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Prost Neujahr

Nikon Z 7 · Zeiss Makro-Planar T* 2/100 ZF.2 · f/2.0 · 100mm · 1/50s · ISO 500

Manchmal verdränge ich wie wenig ich doch schärferen Alkohol mag. Und manchmal bekomme ich nichtmal ein Glas Whisky runter und muss den Rest - so schade das auch sein mag - weggießen. Dann trinke ich dann lieber einen Tee aus dem Whisky Glas.

Weniger Alkohol zu trinken muss ich mir für 2022 wohl nicht vornehmen...

junger Sheng von einem alten Gushu

So mag ich Pu-erh. Frische Ernte von einem alten Baum. In 2017 hatte ich mal einen fantastischen Nord- und Südhang-Blend. Kein mineralischer Geschmack, kaum Bitterstoffe, sofort mit der ersten Tasse süss. Fruchtig, Pflaume, Steinobst. Spätere Ernten kamen leider nicht mehr in die Nähe des Geschmacks, da sie idR. aus niedrigerem Anbau stammten.

Aber dieser spielt fast in der gleichen Liga.

Junger Sheng Von Einem Alten Gushu

Bio Gyokuro Shincha 2021 Homare

Nach über einem Jahr trinke ich mal wieder einen Gyokuro. Aber ein süßlicher Shincha mit einem nicht übertriebenen Umami. Ich habe noch genug Umami aus meiner vorangegangenen Gyokuro-Phase.

Aufgegossen in einem nigelnagelneuen Shiboridashi mit ca. 130 ml auf einen guten Teelöffel mit 65 °C. Erster Aufguss mit gut einer Minute, der zweite mit 30 s und der letzte mit 45 s. Einen vierten Aufguss gibt der Tee IMHO nicht her.

Vom Händler gibt es ein Video mit der Vorstellung des Tees.

Bio Gyokuro Shincha 2021 Homare 01

Bio Gyokuro Shincha 2021 Homare 03

Teeexperimente

OK, Matcha und Sencha mischen bedarf eines gewissen Fingerspitzengefühls und die Sorten müssen wohl etwas auf einander abgestimmt sein. Ich habe es mal selbst versucht, aber das Ergebnis bleibt in der Regel hinter dem etwas zurück.

Und Matcha mit aufgebrühtem Tee zubereiten ist tatsächlich keine echte Geschmacksexplosion. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass der Matcha besser aufschäumt. Obwohl ich mir vorstellen kann, das nochmal mit anderen Sorten auszuprobieren.

Matcha mit aufgebrühtem Tee zubereiten

Neulich habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass es recht interessant sein kann, wenn dem Sencha Teeblatt ein wenig Matcha beigemischt ist. Aber Matcha mit aufgebrühtem Tee anstelle von Wasser zuzubereiten (YouTube Video) klingt nach einer ziemlich schrägen Idee.

Leider habe ich keinen Matcha zu Hause, da ich den eher im Herbst und Winter trinke. Grund genug, welchen zu bestellen, um das mal auszuprobieren. Das Video hat ziemlich neugierig gemacht.

Bio Sencha mit Matcha

Zum Frühstück gab es heute etwas eher Interessantes. Ein Sencha mit Matcha. Nein, nicht selbst gemischt. Kam als Probe vom Lieferanten. Leider habe ich keine Angabe, um welche Tees es sich handelt. Nichts desto trotz ist der Tee interessant. Die Tasse ist smaragdgrün und sehr trüb, was dem Matcha zuzuschreiben ist.

Ich habe einen ordentlichen Teelöffel für 100 ml benutzt und den ersten Aufguss mit knapp unter 70 °C um die 40 Sekunden ziehen lassen. Weitere Aufgüsse habe ich ab 10 Sekunden gemacht und jeden weiteren um 5 Sekunden verlängert.

Nur beim ersten Aufguss kommt die Mischung aus dem lieblichen Sencha und dem vollmundigen Matcha zum Vorschein. Bei weiteren Aufgüssen steht der Sencha im Vordergrund. Die Aufgüsse bleiben stets mild.

Ya Bao Premium

Ya Bao Premium
Ya Bao Premium

Ich war schon immer aus der Suche nach einem bekömmlichen Tee für den Abend. Auch wenn ich nach einer ausgedehnten GungFu-Session mit einem Tie Guan Yin in der Regel nicht die Nacht durchmache, gibt es schon Abende, die ich der Tee ein wenig wach hält.

Beim Ya Bao werden nicht die Blätter, sondern Knospen wilder Teesträucher benutzt und sind somit ohne einen brutalen Entkoffeinierungsprozess fast frei von Koffein.

Der Geschmack ist mild und ein wenig süßlich. Ganz passend für den Abend. Wenn einem nach etwas Süßem ist, kann dieser Tee eine gute, gesunde und zuckerfreie Alternative sein.

In der Regel bereite ich ca. 3,5 Gramm Tee in einem 100 ml Gaiwan mit möglichst heißem Wasser und anfangs 20 Sekunden Ziehzeit zu. Bei weiteren Aufgüssen verlängere ich die Ziehzeit um gut 5 Sekunden.

TeaTimer

Hmm… nachdem sich die jüngst benutze Smartphone App letztendlich als nicht so optimal wie erhofft entpuppt hat, habe ich nochmals nach einer Standalone-Lösung geschaut.

Nach ausgiebiger Recherche bin ich auf ein geeignetes elektronisches Gerät gestoßen, dass den signifikanten Teil meiner Anforderungen erfüllt. Eigentlich bin ich auf eine ganze Produktpalette gestoßen, die sich hinter dem Zauberwort „Küchentimer“ verbirgt.


Der Timer im Kontext seines Einsatzbereichs

Ich habe mich für ein Modell mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten entschieden.

Neben der Funktion Zeit runterzuzählen, kann das Gerät auch verstrichene Zeit erfassen. Und um das Featureset abzurunden kann das Gerät auch die aktuelle Uhrzeit anzeigen. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich die zuletzt genannte Funktionalität wirklich nutzen möchte.

Weiter kann das Gerät benutzt werden, ohne einen Account einzurichten und funktioniert ganz ohne Verbindung zum Internet.

Anständigerweise hat sich der Anbieter gegen ein Abo-Bezahlmodel entschieden. Das Gerät gehört noch einmalige Zahlung quasi mir.

Bisher hat das Gerät meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. Verstrichene Sekunden werden ziemlich präzise erfasst und das üppige Display gibt mir auch ohne Brille stets Auskunft den aktuellen Stand der Zubereitung.

Ich bin masslos begeistert und kann dieses Produkt für zeitkritische Prozesse empfehlen.

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass es sich hier um meine ehrliche Meinung handelt und ich den Artikel selbst mit meinem eigenen Privatvermögen erworben habe.

Tongmu Guan Yesheng Hong Cha

Tongmu Guan Yesheng Hong Cha
Tongmu Guan Yesheng Hong Cha

Mein heutiger Frühstückstee.

Ich hatte mir mal eine 10 g Probe von dem Tee zugelegt, die ich auf zwei Gong Fu Session verteilt habe. Der Händler empfiehlt für den ersten Aufguss eine längeren Ziehzeit von 45 Sekunden und bei folgenden eine kürzere. Ich habe dann jeweils mit 20 Sekunden weitergemacht und jeweils um 5 Sekunden verlängert.

Der Aufguss ist dunkel und Bronzefarben. Eigentlich sehr schön anzusehen. Aber ich befinde mich gerade in einem Schwarz-Weiss-Foto-Monat.

Keine Bitterstoffe. Ein schöner, schwarzer Tee. Hat ein süßes und blumiges Aroma. Ich denke, davon kann ich mir auch mal mehr als nur 10 g gönnen.

Formosa Hongyu Cha Ruby Tea

Zur Feier des Verdi Streiks habe ich dann mal einen Tag Urlaub genommen, den ich mit einem angenehm süßen schwarzen Tee beginne.

Der Formosa Hongyu Cha Ruby Tea duftet nach Honig und bei den ersten Aufgüssen spiegelt sich das Aroma auch im Geschmack wieder. Mit der Zahl der Aufgüsse wird der Tee dann etwas würziger.