Tee · Seite 9

Ceremony Grade

Entgegen meinem gewohnten Matcha (Uji Premium Grade) habe ich mir dieses Mal 20 g höchster Qualität (Uji Ceremony Grade) aus der Region Ujitawara gegönnt.
Ich hatte nicht erwartet, dass der Unterschied so enorm sein würde. So viel Umami ist geradezu verblüffend. Damit lässt sich natürlich hervorragend Koicha machen. In der Regel trinke ich eher Usucha, da Koicha mit einem Premium Grade zwar wohl geht, aber nie so richtig mein Fall war.

Seogwang

Nein, liebe SEO Fuzzis. Es geht um ein wichtiges Thema: Tee. Um präzise zu sein, es geht um Südkoreanischen Tee. Also mal ein vollkommen anderer grüner Tee im Vergleich zu denen, die ich sonst trinke.

Ein frischer Tee mit rundem Aroma und jadegrüner und fruchtiger/lieblicher Tasse. Der hat beim trinken einen kräftigen aber ausgewogenen Geschmack und lässt nach dem Trinken noch für eine Weile ein angenehme Süße auf der Zunge zurück.
Sehr interessant, wie ich finde und sicher nicht der letzten Versuch in diese Richtung.

Die Seogwang Teefelder liegen im Süden der südkoreanischen Vulkaninsel Jejudo. Die Umweltbedingungen (viel Regen, hohe Lufttemperaturen, häufige Nebelbildung) und der vulkanische Boden bilden offensichtlich eine gute Basis zum Anbau guter Tees.

Endlich! Lr 5.4 mit X-T1 Unterstützung

Auf das Release (Mac/Win) warte ich schon fast so lang wie auch die Lieferung des Novoflex FUX/PENT Adapter um endlich mal das FA77 mit der X-T 1 ausprobieren zu können.

Lightroom war dann wohl schneller. Neben der Unterstützung für die X-T1 kann man sich auch besonders über die Kameraprofile freuen, die die Filmsimulationen der Fuji Kameras aufgreifen.


Dose mit Matcha Tee und Chashaku
Fujifim XT-1 | Fujinon XF 35 F1.4 | Profil: Astia/Weich (kein Postprocessing!)

Astia gehört wohl mit zu den bekanntesten Filmen von Fuji.
-> Velvia vs Provia vs Astia – Photo.net Leica and Rangefinders Forum

Bancha und Kukicha. Tee für den Abend.

Sowohl Bancha als auch Kukicha sind beides hervorragende Tees für den Abend, da die über einen recht geringen Koffeingehalt verfügen. Ich habe es über die letzten Wochen ausprobiert und selbst nach einer kleinen Schale nach 21 Uhr hatte ich keinerlei Problem beim Einschlafen. Oder vielleicht verfüge ich auch über eine außerordentliche Koffeinresistenz. Wer weiss… Also Ausprobieren auf eigene Gefahr. Wer sich eine Schale am Abend gönnt und dann doch nicht einschlafen kann, soll bitte nicht herumjammern.

Bancha wird aus den Sencha Blättern gewonnen, die nach der Ernte des Sencha nachkommen, gilt als Alltagstee und ist qualitativ knapp unter dem Sencha angeordnet. Neben Mineralien wie Eisen und Kalzium verfügt der Tee über viele Gerbstoffe und ist – wie schon erwähnt – arm an Koffein.

Bancha

Bancha

Beim Kukicha handelt es sich um einen sog. Stengeltee, und dieser wird, wie nicht anders zu erwarten, aus den Blattstielen und -rippen des Sencha oder Tencha gewonnen. So richtet sich der Geschmack ein wenig nach dem „Ursprungstee“. Ordentliche Qualität erkennt man am milden, süßlichen und teilweise etwas nussigen Geschmack. Tee von weniger guter Qualität ist dann etwas säuerlich und eher ein wenig kräftig.

Kukicha

Kukicha

Vor einer Weile habe ich schon mal über den entkoffeinierten Darjeeling Infre geschrieben. Der zwar ganz OK, aber kann einem nicht entkoffeinierten Darjeeling IMHO nicht das Wasser reichen. Überhaupt war meine Suche nach schmackhaften entkoffeinierten Tees nicht unbedingt von Erfolg gekrönt.

Tee aus der Kanne.

Eeine Tonkanne mit Pai Mu Tan
Pai Mu Tan – chinesischer weisser Tee – aufgenommen mit Nikon D800, Zeiss Makro Planar 2/100, F/2, ISO 4500 – Flickr

Ach ich weiss auch nicht, was mich früher geritten hat losen Tee in einem Beutel oder einem Tee-Ei oder auf sonstwie einengende Weise zuzubereiten. Ich vermute mal, es ist die Faulheit gewesen den Tee nach der Zubereitung noch umgiessen zu müssen.

Vielleicht mag der eine oder Leser, das nun für den gleichen Voodoo halten wie HiFi Kabel mit Laufrichtung. Aber echt! Das hört man. Nein, Quatsch. Höre ich natürlich nicht. Aber beim Tee macht es idT. einen gewaltigen Unterschied ob sich das Blatt frei im Wasser bewegt und Raum hat um sein Aroma abgeben zu können, oder ob es zusammengepresst in einem Ei oder Beutel liegt.

Ein Tag Auszeit

Mangels akzeptabler Befindlichkeit hatte ich mir heute spontan einen Tag Urlaub genommen.

Angefangen habe ich den Morgen mit einer zusätzlichen Schale Matcha während ich den Regen durch’s Fenster beobachtet habe.

eine Schale Grüner Tee (20131023)

Dankenswerterweise kam die Sonne dann doch noch raus und bescherte mit knapp 20 °C richtig schönes Herbstwetter, und bei einem kleinen Spaziergang erschien das Universum nur noch halb so grausam zu sein.

bug on mushroom

Darjeeling Earl Grey

Endlich! Der Sommer nähert sich dem Ende, an den Abenden fallen Temperaturen tief genug, dass ich wieder mehr Durst auf ein warmes Getränk bekomme.

Im Teeladen bin ich über eine ganze Reihe verschiedener Earl Grey Mischungen gestolpert und ich habe mich für eine Mischung auf Basis eines leichten Darjeeling entschieden anstelle eines chinesischen schwarzen Tee.

Die Mischung ist weniger streng als der allseits bekannte Earl Grey, hat aber dennoch einen frischen und zitrusartigen Geruch und Geschmack. Aber wie gesagt mit einem etwas milderen Aroma.
Da mir beim Earl Grey der Geruch schon immer eher zugesagt hat, als der Geschmack, finde ich diese Mischung etwas schöner.

Wildkirsche

In der Regel bin ich ja kein so großer Fan von Früchtetees. Aber diese Mischung aus Apfelstücken, Hibiskusblüten, Hagebuttenschalen, Jasminblüten, Sauerkirschstücken und Aroma riecht irgendwie entfernt nach Marzipan. Grund genug den Tee einfach mal aus zu probieren.

Ist geschmacklich für einen Früchtetee ganz OK. Keine Alternative zu ordentlichen schwarzen oder grünen Tee, aber gelegentlich am Abend mal ganz nett.

Assam Dikom

Sehr kräftiger, malzig und aromatischer Assam. Wenn ich Milch im Haushalt gehabt hätte, wäre es bei diesem Tee bestimmt nicht die schlechteste Idee gewesen, davon etwas zum Tee zu nehmen.

Die Tasse hat eine kräftig dunkle rote, beinahe rostige Farbe. Und da ich persönlich ohnehin nicht der größte Fan von Assam Tees bin, reicht mit eine einzelne Tasse, die ich gelegentlich noch als interessant empfinde. Aber eine Kanne mit einem halben Liter wäre mir zu viel.

Darjeeling Infre

Entkoffeinierter schwarzer Tee. Klingt komisch ist aber so.

Da ich mich nicht sonderlich für Kräuter-, Roibusch oder Fürchtee erwärmen kann, habe ich am Abend bisher immer Grünen Tee getrunken.

Damit ich nach dem Trinken nachts nicht völlig am Rad drehe, öffne ich die Blätter vor dem Aufguss mit ca. 80°C heißem Wasser eine gute halbe Minute in kochendem Wasser.
Das Öffnen des Tees sollte den größten Teil des Teeins lösen, so dass im eigentlichen Aufguss mit weniger zu rechnen ist. Aber dennoch habe ich noch immer das Gefühl, dass mir der Tee beim Einschlafen regelmässig Probleme bereitet.

Der Infre wurde wie die meisten entkoffeinierten schwärzen Tees mit dem Kohlenstoffdioxid Verfahren entkoffeiniert. Bei hohem Druck werden die Blätter in überkritischen Kohlenstoffdioxid gespült womit das Teein/Koffein destrahiert wird.

Ich trinke den Tee nun seit gut einer Woche und empfinde das Fehlen des Koffeins abends als durchaus angenehm und ich habe auch nicht das Gefühl, dass mich der Tee wach halten würde.

Der Tee ist schon ziemlich aromatisch. Wenn man auf Darjeeling steht, wird er einem keine böse Überraschung bereiten, aber ein Lingia ist er auch nicht.

China Pai Mu Tan

China Pai Mu Tan

Ich habe beinahe das Gefühl, als hätte ich einen neuen Favoriten. Vor einer Weile habe ich mir in einem Webshop in Verbindung mit einer Flasche Glenmorangie einen kleinen Beutel weißen Tee bestellt, ebendiesen – oder viel mehr den Beutel davor – Pain Mu Tan. War recht günstig und es kann nicht schaden, mal etwas Neues auszuprobieren.

Der Tee ist einen Hauch bitter, aber noch nicht in dem Bereich, der bei mir ein Zucken auslöst. Der Nachgeschmack ist hingegen etwas süßlich. Insgesamt extrem mild, aber noch interessant.

In der Zubereitung unterscheidet sich weißer Tee nicht von grünem; Wasser kochen lassen, 10 Minuten abkühlen, Tee rein und nach knapp oder gut zwei Minuten wieder raus, je nach Geschmack.

Häufig wird weißer Tee als eine Unterart des grünen Tees verstanden, was aber wohl nicht ganz richtig ist. Weißer Tee ist i Gegensatz zu grünem Tee leicht an fermentiert. Der Prozess der Fermentation vollzieht sich allerdings auf natürlichem Wege beim Welken. Grüner Tee ist weder fermentiert noch oxidiert.

Südindien/Nilgiri GFOP Havukal

Das ist (k)ein Darjeeling.

Aus den Havukal Gärten der Nilgiri-Berge im Süden Indiens stammt dieser doch verdammt angenehme Tee, der mich stark an einen Darjeeling aus erster Pflückung erinnert.

Der Geschmack passt IMHO ausgesprochen gut zum Frühling, sehr lebendig und belebend.

Restemischung

Nicht selten kann man das Ergebnis einer selbstgerechten Teemischung aus Resten nur spärlich als interessant bezeichnen; von einer Bezeichnung als gut ganz zu schweigen.

Anstelle die Reste des Darjeeling Lingia und Nilgiri Blue Mountain separat zu trinken habe ich sie gemischt, so dass in etwas genug für 0,75l dabei rumgekommen ist. Die Mischung würde ich mal als interessant bezeichnen. Um den Lingia, der nach wie vor mein Favorit unter allen Tees ist, die ich je probiert habe, ist es etwas schade; dem Nilgiri Blue Mountain hat es keinen Abbruch getan, für dem ich mich in ungemischter Form schon nicht zu sehr begeistern konnte.