Tee

TeaTimer

Hmm… nachdem sich die jüngst benutze Smartphone App letztendlich als nicht so optimal wie erhofft entpuppt hat, habe ich nochmals nach einer Standalone-Lösung geschaut.

Nach ausgiebiger Recherche bin ich auf ein geeignetes elektronisches Gerät gestoßen, dass den signifikanten Teil meiner Anforderungen erfüllt. Eigentlich bin ich auf eine ganze Produktpalette gestoßen, die sich hinter dem Zauberwort „Küchentimer“ verbirgt.


Der Timer im Kontext seines Einsatzbereichs

Ich habe mich für ein Modell mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten entschieden.

Neben der Funktion Zeit runterzuzählen, kann das Gerät auch verstrichene Zeit erfassen. Und um das Featureset abzurunden kann das Gerät auch die aktuelle Uhrzeit anzeigen. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich die zuletzt genannte Funktionalität wirklich nutzen möchte.

Weiter kann das Gerät benutzt werden, ohne einen Account einzurichten und funktioniert ganz ohne Verbindung zum Internet.

Anständigerweise hat sich der Anbieter gegen ein Abo-Bezahlmodel entschieden. Das Gerät gehört noch einmalige Zahlung quasi mir.

Bisher hat das Gerät meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. Verstrichene Sekunden werden ziemlich präzise erfasst und das üppige Display gibt mir auch ohne Brille stets Auskunft den aktuellen Stand der Zubereitung.

Ich bin masslos begeistert und kann dieses Produkt für zeitkritische Prozesse empfehlen.

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass es sich hier um meine ehrliche Meinung handelt und ich den Artikel selbst mit meinem eigenen Privatvermögen erworben habe.

Teezeit

Es ist wirklich schwer einen geeigneten Timer zur Teezubereitung à la Gong Fu zu finden. Man möchte es vielleicht nicht für möglich halten, da ein Handy OS eine hauseigene Uhr mit Timerfunktion mitbringt und in den jeweiligen App Store ca. eine Mio. derartiger Apps zu finden sind. Aber so ist es. Es ist schwer, glaubt mir!

Und so möchte ich Heute diesem ausgesprochen heiklen Thema einen Blogeintrag widmen.

Meine Anforderungen an so eine App sind eher überschaubar.

  • Einfache UI: Ich möchte die Ziehzeit einfach über Minuten und Sekunden einstellen können. Ich will nicht eine fixe Ziehzeit für irgendeinen Tee auswählen. Das ist bei der Gong Fu Zubereitung eher als unbrauchbar, da ich bei jedem Aufguss die Zeit um ein paar Sekunden erhöhe.
  • Nur ein einfacher Signalton, der exakt einmal ertönt und nicht eine endlose Orgie von Nervigkeiten, die mich von rechts oder links beschallt bis ich einen Knopf zum Abstellen gedrückt habe. Und es wäre toll, wenn der Ton nicht durch Mark und Bein gehen würde. Ist das denn zu viel verlangt. Aus diesem Grund sind die beiden Uhren vom iPhone wie auch vom LG Totalausfälle.

Unter Android habe ich schon vor Jahren mit dem Tea Timer meinen Favoriten gefunden. Er erfüllt meine beiden Kriterien und hat außerdem eine schlichte, schwarze UI mit einer netten Animation.
Allerdings ist die App seit 5 Jahren nicht mehr geupdated worden und bei jeder neuen Android Version wird genörgelt, dass die App für eine ältere Version entwickelt wurde. Bei aktivierter Gestensteuerung unter Android 10 ist unteren Kante für die Wischgeste weiß. App-Skalierung ist das Zauberwort. Nichts desto trotz ist der nach wie vor meine Nummer eins unter Android.

iTea 2 ist auf dem iPhone meine erste Wahl, nach der ich allerdings auch eine Weile suchen musste. Die UI ist etwas grüner und es gibt keine so schöne Animation wie beim og. Tea Timer. Ein überflüssiges Gimmick ist das Abwarten der Abkühlzeit des Wasser je ach Zieltemperatur und große der erhitzen Menge. Brauch ich nicht, aber ist halt da und stört auch nicht weiter.

Richtig töfte fände ich eine schönes, standalone Dings um die Ziehzeiten abzupassen.

Nanmei O Yang Gushu 2015

Ein Sheng Pu-Erh mit einem Aroma, das entfernt an Steinobst erinnert. Das macht ihn etwas süss aber gleichzeitig ist der Tee auch herb würzig. Recht interessant, we ich finde.

Auch wenn ich mit den meisten Pu-Erh so meine Probleme habe, kann ich fast immer davon ausgehen, dass ein Gushu mit hoher Wahrscheinlichkeit meinen Geschmack trifft. Dieser bildet hier keine Ausnahme.

Für’s Tasting habe ich einen 120 ml-Gaiwan aus Porzellan benutzt. Ca. 5 g habe ich bei knapp unter 100°C für anfangs 10 Sekunden ziehen lassen. Weitere Aufgüsse immer ein paar Sekunden länger. Wer es gern etwas herber und kräftiger mag, kann mit einer deutlich längeren Ziehzeit anfangen.