Nikon Z 50mm F/2.8 S

2019 Thailand Wawee Mi Xiang Hong Dancong

Heute kam eine kleine Teelieferung.

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  3. Buddhas Kleines Geheimnis
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Buddhas Kleines Geheimnis hat mich vor Jahren schon mal begeistert und Flugtee geht immer. Und auf den Dancong war ich ziemlich neugierig und habe ihn direkt heute ausprobiert.

Zubereitung im Gaiwan: ca. 120 ml; ca. 3,3 g und 30 Sekunden mit ungefähr 95 °C heißem Wasser ziehen lassen.

Und wie schmeckt er nun? Aroma der heißen Tasse verspricht viel Süße und Honig.

Erster Aufguss

Interessant, weniger süß als das Aroma angedeutet hat. Honigartig, ohne überwältigende Süße.

Diese Diskrepanz zwischen Nase und Gaumen ist bei guten Dancongs oft genau das, was sie interessant macht. Das Aroma verspricht süß, aber im Mund bleibt es ausgewogen, fast trocken-elegant. Bei einem Mi-Xiang-Stil hätte man eigentlich mehr Süße erwartet, aber die Reifung seit 2019 hat die wahrscheinlich beruhigt und in Richtung Tiefe statt Wucht verschoben.

Ein Hauch fruchtig am Gaumen, aber nur schwer zu greifen, eventuell Steinobst und getrocknete Früchte, ohne sich festlegen zu lassen. Das gehört zum Charakter der Sortengruppe: aromatisch komplex, aber selten plakativ.


Ein weißer Gaiwan aus Porzellan mit nassen Teeblättern.

2019 Thailand Wawee Mi Xiang Hong Dancong


Zweiter Aufguss

Der zweite Aufguss gewinnt an Würze. Die Adstringenz, die im ersten Aufguss nur als feine Struktur angedeutet war, tritt jetzt selbstbewusster hervor und gibt dem Tee Rückgrat. Das unterscheidet Dancongs von vielen anderen Oolongs: Sie sind nicht nur aromatisch, sondern haben diese fast tanninartige Präsenz im Mund, die an einen guten Schwarztee erinnert. Bei einem stärker oxidierten „Hong“-Stil tritt das noch deutlicher hervor.

Bei gereiften, oxidierten Dancongs verschiebt sich das Profil oft vom floral-süßen Auftakt hin zu etwas Dunklerem, fast Gewürzhaftem ab dem zweiten Aufguss. Warmes Holz, geröstete Nüsse oder ein Hauch dunkler Brotteig sind keine Seltenheit. Die Honignote tritt zurück und macht Platz für die Struktur dahinter.

Dritter Aufguss

Die Adstringenz ist gleich dem vorigen Aufguss. Der Duft ist würzig. Aber das würzige Aroma am Gaumen hat stark nachgelassen. Es bleibt die etwas undefinierbare, leicht fruchtige Note.

Die flüchtigen Aromastoffe geben sich früher geschlagen als die Gerbstoffe, die noch einige Aufgüsse mitmachen. Was übrig bleibt, ist oft genau diese ruhige, schwer greifbare Frucht im Hintergrund.

Vierter Aufguss

Ich habe den vierten Aufguss jetzt ca. 50 Sekunden ziehen lassen. Das ist der letzte Aufguss. Hat leider keine Substanz mehr. Ich bin mir nicht sicher, ob man den Aufguss überhaupt noch machen muss. Vielleicht hätte ich den dritten nur 20 Sekunden ziehen lassen sollen. Das probiere ich beim nächsten Mal aus.

Fünfter Aufguss

Ich habe dem Aufguss mal 150 Sekunden gegönnt, um zu sehen, ob ich dem Tee noch eine runde Tasse herauskitzeln kann. Aber nein. Das hat sich nicht wirklich gelohnt.

Fazit

Kein Alltagstee. Die Adstringenz kann manchmal störend wirken. Darauf muss man sich einlassen wollen. Trinkt man den Tee bewusst, kann man an der Komplexität jedoch Spaß haben.

Bio Xian You Honey Black

Ein weißer Gaiwan aus Porzellan mit feuchten, entfalteten Teeblättern. Der Deckel lehnt rechts gegen den Gaiwan. Alles steht auf einer Bambusmatte.

Bio Xian You Honey Black

Bei der letzten Teebestellung habe ich wieder mal den „Tee des Monats“ mitgenommen. Die Auswahl des Händlers ist nicht selten recht gut. Dieses Mal war es der Bio Xian You Honey Black. Ein stark oxidierter Oolong mit einem, wie ich finde, sehr sanften Charakter. Nicht so süß, wie ich erwartet hätte. Ich denke, das ist ein fantastischer Oolong-Einsteiger-Tee. Würde ich empfehlen.

Zubereitung ist denkbar einfach. Ein nicht gehäufter Teelöffel für einen 100 bis 120 ml-Gaiwan bei ca. 95 °C für 90 Sekunden und mindestens zwei weitere Male mit 30 Sekunden ziehen lassen.

NSG Blumenkamp

Kurzentschlossen bin ich heute mal zum Naturschutzgebiet Blumenkamp gefahren. Obwohl es nur einen Steinwurf entfernt liegt, war ich bisher noch nie da.

Ich habe natürlich lebendige Fauna erwartet. Nein. Um es abzukürzen: Das einzige tierische Leben, das mir dort begegnete, war ein kleiner Vogel, der mit ungefähr zweifacher Schallgeschwindigkeit durch den Dickicht sauste. Ansonsten vereinzelte Spaziergänger. Ohne den dichten Nebel, hätte ich sicher enttäuscht meine Nase gerümpft. Aber was erwarte ich auch im Winter?

Insgesamt ist das Geländer überschaubar. Kaum eine Möglichkeit, sich zu verlaufen. Deshalb habe ich es eingerollt, zusammengeflattet und mitgenommen, um es bei mir im Wohnzimmer wieder auszurollen. Zurzeit bescheine ich es mit einigen kräftigen Lampen. Vielleicht wird es etwas lebendiger, wenn’s wärmer wird.

Der dichte Nebel hat den Ausflug dann doch noch ganz interessant gemacht. Als ich zu Hause aufgebrochen bin, sah alles nach einem sonnigen Tag aus. Hinter Wattenscheid Höntrop wurde der Nebel dann zunehmend dichter.

Ich könnte mir vorstellen, dass das im Frühling noch mal einen Besuch wert ist.

Tie Guan Yin

Ich habe im Asia-Laden heute den bislang günstigsten Tie Guan Yin – Dose unter vier Euro – gefunden und natürlich gekauft. Und zu Hause direkt ausprobiert. Der Tee wäre sicher als Tie Guan Yin zu erkennen, wenn man ihn blind verkosten würde. Und man kann ihn trinken, wenn man nix anderes hat.

Ich denke, das ist ein Tee, den man auch gut mal für eine einzelne Tasse benutzen kann. Wenn man nicht die Muße hat, zahlreiche Aufgüsse zu machen. Der Tee ist bei mehreren Aufgüssen auch nicht sonderlich ergiebig.

Tie Guan Yin

Tie Guan Yin

Schmuckkörbchen

Schmuckkörbchen
Cosmea

Ein Cosmea gab es schon eine Weile nicht.

Hmm… Das Nikon S 50mm F2,8 Makro hat sich als so ziemlich das vielseitigste Objektiv herausgestellt, das ich habe. Ich hatte damals beim Kauf die Befürchtung, es würde bald bei den anderen 50mm im Schrank liegen und ich würde es eher selten benutzen, weil nicht F1,4. Aber nein, das Gegenteil ist der Fall. Die Closeup-Fähigkeiten sind mir dann doch wichtiger geworden als eine offene Blende.

Bio Shibushi Gyokuro Super Premium

Hört man Gyokuro, kommt automatisch der Begriff Umami in den Sinn. Und nicht selten ist das auch die einzige Note, die ein Gyokuro hat. Was schade ist, denn es gibt schon Aromen, die mit einem vollmundigen Umami einhergehen können. Zum Beispiel eine leicht nussige Note passt meiner Meinung nach ungemein gut. Wie man sie beim Shibushi Gyokuro finden kann. Im März hatte ich den Tee schon mal gekauft und er hat mir sehr gefallen und dieses Mal auch.

 Bio Shibushi Gyokuro Super Premium 1

Im Allgemeinen bevorzuge ich chinesischen Tee, hauptsächlich Sheng Pu-Erh, Oolongs, da diese nicht selten eine Vielfalt an Aromen aufweisen können, was sie interessant macht. Ich denke, daher mag ich den Shibushi, da dieser nicht einfach nur Umami hat, weil Umami halt, sondern mit etwas mehr daher kommt.

Zubereitung:

Gefäß  Shiboridashi mit ca. 80 ml
Menge  zwei knappe Teelöffel; nicht übertreiben
1. Aufguss 90 s
2. Aufguss 30 s
3. Aufguss 20 s

Bei den Zeitzeiten halte ich mich anfangs an den Vorschlag des Lieferanten. Das passt in der Regel einigermaßen gut. Später kann ich immer noch variieren, wenn ich ein Gefühl habe, wie der Tee eigentlich schmecken sollte.

 Bio Shibushi Gyokuro Super Premium 2

Das Aroma im zuvor aufgewärmten Shibo wie auch beim Aufgießen ist sehr angenehm und lässt Rückschlüsse auf die leicht nussige Note des Tees zu.

 Bio Shibushi Gyokuro Super Premium 3

Die Tasse wird recht milchig, beinahe cremig, ist aber bei Weitem nicht dickflüssig, wie man meinen könnte. Ich würde den Tee einfach mal als geschmeckt bezeichnen.

 Bio Shibushi Gyokuro Super Premium 4

Wahrlich passend für einen Sonntagmorgen.

Neu. Aber zu klein.

Teefilter

Teefilter

Ich habe mir einen neuen Teefilter gegönnt – zu klein.

Wenn ich losen Tee aus einer Kanne oder einem Gaiwan einschenke, vermeide ich mit einem Filter, dass Blattgut in die Schale gelangt, denn das gehört sich nicht. Daher der Aufriss.

Ich hätte beim Bestellen schwören können, dass der vorige auch mittel war und nicht groß war. Vielleicht sollte ich mir beim nächsten Mal einfach die Maße der Filter ansehen. Andererseits ist bei einer Auswahl aus klein, mittel und groß die Wahrscheinlichkeit, einen falschen zu nehmen, doch nicht so groß. Wobei ich die kleine Variante von vornherein ausgeschlossen habe.