Gear · Seite 7 (Seite: 7)

Morgentau am Spinnennetz (Nikkor AF 35-70/2.8D)

Tau im Netz

Ohne großer Fan von Zoom Objektiven zu sein hatte ich irgendwann mal vor mir ein Nikkor AF-S 24-70/2.8 anzuschaffen. Es sollte halt ein solides Glas für den Alltag her, dass auch dessen Widrigkeiten standhalten würde. Und nachdem ich es mal in der Hand hatte, kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass es einiges ab kann. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen das 900g schwere Ding täglich mit mir herumzuschleppen und so habe ich von der Anschaffung Abstand genommen.

Alternativ benutze ich nun ein Nikkor AF 35-70/2.8D. Das ist eine Ecke kleiner und leichter aber trotzdem noch recht solid und das Gehäuse ist zum größten Teil auch aus Metall. Naja, und es hat nur einen Bruchteil des 24-70 gekostet. In Sachen Abbildungsleistung hat es vielleicht hier und da ein paar Schwächen – gerade bei offener Blende. Aber wenn man diesen kennt, kann man sie natürlich auch vermeiden.

Bei der 35mm Einstellung kann ein Makro Modus zugeschaltet werden, der einen Abbildungsmaßstab von 1:4 ermöglicht. Damit ist auch das Foto oben entstanden. Leider mit Blenden F/5,6, so dass die Öffnung nicht mehr sonderlich rund ist und die Zerstreuungskreise demzufolge leider nicht mehr. Bei F/2.8 wäre das vielleicht etwas schöner geworden. Aber nichts desto trotz, macht das Glas rundum einen ganz angenehmen Einsruck und ist vielseitig genug um den meisten Alltagssituationen gerecht werden zu können. Vielleicht wird es mal meine Alternative zum 50mm für den täglichen Gebrauch…

Die Pentax K-3 ist geDxoMarked worden

Neulich kam die Pentax K-3 frisch auf den Markt und ist nun auch bei MxOMark unter die Lupe genommen worden.

DxOMark Vergleich Pentax K-3, K-5IIs, K-5

Sieht eigentlich gar nicht so übel aus. Naja, vielleicht ein kleiner Einbruch beim Dynamikumfang, aber damit könnte man vermutlich leben. Bietet ja noch ein paar Feature mehr als nur einen Sensor mit eigentlich schon übertrieben 24 Megapixel:

  • Kein Antialias Filter aber
  • Ein einschaltbarer Anti Moiré Mechanismus, der auf dem SR Mechanismus basiert und durch geringfügige Bewegung der Einheit einen AA Filter simuliert.
  • Endlich Focus Peaking; leider nicht während der Videoausnahme.
  • Aber mehr manuelle Kontrolle bei der Videoaufnahme.
  • Die gleich Batterie.
  • Wetterfestigkeit. Naja, ist ja quasi normal bei den Pentax Knipsen.

In Verbindung mit dem frischen noch nicht im Handel erhältlichen HD PENTAX-DA 20-40mm F2.8-4 ED Limited DC WR könnte das eine handlich Lösung sein. Das HD 20-40 ist der erste wetterfeste Limited sondern auch noch das erste Zoom. Ehrlich! Das wurde auch Zeit. Die fehlende Wetterfestigkeit war so ziemlich der einzige Punkt, den man bei den Limiteds bemängeln konnte. Ob ein Limited Zoom dem Ruf der Festbrennweiten gerecht werden kann, muss allerdings erst noch bewiesen werden.

iOS7

iPad auf Schreibtisch

Natürlich möchte ich es nicht versäumen zur Einführen von iOS 7 meine absolut hoch qualifizierte Meinung abzugeben.

Der erste Anblick nach dem Start vom iPhone nach der Installation hat schon ein gewisses, »Boah, nee. Echt jetzt!?« mit sich gebracht. Nachdem ich dem Homescreen einen schwarzen Hintergrund verpasst habe, stört immer noch der lieb- und strukturlose Hintergrund der Ordner und Leiste am unteren Rand.

Auf dem iPad kommt mir das flache Design erstaunlicher weise weniger unangenehm vor als auf dem iPhone.
Teilweise muss ich mich allerdings wirklich fragen, was nun Button ist und was nicht. Wäre es denn so schlimm gewesen Knöpfe hervorzuheben. Vielleicht mit einem etwas abgesetzten Hintergrund, wenn man schon so gänzlich auf jeglichen Skeuomorphismus verzichten möchte, was ja zugegebener Weise auch ein Stilbruch gewesen wäre.

Die Chance, das mein nächstes Smartphone ein iPhone wird, ist mit iOS 7 in den Keller gefallen. Die Gestaltung wirkt auf mich lieblos und langweilig und es macht einfach keinen Spaß das System zu benutzen.

Derweil vorliegende Sicherheitsprobleme und ähnliche Spökskes werden wohl in den nächsten Wochen behoben werden, aber mit dem Design muss man sich wohl über eine längere Zeit arrangieren.

Systemwechsel. Nikon D800.

Nikon D800 // Carl Zeiss T* Makro Planar 2.0/100mm ZF.2

Vom ersten Gedanken an einen Systemwechsel bis zur Durchführung hat es zwar eine Weile gedauert, aber nun habe ich mich vor wenigen Wochen für Nikon entschieden. Zur Option standen die Canon 5DMk3 und Nikon D800.

Nachdem ich zahlreiche RAW Aufnahmen beider Kameras verglichen habe, konnte ich mich letzten Endes für die D800 entscheiden. Obwohl ich das Gehäuse der 5D etwas griffiger finde, hat der höhere Dynamikumfang und das ordentliche Rauschverhalten der D800 dann den Ausschlag gegeben. Wobei ich denke, das man als Umsteiger von einem dritten System mit keiner der beiden Kameras in die Toilette greifen kann.

Bisher habe ich den Kauf der D800 keinesfalls bereut und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kann man sich sehr gut mit der Knipse zurecht finden.

Als erste Gläser gab es ein Nikon AF-S 50mm F/1,4G und das Carl Zeiss Makro Planar 2/100 ZF.2 dazu. Letzteres war mit ein Auslöser nun endlich mal den Wechsel in Angriff zu nehmen.

  • Der Autofokus ist um Längen schneller und präziser als bei der K-5. Auch der Fokusindikator (>o<) arbeitet auf den Punkt. Das Makro Planar 2/100 lässt sich damit sehr gut manuell fokussieren. Auch manuelles Fokussieren des 50mm bei F/1,4 hat eine erfreulich hohe Trefferrate. Mit der K-5 fand ich es gerade zu grausam schnelle Gläser zu fokussieren.
  • Wie es scheint ist mein Exemplar (Seriennummer 608xxxx) aus einer Baureihe, die nicht mehr von den fehlerhaften linken Autofokuspunkten betroffen ist. Zumindest konnte ich mit dem 50mm F/1,4 keine Probleme erkennen, oder der AF ist mit Fehler präziser als der AF der Pentax K-5 ohne Fehler.
  • Das Genörgel man bräuchte einen neuen Rechner und neue Festplatte zu Duzten ist Blödsinn. Lightroom auf meinem ollen MacBook Pro (Ende 2009) behandelt die NEF der D800 auch nicht spürbar langsamer als die 24 Megapixel RAW Dateien der Sony NEX-7.
  • Die Kamera ist größer und schwerer als alle anderen zuvor benutzen. Gerade in Verbindung mit dem Makro Planar kommt schon ein ordentliches Gewicht zusammen. Auf der einen Seite hat man ein ordentlich was in der Hand. Auf der anderen Seite kann ich mir vorstellen, dass das zusätzliche Gewicht auf längeren Touren durchaus nervig werden kann.
  • Und natürlich brauchte ich eine neue Tasche. Die Tamrac Velocity 7 ist ein bisschen zu eng und so habe ich mich für die Velocity 8 entschieden. Ist etwas weiter und die D800 passt perfekt hinein und es bleibt ausreichend Platz für weitere Utensilien.
  • Der unselige und pixelige LiveView bei maximaler Vergrößerung ist leider keine Übertreibung sondern entspricht der Wahrheit. Allerdings ist es nicht ganz so dramatisch wie ich anfangs befürchtet hatte. Mit dem Makro benutze ich maximal die mittlere Vergrößerung, wenn über den Liveview die Kamera ausrichte und fokussiere.

Damit bin ich dann wohl für den Frühling gerüstet.

Sony SEL35F18 OSS

Update vom 4.3.2014: Das Sony SEL35F18 neben der Sony NEX-7 mit Kit in Schwarz und Novoflex Adapter NIK/NEX und PENT/NEX stehen zum Verkauf. Wer Interesse hat, kann sich gern per E-Mail mit Preisvorschlägen melden. Verkaufe die Sachen auch einzeln.
Die Geräte sind mittlerweile verkauft.

Erste Eindrücke (5.1.2013)

Vorgestern habe ich dann das erste SEL35F18 ergattert, das meinem Fotohändler des Vertrauens vorlag.

Waaaas!? Ein 35mm F/1.8 für 450 Euro?! Dafür bekomme ich ja zwei! Das könnte die erste Reaktion auf das neue 35mm von Sony sein. Allerdings haben die wenigsten 35mm SLR Objektive Bildstabilisierung und sind adaptiert an einer NEX um Einiges größer, und so habe ich mal zugegriffen und werde in den nächsten Tagen und Wochen mal sehen, was ich davon habe.

f/4 – 1/40s – ISO 800

Da ich Heute ein paar erste Testschüsse an der frischen Luft machen konnte, will ich auch nur meine ersten Eindrücke schildern:

  • Es ist sehr leicht und anders als die älteren E-Mount Objektive von Sony ist es leider aus Kunststoff; fühlt sich aber trotzdem erstaunlich gut an. Hatte da arge Bedenken, da ich Plastik nun mal nicht mag. Laut Herstellerseite ist das Objektiv aus einer Aluminiumlegierung gefertigt.
  • OSS ist klasse. Wenn’s denn nicht anders geht kann man mit eingeschalteten Steady-Shot bei ruhiger Hand noch bei einer 1/8 Sekunde eine halbwegs brauchbare Aufnahme machen. Die üblichen Rückler beim Filmen, die bei händischen Aufnahmen mit nicht stabilisierten Objektiven auftreten, werden hervorragend kompensiert.
  • Der Fokusring ist zwar ganz angenehm gedämpft, aber dennoch ist er mechanisch nicht mit dem Linsensystem verbunden. Aber das ist ja eine alte Geschichte, dass die meisten Systemobjektive für spiegellose Knipsen einen sog. wired focus haben. Ergo hat das Dingelchen auch keine Hyperfokalskale; eigentlich hat es keinerlei Anzeigen. Momentan neige ich beim manuellen Fokussieren dazu auch mal in die falsche Richtung zu drehen. Das bedarf wohl noch ein wenig der Gewöhnung.
  • Der AF tat bisher immer in etwa das, was es auch tun sollte. Bricht nun wirklich keine Geschwindigkeitsrekorde, kommt aber dafür auf den Punkt.
  • Zur Abbildungsleistung will ich im Augenblick noch gar nicht so viel sagen, aber auf den ersten Blicken war es zumindest keine Enttäuschung. Weder offen noch abgeblendet.
f/8 – 1/50s – ISO 400

Akkuleistung (6.1.2013)

An sich liegt es ja auf der Hand, dass bei aktiviertem Steady-Shot und Autofokus mit einer Akkufüllung ein paar weniger Bilder gemacht werden können, als beim Anschluss eines adaptierten Glases. Es ist vielleicht noch etwas zu früh, eine Regel ableiten zu können. Aber gegenwärtig erscheint mir ein Viertel weniger ein plausibler Wert zu sein. Eigentlich kann man dem Akku über prozentualen Anzeige beim Entladen zuschauen.

Wie bei den meisten Bildstabilisierungssystemen macht es gewiss Sinn, diese nur zu aktivieren, wenn es die Länge der Belichtungszeit erforderlich macht.

Bei der Pentax Shake Reduction fällt es tatsächlich auf, wenn man bei ziemlich kurzen Belichtungszeiten das SR System aktiviert lässt, können Aufnahmen mitunter einen Hauch weniger scharf werden.

Bokeh (6.1.2013)

Bei geringer Tiefenschärfe sind die unscharfen Bereiche erfreulich weich und schön ruhig. Habe da schon Schlimmeres gesehen und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Bislang hatte ich noch keine Situation, bei der im unscharfen Bereich ausgeprägte Zerstreuungskreise hätten entstehen können. Bin mal gespannt, wie diese rüberkommen.

f/1.8 – 1/80s – ISO 100
f/1.8 – 1/80s – ISO 100
links: Voigtländer Nokton Classic 35mm F/1,4 MC (f/1.4 – 1/500s – ISO 100)
rechts: Sony SEL35F18 (f/1.8 – 1/1250s – ISO 100)
Sony NEX 7 / SEL35F18 OSS bei Frost auf einer Parkbank
Sony NEX 7 & SEL35F18 OSS
bei Frost auf einer Parkbank

NEX-7 Antialias Filter

animiertes GIF, mit ohne ohne Prostprocessing

Das ganze Foto auf Flickr – die Schlieren sind tatsächlich in der Gitterstruktur und sind nicht durch das Aliasing bedingt.

Der Antialiasing-Filter vom Sensor der NEX-7 scheint idT. nur sehr schwach zu sein, was ja nicht unbedingt neu ist und man in verschiedenen Blogs in den letzten Monaten schon lesen konnte, eg. Sony NEX-7 First Impressions (The Luminous Landscape). Darüber hinaus war es in der NEX-5 nicht anders. Als ich das erste Mal Fotos der NEX-5 mit der Pentax K-7 (beide 14MP) vergleichen habe, ist mir nicht umsonst die Kinnlade heruntergefallen. Und auch die Fotos der NEX-7 sprühen geradezu vor Schärfe und Details.

Unterm Strich ist mir der schwache Filter mit dem gelegentlichen Einsatz des LR 4 Korrekturpinsel für Moiré (How to Reduce Moiré in Lightroom 4) und damit verbundene höhere Auflösung lieber als ein »richtiger« Filter und dafür, wenn auch nur kaum sichtbare, Einbußen bei der Bildqualität.

Aber jetzt genug Technikgewäsch, denn viel schöner als über Fototechnik zu reden und Pixelpeeding ist das Fotografieren selbst 😉

NEX-7

Gestern bin ich endlich dazu gekommen die ersten Fotos mit der NEX-7 in freier Wildbahn zu machen, womit auch schon ein paar Eindrücke entstanden sind:

  • Der EVF ist tatsächlich klasse. Natürlich nicht so gut wie ein optischer Sucher, aber dafür hat man beim elektronischen Sucher neben den Betriebsdaten auch einen künstlichen Horizont, das Histogramm und natürlich die Hervorhebung der fokussierten Bereiche im Sichtfeld eingeblendet. Sogar die Zoomfunktion wird im Sucher angeboten.
  • Die Knipse ist immer noch klein aber größer als die etwas zu kleine NEX-5 und liegt damit etwas besser in der Hand.
  • Die Verarbeitung ist OK, aber keinesfalls mit der wetterfesten Pentax K-5 zu vergleichen. Unverwüstlich wäre sicherlich keine passende Beschreibung des Gehäuses.
  • 24 Megapixel sind acht mehr als 16 MP. Man benötigt nur 4MP um ein 13×18 mit 300dpi zu drucken. In der 100% (Pixelpeeper) Ansicht lassen sich also eine Menge Details finden, die man bei Bedarf durch beherztes Beschneiden des Bildes beim Druck zum Vorschein bringen kann.
  • Die Qualität der Linsen spielt tatsächlich eine größere Rolle. Der markante Abfall der Auflösung an den Bildrändern beim Voigtländer Nokton 1.4/35mm unter F/5.6 fällt in der 100% Ansicht eines Fotos noch stärker auf.

Ich habe mich erste recht spät für die NEX-7 entschieden, da sie einmal aufgrund der Umweltkatastrophe und den daraus resultierenden den Produktionsproblemen verspätet auf den Markt kam und lange Zeit nur schwer zu bekommen war und zu dem Zeitpunkt auch die Fujifilm X-Pro 1 vorgestellt wurde, die ich auch als interessante Alternative zum NEX System gesehen habe.

Die X-Pro 1 hatte ich dann neulich in der Hand und muss leider sagen, dass ich für 1600 EUR etwas mehr Substanz erwartet hätte. Hinzu kommt der nicht ganz so brillante Hybridsucher, fehlendes Fokus Peaking und der Preis von gut 600 EUR für ein Objektiv.

Zu einem späteren Zeitpunkt gibt es noch mehr zu der Kamera.

Pentax smc FA 77mm F1.8 Limited (Teil 2)

Mit etwas Verspätung gibt es nun den angekündigten zweiten Teil des Review zum FA 77. Nachdem ich das Objektiv nun ein paar Tage benutzt habe, kann ich endlich sagen, was mir daran gefällt oder auch nicht gefällt:

Wie nicht anders zu erwarten ist die kompakte Bauart das Argument unterwegs zum FA 77 anstelle des Planar 1,4/85mm zu greifen. Für ein FA 31 und FA 77 findet sprichwörtlich in der kleinsten Tasche Platz.

Mit der Bildqualität und den Ergebnissen bin ich insgesamt sehr zufrieden aber das Glas ist nicht ganz frei von Schwächen:

Chromatische Aberration ist die eigentlichen Schwäche des FA 77. Eigentlich ein Problemchen, dass bei den meisten Objektiven auftritt und idR. bei Postprocessing eliminiert werden kann, wenn das nicht ohnehin schon in der Kamera beim Fotografieren mit Jpeg geschieht. Beim FA 77 ist der Abbildungsfehler bei offener Blende bei kontrastreichen Übergängen allerdings sehr ausgeprägt (Bokeh Fringing), dass selbst die Objektivkorrektur von Lightroom 4 nicht immer zum Erfolg führt. Schnelle Hilfe bietet da nur das Desaturieren von Grün oder Lila, was allerdings nicht bei jedem Foto angebracht ist.

bokeh fringing
bokeh fringing crop

Der Phasen Autofokus hat sich in er Praxis als recht sprunghaft erweisen. Selbst unter Berücksichtigung der realen Größe der AF Punkte gegenüber den angezeigten roten Punkte im Sucher, lässt die Präzision teilweise schon etwas zu wünschen übrig. Anfangs bin ich von einem Front- oder Backfokus ausgegangen, da beim Kontrast AF die Erfolgsquote durchgehend besser war. Aber nein, unter idealen Bedingungen – helle und ebene Fläche ausreichender Größe – ist der AF mit der Normaleinstellung der Feinjustierung ein ordentlicher Fokus möglich. Insgesamt halb so wild, denn das manuelle Fokussieren macht mit dem wunderbar gearbeitetem Fokusring richtig Spass und selbst bei F/1,8 kann man mit der normalen Mattscheibe der K-5 den Fokussprung erkennen. Nach einer Weile kann man auch gut voraussagen, wann der Phasen AF versagt und mal kurz in den Liveview schalten und dort den Kontrast AF zu benutzen.

Mal von diesen beiden Haken abgesehen ist das FA 77 ein absoluter Knaller. Bei F/1,8 ist es schon scharf, abgeblendet auf F/2,8 wird richtig scharf und bei F/4 bis F/8 ist es exzellent. Fällt mir gerade schwer meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen ohne in wilde Schwärmerei und Fanboy Gehabe zu verfallen.

Das Bokeh gefällt mir eigentlich ganz gut. Es ist natürlich etwas anderes als vom Planar 1,4/85. Welches einem da nun besser gefällt, ist wohl ausschließlich eine Frage des Geschmacks. Müsste ich mich für eine Linse entscheiden, würde es mir schwer fallen eine Lösung zu finden und meine Entscheidung, egal wie sie ausgefallen ist, hinterher bereuen. Aber irgendwo war mir damals nach der Photokina 2010 – als ich mir beide Gläser angesehen habe – schon klar, dass ich mich da nicht wirklich entscheiden könnte.

Grabstein Engel

Pentax K-01

Da ist sie: K-01 – Systemkameras
Die Gerüchte haben sich im Großen und Ganzen bewahrheitet. Interessant ist das Focus Peaking Feature. Ob das wohl an die GXR Variante angelehnt ist. Bin mal auf kommende Reviews gespannt.

Wie es aussieht hat die Kamera eine andere Engine als die K-5. Was die wohl kann? Bin mir nicht sicher, wieviel der Prozessor mit dem Focus Peaking zu tun hat. Würde mir das Peaking auch für ein Firmware Update für die K-5 wünschen.

Das Design ist wohl eine Frage des Geschmacks, ob‹ es funktional ist? Keine Ahnung. Eine Augenweide ist sie IMHO nicht direkt;)

Gerücht um Pentax K-01

Nachdem auf der CES schon jemand einen Prototypen einer neuen spiegellosen Kamera von Pentax gesehen haben möchte, kommen nun die ersten handfesteren Gerüchte um eine Neue ans Tageslicht. Vorgestellt werden soll die K-01 auf der CP+ in Tokyo, die vom 9. bis 12. Feb. stattfinden wird.

Die vermeintlichen Spezifikationen (via Mirrorless Rumors) sehen nach einer Mischung aus K-r und K-5 aus:

  • K-Bajonett
  • verschiedene Farben, schwarz, weiss, gelb gemischt. Hoffentlich kein Plastik.
  • Sensor ähnlich oder gleich der K-5
  • wohl kein OVF aber optional ein EVF
  • LCD mit gleicher Auflösung wie bei der K-5
  • Full HD video, kA. wie viele Bilder/s
  • Verschluss von 1/4000 bis 30 Sekunden
  • Contrast AF, AF 81 Split
  • Built-in pop-up flash
  • 121 mm x 79 mm x 59 mm
  • 560 g mit Akku
  • neue Objektive, eg. DA 40mm F2.8XS. Keine Ahnung, was das XS heissen soll, eXtra Small? Vielleicht mit Führung des hinteren Elements in das Kameragehäuse.

Zum Vergleich die Maße der K-5: 131 mm x 97 mm x 73 mm bei 740 g inkl. Akku.

Der spannende Punkt ist natürlich das K-Bajonett. Zum einen freut man sich als Pentax Nutzer, vorhandene Gläser weiter benutzen zu können, in der Hoffnung, dass es ein vollwertiges KAF2 ist. Aber andererseits ist das Auflagemaß mit 45,46 mm zwar im Mittelfeld bei Kleinbildspiegelreflexsystemen aber extrem lang für ein spiegelloses System. Sony E liegt bei 18 mm und MFT bei 20 mm.

Ich bin mal sehr auf die Form, das Material und die Verarbeitung der Kamera gespannt und was die Firmware im Vergleich zur K-5 alles »gelernt« hat. Focus Peaking wie vom Sony NEX System wie auch der Ricoh GXR wären schon eine wünschenswerte Zugabe. OK, auch der Liveview der bestehenden DLSR von Pentax würde von so einem Feature profitieren. Das Focus Peaking der NEX-5 ist schon klasse. Blende öffnen, Fokus einstellen bis das Motiv hervorgehoben wird, abblenden und es besteht kein Zweifel mehr, dass der Fokus sitzt.

Update: eine Hand voll geleakter Fotos auf Mirrorless Rumors.

Sony NEX-7 vorgestellt

Wie erwartet hat Sony Heute im Fotobereich einige neue Produkte vorgestellt. Neben der SLT-A 77 auch die NEX-7, was mich als Fan der NEX-5 wesentlich mehr interessiert.

Sieht etwas größer aus als die NEX-5. Die technischen Daten decken sich im Großen und Ganzen mit den Gerüchten der letzten Wochen. Ich bin sehr auf die ersten tiefergehenden Tests gespannt.

Sennheiser PX 200-II

Auf Reisen benutze ich seit meinem damaligen Job in Köln einen kleinen, kompakten Sennheiser PX 200, den ich besonders für seinen sehr natürlichen Klang und den Tragekomfort schätze. Klanglich hat der damals meine Erwartungen an einen 35 Euro Kopfhörer um Längen übertroffen.

Vor ein paar Tagen habe ich mir dann das Nachfolgemodell, den PX 200-II zugelegt, um ihn im Büro zu benutzen. Die Version II hat im Gegensatz zum Vorgänger nur ein Kabel, was ich ziemlich praktisch finde. Vom Klang habe ich Ähnliches erwartet, zumal der neue 20 Euro mehr kostet.
Ein einzelnes Kabel ist idT. klasse. Während zuvor immer eins der beiden Kabel an meinen Barthaaren kitzelte, kann ich mit einem Kabel nun meine Nerven schonen. Allerdings ist mitten im Kabel ein Lautstärkeregler untergebracht, der da ein wenig störend herumhängt. Ehrlich?! Was sollte der da. Von derlei Reglern ist noch nie etwas Gutes ausgegangen. Ein Feature, auf das zumindest ich gut verzichten könnte.

Klanglich reicht die Version II leider nicht an den Vorgänger heran. Der Bass ist zu stark und die Mitten gehen ein wenig unter. Findet man dann am iPod eine günstigere Einstellung des Equalizers, Treble Booster finde ich ganz angenehm, kann ich mit dem Klang zurechtkommen. Autechre geht auch mal ohne Equalizer…

Die Kunstlederpolster liegen dicht auf den Ohren auf und Geräusche von außen werden recht gut abgeschirmt. Die Verarbeitung ist OK. Der Bügel ist etwas wuchtiger, da der Metallteil noch einmal mit Plastik teilummantelt ist. Insgesamt ist die Konstruktion aber trotzdem noch sehr leicht und sitzt gut und wird auch bei längerem Tragen nicht nervig. Also ganz wie beim Vorgänger.