The 50 something Journal

Nikon FM2N mit Zeiss Plane 1,4/50mm

Ich hatte schon immer einen Faible für 50mm Objektive und deren Eigenschaften. Sei es die Perspektive oder die Tiefenunschärfe, die damit erreicht werden kann. Es passt einfach. Mein Werkzeug der Wahl.


Tillandsia Usneoides

Nahaufnahme der fädigen, korkenzieherartig gewundenen Triebe von Tillandsia usneoides mit silbrig-grauer Behaarung vor unscharfem grünem Hintergrund.
Tillandsia Usneoides

Makroaufnahme von Tillandsia usneoides, dem Louisianamoos. Die dünnen, korkenzieherartig gewundenen Triebe mit dem silbrig-grauen Schimmer sind typisch für diese wurzellose Hängepflanze.

Der graue Flaum sind die Saugschuppen (Trichome), über die die Pflanze Wasser und Nährstoffe direkt aus der Luft aufnimmt. Wurzeln braucht sie ja praktisch keine. Die feine Behaarung ist an den schärfsten Trieben gut zu erkennen.

Das Foto habe ich in einem der Gewächshäuser im Botanischen Garten der RUB aufgenommen. Louisianamoos, wie der Name schon vermuten lässt, hängt in unserer Region kaum einfach so herum.

Es wird mal wieder Zeit für ein Foto aus Venedig.

Ein mit Kisten voller Obst und Gemüse beladenes Boot liegt unter einer weißen Plane an einem venezianischen Kanal, daneben mehrere vertäute Motorboote und alte Wohnhäuser.
Bootsverkauf

Ein kleines Boot als Verkaufsfläche. Es ist sogar auf OpenStreetMap als Obst- und Gemüsehändler eingetragen. Vielleicht habe ich den Händler auch nicht zum ersten Mal fotografiert.

Ich mag diese Ecke von Venedig. Der Stadtteil Castello ist weit genug vom Piazzale Roma entfernt, sodass die Tagestouristen sich bis hierher etwas verlaufen haben.

Rechts sieht man die breite Via Giuseppe Garibaldi. Eine richtig gediegene Einkaufsstraße mit zwei kleinen Supermärkten, Apotheken und natürlich einigen Kneipen. Wenn ich mein Hotel nicht gerade auf der anderen Seite der Stadt habe, mag ich es, hier einzukaufen.

Dach

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme geometrischer Betondächer, die sich vor einem stark bewölkten Himmel erhebt.
Dach

Ein Ausschnitt des Daches vom Audimax Bochum vor dramatischen Wolken.

Ein Schuss aus der Hüfte. Als ich vor Wochen im Botanischen Garten war, habe ich das Foto auf dem Rückweg gemacht. Normalerweise betrete ich den Garten über die Uni und verlasse ihn am Eingang bei den Teichen. An dem Tag nicht, der Heimweg zu Fuß über Haarmannsbusch, Kemnader Straße und Natorpstraße war mir zu lang, und ich bin mit dem Bus zurück von der Uni Richtung Weitmar gefahren.

Fingerkraut

Blüte des Himalaya-Fingerkrauts mit fünf blutroten Kronblättern und dunklen Staubblättern vor grünem Hintergrund.
Potentilla atrosanguinea

Blüte des Himalaja-Fingerkrauts mit blutroten, dunkel geaderten Kronblättern und purpurfarbenen Staubblättern, aufgenommen im Botanischen Garten Bochum.

Na ja, ich nehme stark an, dass es sich um ein Himalaja-Fingerkraut handelt. Die Bildersuchen bei Bing und Google sind sich einig. Auch Claude kam mit diesem Ergebnis einher. Wobei sich Claude bei Pflanzenbestimmung bisweilen auch bei hoher Konfidenz etwas täuschen kann. Würde ich nur daran denken, die kleinen Schilder im Botanischen Garten zu fotografieren, müsste ich mir Wochen später nicht den Kopf darüber zerbrechen.

From Outer Space

Blaue Iris vor schwarzem Hintergrund, mit gelb und violett geäderter Zeichnung in der Blütenmitte.
Iris

Eine Makroaufnahme einer blauen Iris vor schwarzem Hintergrund. Die geschwungenen Blütenblätter mit ihrer gelb und violett gezeichneten Mitte erinnern an ein fremdartiges Wesen, das aus dem Dunkel auftaucht.

Ja, manchmal läuft einem die Fantasie davon. Fotos, die die Fantasie beflügeln, sind IMHO die schönsten Fotos.

Der Paradiesgarten an der Pauluskiche

Paradiesgarten 7
Paradiesgarten 7

Für mehr als einfach nur schnell einkaufen wollte ich heute nicht vor die Tür. Bei über 30 °C ist es spürbar sommerlich. Also bin ich nur schnell in die Innenstadt gefahren und habe mir einen neuen Teller1 und was man sonst noch zum Leben benötigt gekauft.

An der Pauluskirche stand der Paradiesgarten in sommerlicher Blüte und so bin ich sogar noch zu ein paar Fotos gekommen.

Auf dem letzten Foto sieht man den Schützengraben, wie er sich zwischen Balz und Sparkasse hinunterschlängelt.


  1. Vielleicht sollte ich mal in Erwägung ziehen, mir Blechgeschirr zuzulegen. Das hätte bei mir vermutlich eine höhere Überlebenschance. ↩︎

Ponte de la Croce

Steinerne Bogenbrücke über einen Kanal auf der Giudecca in Venedig, im Hintergrund die Kuppel einer Kirche und Backsteinhäuser unter bedecktem Himmel, im Vordergrund zwei Möwen auf der Uferpromenade.
Ponte de la Croce

Eine beinahe melancholische Stimmung auf Giudecca. Die bedeckte Wolkendecke und die gedämpften Farbtöne geben der Szene eine zurückhaltende Stimmung, die gut zu den abgewetzten Fassaden passt. Die drei Möwen im Vordergrund und die Menschen auf der Brücke sorgen für Leben, ohne die Architektur zu überlagern. Am linken Rand sieht man die Kuppel der Chiesa del Santissimo Redentore.

Wassertropfen

Makroaufnahme eines klaren Wassertropfens auf der Längsrippe eines grünen Blattes. Der Tropfen ist scharf gestellt, dahinter eine zweite, unscharfe Perle und ein dunkler, fast schwarzer Hintergrund mit weichem Bokeh.
Wassertropfen

Ein Wassertropfen ruht auf der Rippe eines grünen Blattes, das sich vor einem fast schwarzen Hintergrund abhebt. Und weiter hinten liegt noch ein verschwommener Tropfen.

Leicht und luftig.

Eine einzelne blau-violette Blüte des Wiesen-Storchschnabels in Nahaufnahme. Fünf zart geaderte Blütenblätter umgeben ein helles Zentrum mit dunklen, violettschwarzen Staubbeuteln. Der Hintergrund ist weich und grünlich verschwommen.
Wiesen-Storchschnabel

Eine einzelne blau-violette Blüte eines Wiesen-Storchschnabels als Nahaufnahme.

Heute war ich mit leichtem Equipment unterwegs. Die kleine Z7 und ein 50-mm-Makro. Es war auch mehr Einkaufen als Fototour. Und ich wollte, dass das Foto die Leichtigkeit widerspiegelt. Bei der Bearbeitung habe ich auf starken Kontrast verzichtet, um diesen eher luftigen und verträumten Look zu erreichen.

Es hat sich bei mir eingespielt, dass ich beim Hochformat gern zu einem Seitenverhältnis von 4:5 greife. Das ist nicht ganz so hoch wie das originale Seitenverhältnis von 2:3.

Warten mit Aussicht

Schwarz-Weiß-Aufnahme der Zattere in Venedig von Giudecca aus fotografiert. Im Zentrum die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione, rechts eine Reihe von Palazzi entlang des Ufers. Im Vordergrund das leicht bewegte Wasser des Kanals unter einem hohen, bewölkten Himmel.
Zattere

In der Bildmitte ist die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione. Aufgenommen wurde das Foto von Giudecca, der Insel auf der anderen Seite des Kanals. Ja, das Foto ist stark beschnitten. Dank einer Menge Megapixel ist das in Fällen wie diesem schon ganz praktisch.

Am Ufer von Giudecca gibt es eine Reihe von kleinen Bars und kleinen Restaurants, viele davon Trattorien. Es ist dort viel ruhiger als auf der Hauptinsel und man kann dort in Ruhe draußen an einem Tisch am Ufer sitzen und für gar nicht mal so viel Geld sehr gut essen. Und während ich aufs Essen gewartet habe, hatte ich Zeit, das Foto zu machen.

La Palanca heißt die Trattoria, die ich eher aus Zufall ausgewählt habe. Auf verschiedenen Plattformen stellte sich das Restaurant als echter Tipp heraus. Und das kann ich nur bestätigen.

Ponte dei Sospiri

Nächtliche Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.
Ponte dei Sospiri

Bei meinem letzten Besuch in Venedig war ich häufig in den Abendstunden nach Sonnenuntergang unterwegs. Eine Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke) in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.

Auch kein Freund für's Leben

Nachdem sich bei meiner ultimativen Streaminghardware vor Jahren das Display gelöst hat und ich es „professionell“ selbst geklebt habe1, hatte ich heute auf einmal den Hauptschalter in der Hand. Ich habe das Gefühl, dass das Renteneintrittsalter für mein G8 gerade gesunken ist.

Das Dings werde ich ganz sicher irgendwann verlieren.


G8 Und Schalter

G8 Und Schalter


  1. Es sind kaum Reste des Klebers an den Rändern des Displays zu erkennen. ↩︎

Die Gemeine Akelei

Nickende Blüte einer Akelei mit dunkelblau-violetten Sporen und hellen, weißlichen Kronblättern, dazu fast schwarzen Staubbeuteln, vor weich verschwommenem grünen Hintergrund.
Aquilegia Vulgaris

Die Staubbeutel (Antheren) an den Staubfäden sind bei der Aquilegia vulgaris typischerweise gelb wegen des Pollens. Sobald die Antheren ihren Pollen abgegeben haben oder noch nicht geöffnet sind, erscheinen sie deutlich dunkler. Vermutlich.

Ein Spaziergang über Sant'Erasmo

Eine halbe Stunde mit dem Vaporetto Linie 13 ab Fondamente Nove, und Venedig ist plötzlich weit weg. Sant'Erasmo ist nach Venedig die größte Insel der Lagune, gut viereinhalb Kilometer lang, gut tausend Meter breit.1 Knapp 700 Leute leben hier, die meisten seit Generationen. Es gibt ein paar Trattorien, einen Strand, ansonsten Felder, Gräben, Schilf.

Seit Jahrhunderten ist die Insel der Gemüsegarten der Stadt. Berühmt sind die castraure, die ersten Triebe der violetten Artischocke, geerntet Anfang Mai, und der dünne sparesèlle-Spargel.2 Daneben standen schon im Mittelalter Weinreben auf der Insel; der Wein war bei den Dogen beliebt, kultiviert wurden vor allem Raboso und Trebbiano. Heute wird er meist im kleinen Maßstab für den eigenen Bedarf gekeltert.3 Bewässert wird über ein Netz schmaler Kanäle, die mit Brackwasser aus der Lagune gefüllt werden. Die barene, halb Wiese, halb Watt, prägen das Bild der Insel.

Bewirtschaftetes Feld auf Sant'Erasmo mit jungen Pflanzenreihen, dahinter ein Wohnhaus zwischen Zeder und Pinie, daneben ein verwitterter alter Kran oder Bagger.
Santerasmo 13

Junge Eschen und Frühlingswiese mit einer Holzbrücke im Hintergrund.
Santerasmo 12

Felder und Salzwiesen, Wassergraben im Vordergrund, kleine Bewässerungspumpe, Pinien, dahinter Lagune.
Santerasmo 11

Bewässerungskanal neben einem Schotterweg, rechts ein Weidezaun, im Hintergrund Häuser.
Santerasmo 8

Algenbedeckter Wassergraben, in dem sich die Bäume des Ufers spiegeln.
Santerasmo 9

Barene mit kleinem Wasserlauf, im Hintergrund einzelne Häuser unter wolkigem Himmel.
Santerasmo 6

Die Torre Massimiliana, runder Backsteinfort mit begrüntem Wall, davor flache moderne Anbauten.
Santerasmo 10

Strategisch interessant war Sant'Erasmo schon früh; eine erste Kirche stand 792.4 Napoleon ließ am Südzipfel zwischen 1811 und 1814 eine Festung errichten, nach deren Zerstörung baute Erzherzog Maximilian von Österreich-Este 1843/44 auf den Resten die Torre Massimiliana, einen runden Backsteinklotz mit begrüntem Wall. Heute restauriert, gelegentlich Ort für Ausstellungen.5


Schmaler Wiesenpfad am Lagunenufer unter den noch kahlen Ästen eines alten Baumes.
Santerasmo 5

Ein einzelnes Holzruderboot im seichten, algengrünen Wasser, dahinter weiter Horizont.
Santerasmo 3

Flache, algenbedeckte Lagune; im Vordergrund ein Steindamm aus aufgeschütteten Felsbrocken.
Santerasmo 2

Salzwiesen mit algigem Tümpel und hellem Sand, im Hintergrund Bäume und ein Streifen Lagune.
Santerasmo 1

Die Inselkirche Cristo Re mit Arkadenvorbau und freistehendem Glockenturm.
Santerasmo 4

Die Inselkirche Cristo Re mit Arkadenvorbau und freistehendem Glockenturm.


Schwimmkran-Ponton mit einem gelben Bagger an Bord, mitten in der Lagune.
Santerasmo 7

Auf der Bootsfahrt hin sieht man, wie sehr die Lagune Arbeitslandschaft ist: Lastkähne, Müllboote, ein Ponton mit Schwimmkran, der einen Bagger über das flache Wasser schiebt.