
Ich hatte schon immer einen Faible für 50mm Objektive und deren Eigenschaften. Sei es die Perspektive oder die Tiefenunschärfe, die damit erreicht werden kann. Es passt einfach. Mein Werkzeug der Wahl.

Ich hatte schon immer einen Faible für 50mm Objektive und deren Eigenschaften. Sei es die Perspektive oder die Tiefenunschärfe, die damit erreicht werden kann. Es passt einfach. Mein Werkzeug der Wahl.
Das ist also mein neuer Sonntagstee. Der Shibushi Haruto ist abgesehen vom Umami äußerst zart. Man sollte keinen anderen Geschmack vom Frühstück im Mund haben, wie etwas Brot oder Konfitüre, sonst geht der Gyokuro darin unter.

Aufgebrüht habe ich den Tee mit knapp über 50 °C und dann 90/30/30 s ziehen lassen. Ich habe gut 4 g Tee in einem 60‑ml-Shiboridahi benutzt.
Bei gut 25 € für 20 g sollte der auch besser richtig premium sein. Ist er auch. Allerdings darf man bei all dem Spaß nicht außer Acht lassen, dass es auch wirklich guten Gyokuro aus Shibushi gibt, der nur knapp mehr als die Hälfte kostet. Aber für fünf Sonntage ist der Markus ein wirklich glücklicher Teetrinker.

Am Laubengang der Biblioteca Marciana brennt in einem einzelnen Laden noch das Licht.
Venedig am Tag ist ja ganz nett. Aber so richtig fotogen wird die Stadt bei und nach Sonnenuntergang. Und dann besteht auch die größte Chance, mal ein nicht so unglaublich typisch venezianisches Urlaubsfoto zu machen.

Sonnenuntergang hinter Santa Maria della Salute. Im Vordergrund ein Wassertaxi in der Mündung des Canale della Giudecca.
Es gibt noch eine Version ohne Wassertaxi. Aber diese finde ich einfach interessanter. Und ein weiteres Foto mit Personen am Ufer von San Giorgio Maggiore. Beide sind im Abstand von ein paar Minuten aufgenommen worden.
Die kleine Insel mit der Kirche ist der ideale Ort, um den Sonnenuntergang abzuwarten. Ob man nun auf den Stufen der Basilica sitzt und das Schauspiel genießt, wenn die Sonne hinter den Kuppeln von Santa Maria della Salute vorbeihuscht, oder mit der Kamera in der Hand auf einen schönen Augenblick wartet.

Auf einem Vaporetto mitten auf dem Canal Grande dem Sonnenuntergang entgegen, der gleich hinter der nächsten Kurve wartet.
Das denkt sich jeder Tourist. Man kann sich kaum vorstellen, wie voll so ein Boot in der Hauptsaison werden kann. Im Winter, Frühling und späten Herbst ist es etwas entspannter.

Der Hintergrund ist so cremig, dass man fast reinbeißen möchte.
Ich bin mir zur Abwechslung mal ziemlich sicher, dass es sich um eine Acker-Witwenblume handelt. Ein behaarter Stängel und das flache, leicht gewölbte Blütenköpfchen aus vielen Einzelblüten und die rosa Staubbeutel auf langen Fäden sprechen dafür. Aber wie immer gilt: Alle Angaben ohne Gewähr.
Oh, wie ich diesen Ausdruck als kleines Kind madig fand: Alle Angaben ohne Gewähr.
Als martialer kleiner Stöpsel habe ich natürlich „Gewehr“ verstanden und später verstehen wollen…



Für die Kopien habe ich gerade mal einen Euro bezahlt. Ich hätte gar nicht zur Bank gehen müssen, um Bargeld zu holen. Und nächstes Wochenende kaufe ich mir dann einen passenden Umschlag1 für die kopierten Unterlagen.
Der Weg nach Hause war der beschwerliche Teil des Ausflugs. Linientrennung und Ersatzverkehr. Nach 20 Minuten hatte ich keine Lust mehr, auf den Ersatzbus zu warten, und ich bin ein paar hundert Meter gelaufen, um mit irgendeinem Bus durch die Karpaten zurück ins Dorf zu fahren.
Update: In der Presse ist von einem Wohnungsbrand an der Hattinger Straße die Rede. Das erklärt den Ersatzverkehr mit Bussen:
Gestern Abend habe ich mir Supergirl angeschaut und entgegen dem allgemeinen Geheule im Internet hat mir der Film gefallen. Sogar recht gut. Von DC bin ich meist nur dröges Zeug gewohnt. Filme, die sich selbst zu ernst nehmen. Supergirl war eine angenehme Abwechslung.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich Superman (2025) noch nicht gesehen habe. Nathan Fillion spielt dort mit. Vielleicht ist der Film ja auch etwas weniger verkrampft.
Vermutlich ist das eher ein Hunderttausenderpack. ↩︎

Ein Blatt Papier mag unter traditionellen Aspekten nicht die beste Unterlage sein, um Pu-Erh aufzubrechen. Aber auch nicht die unpraktischste. Beim letzten Mal wusste ich noch, wo das Tablett für den Pu-Erh-Bruch ist. Der Kontrast zu dem Pu-Erh-Messer ist mir durchaus bewusst.
Dieses Mal ist es kein kleines 10‑g-Probierpäckchen, sondern satte 50 Gramm. Ich habe also ausreichend Tee, um ein ordentliches Verhältnis von Menge und Aufgusszeit zu ermitteln.
Wie die meisten Gushus ist der Tee auf meiner Linie. Und wie beim letzten Mal habe ich mit dem klassischen Aufguss angefangen: 10 g für einen Gaiwan mit ca. 120 ml. Erster Aufguss mit 15 Sekunden, die anschließenden ab 10 Sekunden und immer ein paar Sekunden mehr.
Kurze Aufgusszeiten finde ich angenehm. Das geht ungezwungen ohne einen Teetimer. 10 bis 20 Sekunden kann ich noch ohne Hilfsmittel gut abpassen. Über 30 Sekunden muss man schon mitzählen. Oder einfachheitshalber einen Timer benutzen.

Neue Schuhe. So weit nichts Besonderes, das kommt alle 10 bis 15 Jahre mal vor. Aber diese sind nicht schwarz; nicht mal dunkel. Und das ist eher eine Seltenheit. Ich habe mich wieder für einen Barfußschuh entschieden. Die sind einfach zu bequem. Bei diesem wollte ich allerdings eine griffigere Sohle, die auch in etwas unwegsamerem Gelände funktioniert. Bin mal gespannt, wie sich eine heller Schuh am Fuß anfüht.

Der Leuchtturm der Darsena von San Giorgio Maggiore vor der Silhouette von Campanile und Dogenpalast zur blauen Stunde auf San Giorgio.
Manchmal gehe ich nicht auf direktem Weg ins Dorf, sondern auf Abwegen. Dann komme ich am Kubus und dem Museum unter Tage vorbei.
Im Hintergrund sind der Kubus und davor das Museum. Es ist nur an den beiden grauen Klötzen zu erkennen. Der Rest ist, wie der Name nahelegt, untertage.

Der kleine Weiher im Schlosspark Weitmar. Auf dem Foto kann man die vereinzelten Kunststoff-Ufermatten sehen, die den Übergang zum Wasser stabilisieren und eine naturnahe Uferbepflanzung ermöglichen, ohne das Erdreich abzuschwemmen.
