Musik · Seite 10

Miktek: Elsewhere

Wie ich von den meisten Veröffentlichungen auf Ultimae Records gewöhnt bin ist auch Elsewhere von Miktek recht feiner Downtempo/Ambient (IDM), den man per Kopfhörer während der Arbeit genießen kann, aber auch im Wohnzimmer mit den Füßen auf dem Tisch, während man ein Buch liest oder auch während man aufmerksam zuhört.

Skinny Puppy: Weapon

Hmm… Nach dem sog. Comeback in 2004 mit dem Album »The Greater Wrong Of The Right« ist »Weapon« das erste Album, das mir zumindest ansatzweise gefällt. Die Alben seit 2004 habe ich ein paar Mal gehört und sind dann im Schrank verschwunden und haben bis heute nicht den Weg auf meinen Musikserver gefunden.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Skinny Puppy durch den Verlust des 1995 verstorbenen Dwayne Goettel seine avantgardistische Triebhaftigkeit fast vollkommen eingebüßt hat.

Autechre: Exai

Ich höre gerade in Exai rein, dem neuen Album von Autechre, das in wenigen Tagen erscheinen wird. Das ist mal wieder echt höhere Mathematik und mir ehrlich gesagt etwas zu anstrengend. Bin mir nicht sicher, ob ich mich da einhören kann oder will.

Front Line Assembly: AirMech

Ich hinke ja in Sachen musikalischer Veröffentlichungen wie immer ein wenig hinterher und habe auch neulich erst aus Zufall gesehen, dass es was »Neues« von FLA gibt.

AirMech ist sozusagen der Soundtrack für das gleichnamige Browserspiel, das ich ehrlich gesagt nicht kenne.

Es ist ein rein instrumentales Album und ausgesprochen facettenreich. Von Ambient über Dubstep und Ethno bis hin zu EBM ist alles in ausgesprochen stimmige Klangkollagen verpackt.
Unmittelbare Knaller für Clubs sind auf dem Album IMHO nicht zu finden, es ist eher ein Soundtrack für den Kopfhörer.

FLA gehört zu den wenigen Bands, die ich schon seit einer halben Ewigkeit höre und nach wie vor mag, da sie immer wieder mit interessanten Entwicklungen überraschen und dabei auch jedes Mal ganz gut meinen Geschmack treffen. Letzteres kann ich von Skinny Puppy leider gar nicht mehr behaupten. Für die Alben aus dem letzten Jahrzehnt kann ich mich nicht mehr wirklich begeistern.

sync24: Comfortable Void

a fresh dive into deep downtempo and acid ambient soundscapes heisst es auf der Webseite des französischen Labels Ultimae zum zweiten Solo Album von Daniel Segerstad aka sync24 (Carbon Based Lifeforms) Und das trifft es auch auf den Punkt. Die Titel sind zwischen Ambient und Downtempo angesiedelt, mal etwas rhythmischer, mal weniger.

Wer Gefallen an der Musik hat, wird bei den Veröffentlichungen des Labels vielleicht so manches schöne Album finden können. Solar Fields und Carbon Based Lifeforms gehören derweil zu meinen Favoriten des Genres.

Skinny Puppy: HanDover

Im Oktober 2011 ist er jüngste Longplayer von Skinny Puppy erschienen, und ich immer wieder fasziniert bin, dass es die Band nun schon so lange gibt.

Die Musik fesselst allerdings wesentlich weniger als früher (Früher war halt alles besser;) und die letzten Veröffentlichungen habe ich in erster Linie gekauft um die Sammlung vollständig zu halten. »HanDover« sticht aber zugegebenermassen teilweise positiv aus den letzten Alben heraus. Wie die meisten Alben hält auch dieses eine Mischung aus eher ambienten und clubtauglichen Tracks bereit. In der Vergangenheit habe ich Skinny Puppy schon immer eher wegen der sehr düsteren, verzehrenden Tracks gemocht. Während ich die letzten Veröffentlichungen nach »The Process« als Murks empfinde, ist dieses eher allgemeinverträglich. Und eben da liebt das Problem. Keiner der Tracks lässt einen Schauer aufkommen oder krempelt einem die Zehennägel hoch. Kommt mir eher wie Gothic/Industrial-Schalala vor. Nett gemacht, aber naja…

Underworld: Underneath the Radar

Underneath the Radar ist auch so ein Album, das das eine oder andere Jahrzehnt im Schrank reifen muss, um endgültig seine Wirkung entfalten zu können. So wirkt es zumindest auf mich. Früher habe ist die Scheibe mit viel Skepsis gehört, wenn überhaupt. Und das ist noch nett formuliert.

Heute finde ich sie ziemlich, ziemlich klasse!

Bohren und der Club of Gore: Beileid

Faszinierend! »Catch My Heart« ist wohl der erste mir bekannten Vokaltrack von Bohren & der Club of Gore und obendrein ein Cover des gleichnamigen Tracks von Warlock aus dem Album Hellbound, was allerdings noch nie wirklich mein Fall war.

Die beiden anderen Titel kommen düster und schwer daher, wie man es nicht anders erwartet und gewollt hat. Musikalisch am ehesten mit dem Album »Black Earth« zu vergleichen, das schon eine gewisse Vielseitigkeit – also mehrere Instrumente und Töne pro Minute – ausweist und auf »Beileid« wieder aufgegriffen wird.

Obwohl ich ursprünglich das Langsamste aller Eintönigkeit bspw. auf »Midnight Radio« gerade reizvoll fand, mag ich das Album sehr und auch das Cover gefällt mir um Längen besser als das Original. Was nun auch kein Kunststück ist;)

Wumpscut: Schrekk & Grauss

OK, das war’s. Habe gerade im iTMS in die Title hereingehört.
Wäre vielleicht doch mal Zeit für etwas Innovation. Wirkt auf mich wie eine Kopie hinlänglich bekannter Klangcollagen, ohne irgendwas Fesselndes oder Spannendes Neues zu bieten. Ich schätze, das Album findet nicht den Weg in meine CD-Sammlung.