Heute scheint es unanständig-warm zu werden und so bin ich etwas früher losgezogen, um bei den affigen Temperaturen am Mittag wieder zu Hause zu sein. Und da kam mir diese Nilgans entgegen. Etwas zischend oder fauchend, mit stetem Schritt auf mich zu. Ich hatte schon ein wenig das Gefühl, dass die mich meinen könnte. Aber das Fauchen galt einem Artgenossen und so zischte die Gans an mir vorbei. Vielleicht schielte die auch einfach nur …
Die Fotos habe ich am kleinen, stinkenden Teich im Schloßpark aufgenommen.
Entgegen der herrschenden Tradition wurde der Chor nicht nach Osten ausgerichtet, so war es möglich, das Gebäude weithin sichtbar, auf einem Hügel zu errichten. [Wikipedia]
Neulich als die Luft noch gut und kalt genug war, um aus der Ferne mit 400 mm ein scharfes Foto machen zu können.
Im Botanischen Garten trifft man neben den üblichen Besuchern auch immer wieder Fotografen, die dort ihrem Hobby nachgehen und Blumen, Insekten, Frösche, Echse oder was der Garten zu bieten hat, fotografieren. Mit manchen kommt man schnell ins Gespräch, mit anderen eher weniger.
Libellen zu verfolgen, ist eine recht mühsame Arbeit. Gerade tagsüber sind die ziemlich unruhig.
Gestern hatte jemand die großartige Idee, nahe dem kleinen Becken im Zentrum des Gartens einen frisch abgebrochenen Ast an einem Schild zu befestigen. Erstaunlicherweise hat sich dort eine Libelle für einen guten Augenblick niedergelassen und sich als Model zur Verfügung gestellt.
Ich war mal Opportunist und habe die Situation genutzt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei diesem Exemplar um eine Vielfleck-Libelle.
Da frage ich mich doch, wer hier wen beobachtet hat. Es wird warm, Vögel lassen Federn. Überall auf dem Teich liegen kleine, weiße Federn herum.
Im Nachhinein sieht man es immer sofort, ich hätte nur etwas mehr in die Hocke gehen müssen und die Perspektive wäre um einiges besser gewesen. Aber der alte Mann wird bequem.
Zwei Enten haben sich gerade eben auf die Wiese hinter dem Haus verirrt. Die halten das hier wohl für Natur. Das passiert also, wenn Vonovia nicht alle 10 Minuten den Rasen auf 5mm mähen lässt.
Manchmal ist der Blick auch aus diesem Schlafzimmerfenster ganz nett.
Gegen halb acht – Ohne fremde Einflüsse wach geworden und ins Bad bewegt, nachdem ich ein großes Glas Wasser getrunken habe. Kaum war ich im Bad, hat mich mein Handy mit einem lauten Ping zurückgerufen. Ich sollte den Schlafen-Modus deutlich verlängern. Der Gedanken ist nicht neu. Der Ping gehört zu einer E-Mail: Das Finanzamt kann mit der eingereichten Steuererklärung leben. Okay, das ist nett. Aber jetzt ins Bad.
Gegen acht – Beschäftige mich näher mit der Mail von vorhin. Sparen oder auf’n Kopp hauen?
Halb neun – Es regnet. Brühe den ersten Fengqing Yesheng Hong Cha auf, um das mit dem Regen erst mal halbwegs zu verkraften. Sieht so aus, als bräuchte ich eine Vielzahl von Aufgüssen. Überlege, was ich mache, wenn es heute wirklich durchregnet. Der Wetterbericht sagt, dass nur in der ersten Tageshälfte Regen fällt. Aber die kochen auch nur mit Wasser. In der ersten Tageshälfte wollte ich ursprünglich in den Botanischen Garten. Mein Makro spazieren führen. Das muss mal aus der Schublade an die frische Luft.
Halb zwölf – Es hat aufgehört zu regnen. Die vielen Aufgüsse scheinen geholfen zu haben. Ein wenig gesurft, gelesen und einen Blogpost zum Mac mini geschrieben.
Viertel nach zwölf – Also geht es doch noch zum Botanischen Garten. Etwas verspätet. Aber hey, wem schlägt samstags schon die Stunde. Einen Steinwurf entfernt liegt die Haltestelle Museum unter Tage. Von dort fährt der Niederflurbus 344 in weniger als 20 Minuten zur Ruhr Uni. Bequemer bin ich nie zum Botanischen Garten gekommen.
Hasenglöckchen
Viertel vor drei – Nachdem ich eine Weile durch den Garten gelaufen bin, das eine oder andere Foto gemacht habe und in Ruhe auf einer Bank für einen Augenblick meinen Verstand ausgeschaltet habe, muss ich mir nun Gedanken machen, wie ich am besten vom Lottental nach Hause gelange. Nicht ohne mal zu schauen, was an den Lottentaler Teichen so abgeht.
Halb vier – Zurück im Dorf. Ich muss entweder einkaufen oder bestellen. Das überlege ich mir bei zwei Kugeln Eis mit Sahne im Becher für knapp unter fünf Euro. Unglaublich! Ich versuche es mal mit Einkaufen.
Kurz nach vier – Bin wieder zu Hause. Importiere die Fotos aus dem Garten in Lightroom und schaue mal drüber. Aber eigentlich ist morgen auch noch ein Tag.
Gegen 17 Uhr – esse was – habe ja eingekauft – und schaue dabei die heute Show von gestern und noch eine Menge anderer Videos auf YouTube und habe das Gefühl, dass 18 Uhr ein guter Zeitpunkt ist, den Abend einzuläuten.
Gleicher Teich, gleicher Ast, anderes Huhn. Also ich nehme an, dass es ein anderes Teichhuhn ist. Oder wir haben hier ein Exemplar, das ganz besonders darauf steht, sich auf einem Ast einen Überblick zu verschaffen.