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Immer wieder mal ein Thema: Linkpflege.

Wenn ein Blog schon eine Weile läuft, sammeln sich einige Links an. Und wie das halt so ist, bestehen davon so manche nicht den Test der Zeit. Um über geparkte Domains nicht auf schmuddlige Casino- oder sonstige Spam-Seiten zu verweisen, wäre es natürlich hübsch, die Links regelmäßig mal durchzuchecken.

Also filtere ich alle URLs aus jedem Post und sammle sie in einer Tabelle, die neben der Original-URL eine Ersatz-URL enthält. Das passiert automatisch beim Speichern eines Posts und initial mit einem kleinen Command, der das einmal für alle Posts macht. Ich hatte keine Lust, meine zigtausend Posts alle einmal zu speichern. Ein Cronjob geht nun her und knöpft sich alle halbe Stunde ein paar Hände voll URLs vor, prüft sie und sucht notfalls eine Ersatz-URL. In den meisten Fällen ist das ein Link auf die Wayback Machine.

Beim Generieren der Seiten werden die URLs aus den Posts bei Bedarf gegen ihre Ersatz-URLs getauscht.

Das ist nicht mein erster Versuch, defekten Links Herr zu werden. Aber es ist der erste, der vollkommen automatisch läuft. Und ich kann durch sukzessive Optimierung des Linkchecks die Ergebnisse verbessern, da ich nach Entfernen der Ersatz-URL immer wieder mit der Original-URL testen kann.

return preg_replace_callback(  
    pattern: '~(<a\s[^>]*?href=")(https?://[^"]+)(")~i',  
    callback: fn(array $matches) => isset($this->replacements[$matches[2]])  
        ? $matches[1]  
            .htmlspecialchars(  
                string: $this->replacements[$matches[2]],   
                double_encode: false  
            )  
            .$matches[3]  
        : $matches[0],  
    subject: $html  
) ?? $html;

Alles in allem dreht sich die Ersetzung um einen Aufruf von preg_replace_callback(). $html ist offensichtlich der HTML‑Code und $this->replacements ist ein Array, das die Original-URLs als Schlüssel und den Ersatz als Wert hat. Beim ersten Aufruf wird $this->replacements einmal initialisiert, sodass der Renderer beliebig viele Posts oder Seiten ohne weiteren Query verarbeiten kann.

Bio Gyokuro Shibushi Haruto handpicked Premium

Das ist also mein neuer Sonntagstee. Der Shibushi Haruto ist abgesehen vom Umami äußerst zart. Man sollte keinen anderen Geschmack vom Frühstück im Mund haben, wie etwas Brot oder Konfitüre, sonst geht der Gyokuro darin unter.


Blick von oben in eine geöffnete runde Teedose mit dunkelgrünen, nadelförmigen Teeblättern. Rechts liegt angeschnitten der Deckel aus rotbrauner Kirschrinde. Der Untergrund ist dunkelgrauer Filz.
Gyokuro in einer Teedose aus Kirschrinde.

Aufgebrüht habe ich den Tee mit knapp über 50 °C und dann 90/30/30 s ziehen lassen. Ich habe gut 4 g Tee in einem 60‑ml-Shiboridahi benutzt.

Bei gut 25 € für 20 g sollte der auch besser richtig premium sein. Ist er auch. Allerdings darf man bei all dem Spaß nicht außer Acht lassen, dass es auch wirklich guten Gyokuro aus Shibushi gibt, der nur knapp mehr als die Hälfte kostet. Aber für fünf Sonntage ist der Markus ein wirklich glücklicher Teetrinker.

Die Tragik des Sonntagmorgen

Es bleibt einem aber auch nichts erspart. Der alte Gyokuro (Bio Shibushi Gyokuro Super Premium), von dem kaum mehr genug für einen Aufguss übrig war, ist inkompatibel mit meinem neuen Gyokuro (Gyokuro Shibushi Haruto handpicked Premium). Also habe ich hier gerade eine recht dünne Brühe, um den letzten Rest aufzubrauchen. Ich hätte denselben noch einmal kaufen sollen, dann hätte ich den Rest in der Teedose auffüllen können.

Ich schaue gerade Kill Jackie – ist so semi-gut. Auf jeden Fall habe ich nicht bereut, die Serie anzufangen.

Warum AI‑Slop hinausposaunen

Puh … Ich kann ja verstehen, dass es bisweilen ganz unterhaltsam ist, sich von einem LLM kleine Bildchen oder auch mal bewegte Bilder oder meinetwegen auch ein kleines Progrämmchen oder einen Text generieren zu lassen. Ich fand es gelegentlich auch witzig, bei Grok eins meiner Fotos reinzuwerfen und zu sagen: Los! Animier mir das!

Aber ich gehe dann nicht her und kleistere das Internet damit zu. Man muss sich bewusst sein, wie wenig eigene Kreativität dahintersteckt und wie uninteressant es damit auf andere wirkt. Man hat selbst nichts geleistet oder geschaffen. Das kann jeder!

Da brennt noch Licht…

Dunkle Arkade mit Steinsäulen und Rundbögen bei Nacht. Zwei kugelförmige Hängelampen leuchten gelb. In der Mitte ein hell erleuchtetes Schaufenster mit bunten Karnevalsmasken und einem gerahmten Gemälde auf einer Staffelei.
Zwischen dunklen Arkadensäulen leuchtet ein Schaufenster mit Karnevalsmasken und einem Gemälde auf einer Staffelei.

Am Laubengang der Biblioteca Marciana brennt in einem einzelnen Laden noch das Licht.

Venedig am Tag ist ja ganz nett. Aber so richtig fotogen wird die Stadt bei und nach Sonnenuntergang. Und dann besteht auch die größte Chance, mal ein nicht so unglaublich typisch venezianisches Urlaubsfoto zu machen.

Flinker Feger

In der Mittagszeit turnte der Kleine auf der Wiese hinter dem Haus herum.

Und meine Güte, sind die schnell. Ich Amateur habe versucht, das Eichhörnchen mit einer 1/400s zu verfolgen. Aber das reicht gerade mal, wenn es stillsteht. Wenn das Hörchchen im Sprung ist, hätte ich mich eher auf eine 1/2000s einlassen sollen. Wieder was gelernt für's nächste Mal.

Ich frage mich nur, was der Kleine im Maul hat. Könnte ein Aprikosenkern sein.

Würde ich keine Fotos posten, wäre so ein Blog nix mehr für mich. Bin ja kein großer Geschichtenerzähler oder Stammtischpolitiker.

Wanderlust / Fernweh

Ich verspüre gerade ein leichtes Fernweh. Dieses unstillbare Gefühl, meinen Rucksack zu nehmen und zum Bahnhof aufzubrechen. Ich würde lieber acht Stunden im Zug sitzen und aus dem Fenster starren oder an einem Bahnhof auf den Anschluss warten als … Naja, ihr wisst schon.

Santa Lucia
Santa Lucia

Aber tatsächlich habe ich nicht frei, sondern werde gleich wieder genervt vom Rechner sitzen.

Hmm… Egal wie bildgewaltig die beiden Filme auch sein mögen, so langweilig sind die auch. Alle paar Minuten gibt es fantastische Aufnahmen und dann wieder gähnende Langeweile.

Es war an der Zeit.

Schwarz-Weiß-Foto einer Digitalkamera, die mit einem Kameragurt aus Leder umwickelt ist.
Nikon Z7 mit einer alten Strippe aus Leder.

In einer feierlichen Zeremonie wurde die alte Lederstrippe heute an die Z7 weitergereicht.

Viele Jahre war die Strippe an der FM2N und dann eine ganze Weile an der Fujifilm X-T1 und seit heute hat die Z7 das Privileg, die Strippe zu tragen. Oder sich damit tragen zu lassen.

Salute!

Silhouette der Basilika Santa Maria della Salute und der Punta della Dogana in Venedig bei Sonnenuntergang. Die Sonne steht tief links neben den Kuppeln am orangefarbenen Himmel. Im Vordergrund fährt ein Wassertaxi mit einer Person am Steuer über das dunkle, leicht bewegte Wasser.
Silhouette der Basilika Santa Maria della Salute bei Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang hinter Santa Maria della Salute. Im Vordergrund ein Wassertaxi in der Mündung des Canale della Giudecca.

Es gibt noch eine Version ohne Wassertaxi. Aber diese finde ich einfach interessanter. Und ein weiteres Foto mit Personen am Ufer von San Giorgio Maggiore. Beide sind im Abstand von ein paar Minuten aufgenommen worden.

Die kleine Insel mit der Kirche ist der ideale Ort, um den Sonnenuntergang abzuwarten. Ob man nun auf den Stufen der Basilica sitzt und das Schauspiel genießt, wenn die Sonne hinter den Kuppeln von Santa Maria della Salute vorbeihuscht, oder mit der Kamera in der Hand auf einen schönen Augenblick wartet.