Neulich an den Lottentaler Teichen bin ich einem Reiher zweimal bei dem gleichen Spaziergang begegnet. Zuerst stehend auf dem umgefallenen Bäumchen, und einen Augenblick später machte der Reiher seine Runde über die Teiche. Ich schätze, es war der gleiche, weil ich keinen weiteren gesehen habe. Aber das muss nichts heißen.
Photoblog
Neues vom Teich: Zwei Begegnungen
Wassertropfen
Glück gehabt

Als ich den Botanischen Garten über die Brücke an den Lottentaler Teichen verlassen habe, sah ich gerade noch, wie ein Rehbock vom Acker in den nahegelegenen Wald huschte. Er hat mich ziemlich direkt angestarrt.
Einer der größten Fehler ist es, die Kamera im Rucksack zu verstauen, wenn man unterwegs ist. Hätte ich die Knipse nicht in der Hand gehabt, wäre mir dieses Foto nie gelungen.
Anglifiziert.
Wenn man mehrere Blogs hat, stellt sich halt die Frage: Warum?
Das habe ich mich bei dem Photostream schon eine Weile gefragt. Letztendlich taucht dort nur eine Auswahl der Fotos auf, die es hier ohnehin gibt. Das ist eine vage Daseinsberechtigung. Nach ein wenig Hin und Her habe ich mich entschlossen, der Domain kniebes.photo ein kleines Plus zu geben, das den Inhalt von dieser Seite unterscheidet.
Und so habe ich mich entschieden, den Stream auf Englisch zu führen. Wenn ich mich hier schon nur einer Nischensprache bediene, kann ich zumindest dort ein nicht deutschsprachiges Publikum ansprechen. Nebenbei zwingt mich die andere Sprache, mir für den Stream eigene Worte zu suchen, statt den Blogtext zu recyceln.
Ich muss zugeben, es brennt mir auch unter den Fingern, dieses Blog auf Englisch weiterzuführen.
Leicht und luftig.

Eine einzelne blau-violette Blüte eines Wiesen-Storchschnabels als Nahaufnahme.
Heute war ich mit leichtem Equipment unterwegs. Die kleine Z7 und ein 50-mm-Makro. Es war auch mehr Einkaufen als Fototour. Und ich wollte, dass das Foto die Leichtigkeit widerspiegelt. Bei der Bearbeitung habe ich auf starken Kontrast verzichtet, um diesen eher luftigen und verträumten Look zu erreichen.
Es hat sich bei mir eingespielt, dass ich beim Hochformat gern zu einem Seitenverhältnis von 4:5 greife. Das ist nicht ganz so hoch wie das originale Seitenverhältnis von 2:3.
Abends unterwegs in Venedig
Fast

Da ich wie immer freihand fotografiert habe und kein Stativ benutzt hatte, liege ich auch ohne Wind beim Fokus manchmal etwas daneben. Ich wollte an sich die Narbe des Blütenstempels im Fokus haben. Aber das ist mir nicht zu 100 Prozent gelungen. Ja, sie liegen mehr oder weniger im Fokus, aber leider nicht so, wie ich es geplant hatte.
Photoblog aufgemöbelt.
Ich habe den etwas verregneten Tag genutzt, um das Photoblog zu generalüberholen.
Die Detailseiten könnten grob an Flickr erinnern. Allerdings mag ich lieber echtes Schwarz. Ein Klick auf das Featured-Foto zoomt rein und man kann es im Image-Viewport mit der Maus oder per Touch-Event bewegen.
Der Stream ist nun ein ordinäres Grid, in dem die einzelnen Elemente das gleiche Seitenverhältnis haben. Das läuft ohne viel Javascript und ist unkompliziert. Ich hatte eine Masonry‑Implementierung ausprobiert, bei der die Elemente in Spalten einsortiert wurden. Beim ersten Versuch in die kürzeste zuerst und beim nächsten Versuch Round Robin. Natürlich wollte ich je nach Weite des Viewports 1 bis 5 Spalten haben. Wenn in die kürzeste Spalte einsortiert wird, ändert sich die visuelle Reihenfolge beim Resize und Neusortieren. Bei Round Robin, kann man das Problem haben, dass in Spalte X vorwiegend Bilder im Querformat landen und in Spalte Y vorwiegend Bilder im Hochformat landen. Das führt dann zu sehr unterschiedlichen Spaltenhöhen. Beides ein Krampf.
Und viel spannender: Es gibt jetzt eine paar sehr grobe Kategorien. Ich muss gestehen, dass ich die 1126 Fotos von Haiku habe kategorisieren lassen. Dazu war ich dann doch etwas zu faul. Und das klappt recht gut. Für solche Jobs sind LLM geradezu gemacht.
Und wie das bei den meisten Hobbyprojekten so ist: Es ist nie fertig und ich werde bestimmt noch weitere daran basteln. Ja, und es ist noch immer auf skurrile Weise zweisprachig.
Blumenwiese
Eine Möwe auf dem Fischmarkt in Venedig
Warten mit Aussicht

In der Bildmitte ist die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione. Aufgenommen wurde das Foto von Giudecca, der Insel auf der anderen Seite des Kanals. Ja, das Foto ist stark beschnitten. Dank einer Menge Megapixel ist das in Fällen wie diesem schon ganz praktisch.
Am Ufer von Giudecca gibt es eine Reihe von kleinen Bars und kleinen Restaurants, viele davon Trattorien. Es ist dort viel ruhiger als auf der Hauptinsel und man kann dort in Ruhe draußen an einem Tisch am Ufer sitzen und für gar nicht mal so viel Geld sehr gut essen. Und während ich aufs Essen gewartet habe, hatte ich Zeit, das Foto zu machen.
La Palanca heißt die Trattoria, die ich eher aus Zufall ausgewählt habe. Auf verschiedenen Plattformen stellte sich das Restaurant als echter Tipp heraus. Und das kann ich nur bestätigen.
Postkarte gefällig?

Anstelle, den Sonnenuntergang direkt zu fotografieren, kann es auch mal schick sein, den Sonnenuntergang im Rücken zu haben und die von der untergehenden Sonne angestrahlten Wolken mit einem Motiv zu verbinden.
Das Foto zeigt den Blick von der Accademiabrücke (OpenStreetMap) in Richtung Santa Maria della Salute und Punta della Dogana. Es gibt vermutlich kein abgegrasteres Motiv in ganz Venedig. Ich habe es selbst schon 1000 Mal festgehalten. Aber das hält mich nicht davon ab, jedes Mal aufs Neue den Auslöser zu drücken. In diesem Fall sind es offensichtlich die Wolken, die mich gereizt haben. Denn am Tag ist das Motiv zwar auch wunderschön, aber bei weitem nicht so stimmungsvoll.

Dieses Foto wurde am späten Nachmittag gemacht, während ich die Brücke einfach nur überquert habe, um von einem Stadtteil in den anderen zu gelangen.
Aber was viele Postkarten selten zeigen: dieses kurze Fenster nach Sonnenuntergang, in dem der Himmel von zartrosa in ein schmutziges Violett kippt und die Kuppel von Santa Maria della Salute fast schon nebensächlich wird, weil über ihr gerade das ganze Wetter passiert. Die Lichter an den Palazzi gehen an, das Wasser ist erstaunlich ruhig, und mit ein bisschen Glück ist der sonst so überlaufene Kanal für ein paar Minuten fast leer.
Schwertlilie

Eine violettfarbene Schwertlilie mit fein geäderten, hell-silbrig schimmernden Blütenblättern vor tiefdunklem, fast schwarzem Hintergrund. Einige sind bereits leicht welk.
Es könnte sich um eine Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) handeln. Aber ich muss sagen, die sehen sich alle relativ ähnlich.
Ponte dei Sospiri

Bei meinem letzten Besuch in Venedig war ich häufig in den Abendstunden nach Sonnenuntergang unterwegs. Eine Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke) in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.
Brutales vom Teich
Es am Teich nicht immer nur ruhig zu

Hier sehen wir eine Ringelnatter oder Würfelnatter, wie sie auf der Suche nach Nahrung durchs Wasser gleitet.
Um sanfte Gemüter nicht zu erregen, zeige ich den Fang mal nicht.
Nein! Quatsch. Ich habe den Augenblick verpasst, als sich die Natter auf den Molch gestürzt hat. Da stehe ich eine Dreiviertelstunde dort herum, um genau diesen Augenblick festzuhalten, und dann bin ich nur eine Sekunde abgelenkt und verpasse alles.

Sie hat sich einen Molch geschnappt und verzieht sich mit ihrer Beute in das dichte Gewächs.
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