Tee · Seite 12

Mango und Maracuja…

… mögen vielleicht einen akzeptablen Fruchtsaft ergeben aber in Verbindung mit Roibuschtee ergibt das ein unangenehmes, süssliches – man möchte beinahe annehmen zähflüssiges – Getränkt, das man jedem Teehasser als letztes Argument an die Hand geben könnte.

der Mensch, das Gewohnheitstier

Nun habe ich mich daran gewöhnt Wasser für Grünen Tee abkühlen zu lassen und nun lasse ich es immer abkühlen, auch wenn es rein zufällig mal Schwarzer Tee ist.
Das stelle ich natürlich erst fest, nachdem ich das 80°C Wasser auf den Tee gegossen habe…

Salbei-Honigtee

Wenn ich jemals der Meinung gewesen sein sollte schon alle Abartigkeiten, die als Tee verhökert werden probiert zu haben, dann wurde ich Heute eines Besseren belehrt.

Nachdem ich mir schon tagelang versichert wurde, dass Salbeitee so gut gegen einen kratzigen Hals und derlei Malessen wäre, habe ich Heute mal zugeschlagen: Salbei-Honigtee mit Hagebutten, Brombeerblättern, Süßholz, Apfel, Honiggranulat und Vanillearoma. Echt! Alles in einem Tee! Zusammengepfercht in nur einem einzigen Beutel. Wer hätte gedacht, dass es dabei zu keiner aggressiven chemischen Reaktion kommt. Und dabei trinke ich ansonsten Tee ohne Zucker.

Nach dem ersten Schluck habe ich vergebens den Hinweis gesucht, dass das Gebräu nur für äußerliche Anwendung geeignet sei, oder schlimmstenfalls zum Gurgeln. Aber natürlich ist das mit der äußerlichen Anwendung Unfug. Kann sich jemand vorstellen, wie das Zeug kleben muss. In diesem Zusammenhang ist wohl der Brauch des »Teeen und Federn« entstanden…

So im Alter…

Ich lebe mal ausgesprochen gesund – das wird in meinem fortgeschrittenen Alter immer wichtiger – und trinke mir am Abend einige Täßchen gebröselte und gepresste alte Socken Kräutertee.

Darjeeling-Minz-Mix

Habe mir gestern für’s Büro Darjeeling Beuteltee gekauft, der offensichtlich zu lange neben Pfefferminztee gelagert wurde und dessen Geschmack angenommen hat.

Wenn man nun meint, man hätte alle Perversionen in Sachen Geschmacksnoten erlebt, einfach mal in ‘nen Supermarkt gehen und Tee kaufen…

niemals von einem Ritual abweichen

Über die Jahrtausende hinweg haben sich einige Rituale eingeschliffen, so auch die Zubereitung und das Servieren frisch aufgebrühten Tees.

Niemals – aber auch unter keinen Umständen – sollte man von diesen Ritualen abweichen.

Nachdem der Tee in der Küche gut gezogen hat. Nehme ich den Beutel (mit losen Tee) aus dem Messzylinder Kanne gebe den Beutel ins Teeglas und bringe ihn damit ins Bad, wo er feierlich in der Toilette versenkt wird. Danach gehe ich zurück in die Küche, hole den Tee und stelle ihn im Wohnzimmer auf ein Stövchen.

Auf dem Weg zum Bad muss ich durchs Wohnzimmer, also habe ich Heute ausnahmsweise mal den Tee direkt mitgenommen und bevor ich ins Bad ging das Stövchen angezündet, den Tee drauf gestellt und habe Tee in mein Teeglas gegeben.

Also mein Umfeld war reichlich amüsiert als ich den Teebeutel im Glas mit Tee begossen habe.

Darjeeling FTGFOP Mohanbari

Auch diesmal gab’s beim Teekauf eine kleine Probe.

Darjeeling FTGFOP Mohanbari – ein Darjeeling aus dem Anbaugebiet im Tinsukia Distrikt im Nordosten Indiens. Sehr mild (laff). Für meinen Geschmack nicht würzig genug und ist auch nur direkt nach dem Aufgießen gut zu trinken. Der Tee braucht nur eine halbe Stunde auf dem Stövchen zu stehen und wird recht unangenehm.

Ja, gute Nacht auch.

In der Vergangenheit waren meine Teeexperimente ja teilweise schon recht waghalsig, aber heute werde ich alles zuvor im Hause Kniebes jr.2 dagewesene schlagen. Selbst die freundliche Dame aus dem Teeladen, die dort schon länger arbeitet, als ich in Bochum wohne, und somit auch schon so Einiges gesehen haben muss, musste in sich hineinlächeln.

Ich suche einen Kräutertee für abends.
Wir haben auch Roibuschtees.
Nee, die mag ich nicht so.
Aha. Naja, Kräutertees haben wir dort. (da wo’s so staubig ist)

Ich halte mein Ohr und blicke ins Regal auf der Suche nach einem Tee, der mich anmachen könnte…
Nach einer Weile, einer langen Weile.

Ich nehm’ mal den hier. Gut’s Nächtle – klingt so nach Einschlafen. Kann nicht schlimmer sein als der vom Aldi.
Ich hab’s nicht so mit Kräutertees.

Dieser für meine Begriffe doch recht exotische Tee mit – und jetzt bitte festhalten – Melissen-, Brombeerblättern, Kornblumenblüten, Rosen- und Hopfenblüten, schmeckt einfach nur nach eingeschlafenen Füßen. Darüber hilft das wunderschöne Zitat von John Milton, das die Packung verziert, auch nicht hinweg.

Ein Schluck von diesem badet den matten Geist in Freuden weit wohliger als wonnevolle Träume.

— John Milton

SFTGFOP1 Manjhee Valley, First Flush

Das Anbaugebiet im Manjhee Valley liegt im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Ein sehr interessanter Tee. Riecht vor dem Aufgießen herrlich frisch. Die fertige Tasse ist hellgelb und schmeckt genauso frisch, wie die Blätter riechen.

Mal ein richtig guter Tee und schmeckt grandios. IMHO wesentlich besser als ein Darjeeling.

Vor Tagen bin ich schon dazu übergegangen, auf diese großen Celia-Teefilter zu verzichten und die Blätter direkt ins Wasser zu geben und nach dem Ziehen herauszufiltern. Einen ernsthaften geschmacklichen Unterschied konnte ich nicht wirklich feststellen. Macht die Zubereitung etwas aufwendiger, was bei einem guten Tee natürlich Spaß macht und den Tee eher zu einem Genussmittel macht als einfach nur ein Konsumgut, das man mal auf die Schnelle aufgießt und dann herunterschlingt.

Ach ja… Und wenn der Tee kalt wird, wird der auch gleich recht unangenehm.

frisch aufgegossen

Hmm… So sehr ich in den letzten Monaten Grünen Tee zu schätzen gelernt habe, aber frisch aufgegossen riecht jeder Schwarze Tee besser.

Gerade frisch aufgegossener Darjeeling riecht wirklich gut. Obwohl ich bspw. Ceylon oder Keemun bevorzuge. Letzteren aufgrund des geringen Gehalts an Koffein und Gerbsäure. Das macht ihn magenfreundlich und man dreht auch bei einer abendlichen Tasse nicht gleich am Rad.

Aber wenn ich so diese frisch aufgegossene Grüne Pampe rieche, weiß ich nicht, warum ich den trinke:)

Einige FAQ: rec.food.drink.tea FAQDilmah – Tea FaqChinese Tea FAQ

Teefilter vs. Tee-Ei

Ich habe da heute so ein Tee-Ei in einer Küchenschublade gefunden und gleich mal als Alternative zum Teefilter ausprobiert.

Der Unterschied ist gewaltig. Gerade wenn man eine ganze aufbrühen möchte, wird es im Tee-Ei reichlich eng. Die Blätter können sich im Wasser nicht richtig entfalten und geben spürbar weniger Geschmack ab. Der Test hat es bewiesen. Wir lassen also die Finger davon…

Auf der Suche nach dem Grünen Tee

Ich trinke zuviel schwarzen Tee. In einer Woche können schon mal 20 Kannen zusammenkommen.

Die Vorteile Grünen Tees dürften hinlänglich bekannt sein. Grüner Tee wird nicht oxidiert sondern nur gedampft, so daß im Gegensatz zum Schwarzen Tee wichtige Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Da wäre bsp. Vitamin C, Gerbstoffe, Mineralstoff und Spurenelemente. Also warum all das verschenken, wenn ich ohnehin viel Tee trinke.

Auf der Suche nach einem günstigen – ich will im Monat nicht knapp unter 100 Euro für Tee ausgeben – aber trotzdem halbwegs trinkbaren Grünen Tee habe ich wieder zwei neue ausprobiert.

  • Nepal Himalaya View: Gehobene Qualität, mild, blumig, ganz OK. Mit 4,60 EUR für 100g recht günstig.

  • Grüntee Kampagne: Eine Zusammenstellung von Tee Gschwendner. Mit 250g für 5,60 EUR ungemein günstig und wesentlich besser als grüner Beuteltee, den man Lebensmittelhandel finden kann.

Frei überschlagen bekomme ich aus 100 Gramm Tee etwa 10 Kannen (0,75l). Eine mehr oder weniger soll mal nicht interessieren. Die Menge, die bei der Zubereitung benötigt wird, variiert je nach Teeart. Also komme ich allein mit um die 750-800g Tee im Monat über die Runden. Hinzu kommt noch das eine oder edle Blatt, das ich Gästen anbieten kann. Da lohnt es sich durchaus ein wenig auf den Preise zu schauen, denn 800g Lung Ching kosten locker mal 70 Euro.

China Mao Feng

Beim Auffrischen meiner Teereserven gab es auch Heute wieder ein Pröbchen, China Mao Feng. Das ist Grüner Tee.

Als erstes möchte ich eine Zeile des Begleittextes der Verpackung zitieren:

Großes, handgearbeitetes, silbrig-grünes Blatt […]

Ja, tatsächlich dachte ich im ersten Augenblick nachdem ich das gelesen hatte an junge Chinesinnen, die mit feinen Werkzeugen in ihren zierlichen, kleinen Händen Ornamente in Teeblätter gravieren. Jedes Blatt handgearbeitet.
Das ist natürlich Blödsinn. Bei einem Tee in dieser Preislage kann man das wohl nicht erwarten. Außerdem steht da nicht von Hand bearbeitetes sondern nur handgearbeitetes. Schade!

Unter Berücksichtigung meines vermutlich eher eingeschränkten Spektrums an Grünen Tees würde ich diese am ehesten mit Lung Ching vergleichen wollen. Bin mir aber nicht sicher, ob ich das Wort milder oder geschmackloser wählen möchte.

Der Mao Feng ist deutlich günstiger als Lung Ching aus biologischem Anbau und schmeckt gut genug um neben den klassischen Schwarzen Tees, die ich literweise trinke, in der »Tagesrotation« aufgenommen zu werden.