Tee · Seite 6 (Seite: 6)

Tong Mu Zhengshan Xiaozhong

Mein Arbeitgeber hat darum gebeten mal die technische Machbarkeit der Heimarbeit und evtl. auftretender Problem zu testen. Um auf den Fall vorbereitet zu sein, dass die Corona Sache mal so richtig los geht und Heimarbeit zur offiziellen Empfehlung wird.

Mangels richtigem Arbeitsplatz mit dem Notebook auf Couch zu sitzen, stellte sich über Stunden als die größte Hürde heraus.

Bleibt zu hoffen, dass ich meinen Rücken sich mit einem guten, schwarzen Tee versöhnen lässt.

Tee zum Wachwerden

Es ist beinahe undenkbar morgens ohne einen Tee finden Tag zu starten. Wenn die Zeit mal nicht für eine Gong Fu Session reicht, muss eine westlich zubereitete Tasse ausreichen. Nicht selten reicht es auch erst nach der zweiten.

Auf dem Weg zum Tee

Da kram ich extra ein Stativ hervor, baue es vor dem Tisch auf, habe vor alles herzurichten und mache zig Aufnahmen. Und dann entscheide ich mich die Fehlauslösung mit dem eingestreuten Licht der Litra Torch.

Qing Xiang Tie Guan Yin

Tie Guan Yin aus Anxi. Es ist kaum zu glauben, wie sehr dieser sich vom Xiao Suan unterscheidet. 

Dieser etwas weniger oxidierte TGY aus Anxi ist vermutlich der Grund warum ich angefangen habe Tee Gong Fu Style auszubrühen und nicht mehr nach westlicher Art Aufbrühe (wenig Tee, lange Ziehzeit).  

Ich schätze, im Büro sorgt das regelmässig für Belustigung, wenn ich mir meinem 100 ml Teegläschen durch die Gegend schlurfe.

Xiao Suan Tie Guan Yin

Wer hätte das gedacht. Eigentlich ist ein Tie Guan Yin immer ein guter Griff und bisher habe ich noch nie eine Kauf bereut. Der „Xiao Suan Tie Guan Yin“ ist allerdings überhaupt nicht mein Fall. Er ist halt ein bisschen saurer und ich mag es eher ein wenig grüner. Naja, das weiss ich nun auf jeden Fall für’s nächste Mal.

Ein kleiner Einblick in die Vielfalt von Tie Gunda Yin: three major styles of Tie Guan Yin 

Teereise: Gelber Tee – Kekecha

Seit einer Weile trinke ich abends sehr gern einen Kekecha. Chinesischer gelber Tee, der ursprünglich aus der Provinz Guangdong stammt. Mit einem Koffeingehalt von ~0,3 % kann man ohne Probleme auch noch nach 20 Uhr ein paar Aufgüsse machen.

Bei der Zubereitung finde ich etwa 3,5 bis 4 g auf ca. 100 ml bei max. 80°C heißen Wasser ganz angenehm. Ziehzeit fängt dann bei 15 s an und verlängert sich bei jedem Aufguss um 5 s.

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White Bing Cha 2016

Weisser, sehr milder und weicher Pu-Erh Tee mit zart-fruchtigem Aroma und ebenso fruchtiger Note bei den ersten Aufgüssen. Ich würde das irgendwo zwischen Birne und Aprikosen einordnen. Bei späteren Aufgüssen neigt der Tee zu einer leichten Adstringenz.

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Fengqing Yeshing Hong Cha

Wenn es um Scherzen Tee geht ist Chinesischer Hong Cha – eigentlich Roter Tee (Hong Cha? No, I wanted Black Tea) – meine erste Wahl. Ich mag das würzige Aroma und die Süße des Tees. Die Note ist einfach unverkennbar. Wobei ein Assam gelegentlich mal eine Ablenkung sein kann. Trifft aber meinen Geschmack nicht so sehr auf den Punkt.

Mein bisheriges Highlight war der Mengku Da Xue Shan Hong Cha aber tatsächlich nur aus dem Jahr 2016. Die Pflückung aus 2017 war wieder ein wenig anders. Schade, dass ich von dem 2016er nicht mehr hatte, dachte ich damals.

Neulich habe ich einen neuen Teehändler (Tee Kontor Kiel) ausprobiert. Vornehmlich aufgrund der interessanten Auswahl an Teegeschirr. Aber auch die Tees scheinen von guter Qualität zu sein. So bin ich auf den Fengqing Yeshing Hong Cha gestoßen. Der Tee hat eine angenehme Süße, ein bisschen würzig, aber auch nicht übertrieben. Gerade richtig, wie ich finde.



Die Zubereitung ist nicht ungewöhnlich, wenn auch etwas empfindlich. 5 g auf ca. 120 ml mit nicht mehr kochendem Wasser. Bei der Ziehzeit muss man sich sputen. Ich fange mit max. 10 s an und steigere die Zeit um anfangs nur 3 s und später mit 5 s mit jedem Aufguss langsam. Ein Gaiwan oder japanischer Shibo sind ideal geeignet für die Zubereitung.

Schwarze Kyusu aus Tokoname

Ich habe einen ziemlichen Faible für schlichte, japanische Einhandkannen mit seitlichem Griff. Ich mag den Stil, sie sind ungemein einfach in der Handhabung und tropfen idR. nicht. Was will man mehr.

Leider haben diese Kännchen in meinen Händen nur eine recht begrenzte Haltbarkeit. Früher oder später schlägt das Ungeschick zu. Das ist nun die vierte Kyusu, die mich auf meiner Teereise begleitet.

Natürlich ist diese Art von Kanne nicht nur geeignet um darin japanischen Grünen Tee zuzubereiten. Ein chinesischer Oolong schmeckt daraus auch sehr gut. In diesem Moment ist es ein Anxi Huang Jin Gui aus 2015. Zusammen mit dem TGY aus Anxi ist der HJG mein Favorit unter den Oolong Tees. Kann ich quasi immer trinken. Selbst zum fortgeschrittenen Abend, schrecke ich nicht noch vor sechs bis acht Aufgüsse zurück. Ein Oolong hat mich noch nie vom Schlafen abgehalten. Ganz im Gegenteil: eine entspannte, kleine Teezeremonie mit einem guten Tee hat die Eigenschaft auch die mächtigsten Wellen eines aufgewühlten Verstandes zu glätten.

Teereise: Pu Erh

Ich vermute Pu Erh wird eine große Station auf meiner Teereise. Ich habe kaum eine andere Teesorte kennengelernt, die dermassen vielschichtig ist.

Angefangen habe ich mit frischen/rohen Sheng Pu Erh. Hat sich irgendwie angeboten. Ich habe hier beispielsweise zwei junge Gushus: Yiwu Gao Shan Zhai und Mengku Da Xue Shan Yesheng. Ersteren finde ich fantastisch und den andere einfach nur noch zum Abgewöhnen; ist wirklich nicht mein Ding. Ich tue mich gerade noch wirklich schwer mich in dem Dschungel zu recht zu finden und ich fürchte, ich kratze hier erst an der Oberfläche.
Fantastisch! Ich bin doch noch so weit davon entfernt alle Tees getrunken zu haben und mich auch nur ansatzweise auszukennen.