
Fotografie · Seite 12
Neulich auf dem Friedhof
VSCO Film 01 ausprobiert
Neulich habe ich mir mal das VSCO Film Pack 01 für Lightroom gegönnt.
Also man gibt nicht 120 EUR für eine alte Filmknipse aus, sondern das zwanzigfache für eine Digiknipse und legt dann noch einmal einen Hunderter darauf, um Fotos zu machen, die aussehen wie Film. Ja, das ergibt Sinn;)
Wie auch immer. Es ist auf jeden Fall ein nettes Spielzeug. Sogar Profile für die Fuji X-Reihen sind enthalten.





Messenger Bag: Think Tank Photo Retrospective 30
Also Kamerataschen kann man gar nicht genug haben. Entweder sind die verfügbaren zu klein, zu groß, zu bunt, zu schwarz, zu auffällig, zu unauffällig, zu Rücken, zu Schulter oder passen einfach nicht zum Mittwoch.
Nachdem sich die Tenba DNA 11 als perfekte Tasche für eine spiegellose Kamera herausgestellt hat, liegt da drin nun die Fujifilm X-T1 immer griffbereit nahe der Wohnungstür. Also musste noch eine etwas größer dimensionierte Tasche her, die auch eine größere Kamera mit dem einen oder anderen zusätzlichem Glas aufnehmen kann.

Da ich die Retrospective Serie von Think Tank Photo auch neulich schon im Auge hatte, habe ich auch nicht großartig weiter gesucht und mich direkt für diese entschieden.

Die Taschen der Serie gibt es in den Farbgebungen »Black«, »Blue Slate« und »Pinestone« und in den verschiedensten Größen. Ich habe mich für das Model Retrospective 30 Pinsteone entschieden. Ich finde die Farbe schön und es sollte eine Menge reinpassen aber nicht übertrieben groß werden. Immerhin muss ich das Ding ja auch noch mit mir durch die Gegend schleppen können ohne am Abend einen Termin bei einem Physiotherapeuten ausmachen zu müssen.
Das Obermaterial fühlt sich sehr gut und geschmeidig an und hat lt. Hersteller eine wasserabweisende Beschichtung und die Innenseite hat eine Polyurethan-Beschichtung.
- Innen: 38 × 24 × 15.2 cm
- Außen: 40.6 × 26.7 × 17.8 cm
- Leergewicht: ca 1,5kg

Wie bei den meisten Taschen gibt es auch bei der Retrospetive 30 eine Reihe von Trennern, mit denen man nach Belieben den Raum in der Tasche aufteilen kann. Ich habe mich für den Klassiker entschieden: drei Fächer, das in der Mitte etwas schmaler für die Kamera mit Objektiv. Im Lieferumfang sind ausreichend Trenner enthalten um die beiden äußeren Fächer bei Bedarf weiter zu unterteilen. In das mittlere passt dann locker eine D800 mit L-Winkle und einem angesetzten 24-70 oder vergleichbar großem Glas. In den beiden anderen Fächern bekommt man noch locker insgesamt vier Bierdosen unter. An der Vorderseite gibt es zwei weitere große Taschen, in denen man noch ein weiteres Kameragehäuse, Filter und diversen Kram verschwinden lassen kann. Am Rücken gibt es jeweils Innen und Außen ein per Reißverschluss gesichertes Fach um Papiere, ein Pad oder sowas unterzubringen. Mein 13 Zoll Macbook Pro passte allerdings weder in das Innen- noch in das Außenfach. Was allerdings nie Ziel oder Absicht gewesen ist.

Im Vergleich zur Tenba DNA 11
In Sachen Größe und Packvolumen lassen sich beide natürlich nicht vergleichen, aber nichtsdestotrotz gibt es ein paar interessante Unterschiede zwischen den beiden Taschen.
- Die Restrospective 30 ist weniger steif und flexibler als die Tenba DNA 11 und passt sich beim Tragen ein wenig dem Körper an, was das Tragen um ein vielfaches angenehmer macht und die Möglichkeit bietet ziemlich viel reinzustopfen. Allerdings bieten die schwächer gepolsterten Wände auch weniger Schutz für das Equipment. Aber auch wenn sich Taschenweitwurf nicht anbietet fühlt sich die Tasche trotzdem nicht unsicher oder labil an. Die zusätzliche Polsterung der Tenba DNA Modelle lässt sich wohl auf den herausnehmbaren Einsatz erklären. Möchte man die Retrospective als normale Tasche benutzen, muss man wohl oder übel die Trenner entfernen.
- Beide Taschen haben am Schultergurt einen Polster. Bei de DNA 11 läuft der leicht über den Tragegurt, der ungefähr so glatt ist, wie ein Sicherheitsgurt im Auto. Die Tasche lässt sich so schnell auf den Rücken verschieben oder nach vorne ziehen, wenn man an den Inhalt will. Der Polster ist dick (zu dick) und leicht gebogen und soll sich wohl der Schulter und dem Hals anpassen. Leider sieht das in der Realität nicht so gut aus. Trägt man die Tasche über kreuz rutscht der Gurt zur Innenseite des Polsters und der Zug ist ungünstig gelagert. Das schränkt den Tragekomfort schon erheblich ein. Der Polster an der Retrospective ist gerade. Think Tank erspart dem Träger auch irgendwelchen fancy Firlefanz. Selbst die größere Retrospective 30 trägt sich trotz schwerer Last etwas angenehmer.
- Der Reissverschluss in der Klappe zum Hauptfach bei den DNA Modellen ist extrem praktisch und fehlt der Retrospective leider.
- Die Seitentaschen der DNA 11 sind etwas elastisch, so dass man dort gut eine 0,5l Plastikfalsche reinstecken kann. Bei der Retrospective sind die Taschen aus dem gleichen Material wie der Rest der Tasche und bei eben besagter 0,5l Flasche muss man schon ein wenig kämpfen.
- Die Wetterschutzlaschen wirken bei der Tenba etwas vertrauenserweckender, da sie größer sind und auch etwas geschickter angebracht sind. Aber auch die Retrospective wird mit einer Regenschutzhülle, die sich erstaunlich einfach und schnell anbringen lässt.


Burgruine Hardenstein
Die Burg Hardenstein ist momentan frei von Gerüsten und Absperrungen. Scheint als hätte der Burgfreunde Hardenstein e.V. ganzen Sache geleistet und die Ruine in einen sicheren Zustand gebracht.
Ich denke, im Spätherbst oder Winter, wenn ein wenig Schnee liegt oder man den Frost sehen kann und am frühen Morgen ein leichter Nebel über dem Gelände liegt kann man von der gegenüberliegenden Seite der Ruhr eine schöne, stimmungsvoll Aufnahme machen. So werde ich mich im Winter an einem geeignetem Morgen mit einem Tele bewaffnet noch einmal dort hin begeben.
So schön das Wetter im Augenblick auch sein mag, so abträglich ist es leider dem Licht und somit der Stimmung. Ganz besonders mitten am Tag.

Endlich! Lr 5.4 mit X-T1 Unterstützung
Auf das Release (Mac/Win) warte ich schon fast so lang wie auch die Lieferung des Novoflex FUX/PENT Adapter um endlich mal das FA77 mit der X-T 1 ausprobieren zu können.
Lightroom war dann wohl schneller. Neben der Unterstützung für die X-T1 kann man sich auch besonders über die Kameraprofile freuen, die die Filmsimulationen der Fuji Kameras aufgreifen.

Dose mit Matcha Tee und Chashaku
Fujifim XT-1 | Fujinon XF 35 F1.4 | Profil: Astia/Weich (kein Postprocessing!)
Astia gehört wohl mit zu den bekanntesten Filmen von Fuji.
-> Velvia vs Provia vs Astia – Photo.net Leica and Rangefinders Forum
Fujinon XF 35 F1.4 R

Nachdem ich eine Weile zwischen dem XF 23mm und 35mm hin und her gerissen war, habe ich neulich eines morgens spontan das 35mm erstanden. Kann man nicht viel mit falsch machen, ist ja auch am APS-C Sensor eine recht universelle Brennweite und ich konnte bisher keine wirklich negativen Berichte über das XF 35mm finden. Eher im Gegenteil. Die optischen Fähigkeiten werden häufig hoch gelobt, lediglich die Geschwindigkeit des Autofokus wird dann und wann mal getadelt.

Das Bokeh ist ja schonmal ganz nett. Womit ich eigentlich auch schon meinen kleinen Bericht über das Gläschen abschließen könnte. Aber es gibt schon ein paar Punkte, die nach dem eintägigen Gebrauch direkt auffallen:
- Die Verpackung ist zumindest erwähnenswert, denn die Schachtel aus fester Pappe mit Magnetverschluss verspricht, dass man nach dem Öffnen ein Premium Produkt vorfindet. Im Vergleich wirken die Schachteln von Apple geradezu lahm.
- Und es liegt tatsächlich ein Premium Produkt drin. Gut, es mag weder ein Zeiss und schon gar nicht ein Leica sein, aber das exzellent verarbeitete Objektiv hebt sich deutlich vom Plastikdurchschnitts des Markts ab. Ist vielleicht vergleichbar mit der DA oder FA Limited Reihe von Pentax. Allerdings mit anderem Finish.
- Der AF Motor ist nicht gerade geräuschlos aber auf jeden Fall noch leiser als der Stangenantrieb aus längst vergangenen Zeiten.
- Die Geschwindigkeit des AF ist noch im Rahmen, bricht zwar keine Rekorde und sucht auch manchmal aber insgesamt im erträglichen Rahmen zumal der Fokus idR. sitzt.
- Wenn man die X-T1 im manuellem AF Mode betreibt kann über die AF-L Taste der Autofokus ausgelöst werden. So kann man die Aktivierung des AF von der halbgedrückten Auslösung entkoppeln. Gibt ja wenig das grausamer ist, als die AF Aktivierung bei halb gedrücktem Auslöser.
- Weder der Blendenring noch der Fokusring ist mit der Mechanik verbunden. Und somit gibt es auch keine hyperfokale Skala. Leider eine weit verbreitete Eigenart bei Objektiven für spiegellose Systemkameras ist. Als kleiner Wermutstropfen verfügt das X-System ja im Sucher über eine Entfernungsanzeige, so dass man nicht ganz auf dem Schlauch steht, wie bspw. beim Sony NEX System.
- Die Naheinstellgrenze ist mit 28cm wesentlich kürzer als die gut 70cm des Voigtländer Nokton 1,4/35mm, das ich zuvor ausschließlich an der X-T1 benutzt habe.
- Der Mikrokontrast ist nun vielleicht nicht mir dem Pentax FA 31 zu vergleichen, aber ein leichter 3D Effekt bei offener Blende lässt sich schon erreichen, wie man bei diesem Foto erahnen kann.
Es macht Spass, es ist klein, sehr gut verarbeitet und die Bildqualität ist ordentlich.





Fujifilm X-T1 "High Performance Mode"
Ist ja witzig. Im sog. High Performance Mode wird die Prozessorleistung der Kamera erhöht und verbraucht dem zufolge mehr Strom, aber senkt die Startzeit und die Auslesezeit vom Sensor für den Autofokus und beschleunigt die Aufbereitung des Bildes für den Image Review.
Ist per Werkseinstellung deaktiviert und kann im Power Management Menü bei Bedarf aktiviert werden.
Bessere AF Geschwindigkeit kann ich mangels XF Glas nicht verifizieren, aber die anderen Punkte stimmen.
Fujifilm X-T1 – ein erster Eindruck
Meine erste Fuji. Irgendwo zwischen den Zeilen konnte man ja schon mal lesen, dass ich mit der NEX-7 nur bedingt glücklich bin. Mit der NEX kann man zwar sehr gute Ergebnisse erzielen, aber leider hat das Fotografieren mit der Knipse viel zu häufig eher mit Zähneknirschen als mit Freude zu tun gehabt. In einem separaten Artikel werde ich mich dazu auch noch mal auslassen.
Da ich die komplette vergangene Woche im Dungeon (Bett) im Kampf gegen zwei recht brutal Endgegner (Kehlkopf und untere Atemwege) verbracht habe und mir lediglich Amoxi zur Seite stand, hatte ich leider noch keine Gelegenheit die Kamera an der frischen Luft auszuprobieren. Sehr qualvoll, wie ich zugeben muss. Also will ich mich an dieser Stelle auf einen ersten Eindruck beschränken.
_ Das Gehäuse ist echt töfte. Sieht gut aus und fühlt sich auch ebenso an. Es macht richtig Spass die Kamera in die Hand zu nehmen und an den Rädchen die passenden Belichtungseinstellungen zu wählen. - Die Rädchen sind sehr sauber aus Metall gefräst. Keine Ansätze, keine Kanten, keine Unregelmässigkeiten. Alle rasten schön in den einzelnen Positionen ein.

Ich habe mich erstmal auf den Body beschränkt, da ich von der NEX-7 anfangs auch recht begeistert war und ich nicht schon wieder so viel in ein neues Kamerasystem investieren wollte. Also will ich erstmal abwarten, ob die anfängliche Begeisterung den Problemen des Alltags standhalten kann. Und wenn dem so sein sollte, kann ich mir immer noch überlegen in ein paar Fujinon XF Gläser zu investieren. Aber erstmal gibt’s nur Adapter. Momentan warte ich auf die Lieferung des Novoflex Adapters für K-Mounts um dann mal ein ordentliches Glas an die X-T1 anschliessen zu können. Ich werde es bestimmt nicht versäumen darüber zu berichten.
mal in die Hand genommen: Fujifilm X-T1
Unlängst hatte ich die Gelegenheit die niegelnagelneue Fujifilm X-T1 während der Präsentation/Vorstellung der Knipse im Kameraladen des Vertrauen in die Finger zu bekommen.
Haptisch betrachtet ist die neue Fuji ein Traum. Alle Rädchen und Hebelchen wie auch das Gehäuse sind aus Metall. Die Kamera fühlt sich sehr solide und vertrauenserweckend an, ohne zu schwer zu sein. Größe und Form (129.0 mm x 89.8 mm x 46.7 mm) liegen sehr nah an klassischen kleineren Spiegelreflexkameras (eg. Pentax ME: 131 mm × 82,5 mm × 49,5 mm).
Die manuelle Bedienung mit drei sehr gut verarbeiteten Einstellrändern (v.l.n.r.: ISO, Belichtungszeit, Belichtungskorrektur) rückt die technischen Merkmale geradezu in den Hintergrund, wenn man beim Fotografieren lieber eine Kamera als einen Computer in der Hand hat. Ja, natürlich gibt es für Blende (am Objektiv), ISO und Zeit auch eine Auto Stellung.
Der Sucher ist groß, also richtig groß. Man hat beinahe das Gefühl man könne hineinkriechen. Als Brillenträger ist es schon kaum mehr möglich alle Ränder vollständig einzusehen ohne das Auge zu bewegen. Falls das nervt, kann die Ansicht verkleinert werden, so dass diese in etwa der Größe des EVF der X-E2 entspricht. Und anders als bspw. bei der NEX-7 muss man nicht mehr gerade hineinsehen um ein klares Bild zu bekommen.
Ob sie nun den “schnellsten AF der Welt” hat, weiss ich nicht, aber schnell und sicher ist er durch die Phasensensoren auf dem Sensor ohne Frage.
Weiss zu begeistern!
Messenger Bag: Tenba DNA 11
OK, der neue Rucksack ist ja für Tagesausflüge und kleinere Trips schon mal töfte, aber irgendwie musste auch was für den täglichen Gebrauch her, eine Alternative zur Tamrac Velocity 8, die mich nun lang genug geärgert hat. Es sollte wieder eine Schultertasche werden, da diese einfach den schnellsten und unkompliziertesten Zugang zur Kamera bieten. Seitliche Zugänge bei Rucksäcken habe ich jetzt einige ausprobiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass mir das einfach zu viel Gehampel ist. Klingt auf den ersten Blick ein wenig niggelich, aber mal Hand aufs Herz. Wie häufig war es mir einfach zu nervig, die Kamera aus der Tasche zu holen, um eine Szene einzufangen. Und einen Augenblick später habe ich mich natürlich geärgert.
Inspiriert durch diverse Reviews bin ich besonders auf die ThinkTank Photo Retrospective und Tenba DNA Serie angesprungen. Ich war eigentlich kurz davor, mir eine Retrospective 7 zuzulegen, als ich im Amazon Marketplace dann doch endlich einen Anbieter gefunden habe, der die noch recht neuen Modelle von Tenba anbietet. Da habe ich direkt zugegriffen, denn nach allem Für und Wider ist die DNA 11 meine erste Wahl gewesen.
Das Material und die Verarbeitung machen einen recht soliden Eindruck, was bei einem Preis von gut 140 Euro auch nicht anders sein sollte. Laut Hersteller soll das Material auch ziemlich wetterbeständig sein. Na ja, in einen sintflutartigen Regenfall bin ich mit der Tasche bisher nicht geraten, aber in den vergangenen Tagen in den einen oder anderen kleineren Regenschauer. Das Material ist idT. dicht und durch die beiden kegelförmigen Laschen (Foto) kann auch so schnell kein Regen eindringen. Nichtsdestotrotz liegt der Tasche noch ein Regenschutz bzw. Sonnenschutz bei, der bei Bedarf noch über die Tasche gezogen werden kann. Die Abdeckung ist innen silbern, um Hitze zu reflektieren, und außen schwarz.
Das gepolsterte Innenteil, in dem das Equipment verstaut wird, lässt sich komplett herausnehmen, sodass die DNA 11 auch als normale Tasche herhalten kann. Mit ein paar Trennern lässt sich das Innere individuell aufteilen. An den Seiten und am Boden ist die Polsterung ganz OK, oben gibt es natürlich keine Polsterung. Die Tasche ist eventuell nicht geeignet, um durch die Gegend geworfen zu werden.
Neben einem gepolsterten Fach für ein Pad oder ein kleines 11« Notebook findet man an allen möglichen und unmöglichen Stellen irgendwelche Fächer mit und ohne Reißverschluss. Selbst an der Rückseite gibt es ein durch einen Reißverschluss geschütztes Fach für Stadtpläne, Papiere oder Dokumente. An den Seiten befinden sich noch die obligatorischen Netztaschen für Bierdosen, 0,5l Wasserflaschen, einen kleinen Regenschirm oder eine Mütze.
Das Modell DNA 11 soll groß genug sein für eine DSLR mit zwei Objektiven oder eine Spiegellose mit drei Gläsern. Jo, das kommt hin, würde ich sagen. Die D800 passt noch hinein, beult die Tasche aber ein wenig aus (Foto), was man beim Tragen merken kann. Allerdings nicht im wirklich tragischen Sinne, sondern eher im Prinzessin-auf-der-Erbe-Sinne.
Eine etwas kompaktere DSLR oder eine spiegellose Kamera passen perfekt hinein. Die soeben vorgestellte Fujifilm X-T1 oder Lumix GH4 würden sich in der Tasche bestimmt ganz gut machen. Allerdings steht der Kleinste seiner Art nicht unbedingt auf kleine Sensoren, so dass eine m4/3 eher nicht in die Tüte Tasche kommt.
Mit einer der Gründe, warum ich mich eher für die DNA 11 als für die Retrospective entschieden habe, ist der praktische Reißverschluss in der Klappe (Foto), so dass man ohne die Tasche komplett zu öffnen, an sein Gedöhns kommt. Warum der Spaß? Da die Tasche mit Klettverschlüssen schließt und diese nun mal nicht ganz leise zu öffnen sind, kann man die Tasche so öffnen, ohne Hauptverantwortlicher einer störenden Geräuschkulisse zu werden.
Ganz witzig sind noch die Magnetschlüsse (Foto), die man blind schießen kann, da sich automatisch bei Annäherung verschließen.
Da mir Farbe, Form, Größe und Funktion recht gut gefallen, werde ich die Tasche wohl behalten. Die D800 würde vermutlich besser in das größere Modell (DNA 15) passen, aber ich mag nicht Tag ein Tag aus mit einem so großen Klotz über der Schulter durch die Gegend rennen.










Update (18.09.2016): Nach einer Weile hat sich herausgestellt, dass der Kameraeinsatz anfängt zu flusen. Ich vermute an jenen Stellen, an denen etwas Belastung auf die Klettverschlüsse der Trenner ausgeübt wird, wenn etwa die Kamera auf einem der Trenner aufliegt, wie hier gezeigt. Leider reden wir nicht über grobe Fussel, sondern feinste, staubähnliche Flusen, die vermutlich recht einfach in Optiken eindringen können. Etwas enttäuschend für eine Tasche in dieser Preislage.
So kam es, dass ich die DNA 11 heute nicht mehr nutze und sie von der Think Tank Retrospective 7 abgelöst wurde. Die Retrospective 7 gleicht der Retrospective 30 bis auf die Größe und an Vorne befindet sich nur eine Tasche anstelle von zweien. Wenn es zu der Retrospective 7 mal einen Eintrag geben sollte, werde ich den an dieser Stelle verlinkten.
Tamrac Adventure 7
Nachdem ich den Tamrac Adventure 7 nun eine Weile im Gebrauch habe, ist es an der Zeit, dass ich auch was über den Rucksack sagen kann.
Bei den Tamrac Rucksäcken der Adventure Serie handelt es sich um sog. Daypacks und haben demnach nicht nur ein Fach für Fotoequipment sondern auch noch Stauraum für diverse andere Utensilien, die man auf einem Tagestrip brauchen kann.
Die Modelle Adventure 6 und 7 sind ein bisschen speziell, wie ich finde. Mit einem Reissverschluss lässt sich der Rucksack in der Mitte öffnen und aufklappen, so dass man Zugang zum stark gepolsterten, unteren Teil mit dem Equipment bekommt. Der Raum lässt sich durch gepolsterte Wände mit Klettverschlüssen aufteilen, so dass das Fach den individuellen Bedürfnissen angepasst werden kann. Es hat sich für mich als praktisch erwiesen das Fach in drei Bereich zu teilen: Einen schmalen für Filter, daneben ein größeres Fach für eine (D)SLR mit angesetztem Objektiv, das mit der Nase nach unten gut untergebracht werden dann. Im letzten Fach, das man bei Bedarf noch mal halbieren kann, ist genug Platz für zwei bis drei weitere Gläser, Blitze oder Bier Dosen…
Klappt man den Rucksack wieder zu liegt der gepolsterte Boden des oberen Teils direkt auf dem Kamerarücken und nichts kann wackeln oder rutschen. Aber vielleicht sollte man davon absehen Ziegelsteine ins obere Fach zu legen. Das könnte evtl. nicht so gut für ein Kameradisplay ausgehen.
Das Tragesystem ist OK. Gummiert, gepolstert, weich und breit genug um bequem auf den Schulten liegen zu können und nirgendwo zu ziepen. Mit dem Adventure 7 hatte ich noch keine lange, anstrengende Tour aber den Adventure 9 (viel größer und mit Notebookfach) habe ich einige Jahre mit mir herumgetragen und die Schultergurte wären das Letzte worüber ich mich beschweren würde. Aber wie gesagt, das Tragesystem ist nur OK, denn die Hüftriemen sind leider auch nur Riemen. Hier wäre eine angenehme, breite Polsterung das i-Tüpfelchen gewesen.
Einen nicht zu unterschätzenden Nachteil haben alle Adventure Modelle gemeinsam. Der Rückenbereich ist nicht gut gelüftet, so dass man bei Anstrengung oder bei großer Wärme auch schon ohne Anstrengung unweigerlich am Rücken schwitzen wird.
Aber kommen wir nun zum spannenden Teil. Was passt rein?
- Eine DSLR (FF oder APS-C) mit angesetztem Objektiv mit max. 11cm oder 12cm Länge, denn ansonsten setzt das Objektiv am Boden des Rücksacks auf und oben wird es ein bisschen eng beim Zuklappen. Eine Nikon D800 mit angebrachtem Marko Planar 2/100 passt gerade eben noch. Eine Knipse vom Format einer D4 oder 1D hat keine Chance mit angesetztem Glas im Rucksack auf diese Weise untergebracht zu werden. Die müsste man dann schon längs reinlegen, was sich auch bei längeren Gläsern anbietet. Bei APS-C Knipsen muss man sich kaum Gedanken machen. Eine Pentax K-5 mit DA* 16-50 passt noch rein, wobei das 16-50 gerade auf den Boden aufsetzt.
- Das untere Fach ist lt. Hersteller 17cm hoch. Bei der oben beschriebenen Anordnung kann man selbst ausrechnen was noch in die Tasche passt. idR. sollte noch zwei Gläser nebeneinander hinein passen. Der übrigen Raum lässt sich mit Trennwänden unterteilen, so dass die Objektive beim Transport nicht aneinander stoßen. Kleine Gläser lassen sich mit einem horizontalen Trenner evtl. sogar stapeln.
- Vorne gibt es dann noch ein kleines Fach in dem Speicherkarten oder der eine oder andere Akku Platz finden.
- Rechts und Link am Rucksack ist jeweils eine Netztasche angebracht, in denen man einen kleinen Regenschirm oder eine Wasserflasche verstauen kann. Ein 0,5l Flasche passt gut, eine 1,5l PET Flasche ist etwas zu dick.
- Ein Stativ kann nur mit einem Gurtsystem unter dem Rucksack angebracht werden. Das sind zwei Schnüre, die man separat kaufen muss. Finde ich allerdings völlig Tinnef, ein Stativ horizontal unter dem Rucksack zu befestigen. Man muss dann schon aufpassen, wenn man durch eine Tür geht 😉
Die Verarbeitung ist besser als der moderate Preis von 65€ vermuten lässt. Den Adventure 9 habe ich seit September 2008 und er ist bis Heute zuverlässig. Allein an den Trägern lösen sich hier und da Nähte. Damals bin ich noch Tag ein Tag aus mit einem Notebook durch die Gegend ins Büro gefahren. Heute ist mir der Rucksack zu groß, denn das Notebookfach im Rückenteil nutze ich eigentlich gar nicht mehr.
Wem der Platz ausreicht kann in dem Rücksack eine günstige Tasche für den täglichen Gebrauch oder kurze Trips finden.
Und natürlich gibt es auch noch die obligatorischen Bilder, die evtl. etwas mehr sagen als zig Worte.




Und ja! Ich habe eine Canon Schlaufe an einer Nikon Knipse. Du wirst es überleben 😉
Elderly Animals | Isa Leshko Photography: allowed to grow old images
One ring err… filter to rule them all.

Bis auf einen kleinen B+W Filter mit 58mm Durchmesser hatte ich bisher nie wirklich Glück mit POL Filtern, da der negative Einfluss auf das Bild immer zu groß war. Vermutlich weil es idR. Wühltischware gewesen ist.
Nun habe ich mir mal die 77mm Variante vom Zeiss POL Filter mit diversen Adaptern für alle Durchmesser gegönnt, die ich so benötige. Und wehe der taugt nun auch nix…
Neujahrsvorsätze 2014

Genau! Zum Jahreswechsel leiert man sich mal wieder witzige Vorsätze aus den Rippen, die man dann kurz nach der ersten Woche mit viel Anlauf über Bord wirft: Gesunder Ernähren, nett und freundlich sein. Alles Firlefanz!
- Nachdem ich mir Anfang 2013 die D800 mit einer kleinen Auswahl an Carl Zeiss ZF.2 Linsen zugelegt habe und ich bis Heute mit dem System sehr zufrieden bin, habe ich im hinter mir liegenden Jahr nicht einen einzigen Film entwickelt, sondern so gut wie ausschließlich digitale Fotos gemacht. Und ich muss sagen, das würde ich gern wieder ändern.
Das i-Tüpfelchen wäre natürlich, wenn ich den Weg zum analogen Mittelformat finden würde. Der Gedanke schlummert schon eine ganze Weile in meinem Hinterkopf. Jetzt muss ich ihm Flügel machen. - Mehr bloggen! Echt jetzt. Das kann so nicht weiter gehen. Und nicht nur Fotos, sondern auch mal wieder Worte. Was reitet mich eigentlich Links bei Twitter zu posten. Der Marc hat’s auch geschafft.
- Beruflich verspricht das kommende Jahr recht interessant zu werden. Von kompetenter Seite an die Hand genommen sind wir bestrebt Scrum einzuführen und unsere Entwicklungsprozesse und -umgebungen grundlegend auf den Kopf zustellen. Ich wünsch mir, dass ich allen Neuerungen mit angebrachter Offenheit und genügend Enthusiasmus begegnen kann.
btw.: Five Photography Challenges For The New Year – The Phoblographer
