Nachdem mein Bankschließfach nicht mehr nur ein paar Häuserblöcke entfernt ist, habe ich meine Rotationsplatte das letzte Mal im Juni getaucht. Solange ich nicht darüber nachdenke, ist es vielleicht auch nicht so schlimm.
Schlimm hingegen ist, dass die beiden Platten, die ich gerade zu Hause habe, praktisch voll sind und ich mir gerade drei neue schießen musste. 3 × 4 TB SSD mit 2000 MB/s – ich hatte das Gefühl, dass ich an der Kasse mit einer Niere zahlen musste.
Zwei benutze ich redundant und eine liegt im Schließfach, die ich im Idealfall öfter als einmal im Halbjahr rotiere. Das sieht zwar nach einer extrem untechnischen Lösung aus, funktioniert für mich seit Jahren ziemlich gut. Bis auf die Sache mit der Faulheit.
Selbst die Verzeichnisstrukturen sind seit einer Ewigkeit immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut.
/fotos/{YYYY}/{location-oder-event}/{YYYY-MM-DD}/{kamera}/{origninal-filename}
/fotos/2025/bochum-weihnachtsmarkt/2025-12-13/x-t1/20251213-x-t1-dscf2513.raf
In einem englischsprachigen Blog bin ich mal darüber gestolpert. Das ist allerdings schon so lange her, dass ich nicht mal mehr raten könnte, welches Blog das war. War also ursprünglich nicht meine Idee. Aber sie hat mir gefallen und hat den Sprung bis in die Gegenwart geschafft.
Mir ist dabei wichtig, dass Datum und Kamera noch einmal im Dateinamen zu finden sind, damit ich mit einem isolierten Dateinamen noch etwas anfangen kann. Wenn ich in Lightroom oder Photoshop mit einem Foto das gemacht habe, was ich in Lightroom oder Photoshop mit einem so mache, exportiere ich davon ein Tiff in voller Auflösung und lege es im Verzeichnis prints/ mit dem gleichen Pfad ab.
/prints/{YYYY}/{location-oder-event}/{YYYY-MM-DD}/{kamera}/{export-filename}
/prints/2025/bochum-weihnachtsmarkt/2025-12-13/x-t1/20251213-x-t1-dscf2513.tiff
Vielleicht gibt es irgendwann mal keine Software mehr, die RAF oder NEF demosaiken kann. Ein Xtrans Bild zu demosaiken ist wirklich für wenne Vadda und Mudda erschlagen hast. Ein Programm, um ein TIFF darzustellen, kann jeder Trottel schreiben.
Und warum ein anderer Hauptordner für das „entwickelte“ Foto? Ganz einfach: Das Verzeichnis wird nicht vom Lightroom-Katalog überwacht und somit erscheinen die TIFFs dort auch nicht.
Und JPEGs? Die exportiere ich zurzeit mit 4096 Pixel Breite oder Höhe und speichere sie auf dem Desktop. Und lösche sie, wenn ich sie nicht mehr benötige. Was meist nach dem Upload oder der WebP-Konvertierung der Fall ist. Ein konvertiertes WebP folgt dann später dem Schicksal des JPEGs. Wozu sollte man das archivieren.