Markus Kniebes
Journal und Photoblog

29. Mai 2020 Am Ende ist es doch keine Liste.

Lange Zeit, Jahre, viele Jahre, zu viele Jahre habe ich so ziemlich alles in Liste organisiert. Todo Listen, Einkaufslisten, Wünschlisten, Projektlisten, Bestandslisten, Checklisten, Inventarlisten, Tagesplanungslisten. Wenn man sich eine Liste vorstellen konnte, ich hatte sie gepflegt. Ist ja auch unglaublich praktisch. Man kann ein Datum an einen Entrang hängen und hat quasi einen Termin oder eine Erinnerung. Und das Schönste ist, irgendein Gerät wird schon Alarm machen, wenn es so weit ist. Mit einer Vielzahl von Listen kann also wunderbar das Privat- und Berufsleben strukturiert werden.

Leider ist man nur ein Mensch und so kann es mitunter vorkommen, dass man die Punkte auf einer Liste zum entsprechenden Zeitpunkt ignoriert oder aus sonst einem Grund nicht „abhaken“ kann. So können manche Listen im Laufe der Zeit länger und länger und länger werden und gleichermassen steigt die Frustration über die geplanten und nicht erledigten Punkte.

Zwischendurch habe ich es rein analog mit Bullet Journals versucht aber viel mehr Zeit habe ich danach mit Things von Cultured Code verbracht. Ein exzellentes Gespann aus Desktop-, Mobile und TabletApp, die an Komfort und Benutzbarkeit kaum von Alternativen erreicht werden können. So tut auch der Gesamtpreis von um die 80 € für das Trio nicht wirklich weh.

Vor einer Weile habe ich alle Listen entfernt und die drei Apps aus meinem Leben gelöscht und mir so ein wenig Lebensqualität zurück geholt indem ich meine Unzufriedenheit mit mir selbst über unerledigte Sachen um eine ordentliches Maß senken konnte.

Berufliche ToDos ergeben sich aus aus dem Sprint und privat mache ich Dinge, wenn sie notwendig werden. Und wenn ich mir Sorgen mache, ich würde etwas wichtiges vergessen, dann mache ich es halt als nächstes.

Ja, aber das klappt natürlich nicht, wenn man so unglaublich viel um die Ohren hat! Doch! Doch! Tut es. Es ist eigentlich gar nicht so schwer zu erkennen, was von all dem Scheiß wirklich wichtig und notwendig ist. Persönlich fand ich die Erkenntnis, dass mir zu vieles zu wichtig ist, wesentlich schwerer zu erlangen.

27. Mai 2020 Die Deutsche „Corona App“

Mein Lieblingsthema, mal von der Baustelle vor der Tür abgesehen.

Erstmal was zum „Warmwerden“:

Und nun weiter mit der Realität:

Man munkelt, das jüngste Update für iOS (13.5) hätte bereits eine Implementierung der Schnittstelle. Was jetzt noch fehlt, wäre in Deutschland eine App, die Gebrauch davon macht.

Im Repository hat sich n den letzten 10 Tages etwas getan. Neben der Doku von neulich befindet sich im Repo nun auch alpha Code für einen Corona-Warn-App Server und Corona-Warn-App Verification Server.

Mit meiner – vielleicht etwas polemischen – Vermutung, man könnte in dem Repo die Entwicklung wohl nicht hautnah verfolgen, habe ich also falsch gelegen. Was ziemlich erfreulich ist, wie ich finde.

Aber vielleicht handelt es sich auch nur um ein „Pseudo“-Projekt zur Beruhigung der Bevölkerung…

16. Mai 2020 Deutsche Corona App

Die letzten beiden Beta von iOS enthielten bereits die Implementierung der Schnittstelle für die Kontaktverfolgung auf Basis von BLE. Wie es auf der Android Seite um die Implementierung im Google Play Service steht, weiss ich nicht. Ist halt nicht meine Welt. 

Laut dem Wikipedia Artikel COVID-19-App gibt es für die Deutsche Corona App wohl auch schon seit dem 12. Mai ein Repository auf GitHub. Allerdings befindet sich dort bislang nur eine Dokumentation inkl. Anforderungen in Form von User Stories.

Naja, ich vermute auch nicht, dass man in dem Repo die Entwicklung hautnah verfolgen kann. Wahrscheinlich wird hier das fertige Resultat mal angelegt werden. Vielleicht wird im dem Repo auch nur die reine Dokuemtantiaon sein. Keine Ahnung.  

9. Mai 2020 Drafts

Ich bin ja eher ein Gewohnheitstier und neige nicht häufig dazu Anwendungen, die ich schon ewig benutze, durch Alternativen zu ersetzen.

iA Writer ist so ein Exemplar, das ich schon seit ewig und drei Tagen auf allen Geräten einsetze. Einmal bezahlt und immer glücklich. Ordinäre Text bzw. Markdown Dateien liegen in einer Verzeichnisstruktur in einem iCloud Ordner. Zwei Klicks und ich habe aus dem Markdown ein PDF generiert. Mehr wollte ich nie. Meine Welt war rund und ich war zufrieden. Alles was mich auch nur im entferntesten an dem Programm gestört hat, habe ich ignoriert.

Ja. Aber dann musste ich mir unbedingt Drafts anschauen. Nicht weil ich eine Alternative gesucht hätte. Nö, nur aus Neugierde, weil es ein Bekannter im Gebrauch hat.

Es kann so viel mehr als iA Writer. Man kann alles einstellen. Es gibt unzählige Knöpf, Schaltflächen, Einstellungen und irgendwas. Wie grausam;) Aber es hat im Gegensatz zum iA Writer dynamische Zeilenlängen, die sich an der Fensterweite orientieren. iA Writer unterstützt nur Zeilenlängen von 64, 72 oder 80 Zeichen. Und dieses Manko fiel mir immer besonders schwer zu ignorieren. Je nachdem was ich gerade schreibe, sind mir die max. 80 Zeichen etwas zu wenig.

Schätzungsweise werde ich wohl beide für eine Weile nebeneinander benutzen. Irgendwie zeichnen sich für beide Apps recht spezifische Anwendungsgebiete ab. Während der schlichte iA Writer wohl mein bevorzugtes Werkzeug für längere Texte bleiben wird, ist Drafts prädestiniert für kurze Textschnipsel und Gedanken.

In browserbasierten Ticketsystemen, nur um eine Beispiel zu nennen, schreibe ich selten ein Follwoup direkt in eine Textarea, sondern benutze einen Texteditor um dort den Text zu verfassen. Ist übersichtlicher und sichererer. Ich habe mehr als ein Mal einen Text im Browserfenster durch eine Unachtsamkeit verloren. Und das kann mich mitunter ziemlich aufregen.

Ich werde später mal berichten, welche der beiden Apps das Rennen gemacht hat.