Es wurmt mich, meinen Samstagmorgen opfern zu müssen, um einen Copyshop aufzusuchen, damit ich eine unnatürlich hohe Zahl dieser Zettelchen für die Rentenversicherung fotokopieren kann.
Je zwei Zettelchen auf Vor- und Rückseite. Eine ganze Mappe voll.
Der erste Gedanke war, die DIN‑A4‑Bögen mit dem Handy zu „scannen“ und dann über den Fotodrucker auf DIN‑A‑5-Hochglanzpapier zu bringen. Das geht schneller, als in die Stadt zu fahren. Manchmal bin ich selbst von meiner Faulheit schockiert. Ich vergeude dafür natürlich keine Tinte und kein Papier. ;)
Aufgebrochener Sheng Pu Erh aus Yiwu von alten Teebäumen, daneben ein Pu-Erh-Messer mit Damastklinge und geschnitztem Holzgriff.
Ein Blatt Papier mag unter traditionellen Aspekten nicht die beste Unterlage sein, um Pu-Erh aufzubrechen. Aber auch nicht die unpraktischste. Beim letzten Mal wusste ich noch, wo das Tablett für den Pu-Erh-Bruch ist. Der Kontrast zu dem Pu-Erh-Messer ist mir durchaus bewusst.
Dieses Mal ist es kein kleines 10‑g-Probierpäckchen, sondern satte 50 Gramm. Ich habe also ausreichend Tee, um ein ordentliches Verhältnis von Menge und Aufgusszeit zu ermitteln.
Wie die meisten Gushus ist der Tee auf meiner Linie. Und wie beim letzten Mal habe ich mit dem klassischen Aufguss angefangen: 10 g für einen Gaiwan mit ca. 120 ml. Erster Aufguss mit 15 Sekunden, die anschließenden ab 10 Sekunden und immer ein paar Sekunden mehr.
Kurze Aufgusszeiten finde ich angenehm. Das geht ungezwungen ohne einen Teetimer. 10 bis 20 Sekunden kann ich noch ohne Hilfsmittel gut abpassen. Über 30 Sekunden muss man schon mitzählen. Oder einfachheitshalber einen Timer benutzen.
Eine weibliche Mandarinente auf einem kleinen Zweig.
Es ist eigentlich die gleiche Ente wie auf diesem Foto, nur aus einer etwas anderen Perspektive. Man sieht, welchen Unterschied es macht, wenn man die Kamera näher am Boden hält, um auf Augenhöhe mit dem Motiv zu sein.
Damals war ich mir unsicher, welches Bild ich hochladen sollte. Das andere hat eine viel bessere Perspektive, aber dieses hier zeigt einen einzigartigeren Moment.
Zur Abwechslung bin ich heute mal nicht durch das Weitmarer Holz gelaufen, sondern habe eine Runde über den Städtischen Friedhof Weitmar gedreht.
Auf Dem Staedtischer Friedhof Weitmar
Ich habe den Friedhof lange gemieden, denn die Ecke ist eine einzige Baustelle. Der Bau ist zwar noch immer nicht so richtig abgeschlossen. Aber auf der Schloßstraße versinkt man zumindest endlich nicht mehr im Schlamm. Ich schätze, der grobe Bauverkehr ist vorbei?
Ich Koennte Wetten Dass Dort Mal Eine Trauerhalle Stand
Ich könnte wetten, dass dort mal eine Trauerhalle stand.
Die Gruenanlage Hinter Dem Haus
Die Grünanlage hinter meinem Wohnhaus. Hinten im Bild. Meine Fenster sind durch Bäume verdeckt. Aber dafür ist das Artenschutzhaus mittig im Bild. Das kleine Solarpanel am Mast gehört zu einer Beschallungsanlage, die den Gesang verschiedener Vögel anspielt und anlockt.
Das Weihwasserbecken vor dem Mittelgang in der Propsteikirche St. Peter und Paul.
Das Foto lag nun lang genug im Upload Ordner. Jetzt hieß es: hochladen oder löschen.
Brauner, flach gewölbter Pilzhut dicht über dem Boden in einer Wiese.
Und zwar auf der kleinen Wiese direkt neben der Haustür.
Als ich mittags in der Küche stand und das Fenster geöffnet hatte, damit mir der Geruch vom Kochen nicht durch die ganze Wohnung zieht, habe ich die paar Pilze unten vor dem Haus auf der Wiese gesehen.
Nach dem Essen bin ich direkt mal runter, um die festzuhalten.
Zwei Enten schwimmen in einem Meer von Wasserlinsen und essen. Beide leicht versetzt nebeneinander. Ich hatte ja noch gehofft, es würde sich eine Dritte dazugesellen, um die Wiederholung perfekt zu machen. Aber nein, ich muss mit dem Paar leben.
Eine etwas konkretere Detailaufnahme des Radom als die bewölkte Kuppel. Dieses Foto ist am selben Tag entstanden. Ich habe ein Faible für Detailaufnahmen (Na, wer hätte das gedacht…). Meist finde ich Details viel interessanter als eine vollständige Szene.
Die Kuppel der Sternwarte mit Stehfalzlinien vor dichter Wolkendecke.
Je länger ich über den Titel für ein Foto nachdenke, desto gekünstelter wird er. Hier habe ich eine ganze Weile nachgedacht und dann habe ich Reset gedrückt.
Aufgenommen habe ich das Foto bei einem kleinen Spaziergang durch das Weitmarer Holz. Ich bin den westlichen Teil runtergelaufen und schwupps war ich an der Sternwarte.
Lose Teeblätter eines Baozhong-Oolongs in einer kleinen Keramikschale.
Geschmacklich liegt der Pinglin Baozhong bei dem Wen-Shan Pouchong, den ich vor Jahren mal hatte. Ich vermute, dass sich die beiden Tees ähnlicher sind, als der Name auf den ersten Blick vermuten lässt. Baozhong und Pouchong bezeichnen exakt denselben Tee. Es handelt sich lediglich um unterschiedliche Umschrift-Varianten desselben chinesischen Begriffs (包種茶). Pinglin gilt als die „Teehauptstadt“ der Region Wenshan.
Beide sind nur leicht oxidiert und verbinden grünen Tee mit Oolong. Er ist weich und sanft und die Teeblätter haben ein herrlich frisches und florales Aroma.
Zubereitung: 3 bis 3,5 g in einem 100 ml Gaiwan mit 95 °C für 60/30/30 s ziehen lassen. Nach dem dritten Aufguss wird der Tee eher fad und das kann man sich ersparen.