Musik · Seite 11

Covenant: Modern Ruin

Kaum zu glauben, dass das Album Skyshaper schon fünf Jahre alt ist. Habe Covenant in der Zwischenzeit kaum vermisst. Vermutlich weil Skyshaper als völlig belanglos an mir vorbei plätscherte. Und hätte sich an der Besetzung von Covenant nicht auch einiges geändert, hätte ich auch auf den Kauf des Albums verzichtet, denn ich hätte nicht erwartet, dass sich da musikalisch noch wirklich was tut.

Nach dem Ausstieg von Clas Nachmanson (Keyboards) kam Daniel Myer (Haujobb) hinzu und sorgte für die Haujobb-typische elektronische Finesse des Albums. Die beiden von Daniel Myer geschriebenen Titel »The Beauty And The Grace« und »Worlds Collide« entsprechen nicht ganz dem, was man von Covenant musikalisch kennt und erwartet und runden das Album etwas ab.

OK, »Modern Ruin« gefällt mir zwar eine ganze Ecke besser als »Skyshaper« aber die Socken zieht es mir trotzdem nicht aus, denn irgendwo fehlt der Kick und der Funke will nicht überspringen.

H.U.V.A. Network

H.U.V.A. Network (=Humans Under Visual Atmospheres) ist ein gemeinschaftliches Projekt von Magnus Birgersson (Solar Fields) und Vincent Villius (Aes Dana).

Musikalisch auch nah an den Wurzeln der beiden Akteure, chillig, ambient, downtempo. Insgesamt sehr flüssige Elektronica. Man kann sehr gut zuhören, stört aber auch nicht, wenn es im Hintergrund läuft während man liest, programmiert oder sonst was macht.

Neben den beiden Studio Alben »Distances« (2004) und »Ephemeris« (2009) gibt es noch ein Live Album »Live At Glastonbury Festival 2005« (2010), das auch klanglich ganz gut ist. Zum Reinhören würde ich alle drei empfehlen. Denn wenn eins gefällt, wird man die anderen kaum schlecht finden können.

Habe bislang leider nur die beiden Studio Alben als CD finden können und das auch schon nicht ganz günstig. Aber laut Discogs gibt es auch das Live Album als Silberling.

Rauschfaktor: Aquarium Café

Gerade beim Durchwühlen eines CD Stapels ist mir das Album »Aquarium Café« (last.fm) von Rauschfaktor (Frank Rückert / Marcus Schmahl) mal wieder in die Hände gefallen. Man könnte meinen, es sei schon etas in dei Jahre gekommen; ist aber immer noch ›n Klasse für sich und für mich damals ein Wegweiser in eine Welt jenseits von EBM und Industrial gewesen.

Da gibt es übrigens auch eine Facebook Fanpage von Rauschfaktor.

ps.: passend dazu kann man auch sehr viel Spass an üNN haben. Gerade das Album »Exit« (lasf.fm) hat es mir sehr angetan.

Carbon Based Lifeform

Der Name Carbon Based Lifeforms ist mir durch verschiedene Ambient und Electro Streams ein Begriff, aber erst jetzt habe ich mir ein komplettes Album in Ruhe angehört: »World Of Sleepers«. Hat mir so gut gefallen, dass ich mir auch gleich die Alben »Interloper« und »Hydroponic Garden« zugelegt habe.

Grandioses Electronic/Ambient Album. Hervorragende Kopfhörermusik zum Abschalten, Runterkommen und Davonfliegen. Die Aufnahme der CDs ist sehr gut und das Hören als MP3 bringt einen wirklich hörbaren Verlust mit sich.

Carbon Based Lifeforms at Last.fm

FSOL: Environment II

Seit einigen Tagen höre ich Environments II rauf und runter.

Ich war irre lang der Meinung, ich hätte das Album schon im Regal stehen, weil mir das Cover bekannt vorkommt und ich die Namen der Titel kannte. Aber ich hab’s nicht gefunden und eine gerippte Version des Albums hatte ich auch nicht. Also: angeschafft. Und tatsächlich habe ich mir die CD nicht doppelt gekauft, was allerdings nicht das erste Mal gewesen wäre.
Momentan würde ich sagen, Vol. 3 ist mein Favorit aus der Reihe.

This Morn’ Omina: Momentum Of Singular Clarity

In Sachen Elektronik hat sich mein Geschmack in eine sehr viel ruhigere Richtung entwickelt. Und auch TMO habe ich schon eine Weile nicht mehr gehört und so hat es auch eine Weile gedauert bis die EP »Momentum Of Singular Clarity« (VÖ: April 2009) den Weg in meine Sammlung gefunden hat.

Aber wenn ich mal die Entwicklung meines Geschmacks Aussen vor lasse, zieht mir die treibende Mischung aus EBM, Industrial und Electro so ziemlich die Socken aus und ich würde mir wünschen TMO doch noch mal irgendwo live zu sehen.

Die EP ist eine kleine Unterbrechung der Nyan-Trilogie, die immer noch auf ihren Abschluss wartet. Fünf weit gefächerte Tracks bieten Zündstoff für Ohr und Tanzfläche. Der Opener »Momentum I« bringt mri das Blut zum Kochen und die beiden Title »Nuraghi« und »Ananda« kühle wieder ein bisschen ab. »Tellurian« ist nach mehrmaligem Hören mein Favorit. Schön differenzierter Electro mit feinen Nuancen, der sich im Verlauf des Tracks in zünftigen Industrial entwickelt. Und mit »Momentum II« schließt die EP wie sie angefangen hat: laut und gewaltig.

Biosphere: Wireless

Wireless – Live At The Arnolfini, Bristol. Ein Live Album von Biosphere. Endlich!
Die Klangqulität ist sehr gut für ein Live Album und insgesamt kann man die CD auch als Best Of betrachten;)

Wenn man die Musik von Biosphere bzw. Geir Jenssen mag, kann man seine helle Freude an der CD haben.

Onkyo ND-S1 – digitales Dock für iPod/iPhone

Die Tage habe ich mir das iPod Dock Onkyo ND-S1 zugelegt. Was auf den ersten Blick erstmal recht unspektakulär anmutet, entpuppt sich als wahre Rakete. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Docks für iPod und iPhone nutzt das Onkyo nicht die analogen Audiosignale des iPod sondern greift direkt digitale Daten ab, d.h. die Daten werden nicht durch den nicht sonderlich rühmlichen D/A-Wandler des iPod gezogen, sondern kommen in unveränderter Form im Dock an, welches die Daten über einen optischen oder koaxialen digitalen Ausgang an einen externen D/A-Wandler oder Verstärker/Receiver mit digitalem Eingang weiter reicht.

Klanglich lässt sich das Dock also nicht einordnen, da die Klangqualität in erster Linie vom Wandler, bzw. seiner analogen Ausgangsstufen abhängt. Eine externe Umwandlung dürfte mit so gut wie jedem Wandler für ein AHA-Erlebnis sorgen. Bei mir läuft das Dock über einen Cambridge Audio Azur DacMagic und selbst ordinäre MP3 mit 192 kbit/s klingen ungleich viel voller und reiner als direkt über den Kopfhörerausgang des iPods oder dem Apple Dock.
Bei lossless kodierten Daten spielt das Kombi als echt Alternative zu einem CD Laufwerk auf. Das wäre in Zukunft für mich durchaus eine Überlegung wert.

Neben den beiden digitalen Ausgängen hat das ND-S1 noch einen USB Anschluss, um es an einen PC/Mac zu tackern. Mein Mac mini hat ein USB Sound Dings gefunden und problemlos über das Dock gespielt.

Witzige Begleiterscheinung: last.fm über einen iPod touch in annehmbarer Qualität hören.

Wenn man ein wenig auf guten Klang steht, seinem iPod einen Mehrwert geben möchte und einen digitalen Eingang über hat, ist das Dock ein Knaller.

Autechre: Move of Ten

Das Jäger und Sammler Prinzip hat sich bei mir wieder gemeldet. Nach dem ersten Reinhöhren war ich ja ursprünglich nicht zu begeistert von dem Album aber wenn man sich Kopfhörer aufsetzt und die CD mal in Ruhe hört, weiss das Album durchaus seine Wirkung zu entfalten. Anstrengend wird es nur, wenn man irgendwas nebenher machen möchte und nicht die richtige Stimmung dafür mitbringt.
Ausserdem konnte ich mich nicht für den Gedanken begeistern, dass das Album in meiner Sammlung fehlen würde.

neue Musik völlig verpasst.

Was Musikveröffentlichungen angeht habe ich in letzter Zeit ja so ziemlich alles verpasst.

In erster Linie Front Assembly‘s neue Single und Long Player “Shifting through the lens” und “Improvised.Electronic.Device” Hab ich seit ein paar Tagen und bisher diverseste Male gehört. Erinnert stark an “Hard Wired” bzw. “Millenium”, da in diesem Album auch wieder düster-raue elektronisch aufgekurbelte Gitarren zum Einsatz kommen. Also ein ganzes Stück anders als “Artificial Soldier

Ich denke daher kauf ich mir auch immer wieder gern Veröffentlichungen von FLA auf CD. Gehören zu den wenigen Bands, die ich schon seit Ewigkeiten mag und höre und trotzdem interessant geblieben sind. Auch wenn die düstere Art Heute nicht mehr unbedingt meinen Geschmack trifft.

Und vorhin viel mit Trentemøller “Into The Great Wide Yonder” neben der Auskopplung “Sycamore Feeling” in die Hände, die ich gerade das erste Mal höre. Also mit Begeisterung höre, also mit richtig viel Begeisterung.Ud ich habe das Gefühl, die wird noch eine Weile im Laufwerk bleiben;)