Gestern in der Mittagszeit bin ich durch den Botanischen Garten geschlendert. So viel blüht momentan noch nicht. Beete werden neu gemacht und an allen Ecken stehen Steinsockel mit kleinen Skulpturen von Tieren, die man in dem Kontext antreffen kann. Auch käuflich zu erwerben. Und was man dort als echte Lebensform antreffen kann.
Und warum ich das erzähle: Da ich unterwegs nicht fortwährend das Tele gegeben ein anderes Objektiv wechseln möchte, nehme ich ganz gern eine zweit, kleine Kamera mit einem Weitwinkeln oder sowas mit, die im Rucksack nicht ins Gewicht fällt.
Ruhr Uni
Gestern hatte ich die fast 14 Jahre alte Sony NEX-7 dabei. Und mal abgesehen davon, dass das SEL16F28 schon früher eher mässig war und es nicht besser geworden ist, haut es mich trotzdem um, dass eine 14 Jahre alte Kamera so unendlich viel bessere Aufnahmen macht als ein zeitgenössisches Highend Smartphone. Man könnte meinen, dass der Handy Kameraquatsch über ein Jahrzehnt hinter richtiger Kameratechnik zurück liegt.
Spätesten in Lightroom auf dem Monitor wird dann sichtbar, dass ein Smartphone mit all der gepriesenen KI und Computational Photography einfach nur Pixelmatsch erzeugt. Schade! Ich kann mich immer noch nicht mit platzsparenden Handy als Alternative zu eine kleine Kamera anfreunden.
Ich denke, beim nächsten Versuch werde ich mich auf einen Vogel beschränken. Nicht nur, dass die 1/320 s für die hintere Gans im Flug wohl noch zu langsam war, sie liegt auch etwas hinter der Fokusebene.
Was? Ich fotografiere immer das Gleiche? Ja, ist ja auch immer der gleiche Garten. In diesem Fall ist es sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die gleiche Pflanze. Und es hat sich gezeigt, dass der geschlossene Lotus von Anfang des Monats eine Seerose ist und nun sind die Blätter geöffnet. Da ich nun mal kein Botaniker oder Gärtner bin, finde ich es nicht ganz einfach, Seerose und Lotus auseinanderzuhalten.
Unabhängig davon, ob es nun ein Lotus oder eine Seerose ist, mag ich es, diese Pflanzen aus der sog. Froschperspektive zu fotografieren. Zum einen ist das nicht ganz so üblich, wie der Blick von schräg oben, und in der Regel lässt sich so eine nette Spiegelung auf der Wasseroberfläche einfangen.
Ein geschlossener Lotus auf der Wasseroberfläche. Aufgenommen im Botanischen Garten der RUB.
Nur wenige Meter entfernt war ein geöffneter Lotus. Allerdings war direkt vor der Blüte, knapp unter Wasser das Schild mit der Beschreibung zur Pflanze.
Hmm… Und das macht das Foto ein bisschen kaputt.
Unterhalb des Botanischen Gartens befinden sich die drei Lottentaler Teiche. Vielleicht ist es auch nur einer, der durch den Kalwesbach verbunden ist. Während der wärmeren Monate sind die Teiche beinahe vollständig mit einem grünen Teppich aus Algen überzogen.
Das Foto lag noch in der UploadPipeline und passt hervorragend zu diesem Post. Und da jeder neue Post weitere Lizenzkosten bedeutet, habe ich diesen einfach dafür recycled.
Beim sonntäglichen Spaziergang habe ich den Reiher auf einem Baumstamm an einem Teich gesehen.
Leider konnte ich nicht näher ran, da das Ufer reichlich zugewuchert war. Es gab nur eine kleine Lücke mit weniger Geäst. Und ich wollte auch nicht weiter rumrascheln um den Vogel nicht aufzuscheuchen.