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Urban

Da brennt noch Licht…

Dunkle Arkade mit Steinsäulen und Rundbögen bei Nacht. Zwei kugelförmige Hängelampen leuchten gelb. In der Mitte ein hell erleuchtetes Schaufenster mit bunten Karnevalsmasken und einem gerahmten Gemälde auf einer Staffelei.
Zwischen dunklen Arkadensäulen leuchtet ein Schaufenster mit Karnevalsmasken und einem Gemälde auf einer Staffelei.

Am Laubengang der Biblioteca Marciana brennt in einem einzelnen Laden noch das Licht.

Venedig am Tag ist ja ganz nett. Aber so richtig fotogen wird die Stadt bei und nach Sonnenuntergang. Und dann besteht auch die größte Chance, mal ein nicht so unglaublich typisch venezianisches Urlaubsfoto zu machen.

Es wird mal wieder Zeit für ein Foto aus Venedig.

Ein mit Kisten voller Obst und Gemüse beladenes Boot liegt unter einer weißen Plane an einem venezianischen Kanal, daneben mehrere vertäute Motorboote und alte Wohnhäuser.
Bootsverkauf

Ein kleines Boot als Verkaufsfläche. Es ist sogar auf OpenStreetMap als Obst- und Gemüsehändler eingetragen. Vielleicht habe ich den Händler auch nicht zum ersten Mal fotografiert.

Ich mag diese Ecke von Venedig. Der Stadtteil Castello ist weit genug vom Piazzale Roma entfernt, sodass die Tagestouristen sich bis hierher etwas verlaufen haben.

Rechts sieht man die breite Via Giuseppe Garibaldi. Eine richtig gediegene Einkaufsstraße mit zwei kleinen Supermärkten, Apotheken und natürlich einigen Kneipen. Wenn ich mein Hotel nicht gerade auf der anderen Seite der Stadt habe, mag ich es, hier einzukaufen.

Dach

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme geometrischer Betondächer, die sich vor einem stark bewölkten Himmel erhebt.
Dach

Ein Ausschnitt des Daches vom Audimax Bochum vor dramatischen Wolken.

Ein Schuss aus der Hüfte. Als ich vor Wochen im Botanischen Garten war, habe ich das Foto auf dem Rückweg gemacht. Normalerweise betrete ich den Garten über die Uni und verlasse ihn am Eingang bei den Teichen. An dem Tag nicht, der Heimweg zu Fuß über Haarmannsbusch, Kemnader Straße und Natorpstraße war mir zu lang, und ich bin mit dem Bus zurück von der Uni Richtung Weitmar gefahren.

Abwärts

Rolltreppe nach unten zwischen dunklen Wänden, am unteren Ende ein heller Ausgang Richtung Bootsanleger, Schwarz-Weiß-Aufnahme.
Abwärts

Streng symmetrische Schwarz-Weiß-Aufnahme der Rolltreppe zu den Bootsanlegern am Flughafen Venedig Marco Polo. Dunkle Wände führen den Blick zum hellen Ausgang Richtung Wasserbus.

Ganz unüblich habe ich bei diesem Foto das 2:3-Format aus der Kamera beibehalten, da die Höhe des Bildes zur Trichterwirkung beiträgt.

Ponte de la Croce

Steinerne Bogenbrücke über einen Kanal auf der Giudecca in Venedig, im Hintergrund die Kuppel einer Kirche und Backsteinhäuser unter bedecktem Himmel, im Vordergrund zwei Möwen auf der Uferpromenade.
Ponte de la Croce

Eine beinahe melancholische Stimmung auf Giudecca. Die bedeckte Wolkendecke und die gedämpften Farbtöne geben der Szene eine zurückhaltende Stimmung, die gut zu den abgewetzten Fassaden passt. Die drei Möwen im Vordergrund und die Menschen auf der Brücke sorgen für Leben, ohne die Architektur zu überlagern. Am linken Rand sieht man die Kuppel der Chiesa del Santissimo Redentore.

Abends unterwegs in Venedig

Die Rialtobrücke bei Nacht über dem Canal Grande in Venedig. Der weiße Marmorbogen ist angestrahlt, eine Laterne hängt mittig an der Brüstung, einige Menschen stehen am Geländer. Links ein erleuchtetes Gebäude mit Fahnen und Arkaden. Im Vordergrund ein vertäutes Wassertaxi mit orangefarbener Abdeckung zwischen hölzernen Dalben, das Wasser fast schwarz.
Ponte Di Rialto

Ein Schnappschuss auf dem Weg nach Hause ins Hotel. Wundert mich, dass ich mit vollem Bauch und einer halben Flasche Wein noch ein halbwegs gerades Foto machen konnte. Es ist vollkommen egal, wie viele Sterne ein Hotel hat. Der Clou ist, dass es einfach zu finden sein muss.

Warten mit Aussicht

Schwarz-Weiß-Aufnahme der Zattere in Venedig von Giudecca aus fotografiert. Im Zentrum die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione, rechts eine Reihe von Palazzi entlang des Ufers. Im Vordergrund das leicht bewegte Wasser des Kanals unter einem hohen, bewölkten Himmel.
Zattere

In der Bildmitte ist die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione. Aufgenommen wurde das Foto von Giudecca, der Insel auf der anderen Seite des Kanals. Ja, das Foto ist stark beschnitten. Dank einer Menge Megapixel ist das in Fällen wie diesem schon ganz praktisch.

Am Ufer von Giudecca gibt es eine Reihe von kleinen Bars und kleinen Restaurants, viele davon Trattorien. Es ist dort viel ruhiger als auf der Hauptinsel und man kann dort in Ruhe draußen an einem Tisch am Ufer sitzen und für gar nicht mal so viel Geld sehr gut essen. Und während ich aufs Essen gewartet habe, hatte ich Zeit, das Foto zu machen.

La Palanca heißt die Trattoria, die ich eher aus Zufall ausgewählt habe. Auf verschiedenen Plattformen stellte sich das Restaurant als echter Tipp heraus. Und das kann ich nur bestätigen.

Postkarte gefällig?

Blick vom Canal Grande in Venedig zur blauen Stunde: Die Kuppel von Santa Maria della Salute erhebt sich am Ende des Kanals, links und rechts gesäumt von venezianischen Palazzi. Der Himmel zeigt rosa und violett gefärbte Wolken nach Sonnenuntergang, das ruhige Wasser spiegelt die Uferlichter.
Santa Maria Della Salute

Anstelle, den Sonnenuntergang direkt zu fotografieren, kann es auch mal schick sein, den Sonnenuntergang im Rücken zu haben und die von der untergehenden Sonne angestrahlten Wolken mit einem Motiv zu verbinden.

Das Foto zeigt den Blick von der Accademiabrücke (OpenStreetMap) in Richtung Santa Maria della Salute und Punta della Dogana. Es gibt vermutlich kein abgegrasteres Motiv in ganz Venedig. Ich habe es selbst schon 1000 Mal festgehalten. Aber das hält mich nicht davon ab, jedes Mal aufs Neue den Auslöser zu drücken. In diesem Fall sind es offensichtlich die Wolken, die mich gereizt haben. Denn am Tag ist das Motiv zwar auch wunderschön, aber bei weitem nicht so stimmungsvoll.

Blick vom Canal Grande in Venedig am Nachmittag: Die Kuppel von Santa Maria della Salute erhebt sich am Ende des Kanals, links und rechts gesäumt von venezianischen Palazzi.
Santa Maria Della Salute Am Nachmittag

Dieses Foto wurde am späten Nachmittag gemacht, während ich die Brücke einfach nur überquert habe, um von einem Stadtteil in den anderen zu gelangen.

Aber was viele Postkarten selten zeigen: dieses kurze Fenster nach Sonnenuntergang, in dem der Himmel von zartrosa in ein schmutziges Violett kippt und die Kuppel von Santa Maria della Salute fast schon nebensächlich wird, weil über ihr gerade das ganze Wetter passiert. Die Lichter an den Palazzi gehen an, das Wasser ist erstaunlich ruhig, und mit ein bisschen Glück ist der sonst so überlaufene Kanal für ein paar Minuten fast leer.

Ponte dei Sospiri

Nächtliche Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.
Ponte dei Sospiri

Bei meinem letzten Besuch in Venedig war ich häufig in den Abendstunden nach Sonnenuntergang unterwegs. Eine Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke) in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.

26mm?

Schmale, menschenleere Gasse in Venedig mit warm leuchtenden roten und ockerfarbenen Hauswänden, einer schmiedeeisernen Laterne und einer einzelnen Person in gelber Jacke, die in der Ferne über das Kopfsteinpflaster läuft.

Schmale Gassen In Venedig

Beim letzten Venedig Trip hatte ich neben dem obligatorischen 50mm auch mal das kleine Nikkor Z 26mm f/2.8 Pancake-Objektiv dabei. Ich hatte mir das richtig praktisch vorgestellt, kompakter geht es kaum.

Aber was soll ich sagen: Es ist nicht meine Brennweite.

Bei einigen Gelegenheiten haben sich die 26mm tatsächlich als nützlich erwiesen, etwa in engen Häuserschluchten oder wenn man für eine Totale schlicht zu nah am Motiv steht. Aber sonst? Bei Weitwinkeln geht mir zu schnell der Bezug zu Motiv verloren. Lösen lässt sich das eigentlich nur, indem man dem Motiv ordentlich auf die Pelle rückt, und das geht dann mit dieser übertriebenen Dekompression der Perspektive einher. Darauf steh ich mal so richtig garnicht. Eventuell mal als Abwechslung, aber nicht als Way to go.

Als Alternative zum 50mm hätte ich lieber ein 85mm oder 100mm dabei gehabt.