Tee · Seite 12

Ja, gute Nacht auch.

In der Vergangenheit waren meine Teeexperimente ja teilweise schon recht waghalsig, aber heute werde ich alles zuvor im Hause Kniebes jr.2 dagewesene schlagen. Selbst die freundliche Dame aus dem Teeladen, die dort schon länger arbeitet, als ich in Bochum wohne, und somit auch schon so Einiges gesehen haben muss, musste in sich hineinlächeln.

Ich suche einen Kräutertee für abends.
Wir haben auch Roibuschtees.
Nee, die mag ich nicht so.
Aha. Naja, Kräutertees haben wir dort. (da wo’s so staubig ist)

Ich halte mein Ohr und blicke ins Regal auf der Suche nach einem Tee, der mich anmachen könnte…
Nach einer Weile, einer langen Weile.

Ich nehm’ mal den hier. Gut’s Nächtle – klingt so nach Einschlafen. Kann nicht schlimmer sein als der vom Aldi.
Ich hab’s nicht so mit Kräutertees.

Dieser für meine Begriffe doch recht exotische Tee mit – und jetzt bitte festhalten – Melissen-, Brombeerblättern, Kornblumenblüten, Rosen- und Hopfenblüten, schmeckt einfach nur nach eingeschlafenen Füßen. Darüber hilft das wunderschöne Zitat von John Milton, das die Packung verziert, auch nicht hinweg.

Ein Schluck von diesem badet den matten Geist in Freuden weit wohliger als wonnevolle Träume.

— John Milton

SFTGFOP1 Manjhee Valley, First Flush

Das Anbaugebiet im Manjhee Valley liegt im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Ein sehr interessanter Tee. Riecht vor dem Aufgießen herrlich frisch. Die fertige Tasse ist hellgelb und schmeckt genauso frisch, wie die Blätter riechen.

Mal ein richtig guter Tee und schmeckt grandios. IMHO wesentlich besser als ein Darjeeling.

Vor Tagen bin ich schon dazu übergegangen, auf diese großen Celia-Teefilter zu verzichten und die Blätter direkt ins Wasser zu geben und nach dem Ziehen herauszufiltern. Einen ernsthaften geschmacklichen Unterschied konnte ich nicht wirklich feststellen. Macht die Zubereitung etwas aufwendiger, was bei einem guten Tee natürlich Spaß macht und den Tee eher zu einem Genussmittel macht als einfach nur ein Konsumgut, das man mal auf die Schnelle aufgießt und dann herunterschlingt.

Ach ja… Und wenn der Tee kalt wird, wird der auch gleich recht unangenehm.

frisch aufgegossen

Hmm… So sehr ich in den letzten Monaten Grünen Tee zu schätzen gelernt habe, aber frisch aufgegossen riecht jeder Schwarze Tee besser.

Gerade frisch aufgegossener Darjeeling riecht wirklich gut. Obwohl ich bspw. Ceylon oder Keemun bevorzuge. Letzteren aufgrund des geringen Gehalts an Koffein und Gerbsäure. Das macht ihn magenfreundlich und man dreht auch bei einer abendlichen Tasse nicht gleich am Rad.

Aber wenn ich so diese frisch aufgegossene Grüne Pampe rieche, weiß ich nicht, warum ich den trinke:)

Einige FAQ: rec.food.drink.tea FAQDilmah – Tea FaqChinese Tea FAQ

Teefilter vs. Tee-Ei

Ich habe da heute so ein Tee-Ei in einer Küchenschublade gefunden und gleich mal als Alternative zum Teefilter ausprobiert.

Der Unterschied ist gewaltig. Gerade wenn man eine ganze aufbrühen möchte, wird es im Tee-Ei reichlich eng. Die Blätter können sich im Wasser nicht richtig entfalten und geben spürbar weniger Geschmack ab. Der Test hat es bewiesen. Wir lassen also die Finger davon…

Auf der Suche nach dem Grünen Tee

Ich trinke zuviel schwarzen Tee. In einer Woche können schon mal 20 Kannen zusammenkommen.

Die Vorteile Grünen Tees dürften hinlänglich bekannt sein. Grüner Tee wird nicht oxidiert sondern nur gedampft, so daß im Gegensatz zum Schwarzen Tee wichtige Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Da wäre bsp. Vitamin C, Gerbstoffe, Mineralstoff und Spurenelemente. Also warum all das verschenken, wenn ich ohnehin viel Tee trinke.

Auf der Suche nach einem günstigen – ich will im Monat nicht knapp unter 100 Euro für Tee ausgeben – aber trotzdem halbwegs trinkbaren Grünen Tee habe ich wieder zwei neue ausprobiert.

  • Nepal Himalaya View: Gehobene Qualität, mild, blumig, ganz OK. Mit 4,60 EUR für 100g recht günstig.

  • Grüntee Kampagne: Eine Zusammenstellung von Tee Gschwendner. Mit 250g für 5,60 EUR ungemein günstig und wesentlich besser als grüner Beuteltee, den man Lebensmittelhandel finden kann.

Frei überschlagen bekomme ich aus 100 Gramm Tee etwa 10 Kannen (0,75l). Eine mehr oder weniger soll mal nicht interessieren. Die Menge, die bei der Zubereitung benötigt wird, variiert je nach Teeart. Also komme ich allein mit um die 750-800g Tee im Monat über die Runden. Hinzu kommt noch das eine oder edle Blatt, das ich Gästen anbieten kann. Da lohnt es sich durchaus ein wenig auf den Preise zu schauen, denn 800g Lung Ching kosten locker mal 70 Euro.

China Mao Feng

Beim Auffrischen meiner Teereserven gab es auch Heute wieder ein Pröbchen, China Mao Feng. Das ist Grüner Tee.

Als erstes möchte ich eine Zeile des Begleittextes der Verpackung zitieren:

Großes, handgearbeitetes, silbrig-grünes Blatt […]

Ja, tatsächlich dachte ich im ersten Augenblick nachdem ich das gelesen hatte an junge Chinesinnen, die mit feinen Werkzeugen in ihren zierlichen, kleinen Händen Ornamente in Teeblätter gravieren. Jedes Blatt handgearbeitet.
Das ist natürlich Blödsinn. Bei einem Tee in dieser Preislage kann man das wohl nicht erwarten. Außerdem steht da nicht von Hand bearbeitetes sondern nur handgearbeitetes. Schade!

Unter Berücksichtigung meines vermutlich eher eingeschränkten Spektrums an Grünen Tees würde ich diese am ehesten mit Lung Ching vergleichen wollen. Bin mir aber nicht sicher, ob ich das Wort milder oder geschmackloser wählen möchte.

Der Mao Feng ist deutlich günstiger als Lung Ching aus biologischem Anbau und schmeckt gut genug um neben den klassischen Schwarzen Tees, die ich literweise trinke, in der »Tagesrotation« aufgenommen zu werden.

Nilgiri

Nilgiri FOP Oothu. Mein Pröbchen vom heutigen Einkauf. Die Nilgiri Berge ligen im südlichen Teil Indiens. In den 2000 bis 2500 Metern hoch liegenden Gärten wird das ganze Jahr über geerntet.

Der Geschmack ist mit meiner Knoblauchfahne zZ. schwierig auszumachen, geht in Richtung eines Ceylon Tees, ist recht fruchtig, fast schon zitrusartig, würde ich sagen.

Für eine Person sollte es keine ganze Kanne sein, da ich den Eindruck habe, daß der Tee extrem schnell absteht und dann ein wenig unangenehm wird. Das hat er wohl auch mit Ceylon Tee gemeinsam, wenn die eine Stunde stehen, sind die nur noch als Brechmittel zu gebrauchen.

Abkühlen lassen!!!

Ich vergesse es immer wieder und fortwährend, Teewasser für Grünen Tee erst abkühlen zu lassen. Grüner Tee aufgebrüht mir zu heißem Wasser wird bitter, was bei einem Lung Ching wirklich schade ist…

Ich sollte mir ein großes Schild über dem Schreibtisch hängen!!!

Ach ja: Wer auf Synths wie the Normal – Warm Leatherette abgeht, wird auf Electric von Alien Skull Paint fliegen.

Ach ja, die 2.: Ich habe für den Linkdump eine Seitenleiste (als Seitenleiste hinzufügen) erstellt.
Im Prinzip bin ich durch Roberts Verweis auf Quick Lookup (PHP/ MySQL/ JS und CSS Kurzdoku in der Seitenleiste) auf die Sache mit der Seitenleiste gekommen. Einfach Link im Firefox bookmarken und dann den Button nutzen, den ich bislang immer übersehen habe. »Load this bookmark in sidebar« heißt das Knöpfchen und ist in den Properties/ Eigenschaften eines Bookmakrs zu finden. Ich vermute mal er befindet sich dort schon die eine oder andere Version von Firefox. Natürlich mit ein wenig Ajax gewürzt.

Daneben gegriffen

Unglaublich:) Die junge Dame im Teeladen hat mich dermaßen verwirrt, daß ich den Namen des schmackhaften Ceylon Pekoe Uva vergessen habe und der Meinung war, es wäre ein Assam gewesen wäre. So habe ich dann auf einen Assam Boisahabi getippt. Naja, Pi mal Daumen…

War ein Griff daneben. Der Assam ist jetzt nicht schlecht, aber nicht das worauf ich mich gefreut habe:(

Upgrades…

An dieser Stelle darf ich feierlich bekanntgeben: Herrn Kniebes wird es in Zukunft nur noch mit veränderten Voreinstellungen geben.

Lange Zeit war Golden Nepal mein Tee für jeden Anlaß. Eine Meinungsumfrage unter meinen Geschmacksknopsen hat ergeben, daß dieses Merkmal der Anpassung bedarf, in Zukunft wird es immer im ausreichendem Maß Ceylon Pekoe Uva im Haus geben.

Wie man so sagt, der Mensch ändert sich alle sieben Jahre. Also ist nun auch endlich an der Zeit für eine neuen Tee.

Ceylon Pekoe Uva

Nachdem meine kompletten Teereserven aufgebraucht waren, habe ich heute mal wieder den Teeladen leergekauft.

Lecker! Sehr gut. Ceylon Pekoe Uva. Uva ist ein im Osten Sri Lankas (ehem. Ceylon) gelegenes Teeanbaugebiet und liegt in einer Höhe von etwa 1500 Metern. Man sagt, die Tees seien aufgrund des dort vorherrschenden Klimas besonders aromatisch.

Golden Yunnan

Als ich vorhin erschöpft auf dem Bett zusammengesackt bin und kurze Zeit später die recht stille Delerium CD Ihr Ende erreichte, habe ich recht deutlich gespürt, welche physischen Auswirkungen eine psychische Blockade haben kann.

Für eine ganzen Weile lief keine Musik.

Erst ein Schluck China Golden Yunnan löste langsam den Würgegriff der Müdigkeit.

Yunnan’s brown liquor has a subtle, earthy, peppery flavor. Inexpensive Yunnan is not very exciting, but I am told that the higher quality harvests are wonderful. Some Yunnan is used in Russian Caravan blends.

Sagt die rec.food.drink.tea FAQ und trifft wei so häufig den Kern.

Mohanbari

Also ich kaufe ja nur Rosentee, weil ich so eine nette Taylors of Harogate Dose für Rosen Tee habe.

Anbei gab es ein Pröbchen Mohanbari. Schwarzer Tee (Darjeeling, erst Pflückung), der sicher aromatischer wäre, wenn ich ihn, wie für die Menge der Probe empfohlen, mit einem halben Liter Wasser anstelle einer ganzen Kanne aufgebrüht hätte.