappe und Handschlaufe. Im Hintergrund ein Monitor mit einer unscharfen Blütenaufnahme.
v.l.n.r.: Nikon Z7, Z8, D800

Im Nachhinein weiß ich nun, dass das mit der ZR eine Schnapsidee war und die Kamera für mich wohl nie mehr als ein Gimmick gewesen wäre. Mit 24 Megapixeln in erster Linie Makros aufnehmen wollen. Was für eine dumme Idee, wenn man zuvor 45 Megapixel zur Verfügung hatte.

Wenn ich nun die Z7 (I) und die Z8 vergleiche, lässt sich der technische und ergonomische Fortschritt nicht wegdiskutieren.

  • Der AF der Z8 mag konzeptionell vergleichbar mit dem betagten AF der Z7 sein. Aber da hört es auch auf. Gerade beim (3D-)Tracking mit Telebrennweiten, hatte ich anfangs das Gefühl, die Z8 kommt aus der Zukunft. Die Keeperrate ist explodiert.
  • Bei 20 RAW‑Bildern pro Sekunde und einem schnellen AF ist ein bisschen Wind bei Makrofotografie kein echtes Problem mehr. Allerdings komme ich nach einer Fototour mit etlichen 100 Aufnahmen nach Hause, durch die ich mich arbeiten muss. Aber auch hier sind wesentlich mehr Keeper dabei. Eigentlich gehe ich mit Shift+X oder Shift+P durch die Fotos, um nur jene zu behalten, bei denen an der entscheidenden Stelle der Fokus sitzt.
  • Es sind so Kleinigkeiten, die die neuen Features an der Z8 abrunden: Der Wechsel zwischen EVF und Bildschirm kann zum Beispiel darüber gesteuert werden, ob das Panel ausgeklappt wird. Das finde ich so abartig praktisch, dass ich gar nicht glauben kann, dass ich zuvor mit einer Kamera sinnvoll arbeiten konnte.
  • Anfangs habe ich den Sensorschutz, der im ausgeschalteten Zustand aktiviert werden kann, etwas belächelt. Aber im vergangenen Dreivierteljahr musste ich nicht einmal den Sensor der Z8 reinigen. Ein Objektiv im Freien zu wechseln, fühlt sich auch nicht mehr so stressig an.
  • Der elektronische Verschluss hat mir bisher keine Nachteile gebracht. Das Lauteste an der Kamera sind nun VR und Springblende vom Objektiv. Die Z8 ist also beinahe lautlos. Ich mag es, draußen in der Natur kein Tier aufzuschrecken.

Ich glaube, ich könnte die Liste noch beliebig fortsetzen. Natürlich hat sich in den knapp fünf Jahren zwischen den Markteinführungen der beiden Knipsen ein wenig was getan. Und ich fände es müßig, über jeden Unterschied zu schreiben, der ohnehin auf der Hand liegt.

Und warum jetzt wieder eine große Kamera? Die Frage ließe sich mit einem Wort beantworten: Ergonomie.

Die Z8 ist schwerer und größer als die Z7. Aber die Größe war in erster Linie nur im Rucksack ein Problem. Ich hatte die Teiler in allen Rucksäcken natürlich auf die Größe der Z7 mit Objektiv ausgerichtet. Was ich dann anpassen musste. Habe ich den Rucksack einmal auf dem Rücken, ist es kein Unterschied mehr, ob ich ein 100-400 mit einer Z7 oder Z8 dabei habe. Wenn ich es nicht wüsste, könnte ich aufgrund eines Gewichtsunterschieds nicht sagen, welche Kamera im Rucksack ist. Der Unterschied fällt nur deutlich beim Tragen in der Hand oder an einem Holster auf. Das Gewicht kommt tatsächlich durch die Optiken. Auch wenn die Z-Linsen in der Regel leichter sind als deren G‑Pendant, bleiben sie groß und schwer. Wenn ich da hätte sparen wollen, hätte ich beim Fuji-X-System bleiben müssen. Der Zug ist angefahren.

Eine größere Kamera ist angenehmer in der Handhabung. Es fängt damit an, dass der kleine Finger Platz am Griff hat und nicht in der Luft hängt, und endet bei der großzügigeren Anordnung der Knöpfe.

Junge, bin ich froh, dass ich mir damals keine ZR gekauft habe… 


Sorry für den für meine Verhältnisse langen Post. Dafür gibt's ne Blumenwiese.

Eine Kamera ohne Sucher? Das geht ja garnicht! Oder doch?

Nikon hat gestern mit der Z5IIC das kompakte Schwestermodell zur Fullframe-Einsteigerkamera Z5II vorgestellt. Kompakt ist die Z5IIC weil sie keinen EVF hat. Die Kopfplatte ist flach.

Und schon legen die Foto-Snobs des Internets los: Uhh… Eine neue Kamera von Nikon ohne EVF. Das ist keine richtige Kamera. Eine Kamera muss einen Sucher haben, sonst kann ich damit nicht fotografieren. Blablabla…

Traurig, wenn man nicht begreifen kann, dass man evtl. nicht zur Zielgruppe gehört.

Ja, es ist ein Reflex des Fotografen, eine Kamera hochzuheben und ans Auge zu führen, um durch den Sucher zu schauen. Das ging mir auch so. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es mir damals mit der Sony NEX-5 erging und wie häufig das zu einem Schmunzler geführt hat.

Mache ich allerdings einen Realitätscheck und scrolle durch meinen Lightroom Katalog von 2026 und überlege, wie die Fotos entstanden sind, zeichnet sich ein recht eindeutiges Bild ab. Bestimmt habe ich bei mehr als dreiviertel der Aufnahmen mit dem Display komponiert und aufgenommen. Oder denkt hier wirklich jemand, ich lege mich flach auf den feuchten Boden und drücke mein Kinn in den Matsch, um den Sucher zu benutzen, um ein Teichhuhn auf Augenhöhe zu fotografieren? Und das Gleiche gilt auch für Flora. Die durchschnittliche Kamerahöhe bei Aufnahmen liegt unterhalb meiner Knie.

Kipp- oder schwenkbare Displays waren für mich der absolute Gamechanger in meiner Fotografie. Noch nie war ich gieriger nach einem Feature. Die Sony NEX-5 und NEX-7, meine ersten Kameras mit einem kippbaren Display, haben für mich einfach alles verändert. Mal mit einer D700 oder D800 über den Boden gekrochen, um zu fotografieren? Das ist kein Spaß, würde ich heute nicht mehr machen.

Den EVF benutze ich allenfalls beim Point-and-Shoot, wenn ich spazieren gehe oder in irgendeiner Stadt unterwegs bin. Und das auch nur, weil er halt da ist. Also eher Gewohnheit sozusagen, denn aus Notwendigkeit. Und selbst hier neige ich dazu, vielen Aufnahmen auf Hüft- oder Brusthöhe zu fotografieren und dafür einfach den Display hochzuklappen. Ab einem gewissen Alter sagen Rücken und Knie: Mach keinen Scheiß! Mach's Dir einfach!

Auch beim (seltenen) Gebrauch eines Stativs hält bei mir sofort der Display her. Ich finde es wesentlich einfacher, über den Bildschirm die passende Komposition zu finden, als mich zu bücken und angestrengt durch den Sucher zu schauen, während ich den Kopf justiere.

Ich würde jederzeit einen EVF gegen ein großes, helles Display eintauschen. Nicht ohne Grund bin ich letztes Jahr bei Vorstellung der Nikon ZR in den „Shut up and take my money“-Modus geraten. Nikon wollte mein Geld allerdings nicht oder hatte Lieferprobleme.

Aber das geht bestimmt nur mir so. Niemand sonst würde es vermeiden, sich zu verrenken, um nicht durch den Sucher zu schauen.

bald, ganz bald, fast schon jetzt

Im Sommer habe ich in den meisten Jahren eine Phase, in der die Fotografie etwas zu kurz kommt. Ich weiß schon nicht mal mehr, wie man eine Kamera bedient. Wo kam gleich nochmal das Vögelchen raus? Dieses Jahr war es ebenso. Aber nun ist Herbst oder vielmehr sind die ersten drei Septemberwochen der kalendarisch-meteorologische Übergang. Langsam wird es bunt und das Wetter wird angenehmer und es macht wieder Spaß, durch die Natur zu laufen. Und ich selbst habe das Gefühl, mich von der Sommerstarre zu befreien und wieder lebendiger zu werden.

Woche 32 · 2026

Gear

Eines Nachts, als es zu warm war und ich nicht schlafen konnte, habe ich mir spontan ein Voigtländer 40mm/1:1,2 Nokton asphärisch bestellt, während ich so hier und herumgesurft bin. Wenn 400mm gut sind, können 40mm nicht schlecht sein. Und eine Offenbende von F1,2 macht auch neugierig.

Und statt auf die Lieferung zu warten, bin ich am Samstag kurzerhand in die Innenstadt gefahren und habe es selbst abgeholt. Haptisch ein Traum. Kein Spiel am Fokusring, der Blendenring klickt schön. Bei Offenblende ist es etwas soft, aber längst nicht so wie das Classic Planar 1,4/50. Der Mindestfokusabstand von etwa 30 cm ist krass, manuell fokussieren klappt an der Z8 sehr gut, und leicht genug ist es auch. Macht Spaß.

Voightlaender 40 12 Nokton
Voightlaender 40 12 Nokton

Ein paar unsortierte Bilder, die ich mit dem 40mm gemacht habe. Nicht alle mit offener Blende, aber ein paar.


Juit

Nebenher läuft ein Experiment mit Juit. Sechs Gerichte bestellt, am Donnerstagmorgen kamen sie noch gut gekühlt an und passten wie angegossen ins Gefrierfach. Zwei habe ich inzwischen probiert. Das Hähnchen-Geschnetzelte war wirklich gut, die Hackbällchen etwas fest, aber in Ordnung. Mit einem Mikrowellengericht aus dem Supermarkt hat das nichts zu tun, und günstiger als der Lieferservice ist es auch.

Nach zwei Gerichten bin ich damit noch ganz glücklich. In der kommenden Woche werde ich sehen, ob die übrigen vier mithalten können.


Die neuen Schuhe

Die neuen Barfußschuhe sind da und ich habe sie in den vergangenen Tagen getragen. Das ist ein festeres Schuhwerk als die dünnen Schläppchen von Saguaro und ich muss mich ein wenig daran gewöhnen, denke ich.

26mm?

Schmale, menschenleere Gasse in Venedig mit warm leuchtenden roten und ockerfarbenen Hauswänden, einer schmiedeeisernen Laterne und einer einzelnen Person in gelber Jacke, die in der Ferne über das Kopfsteinpflaster läuft.

Schmale Gassen In Venedig

Beim letzten Venedig Trip hatte ich neben dem obligatorischen 50mm auch mal das kleine Nikkor Z 26mm f/2.8 Pancake-Objektiv dabei. Ich hatte mir das richtig praktisch vorgestellt, kompakter geht es kaum.

Aber was soll ich sagen: Es ist nicht meine Brennweite.

Bei einigen Gelegenheiten haben sich die 26mm tatsächlich als nützlich erwiesen, etwa in engen Häuserschluchten oder wenn man für eine Totale schlicht zu nah am Motiv steht. Aber sonst? Bei Weitwinkeln geht mir zu schnell der Bezug zu Motiv verloren. Lösen lässt sich das eigentlich nur, indem man dem Motiv ordentlich auf die Pelle rückt, und das geht dann mit dieser übertriebenen Dekompression der Perspektive einher. Darauf steh ich mal so richtig garnicht. Eventuell mal als Abwechslung, aber nicht als Way to go.

Als Alternative zum 50mm hätte ich lieber ein 85mm oder 100mm dabei gehabt.

Jedes Jahr aus's Neue… 

Jedes Jahr auf’s Neue zu dieser Zeit gilt es zwei Entscheidungen zu treffen: Möchte ich Flickr Pro und das Adobe-Abo verlängern?

Für Flickr benutze ich eine Einwegkarte zur Zahlung. Das gibt mir zumindest das Gefühl der Sicherheit, wenn die sich mal ihre Daten abknöpfen lassen – was im Februar 2026 tatsächlich passiert ist: Namen, E-Mail-Adressen und IP-Adressen von Nutzern lagen kurzzeitig offen, über einen unsicheren Drittanbieter. Zahlungsdaten waren diesmal nicht betroffen. Aber man weiß ja nie.

Und eine Alternative zu Flickr ist nicht in Sicht. Was soll ich bei einem anderen Netzwerk, wenn ich dort niemanden kenne? Auf Flickr sind meine Kontakte. Soziale Netze leben ja nicht davon, dass sie Open Source oder zum Fedibums gehören, sondern von den Kontakten.

Und für Adobe habe ich endlich eine dedizierte virtuelle Karte, monatliche Zahlung. Denn die haben in der Hinsicht ja auch eine gewisse Vergangenheit: 2013 wurden beim bisher größten Hack über 150 Millionen Konten kompromittiert, inklusive verschlüsselter Kreditkartendaten. 2019 lagen dann 7,5 Millionen Creative-Cloud-Datensätze schlicht ungesichert im Netz — kein Hack, einfach nur Schlamperei. Sowas bleibt irgendwie im Gedächtnis hängen. Auch wenn es in jüngster Vergangenheit gut lief.

Ich hatte mir als Alternative mal für einen Testzeitraum DxO PhotoLab angeschaut. Wäre ein No-Brainer. Allein schon aufgrund der einmaligen Zahlung. Die UI ist mir auf einem 30,5 Zoll Display bei 4K Auflösung zu winzig und zu kontrastarm. Alter! Ich bin über 50 und trage eine Brille. Um das entziffern zu können, muss ich in 10 cm Entfernung vor dem Bildschirm sitzen. LrC ist auch zT. recht klein, aber ich kann es blind per Tastatur bedienen. Ich benutze es immerhin seit ca. 16 Jahren.

Spannung

Eine Seitengasse oder ein kleiner Platz auf Burano mit bunten Häusern. Quer über den Platz ist eine Wäscheleine gespannt, die von einem Stock gespannt wird, der gegen einen roten Stein und der Leine lehnt.
Spannung

Auch heute gibt es wieder ein Foto aus dem Archiv. Ein kleiner Platz auf Burano. Quer über den Platz ist eine Wäscheleine gespannt. Und ein Stock, der an einem Stein lehnt, spannt die Leine. Ich fand die Konstruktion sehr recht pragmatisch.

Neulich habe ich mir für die Z 8 eine CFexpress-Karte zugelegt die mit 1400 MB/s schnell genug schreiben kann, damit ich endlich in höherer Auflösung filmen kann, ohne, dass die Aufnahme wegen zu langsamer Karte abbricht. Die alten XQD Karten, die ich mit der Z 7 benutzt habe, können lediglich mit 400 MB/s beschrieben werden.

Ich muss wohl nicht weiter erwähnen, dass mein gut acht Jahre alter XQD Kartenleser keine CFexpress-Karten lesen kann. Wäre ja auch ein Ding. Also habe ich mir einen zeitgenössischen Kartenleser bestellt. Und auf den warte ich nun. Vorher lade ich auch keine Fotos oder Videos von der Kamera herunter. Ich könnte, aber ich will nicht. Ist ein bisschen wie auch die Entwicklung eines Films zu warten… 

Wenn man die Vögel zwitschern hört,
müsste man sie doch auch sehen können.
Denkste!

Was? Kein Instagram?!

So am Rande habe ich ja ein wenig mit Fotografie am Hut. Und fast immer, wenn das jemand mitbekommt, kommt die Frage nach meinem Instagram Account. Es wird nicht gefragt, ob ich einen habe, sondern es wird automatisch angenommen, dass ich einen habe und wie er lautet.

Ja, und dann gibt es von mir immer die gleiche genervte Erklärung: kein Facebook, WhatsApp, Instagram, weil Meta, weil (Anti-)Social Network, Influenzerdreck, Algorithmus etc.

Von Schnee bedeckte Äste eines Baums.
Geäst

Tatsächlich hatte ich mal einen Instagram Account, sogar mit ein paar Händen voll Followern. Aber den gibt es nicht mehr. Ich hatte keine Lust mehr, zu posten oder auf andere Posts oder Kommentare zu reagieren. Es wurde irgendwie lästig. Und ich hatte das Gefühl, dass die Plattform von Besuch zu Besuch immer nur noch mehr Einheitsbrei geboten hat. Selbst Fotografen mit wirklich vielen Followern haben sich da eingereiht und sich den Stilen angepasst, die gerade im Trend liegen. Natürlich gibt es Ausnahmen. Es wurde fad.

Retro Style

Lange Zeit hatte ich ein Faible für Kameras und Objektive mit einem gewissen Retro Design. Daher sind seinerzeit Fuji-Kameras und -Objektive bei mir so gut angekommen. Und die X-T1 und X-T2 mit den passenden Linsen haben auch geliefert. Aus dem gleichen Grund habe ich auch immer gern die Objektive aus der Pre‑G‑Ära benutzt und habe eine Handvoll Zeiss Classics in der Schublade. Die fühlen sich halt so richtig solide an. Nur Glas und Metall. Kein Plastik. Wobei die damals noch nicht Classic hießen, da von der Milvus- und Otus-Reihe am Horizont noch nichts zu sehen war. Und manuelles Fokussieren bedeutet maximale Ruhe und Konzentration.



Das hat sich in den letzten Jahren stark geändert. Auch wenn ich die Gläser aus ästhetischer Hinsicht noch zu schätzen weiß. Neige ich kaum mehr dazu, eins der schweren Zeiss Gläser zu benutzen. Und manueller Fokus? Naja, während EVFs und Fokussierhilfen wie bspw. Focus Peeking immer besser werden, gilt das leider nicht für meine Augen. Ich muss mich heute schon ziemlich ausgeschlafen fühlen und ich muss wissen, dass meine Augen mitspielen, bevor ich mich für ein manuelles Glas entscheide. So sehr ich den unperfekten Look vom Zeiss Classic Planar oder Voigtländer Nokton mag, greife ich immer häufiger zum leichten Nikon-Z-Glas mit Autofokus und (leider) klinischer Schärfe.