Nikon Z8

Es wird mal wieder Zeit für ein Foto aus Venedig.

Ein mit Kisten voller Obst und Gemüse beladenes Boot liegt unter einer weißen Plane an einem venezianischen Kanal, daneben mehrere vertäute Motorboote und alte Wohnhäuser.
Bootsverkauf

Ein kleines Boot als Verkaufsfläche. Es ist sogar auf OpenStreetMap als Obst- und Gemüsehändler eingetragen. Vielleicht habe ich den Händler auch nicht zum ersten Mal fotografiert.

Ich mag diese Ecke von Venedig. Der Stadtteil Castello ist weit genug vom Piazzale Roma entfernt, sodass die Tagestouristen sich bis hierher etwas verlaufen haben.

Rechts sieht man die breite Via Giuseppe Garibaldi. Eine richtig gediegene Einkaufsstraße mit zwei kleinen Supermärkten, Apotheken und natürlich einigen Kneipen. Wenn ich mein Hotel nicht gerade auf der anderen Seite der Stadt habe, mag ich es, hier einzukaufen.

Teichhuhn Nachwuchs und Nestbau

Teichhuhn mit rotem Stirnschild hält einen Zweig im Schnabel und baut damit am Reisignest auf dem Wasser.
Teichhuhn bringt Nistmaterial

Da ich heute trotz der Hitze nicht wieder den ganzen Tag zu Hause sitzen wollte, bin ich schon am frühen Morgen vor die Tür. Bei knapp über 20 drückenden Grad war es noch ganz erträglich.


Schwarzes Teichhuhn-Küken mit struppigem Daunengefieder steht im sonnigen Gras am Ufer, im Hintergrund glänzt das Wasser.
Teichhuhn Küken an Land
Schwarzes Teichhuhn-Küken mit struppigem Daunengefieder und rötlichem Schnabel steht im flachen Wasser am grünen Ufer.
Teichhuhn Küken kommt aus dem Wasser

Sind wir mal ehrlich: Ein Teichhuhn-Küken ist kein Sympathieträger wie ein Entenküken. Das schwarze, fast struppige Daunenkleid, die noch viel zu langen Beine und der rötliche Schnabelansatz mit dem winzigen kahlen Scheitel geben ihnen eher einen leicht punkigen, zerrupften Charme. Aber genau das macht sie als Motiv ja interessant, das ist mal etwas anderes als die übliche Niedlichkeit.


Ein Teichhuhn baut am Nest
Ein Teichhuhn baut am Nest

Den Nestbau habe ich für einen kurzen Augenblick gefilmt, und da ich wie immer kein Stativ oder irgendwas in der Art dabei hatte, ist der Spaß wieder ein wenig wackelig geworden. Bei 400mm bringt halt auch die beste Bildstabilisierung in Kamera und Objektiv nix mehr. Das leichteste Zittern reicht schon, um das Bild schaukeln zu lassen.

Der Paradiesgarten an der Pauluskiche

Paradiesgarten 7
Paradiesgarten 7

Für mehr als einfach nur schnell einkaufen wollte ich heute nicht vor die Tür. Bei über 30 °C ist es spürbar sommerlich. Also bin ich nur schnell in die Innenstadt gefahren und habe mir einen neuen Teller1 und was man sonst noch zum Leben benötigt gekauft.

An der Pauluskirche stand der Paradiesgarten in sommerlicher Blüte und so bin ich sogar noch zu ein paar Fotos gekommen.

Auf dem letzten Foto sieht man den Schützengraben, wie er sich zwischen Balz und Sparkasse hinunterschlängelt.


  1. Vielleicht sollte ich mal in Erwägung ziehen, mir Blechgeschirr zuzulegen. Das hätte bei mir vermutlich eine höhere Überlebenschance. ↩︎

Ponte de la Croce

Steinerne Bogenbrücke über einen Kanal auf der Giudecca in Venedig, im Hintergrund die Kuppel einer Kirche und Backsteinhäuser unter bedecktem Himmel, im Vordergrund zwei Möwen auf der Uferpromenade.
Ponte de la Croce

Eine beinahe melancholische Stimmung auf Giudecca. Die bedeckte Wolkendecke und die gedämpften Farbtöne geben der Szene eine zurückhaltende Stimmung, die gut zu den abgewetzten Fassaden passt. Die drei Möwen im Vordergrund und die Menschen auf der Brücke sorgen für Leben, ohne die Architektur zu überlagern. Am linken Rand sieht man die Kuppel der Chiesa del Santissimo Redentore.

Mandarinenten Weibchen

Weibliche Mandarinente sitzt auf einem Ast über einem grün bewachsenen Teich vor Schilfhintergrund
Mandarinenten Weibchen

Eine weibliche Mandarinente sitzt auf einem kleinen Ast über dem mit Wasserlinsen bedeckten Teich.

Ich hatte noch ein alternatives Foto mit der gleichen Ente, auf dem sie den Schnabel weit öffnet. Leider habe ich das andere Foto von einem knapp einen halben Meter höheren Standpunkt aufgenommen, was gestalterisch nicht so pralle ist. Also habe ich mich für dieses Foto entschieden. Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Augenhöhe ist King.

Weiße Kronen Lichtnelke

Weiße Kronen-Lichtnelke in Schwarzweiß mit wollig behaartem Stängel vor dunklem Hintergrund
Weiße Kronen Lichtnelke

Schwarzweiß-Makro einer weißen Kronen-Lichtnelke (Silene coronaria), deren zarte Blütenblätter und der wollig behaarte Stängel vor dunklem Hintergrund hervortreten.

Ich habe mich für Schwarzweiß entschieden, weil es ohnehin nur Weiß und Grün auf dem Foto gab und das Grün so stark von der Struktur abgelenkt hat. Außerdem habe ich einen Faible für monochrome Flora.

Du bist der Meinung, dass die Blüte zentriert sein sollte? Es stört dich? Gut;)

Neues vom Teich: Eine Seerose

Eine purpurrote Seerose schwimmt auf dunklem Wasser, die gelben Staubblätter leuchten im Zentrum, dahinter ein geschwungenes Schwimmblatt. Die Blüte spiegelt sich auf der Wasseroberfläche.
Seerose

Seerosen schwimmen auf dem Wasser und ein Lotus ragt am Stängel aus dem Wasser heraus. Vielleicht sollte ich mir das als Post-it an den Monitor kleben, damit ich mich bei der Benennung der Fotos nicht mehr vertue.

Das Foto entstand im Botanischen Garten an dem kleinen Teich Wasserbecken bei den Gewächshäusern. Über ein solches Exemplar in freier Natur zu stolpern, wäre schon ein Glücksfall.

Neues vom Teich: Zwei Begegnungen

Neulich an den Lottentaler Teichen bin ich einem Reiher zweimal bei dem gleichen Spaziergang begegnet. Zuerst stehend auf dem umgefallenen Bäumchen, und einen Augenblick später machte der Reiher seine Runde über die Teiche. Ich schätze, es war der gleiche, weil ich keinen weiteren gesehen habe. Aber das muss nichts heißen.

Glück gehabt

Ein Rehbock mit kurzem Geweih steht im Wald zwischen Stechpalmen und Buchenlaub und blickt direkt in die Kamera.
Glück gehabt

Als ich den Botanischen Garten über die Brücke an den Lottentaler Teichen verlassen habe, sah ich gerade noch, wie ein Rehbock vom Acker in den nahegelegenen Wald huschte. Er hat mich ziemlich direkt angestarrt.

Einer der größten Fehler ist es, die Kamera im Rucksack zu verstauen, wenn man unterwegs ist. Hätte ich die Knipse nicht in der Hand gehabt, wäre mir dieses Foto nie gelungen.

Abends unterwegs in Venedig

Die Rialtobrücke bei Nacht über dem Canal Grande in Venedig. Der weiße Marmorbogen ist angestrahlt, eine Laterne hängt mittig an der Brüstung, einige Menschen stehen am Geländer. Links ein erleuchtetes Gebäude mit Fahnen und Arkaden. Im Vordergrund ein vertäutes Wassertaxi mit orangefarbener Abdeckung zwischen hölzernen Dalben, das Wasser fast schwarz.
Ponte Di Rialto

Ein Schnappschuss auf dem Weg nach Hause ins Hotel. Wundert mich, dass ich mit vollem Bauch und einer halben Flasche Wein noch ein halbwegs gerades Foto machen konnte. Es ist vollkommen egal, wie viele Sterne ein Hotel hat. Der Clou ist, dass es einfach zu finden sein muss.

Fast

Makroaufnahme einer blau-violetten Glockenblume, schräg von vorn in den geöffneten, sternförmigen Blütenkelch fotografiert. Im Inneren sind der hellgrüne Griffel mit der dreigeteilten Narbe sowie die Staubblätter erkennbar. Die durchscheinenden Blütenblätter heben sich von einem weich verschwommenen, dunkelgrün-olivfarbenen Hintergrund ab; rechts unten deutet sich eine grüne Blütenknospe an.
Glockenblume

Eine Glockenblume

Da ich wie immer freihand fotografiert habe und kein Stativ benutzt hatte, liege ich auch ohne Wind beim Fokus manchmal etwas daneben. Ich wollte an sich die Narbe des Blütenstempels im Fokus haben. Aber das ist mir nicht zu 100 Prozent gelungen. Ja, sie liegen mehr oder weniger im Fokus, aber leider nicht so, wie ich es geplant hatte.

Blumenwiese

Der Blick direkt in eine Blumenwiese. Eine lila Acker-Witwenblume, umgeben von viel Bokeh.
Blumenwiese

Nicht jedes Mal, wenn ich einen Fuß vor die Tür setze, stolpere ich über ein interessantes Motiv. Manchmal ist es eben nur eine Blumenwiese. Mit einer Acker-Witwenblume mitten drin. Die gelben Blüten, die im Bokeh dahinschmelzen, sind übrigens Hahnenfuß.

Warten mit Aussicht

Schwarz-Weiß-Aufnahme der Zattere in Venedig von Giudecca aus fotografiert. Im Zentrum die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione, rechts eine Reihe von Palazzi entlang des Ufers. Im Vordergrund das leicht bewegte Wasser des Kanals unter einem hohen, bewölkten Himmel.
Zattere

In der Bildmitte ist die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione. Aufgenommen wurde das Foto von Giudecca, der Insel auf der anderen Seite des Kanals. Ja, das Foto ist stark beschnitten. Dank einer Menge Megapixel ist das in Fällen wie diesem schon ganz praktisch.

Am Ufer von Giudecca gibt es eine Reihe von kleinen Bars und kleinen Restaurants, viele davon Trattorien. Es ist dort viel ruhiger als auf der Hauptinsel und man kann dort in Ruhe draußen an einem Tisch am Ufer sitzen und für gar nicht mal so viel Geld sehr gut essen. Und während ich aufs Essen gewartet habe, hatte ich Zeit, das Foto zu machen.

La Palanca heißt die Trattoria, die ich eher aus Zufall ausgewählt habe. Auf verschiedenen Plattformen stellte sich das Restaurant als echter Tipp heraus. Und das kann ich nur bestätigen.

Postkarte gefällig?

Blick vom Canal Grande in Venedig zur blauen Stunde: Die Kuppel von Santa Maria della Salute erhebt sich am Ende des Kanals, links und rechts gesäumt von venezianischen Palazzi. Der Himmel zeigt rosa und violett gefärbte Wolken nach Sonnenuntergang, das ruhige Wasser spiegelt die Uferlichter.
Santa Maria Della Salute

Anstelle, den Sonnenuntergang direkt zu fotografieren, kann es auch mal schick sein, den Sonnenuntergang im Rücken zu haben und die von der untergehenden Sonne angestrahlten Wolken mit einem Motiv zu verbinden.

Das Foto zeigt den Blick von der Accademiabrücke (OpenStreetMap) in Richtung Santa Maria della Salute und Punta della Dogana. Es gibt vermutlich kein abgegrasteres Motiv in ganz Venedig. Ich habe es selbst schon 1000 Mal festgehalten. Aber das hält mich nicht davon ab, jedes Mal aufs Neue den Auslöser zu drücken. In diesem Fall sind es offensichtlich die Wolken, die mich gereizt haben. Denn am Tag ist das Motiv zwar auch wunderschön, aber bei weitem nicht so stimmungsvoll.

Blick vom Canal Grande in Venedig am Nachmittag: Die Kuppel von Santa Maria della Salute erhebt sich am Ende des Kanals, links und rechts gesäumt von venezianischen Palazzi.
Santa Maria Della Salute Am Nachmittag

Dieses Foto wurde am späten Nachmittag gemacht, während ich die Brücke einfach nur überquert habe, um von einem Stadtteil in den anderen zu gelangen.

Aber was viele Postkarten selten zeigen: dieses kurze Fenster nach Sonnenuntergang, in dem der Himmel von zartrosa in ein schmutziges Violett kippt und die Kuppel von Santa Maria della Salute fast schon nebensächlich wird, weil über ihr gerade das ganze Wetter passiert. Die Lichter an den Palazzi gehen an, das Wasser ist erstaunlich ruhig, und mit ein bisschen Glück ist der sonst so überlaufene Kanal für ein paar Minuten fast leer.