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Gear · Seite 7

Fujifilm X-E2

Unlängst habe ich mir eine gebrauchte Fuji X-E2 für überschaubares Geld gekauft. Eigentlich sollte sie ein Backup für die X-T1 auf Reisen und Wochenendtrips sein. Andererseits ist sie zusammen mit dem XF60mm auch ein kompaktes Makro System, das man nahezu immer in der Tasche haben kann. Und gerade im Sommer ist es klasse, immer ein Makro griffbereit zur Hand zu haben. Und wenn es es dann noch so wenig Platz einnimmt…

Fujifilm X-E2
Fujifilm X-E2
Fujifilm X-E2

Was die Bildqualität betrifft, sind die beiden Kameras identisch, da sie ja nun auch über den gleichen Sensor verfügen. Auch das Menü ist nahezu identisch. Die beiden EVF der Kamera unterscheiden sich natürlich markant. Kunststück die X-T1 ist eine Ecke neuer. Wobei ich nicht sagen könnte, das der EVT der X-E2 negativ auffällt, er ist halt nur ein wenig kleiner.

Der markanteste Unterschied liegt allerdings im Gehäusedesign, die X-T1 ist aufgebaut wie eine SLR. An der Position des Prisma einer SLR findet man bei der X-T1 den großen EVF. Die X-E2 ist eher wie eine Messsucherkamera aufgebaut, der Sucher befindet sich an der linken Seite. Bei der X-E2 drückt man sich somit nicht die Nase am Display platt, was natürlich weniger Schlieren auf dem Display bedeutet. Ich muss sagen, das gefällt mir ziemlich gut.

Weiter kann ich nun auch nix über die Kamera sagen, was schon 1000 mal erzählt wurde. Ist halt eine Fuji-X. Nicht die neuste aber noch immer jeden Cent wert. Und wenn man etwas auf’s Geld schaut oder die solide Verarbeitung und die Wetterfestigkeit der X-T1 keine Rolle spielen, kann man auch mit dieser glücklich werden.

Fujifilm X-T1 soll Upgrade erfahren

RUMOR UPDATE: X-T1 upgrade (X-T1P?) with 4k viewfinder in July? | Fuji Rumors Ich habe nun wirklich nichts gegen Weiterentwicklung und finde es eigentlich ganz interessant, das zu verfolgen. Aber jetzt mal ehrlich, die X-T1 ist Ende Februar / Anfang März dieses Jahres auf den Markt gekommen. Und nun ist schon für die nahe Zukunft eine Produktpflege, ein Ersatz für die Knipse geplant.

  • Die Pentax LX wurde zwischen 1980 und 2001 gebaut. Natürlich gab es in diesen zwanzig Jahren auch ein wenig Produktpflege und ein paar Sondermodelle in Gold oder aus Titan. Aber das Serienmodell hat in 21 Jahren (!) nur ein Upgrade von Typ1 auf Typ2 erfahren, weil man wohl erkannt hat, dass einige verschleißende Teile durch höherwertige ersetzt werden könnten.
  • Die Nikon FM2 wurde zwischen 1982 und 2001 gebaut und hat in der Zeit ein Upgrade von FM2 auf FM2N erfahren, uA. mit höherer Blitzsynchronzeit. Was bei einer Produktlaufzeit von gut 20 Jahren auch okay ist.

Beide erfreuen sich heute – nachdem sie vor weit über zehn Jahren aus der Produktion gegangen sind – auf dem Gebrauchtmarkt einer großen Beliebtheit. Ich denke, eine X-T1 – oder auch jede andere moderne Kamera – schaut man schon wenige Jahre nach dem Kauf nicht mehr mit dem Hintern an. Nichtmal aus nostalgischen Gründen.

Egal, wie bahnbrechend eine moderne Digiknipse auf technologischer Ebene im Augenblick auch sein mag, wird sie im Sog des Nachfolgemodells ertrinken. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich 2035 – sollte ich dann noch leben – mal eine Knipse aus dem Jahr 2014 in die Hand nehme und sage, „Was für eine klasse Kamera.“
Der Gedanke an „Digital-Retro“ scheint mir im Moment auch eher amüsant als realistisch. Aber man weiß nie.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mehr Film fotografieren…

Update: The X-T1 upgrade (X-T1P?) won’t hit the market anytime soon

Zeiss Planar 1,4/85mm // Sony NEX-7 zu verhökern

Eigentlich wollte ich die beiden in der Bucht versenken, aber da ich eher Käufer als Verkäufer bin, bin ich das erste Mal über das Verkaufslimit gestolpert. Für selbiges musste ich dann erstmal die Anhebung beantragen, bevor ich einen der beiden Artikel einsetzen kann. Wer denkt denn an sowas.

Wer in der Zwischenzeit Interesse an dem Glas oder der Knipse haben sollte, kann sich gern melden. Die Klebestreifen an der NEX-7 lasse ich dran, die gibt es gratis ohne Aufpreis dabei.

Fujifilm X-T1 – ein erster Eindruck

Fujifilm X-T1
Fujifilm X-T1 auf Flickr

Meine erste Fuji. Irgendwo zwischen den Zeilen konnte man ja schon mal lesen, dass ich mit der NEX-7 nur bedingt glücklich bin. Mit der NEX kann man zwar sehr gute Ergebnisse erzielen, aber leider hat das Fotografieren mit der Knipse viel zu häufig eher mit Zähneknirschen als mit Freude zu tun gehabt. In einem separaten Artikel werde ich mich dazu auch noch mal auslassen.

Da ich die komplette vergangene Woche im Dungeon (Bett) im Kampf gegen zwei recht brutal Endgegner (Kehlkopf und untere Atemwege) verbracht habe und mir lediglich Amoxi zur Seite stand, hatte ich leider noch keine Gelegenheit die Kamera an der frischen Luft auszuprobieren. Sehr qualvoll, wie ich zugeben muss. Also will ich mich an dieser Stelle auf einen ersten Eindruck beschränken.

_ Das Gehäuse ist echt töfte. Sieht gut aus und fühlt sich auch ebenso an. Es macht richtig Spass die Kamera in die Hand zu nehmen und an den Rädchen die passenden Belichtungseinstellungen zu wählen. - Die Rädchen sind sehr sauber aus Metall gefräst. Keine Ansätze, keine Kanten, keine Unregelmässigkeiten. Alle rasten schön in den einzelnen Positionen ein.

  • Der rechte Griff ist sehr gut geformt und bietet bei nicht zu großen Händen dem kleinen, Ring- und Mittelfinder guten Halt. - Zeitstellrad und Belichtungskompensation können gut mit Daumen und Zeigefinger bedient werden. Das Zeitrad rastet lediglich in der Auto Stellung ein und muss mit dem Knopf in der Mitte gelöst werden um wieder in eine andere Position gebracht zu werden. - Das ISO Rädchen auf der linken Seite steht hingegen bei jeder Einstellung fest und es muss immer der Löseknopf gedrückt werden um das Rad zu drehen. Ob das unbedingt sein musste, weiß ich nicht. - Ich hatte ja schon in einem vorangegangen Post geschrieben, dass der elektronische Sucher gross ist. Und er ist in der Tat so gross, dass problemlos zwei Screens gezeigt werden können. Die volle Ansicht und daneben eine kleinere Ansicht mit eine Vergrößerung um den Fokusbereich in dem die ausgewählte Fokussierhilfe (Peaking oder Schnittbild) angewandt wird. Eine Einstellung, die ich als Brillenträger sehr schätze, da ich nicht den ganzen Sucher einsehen kann ohne mein Auge zu bewegen, wenn das Bild den komplett Raum füllt. - Die JPEG Engine liefert IMHO gute Ergebnisse. Die Filmsimulationen machen Laune. Da Lightroom derweil noch keine Unterstützung für die X-T1 bietet, habe ich bisher auch nur JPEGs gemacht. Die äußerst spektakulären Aufnahmen des Blicks aus meinem Schlafzimmerfenster lassen erahnen, dass das Fehlen des Antialias Filter bei dem X-Trans Sensor sich in Bezug auf Auflösung und Schärfe doch bemerkbar macht. Naja, zumindest wenn ich das Nokton auf F5.6 oder F/8 abblende. - Der Shutter ist leise. Ein ganz angenehmer Klang. Ein sehr gedämpftes Klicken und ein leichtes Wischen.

    Fujifilm X-T1 (2)

    Ich habe mich erstmal auf den Body beschränkt, da ich von der NEX-7 anfangs auch recht begeistert war und ich nicht schon wieder so viel in ein neues Kamerasystem investieren wollte. Also will ich erstmal abwarten, ob die anfängliche Begeisterung den Problemen des Alltags standhalten kann. Und wenn dem so sein sollte, kann ich mir immer noch überlegen in ein paar Fujinon XF Gläser zu investieren. Aber erstmal gibt’s nur Adapter. Momentan warte ich auf die Lieferung des Novoflex Adapters für K-Mounts um dann mal ein ordentliches Glas an die X-T1 anschliessen zu können. Ich werde es bestimmt nicht versäumen darüber zu berichten.

  • Tamrac Adventure 7

    Nachdem ich den Tamrac Adventure 7 nun eine Weile im Gebrauch habe, ist es an der Zeit, dass ich auch was über den Rucksack sagen kann.

    Bei den Tamrac Rucksäcken der Adventure Serie handelt es sich um sog. Daypacks und haben demnach nicht nur ein Fach für Fotoequipment sondern auch noch Stauraum für diverse andere Utensilien, die man auf einem Tagestrip brauchen kann.

    Die Modelle Adventure 6 und 7 sind ein bisschen speziell, wie ich finde. Mit einem Reissverschluss lässt sich der Rucksack in der Mitte öffnen und aufklappen, so dass man Zugang zum stark gepolsterten, unteren Teil mit dem Equipment bekommt. Der Raum lässt sich durch gepolsterte Wände mit Klettverschlüssen aufteilen, so dass das Fach den individuellen Bedürfnissen angepasst werden kann. Es hat sich für mich als praktisch erwiesen das Fach in drei Bereich zu teilen: Einen schmalen für Filter, daneben ein größeres Fach für eine (D)SLR mit angesetztem Objektiv, das mit der Nase nach unten gut untergebracht werden dann. Im letzten Fach, das man bei Bedarf noch mal halbieren kann, ist genug Platz für zwei bis drei weitere Gläser, Blitze oder Bier Dosen…
    Klappt man den Rucksack wieder zu liegt der gepolsterte Boden des oberen Teils direkt auf dem Kamerarücken und nichts kann wackeln oder rutschen. Aber vielleicht sollte man davon absehen Ziegelsteine ins obere Fach zu legen. Das könnte evtl. nicht so gut für ein Kameradisplay ausgehen.

    Das Tragesystem ist OK. Gummiert, gepolstert, weich und breit genug um bequem auf den Schulten liegen zu können und nirgendwo zu ziepen. Mit dem Adventure 7 hatte ich noch keine lange, anstrengende Tour aber den Adventure 9 (viel größer und mit Notebookfach) habe ich einige Jahre mit mir herumgetragen und die Schultergurte wären das Letzte worüber ich mich beschweren würde. Aber wie gesagt, das Tragesystem ist nur OK, denn die Hüftriemen sind leider auch nur Riemen. Hier wäre eine angenehme, breite Polsterung das i-Tüpfelchen gewesen.
    Einen nicht zu unterschätzenden Nachteil haben alle Adventure Modelle gemeinsam. Der Rückenbereich ist nicht gut gelüftet, so dass man bei Anstrengung oder bei großer Wärme auch schon ohne Anstrengung unweigerlich am Rücken schwitzen wird.

    Aber kommen wir nun zum spannenden Teil. Was passt rein?

    • Eine DSLR (FF oder APS-C) mit angesetztem Objektiv mit max. 11cm oder 12cm Länge, denn ansonsten setzt das Objektiv am Boden des Rücksacks auf und oben wird es ein bisschen eng beim Zuklappen. Eine Nikon D800 mit angebrachtem Marko Planar 2/100 passt gerade eben noch. Eine Knipse vom Format einer D4 oder 1D hat keine Chance mit angesetztem Glas im Rucksack auf diese Weise untergebracht zu werden. Die müsste man dann schon längs reinlegen, was sich auch bei längeren Gläsern anbietet. Bei APS-C Knipsen muss man sich kaum Gedanken machen. Eine Pentax K-5 mit DA* 16-50 passt noch rein, wobei das 16-50 gerade auf den Boden aufsetzt.
    • Das untere Fach ist lt. Hersteller 17cm hoch. Bei der oben beschriebenen Anordnung kann man selbst ausrechnen was noch in die Tasche passt. idR. sollte noch zwei Gläser nebeneinander hinein passen. Der übrigen Raum lässt sich mit Trennwänden unterteilen, so dass die Objektive beim Transport nicht aneinander stoßen. Kleine Gläser lassen sich mit einem horizontalen Trenner evtl. sogar stapeln.
    • Vorne gibt es dann noch ein kleines Fach in dem Speicherkarten oder der eine oder andere Akku Platz finden.
    • Rechts und Link am Rucksack ist jeweils eine Netztasche angebracht, in denen man einen kleinen Regenschirm oder eine Wasserflasche verstauen kann. Ein 0,5l Flasche passt gut, eine 1,5l PET Flasche ist etwas zu dick.
    • Ein Stativ kann nur mit einem Gurtsystem unter dem Rucksack angebracht werden. Das sind zwei Schnüre, die man separat kaufen muss. Finde ich allerdings völlig Tinnef, ein Stativ horizontal unter dem Rucksack zu befestigen. Man muss dann schon aufpassen, wenn man durch eine Tür geht 😉

    Die Verarbeitung ist besser als der moderate Preis von 65€ vermuten lässt. Den Adventure 9 habe ich seit September 2008 und er ist bis Heute zuverlässig. Allein an den Trägern lösen sich hier und da Nähte. Damals bin ich noch Tag ein Tag aus mit einem Notebook durch die Gegend ins Büro gefahren. Heute ist mir der Rucksack zu groß, denn das Notebookfach im Rückenteil nutze ich eigentlich gar nicht mehr.
    Wem der Platz ausreicht kann in dem Rücksack eine günstige Tasche für den täglichen Gebrauch oder kurze Trips finden.

    Und natürlich gibt es auch noch die obligatorischen Bilder, die evtl. etwas mehr sagen als zig Worte.

    Und ja! Ich habe eine Canon Schlaufe an einer Nikon Knipse. Du wirst es überleben 😉

    Morgentau am Spinnennetz (Nikkor AF 35-70/2.8D)

    Tau im Netz

    Ohne großer Fan von Zoom Objektiven zu sein hatte ich irgendwann mal vor mir ein Nikkor AF-S 24-70/2.8 anzuschaffen. Es sollte halt ein solides Glas für den Alltag her, dass auch dessen Widrigkeiten standhalten würde. Und nachdem ich es mal in der Hand hatte, kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass es einiges ab kann. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen das 900g schwere Ding täglich mit mir herumzuschleppen und so habe ich von der Anschaffung Abstand genommen.

    Alternativ benutze ich nun ein Nikkor AF 35-70/2.8D. Das ist eine Ecke kleiner und leichter aber trotzdem noch recht solid und das Gehäuse ist zum größten Teil auch aus Metall. Naja, und es hat nur einen Bruchteil des 24-70 gekostet. In Sachen Abbildungsleistung hat es vielleicht hier und da ein paar Schwächen – gerade bei offener Blende. Aber wenn man diesen kennt, kann man sie natürlich auch vermeiden.

    Bei der 35mm Einstellung kann ein Makro Modus zugeschaltet werden, der einen Abbildungsmaßstab von 1:4 ermöglicht. Damit ist auch das Foto oben entstanden. Leider mit Blenden F/5,6, so dass die Öffnung nicht mehr sonderlich rund ist und die Zerstreuungskreise demzufolge leider nicht mehr. Bei F/2.8 wäre das vielleicht etwas schöner geworden. Aber nichts desto trotz, macht das Glas rundum einen ganz angenehmen Einsruck und ist vielseitig genug um den meisten Alltagssituationen gerecht werden zu können. Vielleicht wird es mal meine Alternative zum 50mm für den täglichen Gebrauch…

    Die Pentax K-3 ist geDxoMarked worden

    Neulich kam die Pentax K-3 frisch auf den Markt und ist nun auch bei MxOMark unter die Lupe genommen worden.

    DxOMark Vergleich Pentax K-3, K-5IIs, K-5

    Sieht eigentlich gar nicht so übel aus. Naja, vielleicht ein kleiner Einbruch beim Dynamikumfang, aber damit könnte man vermutlich leben. Bietet ja noch ein paar Feature mehr als nur einen Sensor mit eigentlich schon übertrieben 24 Megapixel:

    • Kein Antialias Filter aber
    • Ein einschaltbarer Anti Moiré Mechanismus, der auf dem SR Mechanismus basiert und durch geringfügige Bewegung der Einheit einen AA Filter simuliert.
    • Endlich Focus Peaking; leider nicht während der Videoausnahme.
    • Aber mehr manuelle Kontrolle bei der Videoaufnahme.
    • Die gleich Batterie.
    • Wetterfestigkeit. Naja, ist ja quasi normal bei den Pentax Knipsen.

    In Verbindung mit dem frischen noch nicht im Handel erhältlichen HD PENTAX-DA 20-40mm F2.8-4 ED Limited DC WR könnte das eine handlich Lösung sein. Das HD 20-40 ist der erste wetterfeste Limited sondern auch noch das erste Zoom. Ehrlich! Das wurde auch Zeit. Die fehlende Wetterfestigkeit war so ziemlich der einzige Punkt, den man bei den Limiteds bemängeln konnte. Ob ein Limited Zoom dem Ruf der Festbrennweiten gerecht werden kann, muss allerdings erst noch bewiesen werden.

    iOS7

    iPad auf Schreibtisch

    Natürlich möchte ich es nicht versäumen zur Einführen von iOS 7 meine absolut hoch qualifizierte Meinung abzugeben.

    Der erste Anblick nach dem Start vom iPhone nach der Installation hat schon ein gewisses, »Boah, nee. Echt jetzt!?« mit sich gebracht. Nachdem ich dem Homescreen einen schwarzen Hintergrund verpasst habe, stört immer noch der lieb- und strukturlose Hintergrund der Ordner und Leiste am unteren Rand.

    Auf dem iPad kommt mir das flache Design erstaunlicher weise weniger unangenehm vor als auf dem iPhone.
    Teilweise muss ich mich allerdings wirklich fragen, was nun Button ist und was nicht. Wäre es denn so schlimm gewesen Knöpfe hervorzuheben. Vielleicht mit einem etwas abgesetzten Hintergrund, wenn man schon so gänzlich auf jeglichen Skeuomorphismus verzichten möchte, was ja zugegebener Weise auch ein Stilbruch gewesen wäre.

    Die Chance, das mein nächstes Smartphone ein iPhone wird, ist mit iOS 7 in den Keller gefallen. Die Gestaltung wirkt auf mich lieblos und langweilig und es macht einfach keinen Spaß das System zu benutzen.

    Derweil vorliegende Sicherheitsprobleme und ähnliche Spökskes werden wohl in den nächsten Wochen behoben werden, aber mit dem Design muss man sich wohl über eine längere Zeit arrangieren.

    Systemwechsel. Nikon D800.

    Nikon D800 // Carl Zeiss T* Makro Planar 2.0/100mm ZF.2

    Vom ersten Gedanken an einen Systemwechsel bis zur Durchführung hat es zwar eine Weile gedauert, aber nun habe ich mich vor wenigen Wochen für Nikon entschieden. Zur Option standen die Canon 5DMk3 und Nikon D800.

    Nachdem ich zahlreiche RAW Aufnahmen beider Kameras verglichen habe, konnte ich mich letzten Endes für die D800 entscheiden. Obwohl ich das Gehäuse der 5D etwas griffiger finde, hat der höhere Dynamikumfang und das ordentliche Rauschverhalten der D800 dann den Ausschlag gegeben. Wobei ich denke, das man als Umsteiger von einem dritten System mit keiner der beiden Kameras in die Toilette greifen kann.

    Bisher habe ich den Kauf der D800 keinesfalls bereut und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kann man sich sehr gut mit der Knipse zurecht finden.

    Als erste Gläser gab es ein Nikon AF-S 50mm F/1,4G und das Carl Zeiss Makro Planar 2/100 ZF.2 dazu. Letzteres war mit ein Auslöser nun endlich mal den Wechsel in Angriff zu nehmen.

    • Der Autofokus ist um Längen schneller und präziser als bei der K-5. Auch der Fokusindikator (>o<) arbeitet auf den Punkt. Das Makro Planar 2/100 lässt sich damit sehr gut manuell fokussieren. Auch manuelles Fokussieren des 50mm bei F/1,4 hat eine erfreulich hohe Trefferrate. Mit der K-5 fand ich es gerade zu grausam schnelle Gläser zu fokussieren.
    • Wie es scheint ist mein Exemplar (Seriennummer 608xxxx) aus einer Baureihe, die nicht mehr von den fehlerhaften linken Autofokuspunkten betroffen ist. Zumindest konnte ich mit dem 50mm F/1,4 keine Probleme erkennen, oder der AF ist mit Fehler präziser als der AF der Pentax K-5 ohne Fehler.
    • Das Genörgel man bräuchte einen neuen Rechner und neue Festplatte zu Duzten ist Blödsinn. Lightroom auf meinem ollen MacBook Pro (Ende 2009) behandelt die NEF der D800 auch nicht spürbar langsamer als die 24 Megapixel RAW Dateien der Sony NEX-7.
    • Die Kamera ist größer und schwerer als alle anderen zuvor benutzen. Gerade in Verbindung mit dem Makro Planar kommt schon ein ordentliches Gewicht zusammen. Auf der einen Seite hat man ein ordentlich was in der Hand. Auf der anderen Seite kann ich mir vorstellen, dass das zusätzliche Gewicht auf längeren Touren durchaus nervig werden kann.
    • Und natürlich brauchte ich eine neue Tasche. Die Tamrac Velocity 7 ist ein bisschen zu eng und so habe ich mich für die Velocity 8 entschieden. Ist etwas weiter und die D800 passt perfekt hinein und es bleibt ausreichend Platz für weitere Utensilien.
    • Der unselige und pixelige LiveView bei maximaler Vergrößerung ist leider keine Übertreibung sondern entspricht der Wahrheit. Allerdings ist es nicht ganz so dramatisch wie ich anfangs befürchtet hatte. Mit dem Makro benutze ich maximal die mittlere Vergrößerung, wenn über den Liveview die Kamera ausrichte und fokussiere.

    Damit bin ich dann wohl für den Frühling gerüstet.

    Sony SEL35F18 OSS

    Update vom 4.3.2014: Das Sony SEL35F18 neben der Sony NEX-7 mit Kit in Schwarz und Novoflex Adapter NIK/NEX und PENT/NEX stehen zum Verkauf. Wer Interesse hat, kann sich gern per E-Mail mit Preisvorschlägen melden. Verkaufe die Sachen auch einzeln.
    Die Geräte sind mittlerweile verkauft.

    Erste Eindrücke (5.1.2013)

    Vorgestern habe ich dann das erste SEL35F18 ergattert, das meinem Fotohändler des Vertrauens vorlag.

    Waaaas!? Ein 35mm F/1.8 für 450 Euro?! Dafür bekomme ich ja zwei! Das könnte die erste Reaktion auf das neue 35mm von Sony sein. Allerdings haben die wenigsten 35mm SLR Objektive Bildstabilisierung und sind adaptiert an einer NEX um Einiges größer, und so habe ich mal zugegriffen und werde in den nächsten Tagen und Wochen mal sehen, was ich davon habe.

    f/4 – 1/40s – ISO 800

    Da ich Heute ein paar erste Testschüsse an der frischen Luft machen konnte, will ich auch nur meine ersten Eindrücke schildern:

    • Es ist sehr leicht und anders als die älteren E-Mount Objektive von Sony ist es leider aus Kunststoff; fühlt sich aber trotzdem erstaunlich gut an. Hatte da arge Bedenken, da ich Plastik nun mal nicht mag. Laut Herstellerseite ist das Objektiv aus einer Aluminiumlegierung gefertigt.
    • OSS ist klasse. Wenn’s denn nicht anders geht kann man mit eingeschalteten Steady-Shot bei ruhiger Hand noch bei einer 1/8 Sekunde eine halbwegs brauchbare Aufnahme machen. Die üblichen Rückler beim Filmen, die bei händischen Aufnahmen mit nicht stabilisierten Objektiven auftreten, werden hervorragend kompensiert.
    • Der Fokusring ist zwar ganz angenehm gedämpft, aber dennoch ist er mechanisch nicht mit dem Linsensystem verbunden. Aber das ist ja eine alte Geschichte, dass die meisten Systemobjektive für spiegellose Knipsen einen sog. wired focus haben. Ergo hat das Dingelchen auch keine Hyperfokalskale; eigentlich hat es keinerlei Anzeigen. Momentan neige ich beim manuellen Fokussieren dazu auch mal in die falsche Richtung zu drehen. Das bedarf wohl noch ein wenig der Gewöhnung.
    • Der AF tat bisher immer in etwa das, was es auch tun sollte. Bricht nun wirklich keine Geschwindigkeitsrekorde, kommt aber dafür auf den Punkt.
    • Zur Abbildungsleistung will ich im Augenblick noch gar nicht so viel sagen, aber auf den ersten Blicken war es zumindest keine Enttäuschung. Weder offen noch abgeblendet.
    f/8 – 1/50s – ISO 400

    Akkuleistung (6.1.2013)

    An sich liegt es ja auf der Hand, dass bei aktiviertem Steady-Shot und Autofokus mit einer Akkufüllung ein paar weniger Bilder gemacht werden können, als beim Anschluss eines adaptierten Glases. Es ist vielleicht noch etwas zu früh, eine Regel ableiten zu können. Aber gegenwärtig erscheint mir ein Viertel weniger ein plausibler Wert zu sein. Eigentlich kann man dem Akku über prozentualen Anzeige beim Entladen zuschauen.

    Wie bei den meisten Bildstabilisierungssystemen macht es gewiss Sinn, diese nur zu aktivieren, wenn es die Länge der Belichtungszeit erforderlich macht.

    Bei der Pentax Shake Reduction fällt es tatsächlich auf, wenn man bei ziemlich kurzen Belichtungszeiten das SR System aktiviert lässt, können Aufnahmen mitunter einen Hauch weniger scharf werden.

    Bokeh (6.1.2013)

    Bei geringer Tiefenschärfe sind die unscharfen Bereiche erfreulich weich und schön ruhig. Habe da schon Schlimmeres gesehen und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Bislang hatte ich noch keine Situation, bei der im unscharfen Bereich ausgeprägte Zerstreuungskreise hätten entstehen können. Bin mal gespannt, wie diese rüberkommen.

    f/1.8 – 1/80s – ISO 100
    f/1.8 – 1/80s – ISO 100
    links: Voigtländer Nokton Classic 35mm F/1,4 MC (f/1.4 – 1/500s – ISO 100)
    rechts: Sony SEL35F18 (f/1.8 – 1/1250s – ISO 100)
    Sony NEX 7 / SEL35F18 OSS bei Frost auf einer Parkbank
    Sony NEX 7 & SEL35F18 OSS
    bei Frost auf einer Parkbank

    NEX-7 Antialias Filter

    animiertes GIF, mit ohne ohne Prostprocessing

    Das ganze Foto auf Flickr – die Schlieren sind tatsächlich in der Gitterstruktur und sind nicht durch das Aliasing bedingt.

    Der Antialiasing-Filter vom Sensor der NEX-7 scheint idT. nur sehr schwach zu sein, was ja nicht unbedingt neu ist und man in verschiedenen Blogs in den letzten Monaten schon lesen konnte, eg. Sony NEX-7 First Impressions (The Luminous Landscape). Darüber hinaus war es in der NEX-5 nicht anders. Als ich das erste Mal Fotos der NEX-5 mit der Pentax K-7 (beide 14MP) vergleichen habe, ist mir nicht umsonst die Kinnlade heruntergefallen. Und auch die Fotos der NEX-7 sprühen geradezu vor Schärfe und Details.

    Unterm Strich ist mir der schwache Filter mit dem gelegentlichen Einsatz des LR 4 Korrekturpinsel für Moiré (How to Reduce Moiré in Lightroom 4) und damit verbundene höhere Auflösung lieber als ein »richtiger« Filter und dafür, wenn auch nur kaum sichtbare, Einbußen bei der Bildqualität.

    Aber jetzt genug Technikgewäsch, denn viel schöner als über Fototechnik zu reden und Pixelpeeding ist das Fotografieren selbst 😉

    NEX-7

    Gestern bin ich endlich dazu gekommen die ersten Fotos mit der NEX-7 in freier Wildbahn zu machen, womit auch schon ein paar Eindrücke entstanden sind:

    • Der EVF ist tatsächlich klasse. Natürlich nicht so gut wie ein optischer Sucher, aber dafür hat man beim elektronischen Sucher neben den Betriebsdaten auch einen künstlichen Horizont, das Histogramm und natürlich die Hervorhebung der fokussierten Bereiche im Sichtfeld eingeblendet. Sogar die Zoomfunktion wird im Sucher angeboten.
    • Die Knipse ist immer noch klein aber größer als die etwas zu kleine NEX-5 und liegt damit etwas besser in der Hand.
    • Die Verarbeitung ist OK, aber keinesfalls mit der wetterfesten Pentax K-5 zu vergleichen. Unverwüstlich wäre sicherlich keine passende Beschreibung des Gehäuses.
    • 24 Megapixel sind acht mehr als 16 MP. Man benötigt nur 4MP um ein 13×18 mit 300dpi zu drucken. In der 100% (Pixelpeeper) Ansicht lassen sich also eine Menge Details finden, die man bei Bedarf durch beherztes Beschneiden des Bildes beim Druck zum Vorschein bringen kann.
    • Die Qualität der Linsen spielt tatsächlich eine größere Rolle. Der markante Abfall der Auflösung an den Bildrändern beim Voigtländer Nokton 1.4/35mm unter F/5.6 fällt in der 100% Ansicht eines Fotos noch stärker auf.

    Ich habe mich erste recht spät für die NEX-7 entschieden, da sie einmal aufgrund der Umweltkatastrophe und den daraus resultierenden den Produktionsproblemen verspätet auf den Markt kam und lange Zeit nur schwer zu bekommen war und zu dem Zeitpunkt auch die Fujifilm X-Pro 1 vorgestellt wurde, die ich auch als interessante Alternative zum NEX System gesehen habe.

    Die X-Pro 1 hatte ich dann neulich in der Hand und muss leider sagen, dass ich für 1600 EUR etwas mehr Substanz erwartet hätte. Hinzu kommt der nicht ganz so brillante Hybridsucher, fehlendes Fokus Peaking und der Preis von gut 600 EUR für ein Objektiv.

    Zu einem späteren Zeitpunkt gibt es noch mehr zu der Kamera.