Schwarz-Weiß

Warten mit Aussicht

Schwarz-Weiß-Aufnahme der Zattere in Venedig von Giudecca aus fotografiert. Im Zentrum die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione, rechts eine Reihe von Palazzi entlang des Ufers. Im Vordergrund das leicht bewegte Wasser des Kanals unter einem hohen, bewölkten Himmel.
Zattere

In der Bildmitte ist die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione. Aufgenommen wurde das Foto von Giudecca, der Insel auf der anderen Seite des Kanals. Ja, das Foto ist stark beschnitten. Dank einer Menge Megapixel ist das in Fällen wie diesem schon ganz praktisch.

Am Ufer von Giudecca gibt es eine Reihe von kleinen Bars und kleinen Restaurants, viele davon Trattorien. Es ist dort viel ruhiger als auf der Hauptinsel und man kann dort in Ruhe draußen an einem Tisch am Ufer sitzen und für gar nicht mal so viel Geld sehr gut essen. Und während ich aufs Essen gewartet habe, hatte ich Zeit, das Foto zu machen.

La Palanca heißt die Trattoria, die ich eher aus Zufall ausgewählt habe. Auf verschiedenen Plattformen stellte sich das Restaurant als echter Tipp heraus. Und das kann ich nur bestätigen.

Ponte dei Sospiri

Nächtliche Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.
Ponte dei Sospiri

Bei meinem letzten Besuch in Venedig war ich häufig in den Abendstunden nach Sonnenuntergang unterwegs. Eine Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke) in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.

After Dark

Schwarzweiß-Nachtaufnahme eines schmalen venezianischen Seitenkanals. Zwischen den dunklen Häuserfronten öffnet sich der Blick auf einen beleuchteten Palazzo im Hintergrund. Auf dem Wasser gleitet eine einzelne Gondel mit Gondoliere und einem Fahrgast durch den Lichtschein.
After Dark

Am Abend, nach Einbruch der Dunkelheit. Die engen Gassen und Kanäle rund um Rialto haben sich geleert, die Tagesgäste sind längst wieder auf dem Festland.

Ich stehe auf einer Brücke über einem schmalen Seitenkanal und warte. Vorne, wo der Kanal auf einen größeren Wasserweg trifft, beleuchtet eine einzelne Laterne die Fassade eines Palazzos. Der Rest liegt im Schwarz.

Dann schiebt sich eine Gondel ins Bild. Der Gondoliere stakt ruhig, fast lautlos, seine Fahrgäste sitzen einander zugewandt auf der Bank. Ein paar Sekunden lang steht die Szene so da, wie man sich Venedig bei Nacht vorstellt.


Das Fester ist geöffnet. Nach dem Frühlingsregen duftet die Luft. Tidal spielt Max Corbacho (Ambient der ruhigsten Art). Die Musik mischt sich mit dem Vogelgezwitscher. Ich sitze entspannt vor dem Bildschirm, bin mit der Bearbeitung des Fotos fertig und schreibe an diesem Blogpost, während ich eine kleine Schale Dehong Anji Hong Cha mit einem Schuss Honig genieße. Und dann geht irgendwo eine Alarmanlage los…

Steiler Zahn

Zwei Fotos aus dem Februar 2020 vom Abriss des alten Amtsgerichts am Husemannplatz. Der Anblick wird sich auch nie wieder bieten. In meiner Zeit als Selbstständiger war ich dort ein oder zwei Mal in der Kantine essen. Da ich mich nicht mehr erinnern kann, was ich gegessen habe, hat es mich wohl nicht gerade umgehauen.

Heute steht dort das Husemann-Karree.

Esel

Ruhiger, grau-weiß gefleckter Esel döst mit geschlossenen Augen an einem Baumstamm im herbstlichen Wald
Esel

Ein gefleckter Esel döst mit geschlossenen Augen an einem Baumstamm im Wald. Ich kann mich allerdings nicht mehr erinnern, wo ich das Foto aufgenommen habe.

Ist halt schon ein bisschen kalt

Ein Schwarzweißfoto einer Taube auf einem Ast in einem Baum bei leichtem Schneefall.  
Taube auf einem Ast

Eine Taube auf einem Ast im Baum vor meinem Fenster. Mir hat es schon gereicht für einen Augenblick das Fenster zu öffnen. Aber den ganzen Tag draußen rumsitzen und zwischendurch mal durch die kalte Luft fliegen. Ist auch kein Leben…

Relikte aus längst vergangenen Tagen

Gerade als ich im vorigen Post die gotische Subkultur und zünftige elektronische Musik erwähnt habe, kam mir dieses Foto wieder in den Sinn.

Schwarz-Weiß-Foto von zwei dicht gefüllten Kassettenschränken mit handbeschrifteten Mixtapes und Tapes der 80er/90er Industrial-, EBM- und Dark-Wave-Szene. Zu sehen sind u.a. Bänder von Front Line Assembly, Skinny Puppy, The Klinik, Clock DVA, Ministry, Christian Death, Fields of the Nephilim, Cassandra Complex, Einstürzende Neubauten, Chrome, Click Click und vielen anderen. Viele Tapes mit handschriftlichen Titeln, Live-Mitschnitten, Demos, Splits und selbstgemachten Compilations – ein liebevolles Archiv purer analoger Subkultur.

Schubladen mit Kassetten: Ich habe in Photoshop 2026 die neuen Modelle (Firefly Upscaler, Topaz Gigapixel, and Topaz Bloom) zum Upscaling von Bildern entdeckt. Vielleicht gibt es in Zukunft öfter mal ein altes Foto. Die werden sich dann durch den dünnen, schwarzen Rahmen von zeitgenössischen Fotos unterscheiden.

Damals habe ich mir offensichtlich mehr Zeit für Musik und das Drumherum genommen. Ich will nicht den Anachronisten oder Nostalgiker heraushängen lassen und sagen, dass früher alles besser war. Eher im Gegenteil. In dem Alter war die Welt auch noch ein bisschen kleiner. Und jetzt passen auf die kleine, terabytegroße MicroSD-Karte in meinem DAP unzählige solcher Schubladen. Und ich habe bisher nicht einmal einen Bleistift benötigt. Und ganz ehrlich: Kassetten waren nie praktisch.

Selbst „Mixtapes“ kann man auch heute noch machen. Ein kleiner USB-Stick kostet nix. Einige Titel in einem Verzeichnis zusammenzustellen und eine selbstgemachte cover.jpg dazulegen, ist auch heute noch eine schöne Geste. Natürlich ist das anders. Aber es ist mittlerweile auch 2026 und nicht mehr 1990.