Neulich auf dem Friedhof

Das kleine Häuschen ist vermutlich weniger die Friedhofstoilette als eine kleine Andachts- oder Gedenkkapelle auf dem Matthäusfriedhof in Weitmar.

Das kleine Häuschen ist vermutlich weniger die Friedhofstoilette als eine kleine Andachts- oder Gedenkkapelle auf dem Matthäusfriedhof in Weitmar.

Wenn ich mal nicht weiß, was ich fotografieren möchte, oder uninspiriert bin, oder einfach nur keine Lust habe, durch die Gegend zu fahren, dann heißt es: Back to the roots.
Als Jugendliche hatte ich einen Bezug zur gotischen Subkultur, was sich nicht nur durch meine Vorliebe für zünftige elektronische Musik ausdrückte. Ich lungerte auch gern in düsteren Ecken und auf Friedhöfen herum. Und dort entstand auch meine Leidenschaft für Fotografie.
Auf dem Foto ist ein Weg auf dem Matthäusfriedhof in Bochum Weitmar zu sehen.






Der Weg zum Feiertags Rewe führte mich über den Katholischen Friedhof St. Franziskus.
Leider gab es an der Frischtheke keinen Eiersalat und eine dunkle Wolke trübte meine Laune.




Es hat mich heute nach Hattigen verschlagen. Wie jedes Jahr halten die Fenster des alten Rathauses wieder als Tore für einen Adventskalender her.




Wie jedes Jahr wird die Bochumer Innenstadt während des Weihnachtsmarktes von den verdrahteten Rentieren bevölkert. Am Weihnachtsmarkt ist so manches recht verdrahtet.
Ich will nicht sagen, dass die ernsthaft hässlich sind, aber das ist, als ob Familie Shtopottneck jedes Jahr den gleichen, gehegten und verstaubten Weihnachtsschmuck aus dem Keller holt und ihn zum x-ten Mal in Folge aufstellt.
Ich habe es ja gesagt: Wenn ich das nächste Mal in die Stadt fahre, sind schon Stände vom Weihnachtsmarkt aufgebaut. Das Dings, das jedes Jahr auf dem Dr.-Ruer-Platz steht, steht schon.
Der Markt in Bochum beginnt übrigens am 20. November.

erste Stände auf dem Weihnachtsmarkt

Es scheint, als würde auch in diesem Jahr der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten wieder über den Dr.-Ruer-Platz „fliegen“. Naja, ist ja auch schon November, da kann man das Gedöns ja schon mal aufhängen. Wenn ich das nächste Mal in der Innenstadt bin, werden bestimmt auch schon die Hütten für den Weihnachtsmarkt aufgebaut sein.
Aufgenommen mit 50 mm und nur ein gaaaaanz kleines bisschen beschnitten.
Das Wochenende mit den zwei Sonntagen. Das Wetter am ersten Sonntag hat nicht eingeladen, einen Fuß vor die Tür zu tun, aber heute am zweiten Sonntag ist allerschönstes Herbstwetter. Also bin ich zum Botanischen Garten gefahren. In der Regel fahre ich dorthin, um Blumen zu fotografieren oder zu schauen, was es Neues an den Lottentaler-Teichen gibt. Heute hatte ich kein langes Makro oder Tele in der Tasche, sondern habe das einfach mal zu Hause gelassen.
Mit dem Bus fahre ich in der Regel bis zur Uni und von dort laufe ich dann runter zum Botanischen Garten. Dann und wann und heute mache ich einen Umweg über die Terrasse an der Mensa. Dort kann man bei klarem Wetter den fantastischen Ausblick über das Ruhrtal genießen.

Panorama: Aufgenommen von der Terrasse an der Mensa der Ruhruni Bochum.
Etwas mehr Details hat das Original (17804 × 5792 / 18,2 MB)
Ich will nicht sagen, dass der Ausblick allein einen Ausflug wert wäre, aber wer aus der Gegend kommt und noch nie dort war, dem sei das wärmstens ans Herz gelegt.
Der Tertiärteich bietet Einblick in die Vegetation während des Tertiärs vor etwa 66–2,6 Millionen Jahren.
Ich hatte weder Filter noch Stativ dabei. Aber die Kamera kann man gut auf ein Geländer legen, und mit Blende F22 und ISO 31 bin ich bei dem Foto vom Wasserfall immerhin auf eine Belichtungszeit von 3 Sekunden gekommen. Na ja, ich muss halt ein wenig Diffraktion bei geschlossener Blende in Kauf nehmen. Zumal ich keine Lust hatte, die Filtertasche mit durch die Gegend zu schleppen.
Den roten Ahornen gab es hier schon mal aus anderer Perspektive und aus fast doppelt so weiter Entfernung.
Es war an der Zeit, dass ich mir drei neue mobile Devices für Notizen und To-dos anschaffen musste. Sie laufen plattform- und netzunabhängig und lassen sich mit einem Gerät bedienen, das mit einem Stylus vergleichbar ist.

Notizen und Todos
Spaß beiseite. Ich habe in der Vergangenheit neben Things so manche To-do-App ausprobiert, aber nie etwas so Angenehmes gefunden, das auf allen Geräten läuft (Android, macOS, iPadOS und früher auch mal iOS) und mir nicht im Weg steht. Gibt es nicht! Leider ;(
Die einzige dauerhafte Lösung, mit der ich seit Jahren gut leben kann, ist analog. Ich habe ein primäres Notizbuch, das mir als eine Art Bullet-Journal dient und immer zu Hause auf dem Schreibtisch liegt und nirgendwo sonst. Weiterhin liegen in jedem Raum, jedem Rucksack und jeder Tasche diese kleinen Fieldnotes herum, die ich unterwegs nutze oder wenn ich auf der Couch im Wohnzimmer oder auf dem Pott sitze. Sie dienen dazu, alle Gedanken, die mir schnell wieder entgleiten könnten, oder Dinge, die ich machen möchte oder erledigen muss und die mir gerade in den Sinn kommen, festzuhalten.
Einmal am Tag, meist am Morgen, nehme ich mir die Zeit, die jüngsten Notizen und Ideen aufzugreifen und im Bullet-Journal dauerhaft niederzuschreiben oder manchmal auch mit einem Lächeln zu verwerfen. Der Morgen bietet sich an, um wieder über die Jobs zu stolpern, die ich mir gestern vorgenommen habe, um sie heute zu erledigen. Es kommt nicht selten vor, dass mir etwas einen Tag später gar nicht mehr so wichtig ist, und ich mir einfach denke: Ach, scheiß drauf…
Ein fantastischer Filter, um nicht allen Unfug in meinem Bullet Journal aufzunehmen.

Über die Namensgebung kann man sich streiten. Heute habe ich zum ersten Mal den neuen Brunnen „Blue Cloud“ auf dem Husemannplatz mehr oder weniger in Aktion gesehen.
In der Mitte liegt ein seichtes Wasserbecken, das von vier Wasserpendern umringt ist. Nach einem Muster sprühen die vier Spender feine Wasserwolken in Richtung des Beckens. Oder wohin der Wind gerade bläst. Kann ich mir im Sommer nett vorstellen. Es soll noch eine Lichtinstallation dazugehören. Vermutlich durch die Lämpchen zwischen den Stangen gesteuert. Aber davon war heute nichts zu sehen. Vielleicht nur abends? Nur im Sommer oder an Sonn- und Feiertagen?






Gestern war ich auf dem Gelände der Zeche Zollverein, da im Oktogon die World of Headphones stattgefunden hat. Eine kleine Messe, auf der in zwei überschaubaren Räumen einige Hersteller Kopfhörer (und Verstärker) ausgestellt haben. Zum Anfassen und natürlich zum Hören.
Ich habe mir endlich mal einen Sennheiser HD 820 an einem HDV 820 angehört. Das kann ja nur gut klingen. Die Muscheln vom HD 820 wie schon beim HD 800 viel zu groß für meinen Kopf. Es fiel mir schwer, die Kopfhörer so aufzusetzen, dass es nicht irgendwo eine kleine Öffnung gab. Meistens unterhalb des Ohrs am Ansatz des Kiefers. Also dringt immer Geräusche von außen ein. In einer kleinen Messehalle ist das natürlich mehr als zu Hause. Aber eine ordentliche Isolation ist bei geschlossenen Kopfhörern ist in der Regel schon recht wichtig. Ohne den Kopfhörer permanent anzudrücken, um eine vollständige Isolation zu bekommen, ist es also nix für mich. Was'n Glück. Ich bleibe also erst einmal bei meinem T5. Jede signifikante Verbesserung für einen geschlossenen Kopfhörer, die ich bislang gehört habe, kostet für meinen Geschmack zu viel.
In-Ear-Monitor-Kopfhörer sind etwas unterrepräsentiert gewesen.
Ich war vielleicht eine Stunde auf der Messe und bin dann über das Gelände der Zeche Zollverein geschlendert und auch in der Ausstellung gewesen. Ist halt Voraussetzung, um auf das Panoramadach zu gelangen. Auf dem Dache habe ich auch das oberste Foto aufgenommen.
Außerdem wollte ich mir die Ausstellung Xiaole Ju „Warum fotografiert man Blumen?“ ansehen. Das war eher so was wie Pflanzen in Vorgärten in Schwarzweiß.
Unter freiem Himmel am Boden – also eigentlich unter Zelten – findet zurzeit auch ESSEN GENIESSEN Die Gourmetmeile statt. Und ausgerechnet gestern hatte ich gut gefrühstückt.
Ich habe im Asia-Laden heute den bislang günstigsten Tie Guan Yin – Dose unter vier Euro – gefunden und natürlich gekauft. Und zu Hause direkt ausprobiert. Der Tee wäre sicher als Tie Guan Yin zu erkennen, wenn man ihn blind verkosten würde. Und man kann ihn trinken, wenn man nix anderes hat.
Ich denke, das ist ein Tee, den man auch gut mal für eine einzelne Tasse benutzen kann. Wenn man nicht die Muße hat, zahlreiche Aufgüsse zu machen. Der Tee ist bei mehreren Aufgüssen auch nicht sonderlich ergiebig.

Tie Guan Yin

Ein Cosmea gab es schon eine Weile nicht.
Hmm… Das Nikon S 50mm F2,8 Makro hat sich als so ziemlich das vielseitigste Objektiv herausgestellt, das ich habe. Ich hatte damals beim Kauf die Befürchtung, es würde bald bei den anderen 50mm im Schrank liegen und ich würde es eher selten benutzen, weil nicht F1,4. Aber nein, das Gegenteil ist der Fall. Die Closeup-Fähigkeiten sind mir dann doch wichtiger geworden als eine offene Blende.