Am Nachmittag war ich mal wieder mit der Kamera bewaffnet im Botanischen Garten an der RUB unterwegs.







Heute habe ich das erste Foto einer Magnolienblüte in diesem Jahr gemacht. Und es war alles andere als einfach.
Des Spasses halber habe ich mal das Zeiss Makro Planar 2/100 auf die Fuji X-T1 geschnallt. Eine gute Kamera mit einem fantastischen Makro. Was kann da schief gehen.
Es ist eine unglaublich nervige Kombination aus Kamera und Glas, die man auf keinen Fall ernsthaft ohne ein Stativ benutzen kann. Es ist trotz Focuspeeking ein Wunder, dass ich tatsächlich das eine oder andere ansatzweise scharfe Foto zustande gebracht habe. Hinzu kommt, dass die Kombi extrem schlecht balanciert ist. Das Glas mit Adapter sind doch etwas zu schwer für die kleine Kamera. Ich wußte gar nicht so recht, wie ich das Gebilde stabil in den Händen halten sollte. Und irgendwie bin ich auch eher an den Bildwinkel bei 100mm als bei 150mm gewöhnt. Ich denke, das Planar bleibt mit Recht an der D800.



Habe Heute im Botanischen Garten mal nachgeschaut, ob der Frühling schon Einzug gehalten hat. Hat er. Ein wenig.
Allerdings musste ich auch sehen, dass der Chinesische Garten wegen Vandalismus für unbestimmte Zeit geschlossen ist. Was für ein Pack, ehrlich!
Anstelle eines Makro habe ich mal das Fujinon XF 56mm F/1,2 mitgenommen um es noch ein wenige besser kennenzulernen.
Irgendwann demnächst kommt noch ein etwas ausführlicherer Bericht.
Beide Fotos sind mit dem XF56 bei offener Blende entstanden. Die Fuji X-T1 bietet ja seit der vorletzten Firmware Version eine Belichtungszeit von bis zu 1/32000s (ja, eine Zweiunddreißigtausendstel Sekunde), was an sonnigen Tagen ganz praktisch ist.


Vor ein paar Tagen habe ich das XF 60 zu einem klasse Preis in der Gebrauchtabteilung meines Fotohändlers des Vertrauen gesehen. Natürlich konnte ich nicht widerstehen und habe zugegriffen.
Das XF 60mm ist neben dem 18mm und dem 35mm eines der ersten drei XF Objektive, die Fuji damals mit der XPro1 auf den Markt gebracht hat.
In der Vergangenheit haben mich die Horrorgeschichten über den üblen Autofokus des Objektivs davon abgehalten, näher über das Makro nachzudenken. Aber für einen guten Gebrauchtpreis kann sich das schnell ändern.
Nach dem Anschluss an die XT1 und dem ersten Einschalten der Kamera, erschien eine Meldung, die ein mögliches Firmware Update des Objektivs erwähnte. Vor dem Update war der AF wirklich etwas gruselig. Aber das Update wirkte Wunder. Der AF ist zwar noch immer nicht der schnellste – auch auf weiter oder mittlerer Distanz leider nicht – aber dafür sehr präzise.
Im Makrobereich macht es Sinn, die Kamera in den Makro AF Modus zu schalten, damit das Objektiv den Fokusbereich nicht ganz so planlos von einem Ende zum anderen Ende durchläuft. Im Nahbereich neige ich auch eher dazu, manuell zu fokussieren. Was mit der XT1 und dem 60 mm ziemlich funktioniert. Das automatische Zoomen, sobald der AF Ring gedreht wird, und das Peaking sind eine enorme Hilfe.
Der äußere Tubus, der Fokus- und Blendenring wie auch die Streulichtblende sind aus Metall und schreien: Qualität! Außerdem habe ich das Gefühl, der innere Tubus – der im Nahbereich schon ein wenig aus dem äußeren herausragt – ist auch aus Metall. Hier hätte ich auf Kunststoff getippt, aber es fühlt und hört sich metallisch an. Find ich gut;)
Es mag zwar schon Herbst sein, aber die eine oder andere Pflanze hat den Kopf noch nicht hängen lassen. Und das schöne, sonnige Herbstwetter der letzten Tage macht der bunten Jahreszeit alle Ehre.















Ein angenehmes Bokeh scheinen die Fuji Linsen gemein zu haben, so finde ich auch das vom XF 60 ganz gefällig.

