Hallo, mein Name ist Markus. Dies ist mein Journal und Photoblog, meine persönliche, kleine Ecke im Internet. Es geht um Fotografie, Musik, Technik und mehr.
Gestern war es dann wieder so weit. Die Wiese war gerade wieder auf dem Weg, ein Ökosystem und Heimat vielerlei Leben zu werden. Aber nicht mit der Vonovia. Was keine Miete zahlt, kommt weg. Und so dröhnte ein Rasentraktor über die belebte Wiese und rasierte sie blank.
Taube Im Baum
Noch ist es still und die Taube sizt entspannt im Baum.
Vorher
Die Wiese vorher.
Nachher: Eine Rabenkrähe (Corvus corone) auf der gemähten Wiese.
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Könnte sich bitte mal eine andere Vogelart dazu bequemen, auf dem Ast Platz zu nehmen, um für ein wenig Abwechslung zu sorgen? Oder muss ich wirklich vor die Tür gehen?!
Eine halbe Stunde mit dem Vaporetto Linie 13 ab Fondamente Nove, und Venedig ist plötzlich weit weg. Sant'Erasmo ist nach Venedig die größte Insel der Lagune, gut viereinhalb Kilometer lang, gut tausend Meter breit.1 Knapp 700 Leute leben hier, die meisten seit Generationen. Es gibt ein paar Trattorien, einen Strand, ansonsten Felder, Gräben, Schilf.
Seit Jahrhunderten ist die Insel der Gemüsegarten der Stadt. Berühmt sind die castraure, die ersten Triebe der violetten Artischocke, geerntet Anfang Mai, und der dünne sparesèlle-Spargel.2 Daneben standen schon im Mittelalter Weinreben auf der Insel; der Wein war bei den Dogen beliebt, kultiviert wurden vor allem Raboso und Trebbiano. Heute wird er meist im kleinen Maßstab für den eigenen Bedarf gekeltert.3 Bewässert wird über ein Netz schmaler Kanäle, die mit Brackwasser aus der Lagune gefüllt werden. Die barene, halb Wiese, halb Watt, prägen das Bild der Insel.
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Strategisch interessant war Sant'Erasmo schon früh; eine erste Kirche stand 792.4 Napoleon ließ am Südzipfel zwischen 1811 und 1814 eine Festung errichten, nach deren Zerstörung baute Erzherzog Maximilian von Österreich-Este 1843/44 auf den Resten die Torre Massimiliana, einen runden Backsteinklotz mit begrüntem Wall. Heute restauriert, gelegentlich Ort für Ausstellungen.5
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Santerasmo 1
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Die Inselkirche Cristo Re mit Arkadenvorbau und freistehendem Glockenturm.
Santerasmo 7
Auf der Bootsfahrt hin sieht man, wie sehr die Lagune Arbeitslandschaft ist: Lastkähne, Müllboote, ein Ponton mit Schwimmkran, der einen Bagger über das flache Wasser schiebt.
Buddhas Kleines Geheimnis hat mich vor Jahren schon mal begeistert und Flugtee geht immer. Und auf den Dancong war ich ziemlich neugierig und habe ihn direkt heute ausprobiert.
Zubereitung im Gaiwan: ca. 120 ml; ca. 3,3 g und 30 Sekunden mit ungefähr 95 °C heißem Wasser ziehen lassen.
Und wie schmeckt er nun? Aroma der heißen Tasse verspricht viel Süße und Honig.
Erster Aufguss
Interessant, weniger süß als das Aroma angedeutet hat. Honigartig, ohne überwältigende Süße.
Diese Diskrepanz zwischen Nase und Gaumen ist bei guten Dancongs oft genau das, was sie interessant macht. Das Aroma verspricht süß, aber im Mund bleibt es ausgewogen, fast trocken-elegant. Bei einem Mi-Xiang-Stil hätte man eigentlich mehr Süße erwartet, aber die Reifung seit 2019 hat die wahrscheinlich beruhigt und in Richtung Tiefe statt Wucht verschoben.
Ein Hauch fruchtig am Gaumen, aber nur schwer zu greifen, eventuell Steinobst und getrocknete Früchte, ohne sich festlegen zu lassen. Das gehört zum Charakter der Sortengruppe: aromatisch komplex, aber selten plakativ.
2019 Thailand Wawee Mi Xiang Hong Dancong
Zweiter Aufguss
Der zweite Aufguss gewinnt an Würze. Die Adstringenz, die im ersten Aufguss nur als feine Struktur angedeutet war, tritt jetzt selbstbewusster hervor und gibt dem Tee Rückgrat. Das unterscheidet Dancongs von vielen anderen Oolongs: Sie sind nicht nur aromatisch, sondern haben diese fast tanninartige Präsenz im Mund, die an einen guten Schwarztee erinnert. Bei einem stärker oxidierten „Hong“-Stil tritt das noch deutlicher hervor.
Bei gereiften, oxidierten Dancongs verschiebt sich das Profil oft vom floral-süßen Auftakt hin zu etwas Dunklerem, fast Gewürzhaftem ab dem zweiten Aufguss. Warmes Holz, geröstete Nüsse oder ein Hauch dunkler Brotteig sind keine Seltenheit. Die Honignote tritt zurück und macht Platz für die Struktur dahinter.
Dritter Aufguss
Die Adstringenz ist gleich dem vorigen Aufguss. Der Duft ist würzig. Aber das würzige Aroma am Gaumen hat stark nachgelassen. Es bleibt die etwas undefinierbare, leicht fruchtige Note.
Die flüchtigen Aromastoffe geben sich früher geschlagen als die Gerbstoffe, die noch einige Aufgüsse mitmachen. Was übrig bleibt, ist oft genau diese ruhige, schwer greifbare Frucht im Hintergrund.
Vierter Aufguss
Ich habe den vierten Aufguss jetzt ca. 50 Sekunden ziehen lassen. Das ist der letzte Aufguss. Hat leider keine Substanz mehr. Ich bin mir nicht sicher, ob man den Aufguss überhaupt noch machen muss. Vielleicht hätte ich den dritten nur 20 Sekunden ziehen lassen sollen. Das probiere ich beim nächsten Mal aus.
Fünfter Aufguss
Ich habe dem Aufguss mal 150 Sekunden gegönnt, um zu sehen, ob ich dem Tee noch eine runde Tasse herauskitzeln kann. Aber nein. Das hat sich nicht wirklich gelohnt.
Fazit
Kein Alltagstee. Die Adstringenz kann manchmal störend wirken. Darauf muss man sich einlassen wollen. Trinkt man den Tee bewusst, kann man an der Komplexität jedoch Spaß haben.
Der Blick von der Accademia-Brücke auf die vom Nebel verschluckte Santa Maria della Salute. An sich ein typisches Touristenfoto. Aber wenn am Morgen der Nebel noch über der Stadt liegt, sieht alles ganz anders aus. Es ist ruhig und die Stimmung ist gedämpft. Ich kann damit mehr anfangen als mit Sonnenschein.
Irgendwann schaffe ich es vielleicht auch nochmal im Dezember oder Januar in die Stadt zu fahren.
Gestern ist die Folge fünf aus Staffel fünf veröffentlicht worden. One-Shots. Ich will mal nicht spoilern und deshalb nur verraten, dass das IMHO die bisher interessantestes Folge aus der Staffel war. Und der Aufbau war mal erfrischend anders.
Außerdem habe ich angefangen nochmal GoT zu schauen. Ist eine weile her, dass ich die Serien das letzte Mal gesehen haben und da ich die Staffeln damals nunmal gekauft habe, wollte ich das Investment von damals einfach nicht brach liegen lassen. Es ist zwar nicht so spannend wie beim ersten Ansehen, aber dafür kann ich mich nun etwas mehr auf Einzelheiten konzentrieren, die mir bei ersten Mal nicht aufgefallen sind.
Dem sollte ich mich anschließen. Einfach in der Sonne liegen und vor mich hindösen. Aber ich musste ja unbedingt durch die Gegend laufen. Und nun bin ich so müde, dass mir die Augen zufallen
Beim letzten Venedig Trip hatte ich neben dem obligatorischen 50mm auch mal das kleine Nikkor Z 26mm f/2.8 Pancake-Objektiv dabei. Ich hatte mir das richtig praktisch vorgestellt, kompakter geht es kaum.
Aber was soll ich sagen: Es ist nicht meine Brennweite.
Bei einigen Gelegenheiten haben sich die 26mm tatsächlich als nützlich erwiesen, etwa in engen Häuserschluchten oder wenn man für eine Totale schlicht zu nah am Motiv steht. Aber sonst? Bei Weitwinkeln geht mir zu schnell der Bezug zu Motiv verloren. Lösen lässt sich das eigentlich nur, indem man dem Motiv ordentlich auf die Pelle rückt, und das geht dann mit dieser übertriebenen Dekompression der Perspektive einher. Darauf steh ich mal so richtig garnicht. Eventuell mal als Abwechslung, aber nicht als Way to go.
Als Alternative zum 50mm hätte ich lieber ein 85mm oder 100mm dabei gehabt.
Nach der ersten Nacht bin ich in aller Frühe aufgewacht und beim Blick aus dem Fenster… Nebel. Was für ein Glück. Ich habe mir die Kameratasche gegriffen und bin losgezogen. Noch vor dem Frühstück und bevor der Nebel eine Chance hat sich auszulösen.
Die berühmte Rialtobrücke spannt sich als weißer Marmorbogen über den Canal Grande in Venedig. Im Vordergrund ragen hölzerne Anlegepfähle aus dem Wasser, daneben liegen Motorboote am Steg, während sich rechts unter den Arkaden Personen mit Gepäck versammeln.
Blick die menschenleere Treppe hinauf zum Scheitelpunkt der Brücke. An frühen Morgen trifft man hier nur vereinzelte Menschen. Oder keine. Oder Jogger.
Ein Paar Boote Auf Dem Kanal
Der Blick von der Brücke auf den leicht vernebelten Canal Grande. Nur Berufsverkehr. Touristen schlafen noch. Bis auf die Vögel, die zu früh aus dem Bett gefallen sind.
Rialto 1
Blick von der Rialtobrücke hinab auf die menschenleere Treppenflucht zwischen den geschlossenen Ladenzeilen.
Direkt rechts hinter der Brücke ist der Markt zu finden.
Rialto Markt 2
Die leeren Markthallen des Rialto im dichten Morgennebel. Auf dem Campo della Pescaria reihen sich gusseiserne Doppellaternen, hölzerne Anlegepfähle und einsame Marktstände.
Rialto Markt 3
Blick in eine der offenen Markthallen durch die gotischen Spitzbögen aus weißem Stein. Keine Ahnung, ob das auch Marmor ist. Vermutlich nicht. Durch die Säulenreihe schimmert der nebelverhangene Canal Grande hindurch.
Rialto Markt 4
Blick auf die Calle de le Beccarie o Panateria neben den beiden Markthallen.
Unter einer grünen Markise reihen sich Fischtheken, daneben präsentiert ein Obst- und Gemüsehändler farbige Auslagen.
Blick Auf Den Kanel Am Markt
Blick entlang des menschenleeren Campo della Pescaria auf den im dichten Nebel verschwimmenden Canal Grande. Mehrarmige gusseiserne Laternen, hölzerne Pfähle und der rosa schimmernde Palazzo am rechten Bildrand setzen ruhige Akzente in der grauen Morgenstimmung.
Blick Auf Den Kanal
Blick durch einen steinernen Spitzbogen mit hängender Laterne auf den nebligen Kanal. Hinter abgedeckten Gondeln im Vordergrund stehen pastellfarbene Palazzi am gegenüberliegenden Ufer, rechts schließt ein schmiedeeisernes Tor die Szene ab.
Vor ein paar Jahren war ich das letzte an dem Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten. Und damals habe ich die westliche Seite des Ringofen der Ziegelei fotografiert. Die Doppel-Ringofenanlage wurde zwischen 1897 und 1899 vom Bauunternehmer Wilhelm Dünkelberg auf dem Gelände der 1892 stillgelegten Zeche Nachtigall errichtet. (Zeche Nachtigall, Wikipedia)
Gebrannt wurden bis zu elf Millionen Ziegel pro Jahr, Rohstoff war Schieferton aus dem Ruhrtal, der dort direkt unter den Kohleflözen lagert. Die Ziegelei lief bis 1964. Heute ist die Anlage Teil des LWL-Industriemuseums. Im östlichen Ofen ist eine Ausstellung zum Arbeitsalltag der Ziegler eingerichtet, der westliche ist – wie man auf dem Foto sehen kann – begehbar. (Wikipedia)
Der Hoffmannsche Ringofen wurde 1858 von Friedrich Eduard Hoffmann patentiert (die Grundidee stammt eigentlich schon von 1839, von einem Maurermeister namens Arnold aus Fürstenwalde. Das Patent wurde Hoffmann in Preußen später wieder aberkannt).
Revolutionär war das kontinuierliche Brennen: Statt jede Ofenfüllung einzeln aufzuheizen, abzubrennen und abzukühlen, ordnet man 14–20 Kammern in einem geschlossenen Ring an, durch die das Feuer wandert. Ungefähr ein bis zwei Wochen braucht es für eine Runde. Die heißen Abgase trocknen die Rohlinge in den nächsten Kammern vor, die Zuluft wird durch die bereits gebrannten Ziegel hinter dem Feuer erwärmt – die Abwärme wird also zweifach genutzt, Brennstoffersparnis bis zu 60 Prozent. Die Seitenöffnungen in deinem Bild sind die Eingänge zu den einzelnen Kammern von der Schürebene aus; die dunklen Stellen im Deckengewölbe sind die Schürlöcher, durch die von oben Kohle nachgeworfen wurde. (Ziegelmuseum Westerholt)
Sehr wahrscheinlich eine Primel. Das doldenartige Blütenköpfchen mit den kleinen, rosa-violetten Einzelblüten und gelben Schlünden auf einem einzelnen Stiel ist charakteristisch. Am ehesten Primula farinosa (Mehlprimel) oder eine Gartenprimel-Hybride. Und wenn nicht, ist es was anderes. Vielleicht ein verkleideter Seeadler.