Software

Proton Authenticator

Das ist mal praktisch! Proton hat gestern den Authenticator vorgestellt. Eine App zur Verwaltung von 2FA-Codes mit Synchronisation über einen Proton-Account. Alternativ können Geräte auch über iCloud synchronisiert werden.

Ich konnte auf meinem Pixel 7 Pro die Datenbank aus Aegis als Json exportieren und in den Proton Authenticator auf dem gleichen Gerät importieren und die Codes wurden über meinen Proton-Account mit den Apps auf Mac und iPad gesynct.

Vormals hatte ich nur das Handy als Gerät mit einem Authenticator, und das war schon mal unpraktisch, wenn ich es gerade nicht zur Hand hatte. Ich habe zwar nicht unglaublich viele Schlüssel, aber die paar benötige ich alle naselang. Vereinfacht das Leben ungemein.

Abos aufräumen

Wie schon beinahe gewohnt wird zum Jahresende mal wieder den Rotstift bei diversen Abos ansetzt.

Flickr hat sich ja schon im letzten Monat disqualifiziert: Kein PayPal, kein Abo.

Das Spotify-Abo hat sich auch erledigt, weil ich es Dienst zugunsten von Tidal kaum mehr nutze. Und solche Geschichten (Spotify Employees Say It's Promoting Fake Artists to Reduce Royalty Payments to Real Ones) vereinfachen die Entscheidung ungemein.

Ich musste feststellen, dass MindNode (Next) auf meinem i386 nicht mehr läuft und muss gehen.

Reeder 5 und Feed Management

Ich war bei RSS-Readern auf Mac und iPad schon immer zwischen NetNewsWire und Reeder hin- und hergerissen.

Reeder ist fantastisch in der täglichen Handhabe, also beim Lesen. Bietet aber keine Möglichkeit, Feeds gut zu managen. Die UI dafür ist sehr umständlich: Es kann immer nur ein Feed verschoben oder gelöscht werden. Was bei einer Vielzahl von Feeds schon etwas nervig werden kann.

NetNewsWire ist quasi das exakte Gegenteil davon. Die Listen und die Ansicht zum Lesen sind nicht mein Ding. Aber das Verwalten von Feeds geht hier relativ gut.

Und da jede App brav ihren eigenen iCloud-Speicher benutzt, ist es keine Option, NNW zum Managen und Reeder zum Lesen zu benutzen.

Meine Übergangslösung bisher:

  • Feeds auf Reeder evtl. in eine OPML-Datei exportieren. (Reeder Einstellungen > Account auswählen > Export as OPML)
  • In Reeder den iCloud Account entfernen.
  • Im iCloud Speicher, die Daten der Reeder App entfernen (Systemeinstellungen > Apple-ID > iCloud > Account Speicher verwalten)
  • Eine OPML-Datei für den Import der Feeds benutzen. Diese sollte dann entsprechend den eigenen Vorstellungen strukturiert sein.

Also wird die Verwaltung der Feeds in der OPML-Datei gemacht. Diese hat man einfach so herumliegen oder sie muss vor dem Löschen des Reeder-Daten aus dem iCloud-Speicher zuvor exportiert und von Hand mit einem Texteditor bearbeitet werden.

Der Spaß wird natürlich bei jeder größeren Restrukturierung wiederholt.

Seit einigen Tagen benutze ich den Orion Browser als Default Browser auf meinem MacBook. Das ist quasi ein Webkit Browser, der Firefox Extension unterstützt und schneller ist als Safari. Bisher nichts zu beklagen.

Auf der Suche nach dem Audio Player

Unter Android – mit der Möglichkeit, über den Google Playstore bezahlte Apps zu laden und Zugriff auf Google-Dienste – war das überhaupt keine Frage: USB-Audioplayer PRO – da führt kaum ein Weg vorbei, wenn man einen externen DAC am Handy benutzt.

Ohne die Google-Suppe sieht das ganz anders aus. Der Usbapp lässt sich zwar über den Aurora Store installieren. Aber aktivieren ohne personalisierten Zugang und Google-Dienste ist nicht möglich. Eigentlich startet der Player nicht einmal.

Eine Weile habe ich VLC benutzt. Der funktioniert zwar, aber die UI ist nicht von heute.

Momentan versuche ich es mit Auxio.

  • Die UI ist so einfach gehalten, wie sie sein sollte, und per Einstellung ist der Player so schwarz, wie es sich gehört.
  • Die Wiedergabe ist unterbrechungsfrei. Was ich gerade bei Konzeptalben und Mixen wirklich wichtig finde. Es ist grausam, wenn ich entspannt mit dem Kopfhörer auf den Ohren da sitz und in ein Stück Musik vertieft bin und „mittendrin“ eine kleine Pause ansteht, wenn der nächste Titel aufgerufen wird. Das macht einfach alles kaputt!
  • Bit perfect gibt’s leider nicht. Aber meistens benutze ich das Pixel ohnehin in Verbindung mit einem BlueTooth Kopfhörer.

Bisher scheint der Auxio Player eine gute Alternative zu sein, bis auf die marode Unterstützung für externe DACs. Es wird zwar Musik wiedergegeben, aber halt nicht bit perfect. Das ist also leider nicht der ideale Spielpartner für einen DAC/KHV.

Ich schätze mal, die Suche wird weitergehen …

Futo Keyboard

Ich freunde mich gerade mit dem Futo Keyboard an. Nach Simple Keyboard ist das ein guter Schritt nach vorn.

Ist zurzeit noch alpha und gerade beim Swipe Typing merkt man es stark. Liegt häufig daneben. Beim Bewegen des Cursors mit der Leertaste öffnet sich beim „falschen“ Druck gern mal das Select language Menü.

Die App ist bisher die beste Alternative, die ich finden konnte.

Es lässt sich unter GrapheneOS mit dem AuroraStore aus dem Playstore installieren und natürlich via F-Droid.

Ich denke, das könnte ganz witzig werden

  • yabai – Tiling window management für macOS. Muss man sich erst ein wenig dran gewöhnen.
  • skhd – Shortcuts zur Kontrolle von yabai über die Tastatur. Wenn der Spaß per Tasten bedient werden kann, wird’s erst wirklich praktisch. Man muss die Kombinationen nur etwas mit Bedacht auswählen.

Ob mich der Spaß bei der täglichen Arbeit eher stören oder unterstützen wird, muss ich noch ausprobieren…

irgendwie scannen…

Die meisten Papierschnipsel im Umschlag, die in meinem Briefkasten landen – ich meine den physischen unten an der Haustür – scanne ich und sortiere das PDF oder Bild auf meinem privaten Rechner in eine Verzeichnisstruktur.

Bisher habe ich das mit Evernote Scannable gemacht. In erster Linie aus Gewohnheit. Auch wenn ich seit Jahren Evernote nicht mehr benutze, konnte ich das gescannte Bild oder PDF per E-Mail an mich versenden. Der Prozess hat sich irgendwie eingespielt. Aber mit dem jüngsten Update der App klappt das nicht mehr.

  • Das Versenden per E-Mail scheint generell abgeschafft worden zu sein.
  • Die Nutzung der App erfordert nun eine Anmeldung mit einem Evernote-Konto und dort würde der Scan dann auch gespeichert.

Beides ist nicht so richtig praktisch, weil ich mich einfach nicht wieder bei Evernote anmelden möchte. Also musste eine Alternative her.

  • Adobe Scan: PDF & OCR Scanner liefert wirklich gute Ergebnisse, aber speichert die Scans in irgendeiner Cloud. Das muss nicht unbedingt bei jedem Schriftstück sein.
  • OSS-DocumentScanner liefert vielleicht nicht ganz so schöne Ergebnisse wie die Adobe App, ist aber OpenSource, kommt nicht mit irgendeinem Cloud-Quatsch daher und ist somit erst mal vertrauenswürdiger. Und es läuft auf meinem GrapheneOS-Pixel. Was praktischer ist als das iPhone, das ich für solche Zwecke erst immer suchen und einschalten muss.

Ich denke, ich kann mit beiden Apps leben. Na ja, Adobe Scan halt für Papiere mit banalem Inhalt.

Organic Maps & OpenStreetMap

Beim Schreiben des Post über Murano ist mir wieder eingefallen, dass ich erwähnen wollte wie beeindruckt ich von OpenStreetMap bin. Und von Organic Maps, der fantastischen OpenStreepMap App.

Zum einen war OpenStreepMap im Urlaub so unglaublich genau, dass quasi jeder Baum in Venedig verzeichnet ist. Was eine klasse Community, die soviel Arbeit in die Daten steckt. Und Organic Maps kann das Kartenmaterial runterladen, das dann offline zur Verfügung steht. Alles in Allem hat man damit gerüstet nicht die geringste Chance sich zu verlaufen.

Ein kleines Loblied auf Obsidian.

Und während ich von Fubar gelangweilt war, habe ich meinen Obsidian Vault aufgeteilt.

Ursprünglich war es ein einzelner Vault auf dem iCloud Drive, der von jedem Rechner erreichbar war. Demzufolge habe ich den Vault für privates und berufliches gleichermassen benutzt. Und eigentlich war auch das gar nicht mal das Problem.

Was mich wirklich gestört hat, waren die beiden unabhängigen Dokumentenablagen auf meinem privaten Notebook für mein außerberufliches Leben und auf dem Arbeitsnotebook für berufliches. Mit Ablagesystem ist eine Verzeichnisstruktur gemeint, die an das Johnny•Decimal angelehnt ist. Und der Obsidian Vault existierte unabhängig von den beiden Ablagen.

Und so habe ich mir den Spaß gegönnt, zwei neue Vaults auf den Dateisystemen der beiden Rechner in die bestehende Johnny•Decimal Struktur einzuarbeiten.

Vormals hatte ich in dem Vault nur wenige Verzeichnisse und vorwiegend Dateien in einem Zettelkasten-Verzeichnis, die mit dem fantastischen „Eindeutige Notiz erstellen“ Feature erstellt und durch ordentliches Tagging zusammengehalten wurden. So weit hat sich das in den letzten beiden Jahren durchaus bewährt, da ich in der Zeit nicht das Bedürfnis hatte, nach einer anderen Notizapp Ausschau zu halten.

Allerdings dachte ich auch immer, wie nett es doch wäre, wenn die Notizen Bestandteil des Ablagesystems wären. Und an diesem Abend habe ich mir dann ein Herz gefasst und bin erst auf dem einen Rechner jede Zettelkasten-Notiz durchgegangen, um zu sehen, ob die in diesen Vault einsortiert werden kann oder vielleicht sogar gelöscht werden kann. Und dann das gleiche Spiel mit den übrigen Notizen auf dem anderen Rechner.

Da die Dateinamen der Dokumente und Quelldateien und der Notizen nicht exakt dem gleichen Schema folgen, mussten die Notizen erst mal großzügig umbenannt werden. Dateinamen für Dokumente und Quelldateien haben typischerweise das Muster {YYYYMMDD} {irgendein Text}.{typ} und die Notizen leider {YYYYMMDDHHmm} {irgendein Text}.md. Und damit die Sortierung im Verzeichnis nicht verkackt, mussten die Notizen in {YYYYMMDD} {HHmm} {irgendein Text}.md umbenannt werden. Bei über 300 Dateien natürlich nicht von Hand, sondern mit dem handlichen rename:

rename 's/([0-9]{8})([0-9]{4})(*.)/$1 $2$3/s' *

Lässt sich per brew install rename installieren, falls es nicht ohnehin schon vorhanden ist.

Obsidian hat die Option „Dateien & Links“ > „Alle Datei-Endungen erkennen“, damit werden auch Dateien, die Obsidian nicht verarbeiten kann, in der Ordnerstruktur angezeigt und können sogar verlinkt werden.

Nach dieser Aktion mag ich die Software noch mehr als zuvor. In diesem Anwendungsfall ist der Umgang mit einem Dateisystem so viel flexibler als mit einer proprietären DB wie es so manch andere Notizen Apps machen.

Und nun habe ich zwei private und beruflich getrennte Ablage- und Notizsysteme und ich kann ohnehin besser schlafen, wenn meine Notizen nicht mehr auf diesem iCloud Dings liegen.