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Milvus

Noch so ein Luxusproblem: Schon seit einer Weile verschiebe ich den Kauf eines Zeiss Makro Planar 2/50 wegen irgendwelcher anderer Dinge, die mir in dem Augenblick wichtiger waren. Und nun hat Zeiss vor wenigen Tagen eine neue Reihe von Gläsern mit EF- und F-Mount vorgestellt. Zum Teil Updates und zum Teil neue bzw. massiv überarbeitete.

Eins davon ist ein Makro Planar 2/50. Und obendrein auch noch abgedichtet und somit resistenter gegen Umwelteinflüsse. Leichter Regen oder direkt nach dem Regen ist übrigens einer der schönsten Augenblicke für Makroaufnahmen, Farben kommen durch die feuchten Oberflächen viel stärker zum Vorschein und kleinste Wassertropfen stellen noch einmal einen ganz besonderen Reiz dar.

Also ein schnelles (Offenblende F/2) und wetterresistentes 50-mm-Makro ist so ziemlich DAS Ding, wenn man so sehr auf 50 mm steht wie ich. Und wie nennt Zeiss die Serie? Milvus. Echt jetzt?! Ich kann mir nicht helfen, aber das klingt trotzdem ein wenig wie ein Bakterium oder eine Fußkrankheit.

Wie auch immer. Ich bin höchst gespannt, mal eins – besonders das 2/50 – in die Hand zu nehmen, wenn sie denn dann im Handel verfügbar sind. Bin etwas skeptisch, was den gummierten Fokusring betrifft. Nicht selten sind solche Bauteile ja echte Staubmagneten.

Fujifilm X Streulichtblenden

All about that hood – ich bin also nicht der einzige, der dazu neigt die Plastikblenden der Fuji Gläser durch Alternativen aus Metall zu ersetzen.
Während die ursprünglichen drei (XF18 / XF35 und XF60) noch mit eleganten, geradezu klassisch geformten Blenden geliefert wurden, bekamen alle nachfolgenden diese neumodischen, tulpenförmigen Blenden aus Kunststoff, wenn es die Brennweite zulässt. Ist mir als Erstes beim XF23 aufgefallen. Längere Brennweiten kommen mit einer zylindrischen Blende aus Kunststoff.

Ich will ja gar nicht so sehr über die Tulpenform nörgeln. Das mag ja unter optischen Gesichtspunkten irgendwo gerechtfertigt sein, um ein Maximum an Streulicht zu blockieren, ohne dabei Vignettierung zu erzeugen. Aber Plastik? Ehrlich jetzt! Das sind nicht gerade Linsen, die man am Kaugummiautomaten zieht. Und die wenigen Gramm Unterschied zu Metall fallen einfach nicht ins Gewicht, wie ich beim XF23 und XF56 feststellen konnte.

Fujifilm X-E2

Unlängst habe ich mir eine gebrauchte Fuji X-E2 für überschaubares Geld gekauft. Eigentlich sollte sie ein Backup für die X-T1 auf Reisen und Wochenendtrips sein. Andererseits ist sie zusammen mit dem XF60mm auch ein kompaktes Makro System, das man nahezu immer in der Tasche haben kann. Und gerade im Sommer ist es klasse, immer ein Makro griffbereit zur Hand zu haben. Und wenn es es dann noch so wenig Platz einnimmt…

Fujifilm X-E2
Fujifilm X-E2
Fujifilm X-E2

Was die Bildqualität betrifft, sind die beiden Kameras identisch, da sie ja nun auch über den gleichen Sensor verfügen. Auch das Menü ist nahezu identisch. Die beiden EVF der Kamera unterscheiden sich natürlich markant. Kunststück die X-T1 ist eine Ecke neuer. Wobei ich nicht sagen könnte, das der EVT der X-E2 negativ auffällt, er ist halt nur ein wenig kleiner.

Der markanteste Unterschied liegt allerdings im Gehäusedesign, die X-T1 ist aufgebaut wie eine SLR. An der Position des Prisma einer SLR findet man bei der X-T1 den großen EVF. Die X-E2 ist eher wie eine Messsucherkamera aufgebaut, der Sucher befindet sich an der linken Seite. Bei der X-E2 drückt man sich somit nicht die Nase am Display platt, was natürlich weniger Schlieren auf dem Display bedeutet. Ich muss sagen, das gefällt mir ziemlich gut.

Weiter kann ich nun auch nix über die Kamera sagen, was schon 1000 mal erzählt wurde. Ist halt eine Fuji-X. Nicht die neuste aber noch immer jeden Cent wert. Und wenn man etwas auf’s Geld schaut oder die solide Verarbeitung und die Wetterfestigkeit der X-T1 keine Rolle spielen, kann man auch mit dieser glücklich werden.

Peak Design Everyday Messenger

In den letzten Tagen wurde vermutlich schon in so gut wie jedem Blog, das sich auch nur entfernt mit Fotografie beschäftigt, über das neue und recht erfolgreiche Kickstarter Projekt von Peak Design und Trey Ratcliff geschrieben. Aber als Taschenfreak muss ich es einfach auch erwähnen, auch wenn ich natürlich kein Exemplar zur Hand habe.

Die Everyday Messenger ist wie der Name schon sagt eine Schulter-/Messengertasche mit dem Anspruch nicht nur Fotoequipment sondern nach bedarf alles was man an einem Tag so braucht. dazu kann sich die Tasche von 13,5 bis 20,5 l ausdehnen.

Insgesamt sieht das alles ziemlich interessant aus. Allerdings bin ich mit den Think Tank Retrospektive 7 und 30 sehr zufrieden und die beiden f-stopgear Rucksäcke Guru (kleiner und für den Alltag; passt immer als Handgepäck) und Loka (etwas größer und für Wochenendtrips; geht meistens gerade eben noch als Handgepäck) leisten hervorragende Dienste und so konnte ich mich nicht durchringen den entsprechenden Reward von USD 195 aufzubringen. Vielleicht später mal, wenn die Tasche in den Handel gelangt. Bisher konnte man die meisten Peak Design Artikel nach einer Weile auf Amazon wiederfinden.

Halde Hoheward

Neulich war ich mal wieder an der Halde Hoheward, die wohl mit zu den interessantesten und weitläufigsten Halden im Ruhrgebiet gehört.

Blick auf den Obelisken

Blick auf den Obelisken, auf dessen Kopf eine Kugel angebracht ist, deren Schatten die WOZ angibt.

Balkonpromenade

Die Halde kann auf einer sog. Balkonpromenade umrundet werden. In regelmässigen Abständen findet man immer wieder Aussichtsplattformen.

Horizontobservatorium

Das Horizontobservatorium aus der Nähe.

Obelisk

Der Obelisk. Ich muss zugeben, so richtig gut konnte man den Schatten der Kugel an dem Tag nicht erkennen, obwohl der Himmel gar nicht mal so bewölkt war.

Horizontobservatorium

Das Horizontobservatorium aus Richtung des Obelisken.

Von der Schwierigkeit der Auswahl

Ich mag es ja in der Flickr App auf dem Apple TV nach einem Suchbegriff Fotos über das TV Gerät rieseln zu lassen. Immer wieder finde ich eine Serie , die das gleiche Motiv (die gleiche Szene) unzählige Male darstellt. Da könnte ich mich jedes Mal ein wenig echauffieren.

Niemand möchte bspw. das gleiche Konzert auf hundert verschiedenen Fotos sehen. Anstelle einer eleganten Auswahl, die die Stimmung und Szene in gewünschter Form darstellen, wird der komplette Satz an Fotos hochgeladen. Ich persönlich überspringe solche »Blöcke« immer. Ein, zwei oder drei würde ich mir ansehen, aber ich würde mich nie durch so einen Berg kämpfen wollen. Das macht nicht einmal neugierig, sondern schreckt schlichtweg ab.

Natürlich ist es nicht ganz einfach, eine Auswahl zu treffen. Aber letztendlich ist das Auswählen ein wichtiger Lernprozess, denn wichtig für einen Fotografen ist nicht, wie viele Werke er der Öffentlichkeit preisgibt, sondern welche.

Als Hobbyfotograf kann ich mich da natürlich zurücklehnen. Ich muss ja keine Kunden fangen…

Fujinon XF 23mm

Ich wollte so euphorisch einen Eintrag über das Fujinon XF23 verfassen, aber dummerweise habe ich es Gestern zur Reparatur geben müssen, da das hintere Linsenelement drei Einschlüsse hat, die sich ab Blender 11 störend bemerkbar machen. Also werde ich jetzt erstmal eine Weile abwarten müssen, bis es zurück kommt. Bin mal gespannt wieviel Zeit sich Fujifilm lassen wird.

Ein Objektiv mit 23mm Brennweite am APS-C Sensor der Fuji X Serien hat einen Bildwinkel von etwa 64°. Bedingt durch den Beschneidungsfaktor von ca. 1,5 entspricht das in etwa dem Bildwinkel eines 35mm Glas an einer Kleinbildknipse. Was IMHO neben dem 50mm ein essentielles Glas ist, von denen man mindestens eins in der Tasche haben sollte.

Ich persönlich habe immer auf 50mm geschworen, da uA. durch den etwas kleineren Blickwinkel der Komposition etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Denn im Nachhinein bleibt kaum mehr Raum zum Beschneiden. Aus eben diesem Grund halte ich 50mm auch anfangs für die günstigere Wahl. Es verleitet zwangsläufig sich mehr Gedanken über die Bildkomposition zu machen als ein wirrer Weitwinkel, wo man sich denkt, „ach. Schneide ich beim PP schon irgendwie zurecht…“

Naja, Reparatur hin oder her. Ein paar Fotos konnte ich mit dem XF23 ja schon machen und bin ziemlich begeistert. Während das XF35 ja schon eine ordentliche Abbildung liefert und auch in Sachen Verarbeitung kaum Wünsch offen lässt, legt das XF23 noch mal nach.

Bäume in s/w

Blick Richtung Burg Blankenstein. Belichtungszeit 1s. Zumindest einen POL-Filter hätte ich mir gewünscht dabei gehabt zu haben. Hatte ich aber nicht. Manchmal ist die kleine Fototasche etwas zu knapp gepackt.

Mit Gegenlichtsituationen kann das XF23 recht gut umgehen.

Langzeitbelichtung (30s) auf dem Friedhof in Bochum Weitmar.

Langzeitbelichtung (30s) der U-Bahnhaltestelle Bochum Lohring.

Der ThyssenKrupp Kampus bei eisiger Kälte.

Ein Weihnachtsstern

Bokeh

I shoot RAW oder doch Classic Chrome?

Wenn es um die Frage geht ob RAW oder JPEG, bin ich der Erste gewesen, der RAW geschrien hat. Denn warum sollte ich auf die Annehmlichkeiten verzichten, die ein RAW File mit sich bringt.

Vor wenigen Tagen bin ich allerdings dazu übergegangen zumindest mit der X-T1 RAW und fine Jpeg zu erzeugen, da mir die JPEGs der Fuji so gut gefallen, dass kaum noch eine Nachbearbeitung notwendig ist. Und die passenden Kamera Profile, die Adobe in Anlehnung an die Filmsimulationen mit den jüngsten Versionen vom ACR ausliefert, sind so nah an der Kamera, dass man nur im direkten Vergleich einen Unterschied erkennen kann. Und auch der resultiert durch meine etwas zurückhaltenden Kameraeinstellungen in den Schatten.

Mit der Fuji Knipse lerne ich tatsächlich die erste JPEG Engine kennen, die out of the box schöne Resultate erzeugt.

Hier sind zwei Paar Bilder als JPEG aus der Kamera und das RAW mit Lightroom konvertiert und ohne Größenänderung aus Lightroom exportiert. Beide Varianten sind mit Photoshop verkleinert und als JPEG mit 95% Qualität unter gleichen Bedingungen für das Web exportiert worden.

konvertiet mit Lightroom
JPEG aus der Kamera
konvertiet mit Lightroom
JPEG aus der Kamera

Fujinon XF 60mm F2.4 R Makro

Vor ein paar Tagen habe ich das XF 60 zu einem klasse Preis in der Gebrauchtabteilung meines Fotohändlers des Vertrauen gesehen. Natürlich konnte ich nicht widerstehen und habe zugegriffen.

Das XF 60mm ist neben dem 18mm und dem 35mm eines der ersten drei XF Objektive, die Fuji damals mit der XPro1 auf den Markt gebracht hat.

Autofokus / Handhabung

In der Vergangenheit haben mich die Horrorgeschichten über den üblen Autofokus des Objektivs davon abgehalten, näher über das Makro nachzudenken. Aber für einen guten Gebrauchtpreis kann sich das schnell ändern.

Nach dem Anschluss an die XT1 und dem ersten Einschalten der Kamera, erschien eine Meldung, die ein mögliches Firmware Update des Objektivs erwähnte. Vor dem Update war der AF wirklich etwas gruselig. Aber das Update wirkte Wunder. Der AF ist zwar noch immer nicht der schnellste – auch auf weiter oder mittlerer Distanz leider nicht – aber dafür sehr präzise.

Im Makrobereich macht es Sinn, die Kamera in den Makro AF Modus zu schalten, damit das Objektiv den Fokusbereich nicht ganz so planlos von einem Ende zum anderen Ende durchläuft. Im Nahbereich neige ich auch eher dazu, manuell zu fokussieren. Was mit der XT1 und dem 60 mm ziemlich funktioniert. Das automatische Zoomen, sobald der AF Ring gedreht wird, und das Peaking sind eine enorme Hilfe.

Material

Der äußere Tubus, der Fokus- und Blendenring wie auch die Streulichtblende sind aus Metall und schreien: Qualität! Außerdem habe ich das Gefühl, der innere Tubus – der im Nahbereich schon ein wenig aus dem äußeren herausragt – ist auch aus Metall. Hier hätte ich auf Kunststoff getippt, aber es fühlt und hört sich metallisch an. Find ich gut;)

Ein paar Beispiele

Es mag zwar schon Herbst sein, aber die eine oder andere Pflanze hat den Kopf noch nicht hängen lassen. Und das schöne, sonnige Herbstwetter der letzten Tage macht der bunten Jahreszeit alle Ehre.

Bokeh

Ein angenehmes Bokeh scheinen die Fuji Linsen gemein zu haben, so finde ich auch das vom XF 60 ganz gefällig.

Photokina 2014

Vorletzte Woche war die Photokina 2014 und da ich nur eine Stunde von Köln entfernt lebe, habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch dieses Mal wieder hinzufahren. Aber anders als zwei stressige, volle Tage, wie in den Jahren zuvor, war ich nur zweimal einen halben Tag dort. Und trotzdem hatte ich ausreichend Zeit und es war ausgesprochen chillig dieses Mal. Keine schmerzenden Füsse, kein genervtes »endlich draussen«…

optische Spielerei am Olympus Stand
optische Spielerei am Olympus Stand

Am Dienstag war es noch angenehm leer und ich konnte entspannt über die Messe schlendern und hier und da recht zügig einen Blick auf ein Gerät werfen, ohne mich unangenehm an einen Tresen drängeln zu müssen. Am Donnerstag war es schon wieder etwas voller, so dass ich mir gar nicht vorstellen möchte, wie es erst am Samstag oder Sonntag ausgesehen haben muss.

Der Kölner Dom, die Hohenzollernbrücke und der Rhein auf einem Foto
Der Kölner Dom, die Hohenzollernbrücke und der Rhein auf einem Foto

Mir kam die Messe etwas überschaubarer vor als in den vergangenen Jahren. Was zum einen daran gelegen haben mag, dass viele Neuheiten schon in den vergangenen Monaten erschienen sind und ich wusste, ob es sich für mich lohnt, etwas anzuschauen oder nicht. Sony habe ich mir bpsw. völlig erspart. Ich habe also nicht wirklich jeden Stand und Hersteller abgeklappert, sondern mich an zwei halben Tagen auf das Wesentliche beschränkt:

  • Am Dienstagmorgen bin gerade noch früh genug eingetroffen, um mir einen Vortrag von Zack Arias am Fuji Stand anzuhören. In gewohnt unterhaltsamer Art.
  • Die Fujifilm X100T macht nunmehr einen erwachsenen Eindruck und wäre IMHO meine erste Wahl für eine ordentliche, kompakte Kamera.
  • Die Fujifilm X-T1 Graphit Silber sieht echt nett aus, aber im Dezember werden die neuen Feature – elektr. Verschluss bis 1/32000s und die »Classic Chrome« Filmsimulation – der Silberversion per Firmware Update für die schwarze X-T1 kommen.
die niegelnagelneue Fujifilm X100T (silber)
die niegelnagelneue Fujifilm X100T (silber)
  • Das wetterresistente Fujinon XF18-135 scheint für die bevorstehenden dunklen Jahreszeiten eine logische Konsequenz zu sein. In der Hand fühlt es sich allerdings nicht so wertig an wie die Festbrennweiten der X-Serie.
  • Viel schöner kommt allerding das XF50-140mm F2.8 daher.
  • Der Leica Stand Die Leica Halle bestach aus diese Mal wieder durch die große Galerie. Ein guter Ort um sich ein wenig auszuruhen. Aber in diesem Jahr gab es auch eine ganze Handvoll neue Produkte aus der M, X, und S-Serie, unter anderem eine Typ 240 als M-P. Ich glaube, ich würde mir wie ein Snob vorkommen, wenn ich eine M an der Hand hätte, und bei einer X wie ein Douchebag. Und wenn die Produkte 1000-mal erstklassig verarbeitet sind.
  • So richtig groß konnte man »4K« nur am Panasonic Stand lesen. Aber hat ja auch mittlerweile fast jede video-quilifizierte Knipse heutzutage.
  • Die beiden Zeiss Outs lassen wirklich alles andere hinter sich. Allerdings nicht nur in Hinblick auf Bildqualität, sondern auch was Gewicht, Größe und Preis angeht. So reizvoll wie das Planar 85 auch ist, so nervtötend stell ich mir das Ding im täglichen Gebrauch vor. Ich glaube, das ist nix, was man tagein tagaus in seiner Schultertasche mit sich herumtragen möchte.
  • Das Zeiss APO Sonnar 2/135 steht nach wie vor auf meiner Wunschliste, auch wenn es noch ein Stückchen größer ist als das Makro Planar 2/100.

f-stop Loka (Teil 1)

Auf der Photokina 2012 bin ich das erste Mal über f-stop und deren fantastische Rucksäcke gestolpert und ursprünglich wollte ich mir den Kenti zulegen, aber die Bestellung ging damals wohl irgendwie in die Hose.

Mutig habe ich ein zweites Mal einen Kauf über den Webshop von f-stop (mittlerweile ein anderes System – Magento scheint es zu sein) gewagt und siehe da, es hat geklappt. Dieses Mal ging es allerdings um ein etwas größeres Modell, das ausreichend Platz bietet, um Zeugs für ein langes Wochenende mitzuschleppen, ohne dabei noch eine Tasche an der Hand haben zu müssen.

Mit zig Taschen an der Hand bepackt zu sein, kann mir so ziemlich alles vermiesen!

Der Loka ist mit einem Fassungsvermögen von 37 l ist es dann geworden. Ich habe mich erst mal für eine kleine pro ICU entschieden. Da passt die D800 mit ein paar Gläsern locker rein. Zur Not auch noch ein Filmgehäuse oder die Fuji X-T1.

Am 27.7. habe ich den Rucksack bestellt und am 7.8. ist er dann eingetroffen. Bei 15 € Versandkosten hätte ich nun mit einer etwas prompteren Lieferung gerechnet. Aber hey, nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit bin ich froh, dass die Bestellung und Lieferung überhaupt erfolgreich war.

Beim ersten Anfassen hatte ich das Gefühl, dass das Material wirklich ziemlich dünn ist. Aber ich habe dann etwas daran herumgezerrt und geknibbelt und gekratzt, was keine Spuren hinterlassen hat. Der Rucksack besteht aus 330D Nylon Double Ripstop, also mit doppelt eingewebten Ripstop-Fäden. Und hat einen Polyurethanüberzug mit einer Undurchlässigkeit bis zu einer Wassersäule von 1500 mm. Das habe ich allerdings noch nicht so richtig ausprobieren können. Einen kleinen Regenschauer kann der Rucksack allerdings ohne Probleme ab. Und wenn das mit den 1500 mm stimmt, kann das sicher auch ein etwas stärkerer Schauer sein. Reißverschlüsse sind dicht und liegen nicht frei.

Der Rucksack hat im Rücken einen Alurahmen und fällt somit nicht in sich zusammen, wenn er nicht vollständig bepackt ist. Das Tragesystem ist ein Traum, wie ich damals auf der Photokina schon festgestellt habe.
Die Schulterriemen sind ausreichend breit und weich, aber nicht zu labberig. Die Hüftgurte sind breit und stabil und übertragen auf angenehme Weise Gewicht auf die Hüften, um die Schultern zu entlasten. Der Brustriemen hat einen Gummizug und sitzt nie zu stramm.
Ich habe zwar noch keine Tour mit dem Rucksack gemacht, habe ihn aber heute mal als »Einkaufstasche« missbraucht und komme nicht umhin, dem Tragesystem sechs von fünf Sternen zu geben;)

Vermutlich werde ich in Zukunft noch das eine oder andere Mal über die Tasche schreiben, dann vielleicht auch mit Fotos. Der erste Eindruck ist sehr gut. Nur über den Preis darf ich nicht nachdenken. Ich hoffe, der Kauf wird sich im Laufe der Zeit rentieren.

Unter den Kühltürmen im Westpark

Eine Langzeitbelichtung der Wasserbecken unter den ausgedienten Kühltürmen im Westpark. Ohne Stativ, da ich i. d. R. zu faul bin, mit dem Ding durch die Gegend zu laufen. Den L-Winkel an der D800 kann man allerdings auch hervorragend auf ein Geländer aufsetzen.