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Der gestohlene Feiertag?

An sich bin ich ja immer etwas angefressen, wenn ein Feiertag auf’s Wochenende fällt. So auch gestern, als ich abends noch ins Dorf musste, um einzukaufen.

Der Samstag war allerdings einer der angenehmsten seit Langem. Der Morgen fing langsam an und nahm auch kein Tempo auf. Keine Überlegungen, welche Besorgungen gemacht werden müssen. Kein Abwägen, ob ein Gang ins Dorf reicht, oder ob eine Fahrt in die Innenstadt ansteht.

Stattdessen ein langes Frühstück herumgammeln wie am Sonntag und zum Mittag wurde bestellt.

Nachmittags ein ausgiebiger Spaziergang durch den Wald, allerdings ohne interessante oder schöne Pilze zu finden. Aber dafür hat das Wetter mit T‑Shirt-tauglichen 20 °C mitgespielt.

Ich will den Tag nicht vor dem Abend loben, aber um zehn vor acht abends, kann man das schon mal machen. Ein schöner Tag.

You can't always get what you want

Ein einzelnes Gänseblümchen mit weißen Blütenblättern und gelber Mitte, scharf abgebildet im Gras, umgeben von unscharfen grünen Halmen.
Ein einzelnes Gänseblümchen in einem Meer aus grasigem Bokeh

Ursprünglich wollte ich ein paar Pilze vom Spaziergang mit nach Hause bringen. Nicht in gepflückter Form, sondern als Foto. Aber es ist ein Gänseblümchen geworden.

Es ist nicht so, als hätte ich keine Pilze gesehen. Aber leider nur welche, die mich gezwungen hätten, im Blog ein Feature für eine „sensitive Content“-Warnung einzuführen.

Hinter der nächsten Kurve ist der Sonnenuntergang

Blick über den Canal Grande in Venedig bei Sonnenuntergang. Rechts stehen Palazzi als dunkle Silhouetten im Gegenlicht, links eine Häuserreihe in der Ferne. Ein weißes Wassertaxi fährt über das leicht bewegte Wasser auf den orange leuchtenden Horizont zu, darüber ziehen rosa und apricotfarbene Wolkenbänder.
Sonnenuntergang am Canal Grande in Venedig

Auf einem Vaporetto mitten auf dem Canal Grande dem Sonnenuntergang entgegen, der gleich hinter der nächsten Kurve wartet.

Das denkt sich jeder Tourist. Man kann sich kaum vorstellen, wie voll so ein Boot in der Hauptsaison werden kann. Im Winter, Frühling und späten Herbst ist es etwas entspannter.

Fühlt sich an wie ein Throwback-Tuesday: Motif Central. Ich finde es schön, dass Motif immer noch ein Ding ist. Damals an der Uni war Motif quasi Standard, wenn man eine Software mit UI entworfen hat.

Ich habe gestern die acht Folgen der Serie Neagley durchgeschaut. Das hätte ich natürlich nicht gemacht, wenn mir die Serie nicht gefallen hätte. Hatte erst ein wenig die Nase gerümpft. Hätte ja auch ein lahmer Spinoff sein können.

Momentan läuft die Serie Farscape im Hintergrund. Noch immer halbwegs ulkig nach all den Jahren. Und bunt. Und Claudia Black.

Neues vom Teich

Gestern war ich nur kurz im Botanischen Garten und bin dann vorbeigegangen an den Lotteltaler Teichen, um auf dem Kalwes heumzuklettern. Ja, der ist nur 159 m hoch und es ist auch nicht zu interessant.

An den Teichen war allerdings schwer was los. Der obere Teich wurde quasi vollständig von Mandarinenten annektiert. Und sie haben die Mauser hinter sich und tragen wieder ihr Prachtkleid.

Natürlich waren alle Enten auf der eher unzugänglichen, hinteren Seite des Teichs. Und drumherumgehen bringt auch nichts. Der raschelnde alte Mann im Unterholz würde die nur aufschrecken. Und das will ich nun auch nicht.

Doppel(t)-CD

2 × Banco de Gaia: Memories Dreams Reflections
2 × Banco de Gaia: Memories Dreams Reflections

Es ist wieder passiert. Ich habe mir ein Album doppelt gekauft. Dieses Mal Memories Dreams Reflections von Banco de Gaia. So gut gefällt mir die Doppel-CD. Ich sollte langsam mal über eine CD‑Datenbank nachdenken…

Nach einem Dreiviertel Jahr mit der Z8

Ich habe mich vor Jahren noch sagen hören, dass ich nie wieder eine Kamera mit Fullframe-DSLR-Formfaktor haben möchte. Wie falsch ich doch lag.

Ursprünglich wollte ich mir in der Weihnachtszeit 2025 die gerade frisch vorgestellte ZR zulegen. Ein 4 Zoll großes, vollständig schwenkbares Display ist ideal für Makroaufnahmen. Filmen war nie meine Intention und die ZR ist vielleicht auch eine fähige Knipse, auf dem Niveau der Z6III, aber primär auf Video ausgerichtet. Allerdings war die Kamera im lokalen Handel einfach nicht zu bekommen. Zu früh, zu neu. Zum gleichen Zeitpunkt rutschte die Z8 durch einen Rabatt von Nikon unter 4000 €. Naja, warum nicht anderthalbtausend Euro drauflegen und eine teurere, größere und schwerere Kamera kaufen.


Schwarzweißfoto: Drei Nikon Kameras stehen nebeneinander auf einem Tisch und zeigen ihre Rückseiten. Links eine Nikon Z7, in der Mitte eine Nikon Z8, rechts eine sichtbar gebrauchte Nikon D800 mit Monitorschutzkappe und Handschlaufe. Im Hintergrund ein Monitor mit einer unscharfen Blütenaufnahme.
v.l.n.r.: Nikon Z7, Z8, D800

Im Nachhinein weiß ich nun, dass das mit der ZR eine Schnapsidee war und die Kamera für mich wohl nie mehr als ein Gimmick gewesen wäre. Mit 24 Megapixeln in erster Linie Makros aufnehmen wollen. Was für eine dumme Idee, wenn man zuvor 45 Megapixel zur Verfügung hatte.

Wenn ich nun die Z7 (I) und die Z8 vergleiche, lässt sich der technische und ergonomische Fortschritt nicht wegdiskutieren.

  • Der AF der Z8 mag konzeptionell vergleichbar mit dem betagten AF der Z7 sein. Aber da hört es auch auf. Gerade beim (3D-)Tracking mit Telebrennweiten, hatte ich anfangs das Gefühl, die Z8 kommt aus der Zukunft. Die Keeperrate ist explodiert.
  • Bei 20 RAW‑Bildern pro Sekunde und einem schnellen AF ist ein bisschen Wind bei Makrofotografie kein echtes Problem mehr. Allerdings komme ich nach einer Fototour mit etlichen 100 Aufnahmen nach Hause, durch die ich mich arbeiten muss. Aber auch hier sind wesentlich mehr Keeper dabei. Eigentlich gehe ich mit Shift+X oder Shift+P durch die Fotos, um nur jene zu behalten, bei denen an der entscheidenden Stelle der Fokus sitzt.
  • Es sind so Kleinigkeiten, die die neuen Features an der Z8 abrunden: Der Wechsel zwischen EVF und Bildschirm kann zum Beispiel darüber gesteuert werden, ob das Panel ausgeklappt wird. Das finde ich so abartig praktisch, dass ich gar nicht glauben kann, dass ich zuvor mit einer Kamera sinnvoll arbeiten konnte.
  • Anfangs habe ich den Sensorschutz, der im ausgeschalteten Zustand aktiviert werden kann, etwas belächelt. Aber im vergangenen Dreivierteljahr musste ich nicht einmal den Sensor der Z8 reinigen. Ein Objektiv im Freien zu wechseln, fühlt sich auch nicht mehr so stressig an.
  • Der elektronische Verschluss hat mir bisher keine Nachteile gebracht. Das Lauteste an der Kamera sind nun VR und Springblende vom Objektiv. Die Z8 ist also beinahe lautlos. Ich mag es, draußen in der Natur kein Tier aufzuschrecken.

Ich glaube, ich könnte die Liste noch beliebig fortsetzen. Natürlich hat sich in den knapp fünf Jahren zwischen den Markteinführungen der beiden Knipsen ein wenig was getan. Und ich fände es müßig, über jeden Unterschied zu schreiben, der ohnehin auf der Hand liegt.

Und warum jetzt wieder eine große Kamera? Die Frage ließe sich mit einem Wort beantworten: Ergonomie.

Die Z8 ist schwerer und größer als die Z7. Aber die Größe war in erster Linie nur im Rucksack ein Problem. Ich hatte die Teiler in allen Rucksäcken natürlich auf die Größe der Z7 mit Objektiv ausgerichtet. Was ich dann anpassen musste. Habe ich den Rucksack einmal auf dem Rücken, ist es kein Unterschied mehr, ob ich ein 100-400 mit einer Z7 oder Z8 dabei habe. Wenn ich es nicht wüsste, könnte ich aufgrund eines Gewichtsunterschieds nicht sagen, welche Kamera im Rucksack ist. Der Unterschied fällt nur deutlich beim Tragen in der Hand oder an einem Holster auf. Das Gewicht kommt tatsächlich durch die Optiken. Auch wenn die Z-Linsen in der Regel leichter sind als deren G‑Pendant, bleiben sie groß und schwer. Wenn ich da hätte sparen wollen, hätte ich beim Fuji-X-System bleiben müssen. Der Zug ist angefahren.

Eine größere Kamera ist angenehmer in der Handhabung. Es fängt damit an, dass der kleine Finger Platz am Griff hat und nicht in der Luft hängt, und endet bei der großzügigeren Anordnung der Knöpfe.

Junge, bin ich froh, dass ich mir damals keine ZR gekauft habe… 


Sorry für den für meine Verhältnisse langen Post. Dafür gibt's ne Blumenwiese.

A1843 – MQ052D/A

A1843
A1843

Ich denke, ich bräuchte wirklich langsam mal eine neue Ausführung des Models. Die intensivste Grundreinigung kann da nicht mehr helfen… 

Wer rechnet damit, dass die Beschriftung der Tasten nach gerade mal neun Jahren dahin ist. Aber viel mehr Sorgen macht mir das "D", dass nicht bei jedem Druck reagiert.

Dark Matter – Der Langweiler

Während der ersten beiden Folgen von Dark Matter – Der Zeitenläufer habe ich durch Bjarne Stroustrups Eine Tour durch C++ geblättert. Ab und an mal einen Blick in die Bibel zu werfen, kann nicht schaden. Was ich damit sagen möchte: Die beiden Folgen waren so arsch-langweilig, dass ich auch Stricken oder Häkeln hätte lernen können.

In der dritten Folge fühlte es sich dann entfernt nach Sci-Fi an. Allerdings nicht auf die interessante Art. Schauen von einem Gang, der die Berührungspunkte des Multiversums darstellen soll, durch die eine oder andere Tür, um eine irgendwie marodierte Form der Realität vorzufinden. Bis Folge 5 habe ich es geschafft. Aber leider macht die Serie nicht den Eindruck, interessanter zu werden. Die ersten fünf Folgen sollten schon ausreichen, um eine Serie in Wallung zubringen.