Venedig

Ein Sapziergang über Sant'Erasmo

Eine halbe Stunde mit dem Vaporetto Linie 13 ab Fondamente Nove, und Venedig ist plötzlich weit weg. Sant'Erasmo ist nach Venedig die größte Insel der Lagune, gut viereinhalb Kilometer lang, gut tausend Meter breit.1 Knapp 700 Leute leben hier, die meisten seit Generationen. Es gibt ein paar Trattorien, einen Strand, ansonsten Felder, Gräben, Schilf.

Seit Jahrhunderten ist die Insel der Gemüsegarten der Stadt. Berühmt sind die castraure, die ersten Triebe der violetten Artischocke, geerntet Anfang Mai, und der dünne sparesèlle-Spargel.2 Daneben standen schon im Mittelalter Weinreben auf der Insel; der Wein war bei den Dogen beliebt, kultiviert wurden vor allem Raboso und Trebbiano. Heute wird er meist im kleinen Maßstab für den eigenen Bedarf gekeltert.3 Bewässert wird über ein Netz schmaler Kanäle, die mit Brackwasser aus der Lagune gefüllt werden. Die barene, halb Wiese, halb Watt, prägen das Bild der Insel.

Bewirtschaftetes Feld auf Sant'Erasmo mit jungen Pflanzenreihen, dahinter ein Wohnhaus zwischen Zeder und Pinie, daneben ein verwitterter alter Kran oder Bagger.

Santerasmo 13


Junge Eschen und Frühlingswiese mit einer Holzbrücke im Hintergrund.

Santerasmo 12


Felder und Salzwiesen, Wassergraben im Vordergrund, kleine Bewässerungspumpe, Pinien, dahinter Lagune.

Santerasmo 11


Bewässerungskanal neben einem Schotterweg, rechts ein Weidezaun, im Hintergrund Häuser.

Santerasmo 8


Algenbedeckter Wassergraben, in dem sich die Bäume des Ufers spiegeln.

Santerasmo 9


Barene mit kleinem Wasserlauf, im Hintergrund einzelne Häuser unter wolkigem Himmel.

Santerasmo 6


Die Torre Massimiliana, runder Backsteinfort mit begrüntem Wall, davor flache moderne Anbauten.

Santerasmo 10

Strategisch interessant war Sant'Erasmo schon früh; eine erste Kirche stand 792.4 Napoleon ließ am Südzipfel zwischen 1811 und 1814 eine Festung errichten, nach deren Zerstörung baute Erzherzog Maximilian von Österreich-Este 1843/44 auf den Resten die Torre Massimiliana, einen runden Backsteinklotz mit begrüntem Wall. Heute restauriert, gelegentlich Ort für Ausstellungen.5


Schmaler Wiesenpfad am Lagunenufer unter den noch kahlen Ästen eines alten Baumes.

Santerasmo 5


Ein einzelnes Holzruderboot im seichten, algengrünen Wasser, dahinter weiter Horizont.

Santerasmo 3


Flache, algenbedeckte Lagune; im Vordergrund ein Steindamm aus aufgeschütteten Felsbrocken.

Santerasmo 2


Salzwiesen mit algigem Tümpel und hellem Sand, im Hintergrund Bäume und ein Streifen Lagune.

Santerasmo 1


Die Inselkirche Cristo Re mit Arkadenvorbau und freistehendem Glockenturm.

Santerasmo 4

Die Inselkirche Cristo Re mit Arkadenvorbau und freistehendem Glockenturm.


Schwimmkran-Ponton mit einem gelben Bagger an Bord, mitten in der Lagune.

Santerasmo 7

Auf der Bootsfahrt hin sieht man, wie sehr die Lagune Arbeitslandschaft ist: Lastkähne, Müllboote, ein Ponton mit Schwimmkran, der einen Bagger über das flache Wasser schiebt.

26mm?

Schmale, menschenleere Gasse in Venedig mit warm leuchtenden roten und ockerfarbenen Hauswänden, einer schmiedeeisernen Laterne und einer einzelnen Person in gelber Jacke, die in der Ferne über das Kopfsteinpflaster läuft.

Schmale Gassen In Venedig

Beim letzten Venedig Trip hatte ich neben dem obligatorischen 50mm auch mal das kleine Nikkor Z 26mm f/2.8 Pancake-Objektiv dabei. Ich hatte mir das richtig praktisch vorgestellt, kompakter geht es kaum.

Aber was soll ich sagen: Es ist nicht meine Brennweite.

Bei einigen Gelegenheiten haben sich die 26mm tatsächlich als nützlich erwiesen, etwa in engen Häuserschluchten oder wenn man für eine Totale schlicht zu nah am Motiv steht. Aber sonst? Bei Weitwinkeln geht mir zu schnell der Bezug zu Motiv verloren. Lösen lässt sich das eigentlich nur, indem man dem Motiv ordentlich auf die Pelle rückt, und das geht dann mit dieser übertriebenen Dekompression der Perspektive einher. Darauf steh ich mal so richtig garnicht. Eventuell mal als Abwechslung, aber nicht als Way to go.

Als Alternative zum 50mm hätte ich lieber ein 85mm oder 100mm dabei gehabt.

Ein Spaziergang im Nebel durch Rialto

Nach der ersten Nacht bin ich in aller Frühe aufgewacht und beim Blick aus dem Fenster… Nebel. Was für ein Glück. Ich habe mir die Kameratasche gegriffen und bin losgezogen. Noch vor dem Frühstück und bevor der Nebel eine Chance hat sich auszulösen.

Und hier ging es los.

Die berühmte Rialtobrücke spannt sich als weißer Marmorbogen über den Canal Grande in Venedig. Im Vordergrund ragen hölzerne Anlegepfähle aus dem Wasser, daneben liegen Motorboote am Steg, während sich rechts unter den Arkaden Personen mit Gepäck versammeln.

Rialtobruecke

Die berühmte Rialtobrücke spannt sich als weißer Marmorbogen über den Canal Grande in Venedig. Im Vordergrund ragen hölzerne Anlegepfähle aus dem Wasser, daneben liegen Motorboote am Steg, während sich rechts unter den Arkaden Personen mit Gepäck versammeln.


Vom Fuß der Rialtobrücke aus aufgenommene Ansicht der breiten Marmortreppe, die zwischen geschlossenen Geschäften mit Graffiti hinaufführt. Wenige Passanten gehen die Stufen hinauf, am rechten Rand zieht eine beleuchtete Schaufensterpuppe in einer Vitrine den Blick auf sich.

Rialto 2

Ein paar Schritte weiter und ich stand schon am Fuß der Rialtobrücke.


Auf der Rialtobrücke in Venedig: Symmetrischer Blick die menschenleere Treppe hinauf, links und rechts gesäumt von geschlossenen Ladenfronten mit Rollläden und Graffiti. Zwei Laternen hängen mittig über der Treppe, der nebelverhangene Himmel rahmt die Szene.

Auf Der Rialtobruecke

Blick die menschenleere Treppe hinauf zum Scheitelpunkt der Brücke. An frühen Morgen trifft man hier nur vereinzelte Menschen. Oder keine. Oder Jogger.


Mehrere Boote auf dem nebligen Canal Grande in Venedig: Im Vordergrund nähert sich ein weißes Vaporetto, dahinter zieht ein mit Kartons beladener Transportkahn vorüber. Rechts liegen weiße Motorboote an den blau-weiß gestreiften Pfählen vor den Restaurants mit roten Markisen.

Ein Paar Boote Auf Dem Kanal

Der Blick von der Brücke auf den leicht vernebelten Canal Grande. Nur Berufsverkehr. Touristen schlafen noch. Bis auf die Vögel, die zu früh aus dem Bett gefallen sind.


Blick von der Rialtobrücke hinab auf die menschenleere Treppenflucht zwischen den geschlossenen Ladenzeilen am frühen, nebligen Morgen. Die symmetrischen Bögen und steinernen Stufen führen den Blick in die Tiefe Venedigs, wo Kirchtürme und Palazzi im Dunst verschwimmen.

Rialto 1

Blick von der Rialtobrücke hinab auf die menschenleere Treppenflucht zwischen den geschlossenen Ladenzeilen.


Die breite Treppe hinauf zur Rialtobrücke in Venedig, gesäumt von einem kleinen Kuppelbau links und einer rotbraunen Fassade rechts. Eine einzelne, in dunkle Kleidung gehüllte Gestalt steigt die Stufen hinauf, während im Hintergrund eine Kirchenkuppel aus dem dichten Nebel auftaucht.

Die Treppen Zur Bruecke

Der Blick zurück. Mit einem Blick nach hinten habe ich den Treppenaufgang zur Rialtobrücke von dieser Seite gesehen.


Blick durch einen dunklen Torbogen auf den nebelverhangenen Platz des Rialto-Marktes in Venedig. Im hellen Hintergrund stehen einzelne Marktstände und Passanten auf dem Kopfsteinpflaster, eingerahmt von der schweren Steinarchitektur des Vordergrunds.

Rialto Markt 1

Direkt rechts hinter der Brücke ist der Markt zu finden.


Die leeren Markthallen des Rialto am Canal Grande in Venedig im dichten Morgennebel. Auf der Uferpromenade reihen sich gusseiserne Doppellaternen, hölzerne Anlegepfähle und einsame Marktstände, während ein einzelner Mann in heller Kleidung die Szene durchquert.

Rialto Markt 2

Die leeren Markthallen des Rialto im dichten Morgennebel. Auf dem Campo della Pescaria reihen sich gusseiserne Doppellaternen, hölzerne Anlegepfähle und einsame Marktstände.


Drei gotische Spitzbögen aus weißem Stein vor einer Backsteinwand am Rialto-Markt, dahinter heruntergelassene weinrote Markisen. Durch die Säulenreihe schimmert der nebelverhangene Canal Grande mit Booten und gegenüberliegenden Häusern hindurch.

Rialto Markt 3

Blick in eine der offenen Markthallen durch die gotischen Spitzbögen aus weißem Stein. Keine Ahnung, ob das auch Marmor ist. Vermutlich nicht. Durch die Säulenreihe schimmert der nebelverhangene Canal Grande hindurch.


Blick auf die Calle de le Beccarie o Panateria am Rialto-Markt in Venedig: Unter einer grünen Markise reihen sich Fischtheken, daneben präsentieren ein Obst-, Gemüse- und Fischhändler ihre Auslagen. Das nasse Steinpflaster spiegelt das diffuse Licht des nebligen Morgens.

Rialto Markt 4

Blick auf die Calle de le Beccarie o Panateria neben den beiden Markthallen.

Unter einer grünen Markise reihen sich Fischtheken, daneben präsentiert ein Obst- und Gemüsehändler farbige Auslagen.


Blick entlang der menschenleeren Uferpromenade am Rialto-Markt auf den im dichten Nebel verschwimmenden Canal Grande. Mehrarmige gusseiserne Laternen, hölzerne Pfähle und der Rosa schimmernde Palazzo am rechten Bildrand setzen ruhige Akzente in der grauen Morgenstimmung.

Blick Auf Den Kanel Am Markt

Blick entlang des menschenleeren Campo della Pescaria auf den im dichten Nebel verschwimmenden Canal Grande. Mehrarmige gusseiserne Laternen, hölzerne Pfähle und der rosa schimmernde Palazzo am rechten Bildrand setzen ruhige Akzente in der grauen Morgenstimmung.


Blick durch einen steinernen Spitzbogen mit hängender Laterne auf den nebligen Canal Grande in Venedig. Hinter abgedeckten Gondeln im Vordergrund stehen pastellfarbene Palazzi am gegenüberliegenden Ufer, rechts schließt ein schmiedeeisernes Tor die Szene ab.

Blick Auf Den Kanal

Blick durch einen steinernen Spitzbogen mit hängender Laterne auf den nebligen Kanal. Hinter abgedeckten Gondeln im Vordergrund stehen pastellfarbene Palazzi am gegenüberliegenden Ufer, rechts schließt ein schmiedeeisernes Tor die Szene ab.

Sunset Silhouettes

Silhouette von Santa Maria della Salute in Venedig bei Sonnenuntergang, fotografiert vom Vorplatz der Basilica di San Giorgio Maggiore. Die Sonne steht zwischen Campanile und Kuppel, im Vordergrund vier Menschen als Silhouetten am Ufer.
Sunset Silhouettes

Aufgenommen habe ich das Foto auf dem Vorplatz der Basilica di San Giorgio Maggiore. Dort waren maximal ein Dutzend Leute, Paare oder einzelne Menschen, die dort herumstanden oder auf den Stufen zur Basilica saßen und warteten, bis die Sonne zwischen Campanile und Kuppel von Santa Maria della Salute durchwandern würde. Weil eben nur diese paar Leute dort waren, kam mir der Sonnenuntergang fast wie eine Privatvorstellung vor.

Von hier aus wirkt die Salute anders als aus der Nähe. Kleiner, kompakter, fast wie ein Scherenschnitt gegen den orangefarbenen Himmel. Der Bacino dazwischen, ein paar Vaporetti, ein Wassertaxi. Und die vier Silhouetten am Ufer, die genau das machen, wofür man hierherkommt: gucken, fotografieren, den Ausblick genießen.

Im Frühling ist der kleine Platz vor der Basilika wohl mit einer der schönsten Ort für einen Sonnenuntergang in der Lagunenstadt.

Der letzte segelnde Trabaccolo

Il Nuovo Trionfo

Ein Trabaccolo ist ein traditioneller, zweimastiger Holzfrachter der Adria, mit charakteristisch rundem, bauchigem Rumpf, flachem Kiel (damit er in flachen Lagunen und kleinen Häfen operieren kann) und ursprünglich zwei Luggersegeln (vele al terzo). Das Bugauge (oculus) ist kein Dekor, sondern traditionelles Schutzsymbol. Es soll der Barke den Weg zeigen. Diese Schiffe haben über Jahrhunderte den Warenverkehr entlang der italienischen Adriaküste bestritten, bevor Motoren und Straßen sie verdrängt haben.

Il Nuovo Trionfo ist der letzte segelfähige Trabaccolo auf der italienischen Seite der Adria.

Am 27. Mai 2026 wird das Boot 100 Jahre alt. Für den Geburtstag plant der Verein neue Masten, Segel und laufendes Gut, um wieder sicher unter Segeln fahren zu können.

After Dark

Schwarzweiß-Nachtaufnahme eines schmalen venezianischen Seitenkanals. Zwischen den dunklen Häuserfronten öffnet sich der Blick auf einen beleuchteten Palazzo im Hintergrund. Auf dem Wasser gleitet eine einzelne Gondel mit Gondoliere und einem Fahrgast durch den Lichtschein.
After Dark

Am Abend, nach Einbruch der Dunkelheit. Die engen Gassen und Kanäle rund um Rialto haben sich geleert, die Tagesgäste sind längst wieder auf dem Festland.

Ich stehe auf einer Brücke über einem schmalen Seitenkanal und warte. Vorne, wo der Kanal auf einen größeren Wasserweg trifft, beleuchtet eine einzelne Laterne die Fassade eines Palazzos. Der Rest liegt im Schwarz.

Dann schiebt sich eine Gondel ins Bild. Der Gondoliere stakt ruhig, fast lautlos, seine Fahrgäste sitzen einander zugewandt auf der Bank. Ein paar Sekunden lang steht die Szene so da, wie man sich Venedig bei Nacht vorstellt.


Das Fester ist geöffnet. Nach dem Frühlingsregen duftet die Luft. Tidal spielt Max Corbacho (Ambient der ruhigsten Art). Die Musik mischt sich mit dem Vogelgezwitscher. Ich sitze entspannt vor dem Bildschirm, bin mit der Bearbeitung des Fotos fertig und schreibe an diesem Blogpost, während ich eine kleine Schale Dehong Anji Hong Cha mit einem Schuss Honig genieße. Und dann geht irgendwo eine Alarmanlage los…

Vier Lichter gegen die Nacht

Dreiarmige historische Laterne auf der Piazzetta San Marco bei Nacht, das warme Licht zeichnet einen goldenen Kreis auf das Steinpflaster, im Hintergrund die Arkaden des Dogenpalasts als dunkle Silhouette.
Laterne auf der Piazzetta San Marco

Piazzetta San Marco nach Einbruch der Dunkelheit, der Dogenpalast ist nur noch eine sanfte Silhouette. Die Low-Key-Aufnahme stellt die alte Laterne in den Vordergrund und zeigt nur einen kleinen, goldenen Kreis auf dem Boden. Die Kulisse des Dogenpalast bleibt im Großen und Ganzen der Fantasie überlassen.

Sonnenuntergang hinter Santa Maria Della Salute

Panoramablick vom Wasser auf die Punta della Dogana mit der Fortunafigur auf dem Globus und die Basilika Santa Maria della Salute mit ihrer markanten Kuppel. Der Himmel glüht in sanften Orange- und Rosatönen nach Sonnenuntergang, die Fassaden fangen das letzte Licht ein. Im Vordergrund das ruhige Wasser des Bacino di San Marco.
Sonnenuntergang hinter Santa Maria Della Salute

Der Sonnenuntergang hinter Santa Maria Della Salute und Punta Dogana gehört auch zu diesen Touristenfotos, die die meisten Besucher machen. Aber den Auslöser nicht zu drücken, würde einfach zu weh tun. Und deshalb gibt es das nun hier.

Aufgenommen habe ich das Foto auf einem Vaporetto beim Übersetzen von San Giorgio Maggiore nach San Marco. An der Mündung des Canal Grande bei San Marco hat man den besten Blick auf die beiden Bauwerke.

Stammplatz

Eine Schildpatt-Tabby-Katze mit grünen Augen ruht auf einer Wolldecke über einem Steinvorsprung und blickt leicht genervt in die Kamera, im Hintergrund eine unscharfe venezianische Gasse.
Das Venezianische Katzenleben

Einer der Inselbewohner hat es sich auf seinem Stammplatz gemütlich gemacht und duldet gerade eben so einen weitere Touristen, der mit der Kamera vorbei kommt und auch wieder ein Foto macht.

Eine Woche Venedig: Fisch, Pasta und Boote

So eine Woche vergeht wie im Flug. Kaum bin ich da und habe den Rucksack ausgepackt, und dann ist es auch schon fast wieder vorbei.

Da ich auf der Hauptinsel und auf Burano und Murano schon so gut wie jeden Stein gesehen habe, hat es mich dieses Mal nach Sant’Erasmo gezogen. Der absolute Kontrast zur Hauptinsel. Man kann dort den ganzen Tag herumlaufen und nur einer Handvoll Menschen begegnen. Sant’Erasmo ist quasi der Gemüsegarten von Venedig. Und Artischocken sind das große Ding. Allerdings noch nicht Anfang April. Erst Ende April können die Castraure, die zarten ersten Blütenknospen, geerntet werden. Dafür war ich leider etwas zu früh dran.

Naja, Fisch und Pasta gibt es immer. Ich hatte ja keine Ahnung, wie gut Seezunge schmecken kann.

Das Wetter war fantastisch. Die höchste Temperatur lag maximal bei 21 °C, eher bei 18 bis 20 °C. Das finde ich bei einem Städtetrip ziemlich optimal. Abends hat es sich auf 15 oder 16 °C leicht abgekühlt.

Am Dienstag hatte ich besonderes Glück. Dichter Nebel bis in den späten Morgen. Das taucht die Lagune in ein besonders schönes Licht mit einer ganz anderen Atmosphäre, als man sie bei Sonnenschein erlebt.


Eine schmiedeeiserne Straßenlaterne mit drei leuchtenden Laternen steht auf einer Uferterrasse am Canal Grande in Venedig, als Silhouette vor dichtem Morgennebel. Gondelpoller ragen aus dem ruhigen, gekräuselten Wasser, während historische Fassaden im Dunst verschwinden. Eine diffuse Sonne scheint schwach durch den Nebel.

Laterne


Ausgerechnet am Freitagnachmittag, genau in der Zeit meines Rückflugs, wurde im italienischen Luftfahrtsektor gestreikt. Fluglotsen, Kontrollzentren in Rom und Mailand.
Long story short: Der Rückflug hat sich um fünf Stunden auf 19 Uhr abends verspätet. Letztlich war die Verspätung sogar besser als die ursprüngliche Abflugszeit am Mittag. Und da der Spaß früh genug von der Airline angekündigt wurde, gab’s ein paar zusätzliche Stunden, um bei Linguine und Fisch auf Giudecca den Trip würdevoll enden zu lassen.


Luftaufnahme der Lagune von Venedig bei Sonnenuntergang: ein fragmentiertes Mosaik aus Inseln, Wattflächen, Priele und Salzmarschen, das sich bis zum Horizont erstreckt. Das ruhige Wasser spiegelt den warmen gold-orangefarbenen Himmel, im Vordergrund sind industrielle Anlagen und Aquakulturteiche zu erkennen.

Die Lagune


Das sind natürlich nicht die einzigen Eindrücke und Fotos. Aber ich wollte nicht alles in einen Post verfrachten.

Blaue Stunde auf der Piazzetta San Marco

Piazzetta San Marco in Venedig bei Abenddämmerung, Langzeitbelichtung: Dogenpalast links, Säule des San Marco mit dem Markuslöwen in der Mitte, goldene Straßenlaternen mit Lichtsternen, unscharfe Passanten.
Drei Sekunden Venedig

Die Piazzetta San Marco am Abend kurz nach Sonnenuntergang.

Bei drei Sekunden Belichtungszeit verschwimmen die Menschen zu Geistern. Links der Dogenpalast mit seiner charakteristischen rosa-weißen Diamantmuster-Fassade, in der Mitte die hohe Säule mit dem geflügelten Löwen von San Marco, dem Wappentier der Republik. Rechts die eleganten Arkaden der Biblioteca Nazionale Marciana. Und im Vordergrund eine gusseiserne Laterne mit leichten Lichtsternen.

Dieser kurze, magische Übergang zwischen Tag und Nacht, ist IMHO einer der schönsten Augenblick um in Venedig zu fotografieren. Ok, der frühe Morgen hat auch seinen Reiz. Aber wer will schon im Urlaub früh aufstehen.

Spannung

Eine Seitengasse oder ein kleiner Platz auf Burano mit bunten Häusern. Quer über den Platz ist eine Wäscheleine gespannt, die von einem Stock gespannt wird, der gegen einen roten Stein und der Leine lehnt.
Spannung

Auch heute gibt es wieder ein Foto aus dem Archiv. Ein kleiner Platz auf Burano. Quer über den Platz ist eine Wäscheleine gespannt. Und ein Stock, der an einem Stein lehnt, spannt die Leine. Ich fand die Konstruktion sehr recht pragmatisch.

Neulich habe ich mir für die Z 8 eine CFexpress-Karte zugelegt die mit 1400 MB/s schnell genug schreiben kann, damit ich endlich in höherer Auflösung filmen kann, ohne, dass die Aufnahme wegen zu langsamer Karte abbricht. Die alten XQD Karten, die ich mit der Z 7 benutzt habe, können lediglich mit 400 MB/s beschrieben werden.

Ich muss wohl nicht weiter erwähnen, dass mein gut acht Jahre alter XQD Kartenleser keine CFexpress-Karten lesen kann. Wäre ja auch ein Ding. Also habe ich mir einen zeitgenössischen Kartenleser bestellt. Und auf den warte ich nun. Vorher lade ich auch keine Fotos oder Videos von der Kamera herunter. Ich könnte, aber ich will nicht. Ist ein bisschen wie auch die Entwicklung eines Films zu warten…