Ich bin Hobbyfotograf und habe nicht das Interesse, aus meinem Schaffen Geld zu ziehen. Selbst Reichweite ist mir völlig Wumpe. Es ist mein Hobby. Ich fotografiere aus Leidenschaft, aus Spaß. Und weil ich manchmal doch ganz gern draußen an der frischen Luft bin. Natürlich freue ich mich, wenn jemand Gefallen an meinen Fotografien findet. Wenn das nicht so wäre, würde ich nicht andauernd Fotos ins Blog (formerly known as Weblog) schütten. Ja, die beiden Hobbys passen perfekt zusammen.

ich
Anders als ein Berufsfotograf muss ich keine Marke etablieren, mir keinen Style aneignen, der für mich zu einem Markenzeichen wird. Ich muss mir auch keine Nische suchen, in der ich bekannt werden möchte. Ich muss bei meiner Online-Präsenz nicht auf Konsistenz achten. Es gibt keine Kunden, denen ich ein bestimmtes Bild meiner Fotografie vermitteln muss. Und eben das zeichnet ein Hobby aus. Keine Zielrichtung, keine Leistungsorientierung. Nur Spaß an der Freude. Equipment ist keine Frage des Budgets, sondern eine Laune.
Es ist nicht so, als ob ich nie darüber nachgedacht hätte, einen Beruf daraus zu machen. Ich mag zwar nicht an der Folkwang Fotografie studiert haben, aber ich war lang genug am Musischen Zentrum. Aber ich bin mir auch ziemlich sicher, dass der Spaß daran leiden würde, wenn es zu einer Verpflichtung wird. Nach dem Berufseinstieg hat Softwareentwicklung bzw. Programmierung für mich auch einen vollkommen anderen Stellenwert bekommen. Während ich mich in den späten 90ern und frühen 2000ern noch leidenschaftlich an OpenSource-Projekten beteiligt habe, ist das mit meiner ersten „echten“ Anstellung abrupt abgebrochen. Heute schreibe ich höchstens mal ein kleines Rust Progrämmchen um mein digitales Leben zu vereinfachen, oder spiele an meinen Blogs herum. Ich habe nicht mal entfernt Lust, über Entwicklung und Architekturen zu bloggen. Und von Berufs wegen gäbe es da einige interessante Themen. Wenn ich den ganzen Tag beruflich eine Kamera vor der Nase hätte, würde das vermutlich ähnlich aussehen.
Und genau deshalb gibt es hier im Blog Fotos von so unterschiedlicher Art und Qualität. Und zwar nur in den Bereichen, die mir gefallen.
Wer hier nicht gerade das erste Mal vorbeikommt, wird sicherlich festgestellt haben, dass es kaum keine Fotos von Menschen gibt. Porträts reizen mich nicht, je gestellter, desto uniteressanter. Es juckt mich nicht, die markanten Merkmale einer Person mit einem Foto hervorzuheben. Natürlich habe ich das mal in einem Mietstudio ausprobiert, sonst wüsste ich ja nicht, wie wenig es mir bedeutet. Technisch interessant, aber das war es dann auch. Das reicht mir nicht.
Ein spontaner Schnappschuss von einem nahestehenden Menschen? OK. Aber das sind dann doch eher persönliche Erinnerungsfotos, wie sie jeder macht. Sei es mit Kamera oder Handy.
Mit Fotografieren verbinde ich, draußen an der frischen Luft zu sein und vorzugsweise in der Natur. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die häufigsten Motive aus der Natur stammen. Sei es nun Flora oder Fauna. Fauna wurde für mich allerdings auch erst so richtig „greifbar“ nachdem ich ein ordentliches und leichtes Tele hatte, das ich bereit war, den ganzen Tag mitzuschleppen.
Und somit ist auch Tee für mich auch ein großes Thema in der Fotografie. Ich trinke gern und viel Tee. Ich mag Teeblätter, den Duft eines warmen, schwarz-roten Hong Cha Blattes. Die großen ausgerollten Blätter eines Tie Guan Yin. Natürlich fotografiere ich das auch gern.
Ich fotografiere, was mich glücklich macht. Und in ganz seltenen Ausnahmen auch mal, was mich unglücklich macht. :)