Musik

Fluchthilfe 23. November 2021 22:05

Ich habe an sich immer sehr gern Spotify gehört. Allein schon um Neues kennenzulernen. Aber was mittlerweile auf dem Home-Tag angezeigt wird ist einfach nur noch ein dummer Witz:

  1. Eine bezugslose Neuerscheinung, die sich musikalisch nichtmal entfernt in das einreiht, was ich jemals mit dem Account gehört habe. Deutscher Schlager könnte nicht noch unpassender sein.
  2. "Shows, die dir gefallen könnten" - Warum kann ich das nicht ausblenden? Das interessiert mich nicht. Behelligt damit doch bitte Leute ohne Premium Abo. Ich bezahl doch nicht aus Nächstenliebe.
  3. "Bleib auf dem Laufenden" - Alter! Was soll das denn sein?!
  4. "Noch mehr Musik, die dir gefällt" - Nee, leider nicht. Auch hier ein Griff in die Toilette.

Wie schön es doch wäre, wenn man den Home-Tab doch so konfigurieren könnte, dass die Seite auch nur den allerkleinsten Nutzen hätte.

Wenn ich deine dumme App haben will, kann ich auch zu Tidal wechseln. Da bekomme ich HIFI mittlerweile zum gleichen Preis.

Polar Sequences 28. August 2021 12:59

Polar Sequences Original in 1996 mit limitierter Auflage veröffentlicht und 2019 remastered. Und die remastered Version habe ich mir als Upgrade für die alte CD gerade gekauft. Was mich überhaupt zum Schreiben dieses Textes verleitet.

Bis weit in die 90er Jahre bestand meine musikalische Welt aus EBM, Industrial und Metal. Erst durch die WDR1 Sendung Schwingungen - von der ich viel zu spät Kenntnis genommen habe - konnte ich ein paar Klänge aus einer anderen Welt erlauschen, die mich zumindest auf eine neue musikalische Reise geschickt haben.

Und Polar Sequences war einer der größten Wegsteine - wenn nicht sogar der erste große - auf dieser Reise. Ich konnte zuvor mit Ambient wie bspw. Choralone von Skinny Puppy überhaupt nichts anfangen. Mir ging es schon eher um die Titel, die knüppeldick mit sich bringen. Das sollte sich in der zweiten Hälfte der 90er schlagartig ändern.

Witzigerweise habe ich schon mal ein paar Worte über das Album im Blog verloren.

Apple lossless aber nicht gapless? 30. Juni 2021 18:59

Hmm... Ich bin dabei den Probemonat von Apple Music zu nutzen um das Lossless Angebot auszuprobieren. Auch wenn laut des angeschlossenen DAC das rauskommt, was Apple verspricht, ist der Spass leider nicht so richtig gapless. Es sind keine wirklichen Lücken aber bei den bisher gehörten Alben, die nahtlose Übergänge zwischen den Titeln haben sollten, hört es sich so an als würde am Anfang eines neuen Tracks ein paar Sekundenbruchteile fehlen. Ist mir aufgefallen bei diesen Alben:

  • Elizium (Fields of the Nephilim)
  • Live at Glastonbury Festival 2005 (H.U.V.A Network)
  • Leaving Home (Solar Fields)

Das iPad (oder MacBook) am USB-DAC ist momentan für mich der einzige Weg auch Lossless aus einem iDing herauszubekommen. Aber für unterwegs ist das mit dem iPad natürlich nix. Und ein separater DAC an einem iPhone würde auch keinen Spass machen. Been there, done that.

Im Wohnzimmer sieht das schon wieder ganz anders aus. Da hat das iPad klanglich einen klaren Vorteil gegenüber einem Android Gerät, da an den digitalen Audiodaten, die über den USB Port kommen nicht wild herumgesamplet wird. Wenn die App 16 Bit mit 44,1 kHz streamt, kommt auch genau das aus dem iPad.

Android ist da etwas "anders". Der Standard-Audio-Stack von Android resampled auf 48 kHz oder ein Vielfaches. Weiß der Henker warum. Nur eine handvoll App (bspw. Onkyo HF Player oder USB Audio Player Pro) nutzt die USB Audio Hardware direkt und liefert bitperfect Audio. Naja, und das meiste lossless Material ist halt in Red Book (16 Bit / 44,1 kHz / 1411,2 kbps). Lediglich gekaufte FLAC sind mal mit 24 Bit oder 48 kHz kodiert.

Leider, leider, leider ist Upselling bei Apple ein zu großes Thema. Und man muss schon ein Geräte mit maximalem Speicher zu einem entsprechend astronomischen Preisen kaufen, da es wohl nie ein iDing geben wird, dessen Speicher mit einer microSD-Karte erweitert werden kann. Wer will schon ein iPad randvoll mit Musik, so dass man sonst kaum mehr was installieren kann.

Apple Music unter Android sieht eher Mau aus. Gegenwärtig habe ich die Option für verlustfreie Wiedergabe in der Apple Music App für Android noch nicht finden können. Das mag sich bald ändern.

Nicht minder gespannt war ich auf Dolby Atmos.

Wenn kein geeigneter BlueBooth Kopfhörer angeschlossen ist, muss in den Einstellungen der Music App Dolby Atmos auf Immer eingeschaltet gesetzt werden. Ich musste feststellen, dass ich das wirklich nicht möchte.

Während die wenigen Dolby Titel ganz interessant klingen, wird es bei nicht dafür vorgesehen Titeln wirklich übel. Das kann natürlich daran liegen, dass ich keinen BlueTooth Kopfhörer von Apple mit spaßigem H1 Kopfhörer Chip benutzt habe. Ich will das nicht generell schlecht reden. Hat mir aber nicht die Socken ausgezogen. Das würde auch bedeuten, dass ordentliches Dolby Atmos nur lossy über BlueTooth geht. Witzig Apple…

Dolby Atmos in Apple Music ist in jeglicher Hinsicht vergleichbar mit 360 Audio bei Tidal. Moderate Auswahl. Evtl. mit geeigneten Kopfhörern ganz OK. Mit den Sony WH-1000X, die den Spass unterstützt haben, hätte das bei Tidal richtig Spass gemacht, wenn die Auswahl der verfügbaren Titel in Richtung meines Musikgeschmacks gegangen wäre.

Spicelab 11. Mai 2021 09:46

Spicelab mag vielleicht eine alte Kamelle sein. Aber Gestern bin ich irgendwie über A Day On Our Planet gestolpert und das Zuhören hat Spaß gemacht. Vielleicht auch ein bisschen aus nostalgischen Gründen. Ich denke, die CD war eins der ersten Alben, das ich damals geliehen und auf DAT aufgenommen habe.

Liebe Betamax Enthusiasten, ihr seid nicht allein! Es gab auch Menschen die auf DAT gesetzt haben.

DAT hat sich im Bereich der heimischen Unterhaltungselektronik nie so richtig durchgesetzt. Später waren die Kassetten teurer als die CD, die man darauf aufnehmen wollte. Das war dann auch für mich das Aus für die DAT-Kassette. Obwohl die Handhabung im Vergleich zur normalen Musikkassette schon einige Vorteile hatte. Die Bändern könnten bspw. schnell und exakt gespult werden. Ja, Spulen. Bei dem Gedanken musste ich gerade auch etwas schmunzeln.

Und Heute möchten ich zT. nichtmal mehr eine CD kaufen, sondern finde Dateien einfach viel praktischer. So gibt es auch A Day On Our Planet remastered als Download. Oder zum Streamen über einen der zahlreichen Anbieter, bspw. auf Spoitfy. Ob man nun lieber über einen Streaminganbieter Musik hört oder den einen oder anderen Euro bei Bandcamp investiert und den Künstlern war Gutes tut, bleibt nun jedem selbst überlassen.


DAT-Kassette
DAT-Kassette

Der Weg vom Mitschneiden einzelner Titel aus dem Radio über meinen ersten, unglaublich gruseligen MP3 Player bis Heute ist ein Riesensprung. Also ich mit 12 Jahren oder so ausgesuchte Titel aus dem Radio aufgenommen habe und über Anmoderationen in den Musiktitel hinein verzweifelt bin, hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, dass ich mal ein Smartphone mit zig 1000 Musiktiteln haben werde, das sowohl als Klangquelle für zu Hause als auch für unterwegs mit Kopfhörern mit oder ohne Kabel haben würde. Und dass ich nicht mal die Dateien auf dem Gerät brauchen würden, sondern alle Musiktitel gezielt „streamen“ könnte, wäre mir erstrecht nicht in den Sinn gekommen.

freedb.org ist jetzt GnuDb 27. September 2020 13:27

Na, das ist ja ein Spaß. Ich habe schon seit einer Weile keine CD mehr gerippt, da ich in letzter Zeit eher digitale Alben gekauft habe. Entweder gibt es erst keine CD oder ich habe nicht viel Wert auf die CD gelegt. Bei manchen Künstlern ist mir die CD dann allerdings schon etwas Wert. Insbesondere wenn ich ohnehin schon den größten Teil der Discography als CD habe, meldet sich der Sammler in mir. Und bei aller Liebe zum Minimalismus aber das muss dann sein.

So ging es mit auch bei Cascade 2020 von The Future Sund Of London.

Naja, und da ich nach wie vor kein HIFI-CD-Laufwerk mehr habe, muss die dann irgendwie umgewandelt werden. Da kam mir dann in der Vergangenheit die CD Datenbank freedb sehr gelegen, da ich kaum Lust habe die Daten der CD von Hand einzugeben. Die gibt es allerdings schon seit März nicht mehr. Und nachdem ich den Schreck dann überwunden hatte, fand ich eine Alternative: GnuDb. Und wie sie benutzt wird.

Ok. Das hat mich nicht davor verschon dieses ni­gel­na­gel­neue Album von Hand eingeben zu müssen.

ALT:02 09. März 2020 17:40

ALT:02 von Carbon Based Lifeforms (Tidal) ist Heute erschienen. Und natürlich habe ich mir direkt einen Tag freigenommen um mir das Album in Ruhe anzuhören. Nein, Spaß bei Seite, das hatte andere Gründe. 

Das Album enthält bekannte Titel in anderen Variationen, sei es Live oder ein Remix. Langweilig? Nein, bei Musik dieser Art kann eine Variation einen beinahe neuen Titel ausmachen. 

Fear in a Handful of Dust und Long Stories 09. Februar 2020 11:53

Ich denke Foley Room war das letzte Album von Amon Tobin, dass mir noch uneingeschränkt gut gefallen hat. Obwohl die Entwicklung schon auf dem Album abzusehen war. Isam war dan die Bestätigung der Vermutung. Und naja, auf Long Stories und Fear in a Handful of Dust ging es dann in gewisser weise so weiter. 

Ja, zugegebener weise interessant. An zu vielen Stellen allerdings etwas zu anstrengend für meinen Geschmack. 

Infinite Scale: The Value of Accessibility 31. Januar 2020 08:09

The Value of Accessibility von Infinite Scale ist Gestern veröffentlicht worden. Kennengelernt habe ich Infinite Scale mit dem Album ad infinitum. Und in den knapp elf Jahren seit dem Album hat sich der Sound von Harmi Palda schon ein wenig gewandelt. Aber ich mag ihn noch immer. Auch wenn es wohl eins der “lebhafteren” Alben, die ich mir in jüngster angehört habe. 

Bei dem farbigen Vinyl bekomme ich schon Lust auf einen Plattendreher. Vermutlich würde der aber ohnehin nur vollstauben.