Journal und Photoblog
von Markus Kniebes

Hallo, mein Name ist Markus. Dies ist mein Journal und Photoblog, meine persönliche, kleine Ecke im Internet. Es geht um Fotografie, Musik, Technik und mehr.

Jüngste Links aus dem Linkblog

Na Toll! Beim Aufbrühen habe ich meinen Ärmel in den Shibo gehalten und nun schmeckt der Gyokuro nach Ärmel…

Enthält keinen Alkohol

Ich habe eine Flasche aus dem Hause Fiege in der Hand und es steht kackdreist „Enthält keinen Alkohol“ drauf und es ist kein alkoholfreies Bier. Dieser Fehler ist mir nur einmal passiert. Seitdem achte ich sehr genau darauf, welches Etikett die Pilsflaschen haben.

Enthaaelt Keinen Alkohol

Limonade Zitrone scheint mir eine alkoholfreie Limonade zu sein. Tatsächlich gibt es die Limonade Zitrone neben dem Colamix Orange schon seit Mai 2025. Ist irgendwie an mir vorübergegangen. Und wenn ich den Aussteller im Supermarkt nicht gesehen hätte, hätte ich es erst sonstwann mitbekommen.

Und schmeckt's? Es hat tatsächlich keinen süßen Nachgeschmack. Wenn es das mal bei Flaschenpost gäbe, würde ich glatt einen Kasten mitbestellen.

Jedes Jahr aus's Neue… 

Jedes Jahr auf’s Neue zu dieser Zeit gilt es zwei Entscheidungen zu treffen: Möchte ich Flickr Pro und das Adobe-Abo verlängern?

Für Flickr benutze ich eine Einwegkarte zur Zahlung. Das gibt mir zumindest das Gefühl der Sicherheit, wenn die sich mal ihre Daten abknöpfen lassen – was im Februar 2026 tatsächlich passiert ist: Namen, E-Mail-Adressen und IP-Adressen von Nutzern lagen kurzzeitig offen, über einen unsicheren Drittanbieter. Zahlungsdaten waren diesmal nicht betroffen. Aber man weiß ja nie.

Und eine Alternative zu Flickr ist nicht in Sicht. Was soll ich bei einem anderen Netzwerk, wenn ich dort niemanden kenne? Auf Flickr sind meine Kontakte. Soziale Netze leben ja nicht davon, dass sie Open Source oder zum Fedibums gehören, sondern von den Kontakten.

Und für Adobe habe ich endlich eine dedizierte virtuelle Karte, monatliche Zahlung. Denn die haben in der Hinsicht ja auch eine gewisse Vergangenheit: 2013 wurden beim bisher größten Hack über 150 Millionen Konten kompromittiert, inklusive verschlüsselter Kreditkartendaten. 2019 lagen dann 7,5 Millionen Creative-Cloud-Datensätze schlicht ungesichert im Netz — kein Hack, einfach nur Schlamperei. Sowas bleibt irgendwie im Gedächtnis hängen. Auch wenn es in jüngster Vergangenheit gut lief.

Ich hatte mir als Alternative mal für einen Testzeitraum DxO PhotoLab angeschaut. Wäre ein No-Brainer. Allein schon aufgrund der einmaligen Zahlung. Die UI ist mir auf einem 30,5 Zoll Display bei 4K Auflösung zu winzig und zu kontrastarm. Alter! Ich bin über 50 und trage eine Brille. Um das entziffern zu können, muss ich in 10 cm Entfernung vor dem Bildschirm sitzen. LrC ist auch zT. recht klein, aber ich kann es blind per Tastatur bedienen. Ich benutze es immerhin seit ca. 16 Jahren.

Eine kleine Richtigstellung

OK, nach meinem Genörgel über die Kneifzange, muss ich evtl. was gerade stellen.

Seit Ende der 90er Jahre verdiene ich meinen Lebensunterhalt mit der Entwicklung irgendwelcher Software in unterschiedlichsten Bereichen und Sprachen. In all der Zeit sind Sprachen und Frameworks gekommen und wieder gegangen. Aber wenn ich zurückblicke, gibt es lediglich zwei Veränderungen, die meine Arbeit nachhaltig und positiv verändert haben: Debugger & Tracer (egal ob visuell oder textbasiert) und LLMs.

Ein per KI generiertes Bild eines selbstdichtenden Schaftbolzen. Dem Running-Gag aus Deep Space 9

Selbstdichtender Schaftbolzen: Ein per KI generiertes Bild eines selbstdichtenden Schaftbolzen. Dem Running-Gag aus Deep Space 9.

Ich habe kein Verständnis mehr für diese Ewiggestrigen, die beim Entwickeln auf LLMs verzichten. Selbst, wenn ich berücksichtige, dass ich viel Zeit investiere, um permanent hinterherzuschauen, was der kleine selbstdichtende Schaftbolzen gerade verbricht und ich manchmal das Gefühl habe, dass mich die „Begriffsstutzigkeit“ der LLM in den Wahnsinn treibt, reduziert sich meine Umsetzungszeit um die Hälfte bis zwei Drittel. Und das zeigt sich darin, dass der hässliche Teil wegfällt. Heute hat der kleine Schneehobel zum Beispiel für eine Datenmigration unzählige CMS Elemente von einer Software auf die Elemente einer anderen Software gemapped. Wenn ich vorstelle, ich hätte die Elementstrukturen auf beiden Seite erst ermitteln müssen, um dann einen Konverter zu schreiben, wäre ich vermutlich ausgeflippt.

Ganz anders bei Bildern. Wie kann man nur KI-Bildchen in seinem Blog posten. Da hört der Spaß nun wirklich auf… 

Mutter der Vergesslichkeit

Claude Code ist ja auch die Mutter der Vergesslichkeit. In einem Shopware Projekt liegen zwei Themes. In der CLAUDE.md ist hinterlegt welches davon das aktive ist. Die Keifzange nimmt in einem frischen Context beim Planen konsequent das falsche. Es ist schon beinahe lustig.

Blaue Stunde auf der Piazzetta San Marco

Piazzetta San Marco in Venedig bei Abenddämmerung, Langzeitbelichtung: Dogenpalast links, Säule des San Marco mit dem Markuslöwen in der Mitte, goldene Straßenlaternen mit Lichtsternen, unscharfe Passanten.
Drei Sekunden Venedig

Die Piazzetta San Marco am Abend kurz nach Sonnenuntergang.

Bei drei Sekunden Belichtungszeit verschwimmen die Menschen zu Geistern. Links der Dogenpalast mit seiner charakteristischen rosa-weißen Diamantmuster-Fassade, in der Mitte die hohe Säule mit dem geflügelten Löwen von San Marco, dem Wappentier der Republik. Rechts die eleganten Arkaden der Biblioteca Nazionale Marciana. Und im Vordergrund eine gusseiserne Laterne mit leichten Lichtsternen.

Dieser kurze, magische Übergang zwischen Tag und Nacht, ist IMHO einer der schönsten Augenblick um in Venedig zu fotografieren. Ok, der frühe Morgen hat auch seinen Reiz. Aber wer will schon im Urlaub früh aufstehen.

twttr

Mein zwanghafter Ausprobiertrieb hat mich dazu verleitet: twttr.eu/kniebes

  • https://twttr.eu/register?invite=e48021e46043b07b
  • https://twttr.eu/register?invite=9f9bf8a0f7c4b02e
  • https://twttr.eu/register?invite=baf4bea8900a9f1e
  • https://twttr.eu/register?invite=e76d1cde67e3e92f
  • https://twttr.eu/register?invite=cf56b06f9bc3c04b

Das Johnny•Decimal System – anderthalb Jahre später

Im November 2023 habe ich das Johnny•Decimal System hier kurz vorgestellt. Damals war ich mir noch nicht sicher, ob ich es wirklich einsetzen würde.

Ich habe angefangen, es für die Dokumentenablage für Rechnungen, Verträge, eingescannte Briefe und alles, was digital hereinkommt, zu benutzen. Die Struktur ist klar und die Position in der Ablage ist eindeutig.

Für funktionier es für mich nicht. Das System setzt voraus, dass ein Inhalt zu nur einem Thema gehört. Für eine Rechnung oder ein Schreiben vom Finanzamt stimmt das. Für eine Notiz, die gleichzeitig in drei Richtungen denkt, eher weniger. Wenn ich mir einen Kopf machen muss, wo ich nun eine Notiz am besten einsortieren könnte, dann nervt’s.

Also ist der Zettelkasten geblieben. Neue Gedanken landen erst in einem Notizbuch, die ausgereiften wandern dann in den digitalen Zettelkasten – getaggt und evtl. mit Querverweisen. Und gut is…