Journal und Photoblog
von Markus Kniebes

Hallo, mein Name ist Markus. Dies ist mein Journal und Photoblog, meine persönliche, kleine Ecke im Internet. Es geht um Fotografie, Musik, Technik und mehr.

Ponte dei Sospiri

Nächtliche Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.
Ponte dei Sospiri

Bei meinem letzten Besuch in Venedig war ich häufig in den Abendstunden nach Sonnenuntergang unterwegs. Eine Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke) in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.

Jüngste Links aus dem Linkblog

Brutales vom Teich

Es am Teich nicht immer nur ruhig zu

Nahaufnahme einer Ringelnatter, die mit erhobenem Kopf durch ruhiges Wasser gleitet, der schlanke Körper zeichnet sich als feine Linie unter der Oberfläche ab, im Vordergrund ein Grashalm.
Natter

Hier sehen wir eine Ringelnatter oder Würfelnatter, wie sie auf der Suche nach Nahrung durchs Wasser gleitet.


Um sanfte Gemüter nicht zu erregen, zeige ich den Fang mal nicht.

Nein! Quatsch. Ich habe den Augenblick verpasst, als sich die Natter auf den Molch gestürzt hat. Da stehe ich eine Dreiviertelstunde dort herum, um genau diesen Augenblick festzuhalten, und dann bin ich nur eine Sekunde abgelenkt und verpasse alles.


Eine Ringelnatter schwimmt mit einem erbeuteten Molch im Maul durch das Wasser eines Teichs, im Hintergrund ein Seerosenblatt und Wasserpflanzen, auf der Oberfläche kreisen feine Wellen vom Zupacken.
Natter mit Molch

Sie hat sich einen Molch geschnappt und verzieht sich mit ihrer Beute in das dichte Gewächs.

Auch kein Freund für's Leben

Nachdem sich bei meiner ultimativen Streaminghardware vor Jahren das Display gelöst hat und ich es „professionell“ selbst geklebt habe1, hatte ich heute auf einmal den Hauptschalter in der Hand. Ich habe das Gefühl, dass das Renteneintrittsalter für mein G8 gerade gesunken ist.

Das Dings werde ich ganz sicher irgendwann verlieren.


G8 Und Schalter

G8 Und Schalter


  1. Es sind kaum Reste des Klebers an den Rändern des Displays zu erkennen. ↩︎

Die Froschperspektive

Es ist ein alter Hut, dass ein Foto in der Regel interessanter wird, wenn man ein Motiv am Wasser auf Augenhöhe fotografiert. Meine Knie sehen das ganz anders. Wenn ich mehr als ein paar Minuten in der Hocke sitze, brauche ich gar nicht erst zu versuchen, wieder ordentlich aufzustehen. Dann muss ich erst mal die Kamera beiseitelegen und irgendwie versuchen, wieder auf die Beine zu kommen. Ja, man wird nicht jünger.

Das Foto des einzelnen Froschs war einer dieser Momente, in denen alles passt: ruhiges Wasser, die feine Wellenkrone um den Kopf, die Spiegelung darunter beinahe perfekt. Das zweite Foto ist mir aber fast lieber. Die beiden scheinen sich gut leiden zu können, und rechts ragt dieser eine Stängel wie ein Ausrufezeichen ins Bild.

Zeilenweise Text zum Browser streamen.

Ich wollte im Browser eine zeilenweise Ausgabe erzwingen und habe gemogelt, was das Zeug hält nur um es allein in PHP umzusetzen.

Naja, es funktioniert auf jeden Fall.

set_time_limit(0);

// Streaming-Setup: gzip/deflate aus, alle Puffer-Ebenen schließen, implicit flush an.
if (function_exists('apache_setenv')) {
    apache_setenv('no-gzip', '1');
}
@ini_set('zlib.output_compression', 'Off');
header('Content-Encoding: none');
while (ob_get_level() > 0) {
    ob_end_flush();
}
ob_implicit_flush(true);

// Mini-HTML-Preamble + Padding, 
// damit Firefox/Safari den Render-Threshold (~1 KB) erreichen.
echo "<!doctype html><meta charset=utf-8><title></title>\n";
echo str_repeat(' ', 1024) . "\n";
flush();

// Apache mod_proxy_fcgi puffert FastCGI-Pakete ohne flushpackets=on;
// per-line padding drückt jede Zeile über die Puffer-Schwelle und erzwingt Auslieferung.
$line = static function (string $text): void {
    echo $text . str_repeat(' ', 4096) . "\n";
};

// Ausgabe
for ($i = 1; $i <= 10; $i++) {
    $line($i.'<br>');
    sleep(1);
}

Erste Zeichen von Unzuverlässigkeit

Mein Wasserkocher fängt an, erste Zeichen von Unzuverlässigkeit zu zeigen. Ich schalte ihn ein und es tut sich zunächst nichts. Ich muss die Kanne von der Bodenplatte nehmen und wieder draufstellen, bis der Kocher sich bequemt, seiner Aufgabe nachzukommen.

Das ist nun erst mal kein Ding. Aber seien wir doch mal ehrlich. So fängt es an. Diese kleinen Vertrauensbrüche zu Beginn und dann kommt eines Tages der große Knall: das totale Versagen. Weggeworfen auf den Elektroschrott nach so vielen Jahren der Zusammenarbeit. 

Die Gemeine Akelei

Nickende Blüte einer Akelei mit dunkelblau-violetten Sporen und hellen, weißlichen Kronblättern, dazu fast schwarzen Staubbeuteln, vor weich verschwommenem grünen Hintergrund.
Aquilegia Vulgaris

Die Staubbeutel (Antheren) an den Staubfäden sind bei der Aquilegia vulgaris typischerweise gelb wegen des Pollens. Sobald die Antheren ihren Pollen abgegeben haben oder noch nicht geöffnet sind, erscheinen sie deutlich dunkler. Vermutlich.

Neues vom Teich

Männliche Mandarinente steht auf einem Ast knapp über der Wasseroberfläche, umgeben von kleinen schwimmenden Pollenklümpchen. Im dunklen Wasser zeichnet sich eine klare Spiegelung des Vogels ab.
Mandarinente

Ja, es geht wieder los. Ich war heute wieder an den Teichen. Aber mehr als ein paar Mandarinenten gab es nicht zu sehen. Aber das ist okay. Männliche Mandarinenten sind immer ein schönes Motiv. An diesem Foto hat mich die beinahe vollständige Spiegelung der Ente gereizt. Auch wenn noch ein wenig zu viel Zeugs im Wasser herumschwimmt. Aber immer noch besser als ein grüner Algenteppich.

Es lohnt sich immer, vor die Tür zu gehen. Auch wenn man mal kein Foto mitbringt, war man zumindest in der Natur und an der frischen Luft.

Gestern ist die Wiese hinter dem Haus wieder rasiert worden.

Gestern war es dann wieder so weit. Die Wiese war gerade wieder auf dem Weg, ein Ökosystem und Heimat vielerlei Leben zu werden. Aber nicht mit der Vonovia. Was keine Miete zahlt, kommt weg. Und so dröhnte ein Rasentraktor über die belebte Wiese und rasierte sie blank.

Eine Taube sitzt in einem grünem Baum

Taube Im Baum

Noch ist es still und die Taube sizt entspannt im Baum.


Detailaufnahme einer Wiese

Vorher

Die Wiese vorher.


Eine Rabenkrähe (Corvus corone) auf der gemähten Wiese.

Nachher: Eine Rabenkrähe (Corvus corone) auf der gemähten Wiese.

Die Wiese nachher. Selbst die Taube trägt Trauer.

Ein Sapziergang über Sant'Erasmo

Eine halbe Stunde mit dem Vaporetto Linie 13 ab Fondamente Nove, und Venedig ist plötzlich weit weg. Sant'Erasmo ist nach Venedig die größte Insel der Lagune, gut viereinhalb Kilometer lang, gut tausend Meter breit.1 Knapp 700 Leute leben hier, die meisten seit Generationen. Es gibt ein paar Trattorien, einen Strand, ansonsten Felder, Gräben, Schilf.

Seit Jahrhunderten ist die Insel der Gemüsegarten der Stadt. Berühmt sind die castraure, die ersten Triebe der violetten Artischocke, geerntet Anfang Mai, und der dünne sparesèlle-Spargel.2 Daneben standen schon im Mittelalter Weinreben auf der Insel; der Wein war bei den Dogen beliebt, kultiviert wurden vor allem Raboso und Trebbiano. Heute wird er meist im kleinen Maßstab für den eigenen Bedarf gekeltert.3 Bewässert wird über ein Netz schmaler Kanäle, die mit Brackwasser aus der Lagune gefüllt werden. Die barene, halb Wiese, halb Watt, prägen das Bild der Insel.

Bewirtschaftetes Feld auf Sant'Erasmo mit jungen Pflanzenreihen, dahinter ein Wohnhaus zwischen Zeder und Pinie, daneben ein verwitterter alter Kran oder Bagger.

Santerasmo 13


Junge Eschen und Frühlingswiese mit einer Holzbrücke im Hintergrund.

Santerasmo 12


Felder und Salzwiesen, Wassergraben im Vordergrund, kleine Bewässerungspumpe, Pinien, dahinter Lagune.

Santerasmo 11


Bewässerungskanal neben einem Schotterweg, rechts ein Weidezaun, im Hintergrund Häuser.

Santerasmo 8


Algenbedeckter Wassergraben, in dem sich die Bäume des Ufers spiegeln.

Santerasmo 9


Barene mit kleinem Wasserlauf, im Hintergrund einzelne Häuser unter wolkigem Himmel.

Santerasmo 6


Die Torre Massimiliana, runder Backsteinfort mit begrüntem Wall, davor flache moderne Anbauten.

Santerasmo 10

Strategisch interessant war Sant'Erasmo schon früh; eine erste Kirche stand 792.4 Napoleon ließ am Südzipfel zwischen 1811 und 1814 eine Festung errichten, nach deren Zerstörung baute Erzherzog Maximilian von Österreich-Este 1843/44 auf den Resten die Torre Massimiliana, einen runden Backsteinklotz mit begrüntem Wall. Heute restauriert, gelegentlich Ort für Ausstellungen.5


Schmaler Wiesenpfad am Lagunenufer unter den noch kahlen Ästen eines alten Baumes.

Santerasmo 5


Ein einzelnes Holzruderboot im seichten, algengrünen Wasser, dahinter weiter Horizont.

Santerasmo 3


Flache, algenbedeckte Lagune; im Vordergrund ein Steindamm aus aufgeschütteten Felsbrocken.

Santerasmo 2


Salzwiesen mit algigem Tümpel und hellem Sand, im Hintergrund Bäume und ein Streifen Lagune.

Santerasmo 1


Die Inselkirche Cristo Re mit Arkadenvorbau und freistehendem Glockenturm.

Santerasmo 4

Die Inselkirche Cristo Re mit Arkadenvorbau und freistehendem Glockenturm.


Schwimmkran-Ponton mit einem gelben Bagger an Bord, mitten in der Lagune.

Santerasmo 7

Auf der Bootsfahrt hin sieht man, wie sehr die Lagune Arbeitslandschaft ist: Lastkähne, Müllboote, ein Ponton mit Schwimmkran, der einen Bagger über das flache Wasser schiebt.