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Reisen um zu fotografieren?

So gut wie immer, wenn ich eine Reise plane oder von Plänen für eine Reise spreche, kommt bestimmt jemand mit einem Ausspruch daher, dass oder ob man dort „schöne Fotos“ machen könnte. Das klingt in meinen Ohren jedes Mal wie die Vermutung, ich würde eine Reise nur zwecks des Fotografierens unternehmen. – Nein!

Auch wenn ich ein relativ ambitionierter Fotograf bin und quasi immer eine Kamera im Rucksack habe, wäre es für mich nie Grund eine Reise anzutreten. Noch möchte ich meinen Aufenthalt nicht mit der Knipse im Anschlag verbringen und von einem Ort zum anderen rennen. Immer auf der Suche nach dem nächsten, großen Foto.

Solche Fotoreisen sind ja nichts ungewöhnliches und werden von Agenturen zu den exotischsten Orten angeboten. Was sicherlich recht komfortable ist, wenn alles minutiös geplant wird und man sich kaum um etwas kümmern muss. Aber es hat auch seinen Preis. Nicht nur in finanzieller Hinsicht. Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass man sich als Fotograf arg im Griff haben muss, eine Reise selbst zu erleben und nicht als Beobachter durch die Linse seines Fotoapparates. Zu leicht wird die Kamera zu einem Filter zwischen seiner Selbst und der Umgebung.

Manchmal ist es einfach die bessere Option die Kamera erstmal im Rucksack zu lassen und sich nicht genötigt zu fühlen alles und jeden unter fotografischen Aspekten zu betrachten. Dabei spielt es kaum eine Rolle ob man sich in der freien Natur oder in der Stadt befindet. Etwas ungefiltert zu erleben und sich auf eine Umgebung einzulassen bedeutet wirklich neue Eindrücke zu sammeln, echt Erinnerungen zu gewinnen und seine Perspektive zu verändern. Und eben diese neue Perspektive kann es ermöglichen eine ganz andere Aufnahme zu machen, wenn man die Kamera dann tatsächlich in die Hand nimmt.

gleicher Ort – gleiche Zeit – kein Nebel

Ach ja, man soll ja bloggen so lange der Ärger noch frisch ist;)

Natürlich bin ich am Nachmittag zur blauen Stunde wieder zum Katzenstein. Dieses Mal dick angezogen, mit ordentlichem Schuhwerk und mit Stativ gewaffnet. Und… Kein Nebel! Nicht mal die kleinste Schwade! Nicht mal eine Andeutung!

Das sollte mir eine Lehre sein. Niemals einen Moment verstreichen lassen, weil es Mal ein wenig kalt oder unbequem ist und dann auf eine zweite Chance hoffen, die Situation ein anderes Mal einfangen zu können. Wo man mal wieder sehen kann wie wenig Landschaftsfotografie mit Technik zu tun hat. Es geht um die richtige Einstellung, Entschlossenheit und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Das Foto oben ist natürlich von Gestern.

Photokina 2016

So! Die Photokina 2016 wäre nun auch geschafft. Wie jedes Mal bietet sich die Messe an, Bekannte zu treffen und wiederzusehen, mit denen man sich sonst nur in Foren & Co unterhalten kann. So empfinde ich es schon fast als zwanghaft, die schnelle Anreise von nur knapp einer Stunde zur Kölnmesse zu nutzen.

Willkommen zur Fujikina 2016…

Die X-T2 und das XF23F2 und XF50F2 sind ja keine großen Überraschungen mehr gewesen und waren schon im Vorfeld bekannt. Der eigentliche Star der Photokina war wohl die Fuji GFX 50S. Es gab zwar schon vor der Messe Gerüchte, aber keine Bilder oder bestätigte Details. 51,4 Megapixel verteilt auf 43,8 × 32,9mm, also 1,7 mal größer als ein Kleinbildsensor. Im Frühling 2017 wird die Kamera in den Handel kommen und soll für unter USD 10000 zu haben sein. Also wenn Trump Präsident wird, dürfte das der Gegenwert zu knapp 500 € sein..

Fujifilm GFX 50S

Die abnehmbare EVF Einheit macht einen gut gestalteten Eindruck, da sich das Modul nahtlos an die Kamera fügt. Bei vielen separaten EVF handelt es sich eher um ein drangeklipstes Ding, das so gar nicht zur Kamera passt. Über den hier sichtbaren Adapter lässt sich der EVF drehen und klappen. Praktisch…

Fujifilm GFX 50S

Selbst mit Griff wird die Kamera nicht zu groß. Einen Größenvergleich zwischen der Nikon D810 und der Fuji GFX gibt es auf dem Hands-on auf dpreview.

Sony Alpha 99 II

Entgegen allen Vermutungen bin ich beim Betreten des Sony Stands nicht im Flammen aufgegangen. Die α99 II ist klein. Ähnlich groß wie die α77 II, die allerdings nur über einen APS-C Sensor verfügt. Gibt es wirklich Leute, die ihr α-Zeugs noch nicht verkauft haben. Es gab ja kaum Signale von Sony, dass das α-Bajonett noch einen großen Stellenwert hat, sondern der Schwerpunkt eher auf E und EF liegt.

Zeiss Milvus 2/50 (aka. Makro Planar 2/50)

Auf dem Zeiss-Stand hatte man wieder die Gelegenheit, alle Optiken an Nikon, Canon und Sony Knipse näher unter die Lupe zu nehmen. Als ich mir das letzte Mal das 2/50 anschaffen wollte, kam die X-T1 dazwischen. Mal sehen, was mich jetzt von einem weiteren 50mm in meiner Sammlung abhält…

Zeiss Stand
Begehbares Objektiv APO Planar 1,4/85 am Zeiss Stand
Leica Galerie

Halle 1 war wieder für die Leica Galerie vorbehalten. Während 2014 im vorderen Teil noch Produkte präsentiert wurden, hat Leica dazu in 2016 einen separaten Stand. Naja, und ich fand die Produktpräsentation viel dort etwas kleiner aus.

Sigma Kamera

Hmm… Kameras von Sigma sehen schon seltsam aus.

Fujifilm Evolution to Revolution

Auf Veranstaltungen wie dieser ist das immer noch sehr schön zu beobachten. Ich habe wirklich gestaunt, wie viele mit einer Fullsize DSLR oder einer Kleinbildknipse mit Griff und einem 70-200 oder noch Größeren über die Messe krauchen. Und ich möchte nicht wissen, was die noch im Rucksack haben. Denn ganz ehrlich, so richtig spektakuläre Motive gibt es auf der Messe auch nicht. Da kommt man sich mit einer lässig an das Handgelenk gebundenen Spiegellosen geradezu befreit vor.
Naja, jedem das seine…

Fujifilm X-T2 kommt

Bald ist es so weit. Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass die X-T2 am 7. Juli vorgestellt wird.

Die Gerüchte über neue Keyfeature sind nichts weniger als beeindruckend:

  • Das Gehäuse hat exakt den gleichen Formfaktor wie das Vorgängermodell, allerdings soll eine neue ultraleichte, extrem gehärtete Titanlegierung als Baustoff benutzt werden. Als mögliche Farben sind Rosegold und Lila im Gespräch.
  • Der neue 3 Zoll Ultra-HD-Display ist weder tiltable noch flippable, sondern detachable. Ein sichere Funkkommunikation mit dem Kameragehäuse soll über eine Distanz von 2 km gewährleistet sein.
  • Der neue Lithiumakku soll nicht weniger als 1300 Aufnahmen leisten können. Der Anschluss bleibt dabei kompatibel zum älteren NP-W126.
  • Als Alternative zu SD-Karten kommt eine neue, fest installierte ISSD zum Einsatz.
  • Auch an der Videofront hat sich endlich einiges getan. Aufgrund des neuen, schnellen Speichers soll es nun möglich sein, locker 8K aufzuzeichnen.
  • Beeindruckend muss auch die High-ISO-Performance sein. Erstmals kann in einer mondlosen Nacht eine schwarze Katze in einer schwarzen Scheune ohne Rauschen fotografiert werden.
  • Anstelle des EVF kommt jetzt ein SIMSIN Interface zum Einsatz, mit dessen Hilfe das Sucherbild direkt im Kopf projiziert wird. Damit soll es jetzt möglich sein, die wahre Natur der Dinge zu sehen.

Der Verkaufspreis bei Markteinführung soll wie beim Vorgängermodell etwa 1300 € betragen. Das schließt natürlich die Operation für die Implantierung der Kortikal Schnittstelle für den SIMSIN Adapter ein. Also, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.

Fujifilm X-PRO2 in der Hand gehabt

Ich hatte Heute mal für kurze Zeit die noch recht frische Fuji X-PRO2 in der Hand.

  • OVF: Wenn ich die Kamera wie ein SLR in die Hand nehme verdecke ich mit der linken Hand den optischen Messsucher. Da müsste ich mich extrem umgewöhnen.
  • EVF: Als erstes fällt auf, dass der Sucher kleiner ist, als jener der X-T1.
  • ERF: hat mich spontan nicht aus den Socken gehauen. Ist halt ziemlich winzig.
  • LCD: Besser, schöner, klarer, schärfer. Was soll ich sagen: 900×600 vs. 720×480. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass die Farben des LCD wärmer sind als bei der X-T1. Kann eine Frage der Einstellung sein? Leider nicht schwenkbar.
  • Anfassfaktor: Fühlt sich gut an. Ordentliches Material, gutes Gewicht. Gefällt mir persönlich sehr gut. Der Griff ist ordentlich, die gummierte Führung für den Daumen fällt positiv auf.
  • Fokus-Joystick: Sollte jede Kamera haben!
  • ISO Rädchen: Lässt sich IMHO besser bedienen als das Rädchen an der X-T1. Den Druckknopf auf dem Rächen an der X-T1 finde ich schon ziemlich sinnentleert.

Aber: Weder bestellt noch gekauft. Ich würde erstmal im Juni oder Juli die kommende X-T2 gegenüber stellen wollen. Ich muss sagen, der nicht schwenkbare Display ist schon ein Showstopper. Davon abgesehen macht die X-PRO2 einen echt mögigen Eindruck.

Ein kleiner Review: Formatt Hitech Starter Kit HT100SKIT

Auf- und Abdrehen von Filtern kann ja nun eine unendlich nervige Angelegenheit sein. Besonders wenn es dann mal schnell gehen soll. So habe ich vor einer Weile angefangen mich nach einem ordentlichen Filterhalten und entsprechenden Filtern umzusehen, die einfach, schnell und sicher am Objektiv angebracht werden können. Zwangsläufig stösst man auf Lee Filter und Formatt Hitech. Von letzteren habe ich allerdings auch das erste Mal gehört, als ich anfing mich mit dem Thema zu beschäftigen. Da in diversen Blogs der Formatt Hitch Filterhalter ziemlichen Anklang fand, habe ich mich auch den entschieden. Naja, irgendwo muss man ja anfangen.

Formatt Hitch Filterhalter
Der Filterhalter mit 77mm Adapter und Step Up Ring von 62mm auf 77mm am Fuji XF 23mm

Der Halter ist aus Metall (Alu?), im Winter kalt aber solide. Die dazu passenden Adapter, mit denen der Halter am Objektiv angebracht wird sind aus dem gleichen Material und machen einen gut verarbeiteten und soliden Eindruck. Die Führungsschienen mit denen die Filter am Halter angebracht werden sind aus Kunststoff. Was dafür sorgt, dass die Filter an den Rändern nicht zerkratzt werden und es wird natürlich ein flexibles Material benötigt, dass den Filtern den nötigen Halt gibt damit sie nicht herausrutschen.

Im Lieferumfang befinden sich eine Reihe Schrauben in zwei Längen zur Befestigung der Führungen. Mit sechs Führungen (drei je Seite) können also bis zu drei Filterebenen benutzt werden. Allerdings besteht die Möglichkeit auch nur ein oder zwei Führungen anzubringen. Dafür gibt es dann ein paar kürzere Schrauben. Weiter gibt es einen Abstandshalter, der unter der untersten Führung benutzt werden kann, wenn ein etwas dickerer Filter zum Einsatz kommt. Die Firecast ND Filter von Formatt Hitech sollen wohl etwas dicker sein.
Nicht im Umfang enthalten ist eine Halterung, die auf die äußerste Führung gesetzt werden kann um einen runden Polfilter anzubringen.

Der Adapter ist übrigens auch nicht im Starter Kit enthalten. Was auch Sinn macht, da dieser zum Filterdurchmesser des Objektivs passen muss. Ich habe mich für einen 77mm Adapter entschieden. Mit Hilfe einer Reihe von bereits vorhandenen Step Up Ringen auf 77mm habe ich die Möglichkeit den Adapter an all meine Gläser anbringen zu können. Bei Ultraweitwinkeln ist das vielleicht keine Lösung. Je tiefer das Gebilde vor der Linse ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer hässlichen Vignettierung. Alternativ hat der Hersteller Adapter für Ultraweitwinkel im Sortiment.

Der Halter wird, wenn er aus den Adapter gesteckt wird mit einen Schraube fixiert. Klang für mich beim ersten Lesen ein wenig wackelig. Sitzt aber wirklich fest, wie ich festgestellt habe

Mit dem Starter Kit werden auch bereit zwei Filter geliefert. Ein normaler ND 0,6 und ein weicher ND 0,6 Verlaufsfilter. Da es sich um ein Starter Kit handelt wäre es wohl vermessen anzunehmen, es würde sich um Spitzenfilter handeln.

An dem Standardfilter will ich nicht lange herumnörgeln. Der ist OK. Allerdings habe ich nur selten Verwendung für einen ND 0.6.

Der Verlaufsfilter ist allerdings eine Klasse für sich. Noch nie konnte ich dem Himmel so einfach eine tiefe lila Färbung verpassen, wie mit dem Ding. Selbst das lästige lila Schimmern mit adaptierten Ultraweitwinkel an der NEX7 wirkt dagegen eher müde. Spass bei Seite. Der Filter ist nicht gerade die Offenbarung. Er erfüllt zwar seinen Zweck aber etwas neutraler wäre schon ganz schick. So man muss halt etwas Zeit ins Postprocessing investieren.

Ich vermute vor meiner nächsten Reise, werde ich nochmal in hochwertigere Filter investieren. In erster Linie interessiert mich ein massiver ND Filter (> 1,8 (6 Stops)), so dass auch am Tag eine signifikante Verlängerung der Verschlusszeit möglich ist.

Die Handhabung des Halters ist ungleich viel besser als das Draufschrauben runder Filter. Man kann mit einem Griff den Halter mit den Filtern wieder entfernen und wieder ansetzen. Das Einschieben der Filter in den Halter ist auch recht schnell und einfach gemacht.
Ich hätte mich schon viel früher für ein Haltersystem entscheiden sollen anstelle anstelle meine 77mm Filter in diversen Kombinationen zu nutzen. Denn nach eine Weile entwickeln sich Filter zu einem Kostenfaktor, der nicht zu unterschätzen ist. Der Gedanke an das Nachkaufen der 100mm Filterplatten tut nun ein klein wenig weh.

Trotz meine Vorliebe für spieglelose Systeme und somit kleinerer Gläser mit geringerem Durchmesser habe ich mich für das Filtersystem mit 100mm anstelle von 85mm entschieden, da mit das zukunftssicherer erscheint. Wer weiss, ob ich mich nicht mal wieder in Richtung DSLR bewege. Ausserdem vermute ich, dass die Wahrscheinlichkeit, das eine Vignettierung auftritt beim 100mm Halter wesentlich geringer ist als beim 85mm Halter. Ganz besonders, wenn in Zukunft mal noch ein Polfilter aufgesteckt ist.

Hier nun zwei Beispiele mit dem weichen Verlaufsfilter. Jeweils das Original und die bearbeitete Version.

Unbearbeitet direkt aus Lightroom exportiert. Mit weichem Verlaufsfilter ND 0.6
Regionaler Weissabgleich, Farbtöne angepasst, Schatten angehoben.
Unbearbeitet direkt aus Lightroom exportiert. Mit weichem Verlaufsfilter und Standardfilter je ND 0.6.
Regionaler Weissabgleich, Farbtöne angepasst, Schatten angehoben.

Schärfe vs. Mikrokontrast

Über Fuji Addict bin ich auch einen schönen Artikel von Yannick Khong zum Thema Mikrokontrast gestoßen, in dem mit der Überbewertung der Schärfe von Gläsern »abgerechnet« wird.

Jo. Wenn bei Kameras die Anzahl der Megapixel die vermarktbare Einheit ist, ist es bei Objektiven die Schärfe bzw. messbare Auflösung. Ist ja irgendwo auch verständlich, es sind einfache Größen, die sich in einer Anzeige gut unterbringen lassen und auch dem größten Laien zeigen, dass das Gerät ganz weit vorne ist. Welchen begrenzten Einfluss beide Größen auf ein Bild haben, lässt sich wohl kaum mehr mit ein paar Worten innerhalb einer Werbekampagne ausdrücken.

Wie sich ein ausgeprägter Mikrokontrast in einer Aufnahme sichtbar wiederfindet, lässt sich ganz gut anhand ein paar Aufnahmen mit dem Zeiss Makro Planar 2/100 und Zeiss Distagon 2/35 ausmachen. Oder anhand der folgenden Fotos. Bei den dreien springt der 3D Pop quasi ins Auge.

im Ruhrgebiet qualmt es
Qualm beinahe zum Anfassen. Aufgenommen mit Zeiss Makro Planar 2/100mm abgeblendet.
Geschirr
Fujifilm XF 23mm F/1,4 bei offener Blende
Geschirr
Fujifilm XF 23mm F/1,4 bei offener Blende

Pentax und Kleinbild

Pentax (Ricoh) hat es nun endlich geschafft mit der K-1 eine Kleinbildkamera auf den Markt zu bringen. Naja, vor mehr als vier Jahren habe ich die Hoffnung bereits aufgegeben und vor gut drei Jahren das System.

Die Aufhängung des LCD sieht ja ziemlich clever aus. Ich bin mal auf erste tiefergehende Testberichte gespannt und wie sich die Kamera in der Hand anfühlen wird. Wäre ja wünschenswert, wenn sich die Bildqualität – insbesondere der Dynamikumfang – irgendwo im Bereich D810 und A7r einreihen würde.

Kaizen im April 2016

Die Nacht war es so weit: Neue Firmware Versionen für Fuji X-T1 und Fuji X-E2. Und da ich wohl ein paar Flaschen Clubmate und Tassen Kaffee zu viel hatte, war an Schlafen nicht so recht zu denken. So konnte ich auch mal schnell die beiden Kameras auf den neues Stand bringen.

Fuji X-T1 Version 4.30

Download und Info

Nicht so spektakulär wie das Update auf Version 4.00 aber immerhin kann der Movie Button nun auch als FN Button benutzt werden. Da ich das D-Pad zur direkten Steuerung des AF Punktes benutze, fallen hier natürlich 4 Knöpfe weg, so dass ich den zusätzliche FN Button sehr begrüße. Zumal der Movie Button für mich eher unnütz ist.

Fuji X-E2 Version 4.00

Download und Info

Der Versionssprung ist schon etwas größer als bei der X-T1 und hat somit auch einiges zu bieten.

Nach dem ersten Start fällt natürlich das neue Interface auf. Die Elemente sind kleiner und transparent und wirken insgesamt weniger aufdringlich. Ganz besonders im EVF kommt die Veränderung zu tragen.

Mit dem Update gibt es nun auch den elektronischen Shutter bis zu 1/32000s, wies schon bei der X-T1. Und neben unzähligen anderen Änderungen wurde auch das AF System überarbeitet und arbeitet nun im Rahmen der Möglichkeiten der Hardware wie das der X-T1.
Selbst das manuelle Einstellen der Belichtungszeit von 30s bis 1/32000s ist mit dem Frontrad nun möglich, wenn das Zeitrad auf T steht.

Fuji hat der Kaizen Philosophie mit dem Update wieder mehr als genügt. Die X-E2 fühlt sich beinahe wie eine neue Kamera an.

Da ich dem linksseitig angeordnete Sucher – wie es bspw. bei Rangefinder Systemen üblich ist – zunehmend mehr abgewinnen kann, bin ich ohnehin ein Fan der X-E2 geworden, die ich ursprünglich nur als Backup Kamera benutzen wollte. Wenn der Sucher links aussen ist, drückt man sich zum einen nicht mehr die Nase auf dem Rücken (Display) der Kamera platt und kann mit dem offnen linken Augen völlig ungestört sehen.

Apropos offenes linkes Auge: In der Vergangenheit habe ich dazu geneigt mein linkes Augen beim Fotografieren zu schließen. Dann habe ich mich bemüht es offen zu lassen um zumindest teilweise die Szene noch komplett überblicken zu können. Es ist anfangs nicht ganz einfach zwei unterschiedliche Wahrnehmungen ordentlich zu verarbeiten aber man gewöhnt sich schnell daran. Mir hat es geholfen gerade in belebten Szene einen besseren Überblick zu behalten.

Der erste Monat mit tookapic

Der erste Monat tookapic wäre dann geschafft. Aber ich muss sagen, ein wenig gemogelt habe ich an einige Tagen schon. Nicht jedes Foto ist vom gleichen Tag, was ja eigentlich Sinn der Sache gewesen wäre. Ich werde mal sehen, ob das im kommenden Monat besser klappt.

Zu Seite selbst kann ich nur sagen, dass sie wohl im ständigen Wandel ist. Von Tag zu Tag fallen kleine Veränderungen auf. Sei es die Überarbeitung des Layouts der Fotoseite, eine Änderung der Navigation oder auch der AGB

365 (tookapic)

Ich weiss gar nicht wie häufig ich schon mit einem 365 Projekt (jeden Tag ein Foto) angefangen und nach kurzer Zeit wieder beendet habe. Offensichtlich hält mich nichts davon ab anzunehmen, dass es beim nächsten Mal nachhaltiger wird.

Bei tookapic dreht es sich ausschließlich darum jeden Tag ein Foto zu veröffentlichen. Da ich mit sonst keine Vorsätze für das neue Jahr aus der Nase gezogen habe, kann ich mich dann zumindest darauf konzentrieren.

Mein Profil mit dem ersten Foto von Heute: http://tookapic.com/kniebes

Fujifilm XF 35mm F2 R WR

Es hat mich immer ein wenig gestört, dass die Fuji X-T1 zwar wetterresistent ist, aber die Objektive, die ich von Fuji habe, eher nicht. Mit dem XF 35mm F/2 kam dann vor einer kurzen Weile die erste wetterresistente Festbrennweite mit einem moderaten Preis auf dem Markt, das man sich auch mal eben zwischendurch zulegen kann, ohne den Rest des Monats von trocken Brot und Wasser leben zu müssen. Außerdem hat man mit 35mm eine recht vielseitig Brennweite, die an dem APS-C-Sensor der Fuji Knipsen den Blickwinkel eines 50mm bietet.

Ich hätte zwar auch zu einem wetterfesten, etwas kleinere 23mm F/2 als Alternative zum 23mm F/1,4 auch auf keinen Fall „nein“ gesagt, aber immerhin kann ich mit 35mm immer noch mehr anfangen als mit 16mm.

Das XF 35 F/2 an der Fuji X-T1.

Qualität / Handhabung

Offen gesagt war ich von der haptischen Qualität der Linse nicht überrascht, da ich das von Fuji mittlerweile voraussetze. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Fuji mal eine olle Plastiklinse auf den Markt bringt, die sich billig anfühlt.

Na ja, wie auch immer. Sowohl der Fokus- als auch der Blendenring laufen nicht so leicht wie beim XF 56mm, was evtl. auf. Dichtungen für die wetterfeste Bauweise zurückzuführen ist. Und es stört auch keinesfalls, eher im Gegenteil. Während sich der Blendenring beim XF23 wie auch beim XF56 recht leicht verstellen lässt, sitzt er beim XF35 F/2 wesentlich fester und rastet auch deutlich spürbarer ein. So lässt sich der Ring auch nicht mehr so schnell unbeabsichtigt verdrehen.

Durch die Verjüngung nach vorne wirkt das F/2 deutlich kleiner als das F/1,4 obwohl es gerade mal einen knappen halben Zentimeter kürzer ist und mit 170g auch nicht viel leichter als das F/1,4, das ohne Kappe und Streulichtblende auch gerade mal 187g wiegt. Ich hätte vermutet, dass sich das F/2 wesentlich leichter anfühlt. Nimmt man beide in die Hand, fühlt sich das F/2 ziemlich solid an.

Autofokus

Schnell genug, schneller als beim F/1,4. Also viel schneller und nicht ewig suchend. Und leise ist der Fokusmotor, so richtig leise.

Streulichtblende

Im Lieferumfang befindet sich eine recht traurige Blende aus Kunststoff, die vielleicht ihre Aufgabe erfüllt, aber doch ausgesprochen billig wirkt. Alternativ kann man sich die Fujifilm LH-XF35-2 bestellen, die ich bisher nur für an um die 60 Euro im Onlinehandel entdecken konnte. Echt jetzt?! 60 Schleifen für so ein bisschen Metall?! Wie auf den Bildern zu erkennen, habe ich mich für eine China-Alternative für 4,99 € entschieden.

Ich finde es wirklich schade, dass nur bei den ursprünglichen drei XF Linsen schöne Blenden aus Metall enthalten sind. Auch die schöne Verpackung wich einem schnöden Karton mit einem Einsatz aus Styropor.

Das XF 35 F/2 an der Fuji X-T1 mit einer alternativen Noname Streulichtblende aus Metall.

Bokeh

Schlussendlich gefällt mir das Bokeh von F/2 etwas besser, da es noch cremiger ist. Wobei man allerdings auch sagen muss, dass durch die kleinere Blende auch ein wenig Tiefenunschärfe verloren geht. Was nicht im Ansatz so dramatisch ist, wie man meinen möchte.

F/1,4 vs. F/2

Ich bin kein Pixelpeeper und wenn ein Foto scharf aussieht, dann ist es das in meinen Augen auch. Abgeblendet habe ich nicht das Gefühl, dass sich die beiden viel geben. Evtl. mag es Unterschiede geben, wenn man die Ergebnisse der beiden einer wissenschaftlich haltbaren Untersuchung unterziehen würde. Für meine Begriffe sind beide gleichermaßen scharf.

Tja, da steht man nun mit zwei 35mm, von denen man eigentlich nur eins brauchen würde. Letztendlich muss ich mich entscheiden zwischen ein wenig mehr Tiefenunschärfe, die das F/1,4 bei offener Blende bietet, oder der Wetterfestigkeit des F/2. Momentan erscheint mir ein Glas, das etwas resistenter gegen Umwelteinflüsse ist, als wesentlich spannender als ein weiteres, schnelles Glas. Letztendlich war das ja auch der Grund für die Anschaffung.

Leider bin ich in den vergangenen Tagen bisher nicht wirklich dazu gekommen, spektakuläre Dinge zu fotografieren, daher erst mal nur ein paar Aufnahmen aus der Umgebung.

Friedhof Blumenstraße
Friedhof Blumenstraße
Der Bokehtombstone.
Mittelalterliche Schleifbank für Messer. Gesehen auf dem mittelalterlichen Teil der Bochumer Weihnachtsmarkts