Bowers & Wilkins Px7 S3

Vor einer Weile habe ich mir ein Paar Bowers & Wilkins Px7 S3 zugelegt und habe sie nun lang genug benutzt, um meine Erfahrungen mit den Kopfhörern niederzuschreiben.

Klang

Das Herstellertuning gefällt mir bei den Px7 um Längen besser als bei Bluetooth-Kopfhörern, die ich in der Vergangenheit hatte. Sowohl die Sony WH-1000XM4 als auch die Bose QC35 sind ohne Klanganpassungen einfach gruselig. Bei den Sonys konnte der Klang per EQ über die App noch halbwegs erträglich eingestellt werden. Während bei den Bose Hopfen und Malz verloren sind und allein das Noise Cancelling den Dingern eine Existenzberechtigung verschafft hat.

Die Px7 unterstützen: aptX Lossless, aptX Adaptiv, aptX HD, aptX, AAC, SBC. Kein LDAC. Am Pixel passt das also schon relativ gut. Und offen gesagt klingt AAC am iPad auch nicht so übel. Das Tuning des Kopfhörerherstellers hat offensichtlich viel mehr Einfluss auf den Klang als der benutzte Bluetooth-Codec.

Bluetooth ist allerdings nur die halbe Wahrheit des Sounds. Dem Kopfhörer liegen ein UDB-C-Kabel und ein Kabel von 3,5 mm Klinke auf USB-C bei. Beide sind geeignet, um kabelgebunden zu hören. Und das lohnt sich. Gerade Mitten und Höhen profitieren von der Kalbeverbindung.

Das iPad und den Kopfhörer über das USB-C-Kabel zu verbinden, ist ungemein praktisch. Zum einen wird der Bluetooth-Engpass umgangen und während ich höre, wird der Kopfhörer geladen. Tatsächlich habe ich seit dem Kauf die Px7 noch nie an ein Lagedings angeschlossen. Da ich den häufig kabelgebunden benutze, schwankt der Stand des Akkus immer zwischen 40 und 80 Prozent.

Design & Bedienung

Bowers & Wilkins Px7 S3

Bowers & Wilkins Px7 S3

Das Modell in „Canvas White“ hat mich quasi angesprungen. Meine Over-Ear-Kopfhörer waren bis dato immer schwarz und ich wollte mal etwas anderes haben. Und das fast-weiß sieht echt mal schick aus. Bin mal gespannt, wie lange die Ohrpolster hell und sauber bleiben oder ob die mit dem Alter vor sich hingammeln.

Der Anfassfaktor ist gegeben und suggeriert einen Hauch von Luxus.

Knöpfe! Yeah! Ich mag diese Touchsesitiven Bedienfelder nicht.

Links gibt es eine Wippe zum Einschalten und für das Bluetooth-Pairing. In gebührendem Abstand ein großer Knopf, um ANC zu steuern etc.

An der rechten Muschel gibt es ein Triple für lauter, leiser und Play/Stop/Vor und Zurück.

Noise Cancelling

Ich denke, die meisten BT-Kopfhörer mit ANC bieten heutzutage einen brauchbaren Schutz gegen Außengeräusche. Und so sieht es auch mit diesen aus. Das ANC ist nicht ganz auf Augenhöhe mit dem des WH-1000XM4. Und ich fürchte, neuere Modelle des WH-1000 schneiden noch besser ab.

Aber es ist ausreichend, um in meiner Wohnung Ruhe vor Umgebungsgeräuschen zu haben.

Komfort

Die Muscheln so tief, dass die Ohrläppchen nirgendwo anliegen. Das hat mich bei den WH-1000XM4 auf Dauer echt fertig gemacht. Ich schätze, Sony wollte den Kopfhörern einfach nur ein flaches Profil verpassen.

Die Polster sind etwas härter und nicht zu weich. Die Andruckkraft ist stark genug, dass die Kopfhörer, auch wenn ich mich bewege, nicht herumrutschen. Vielleicht schon ein kleines bisschen zu fest. Gerade wenn ich mal beim Musikhören meine Brille trage, spüre ich den Druck auf die Brillenbügel. Allerdings trage ich die Brille selten, wenn ich die Kopfhörer trage, da ich währenddessen meist nix mache oder auf dem iPad herumspiele. Und auf die kurze Distanz benötige ich dankenswerterweise noch keine Brille.

Ob die gut 300 g zu viel sind, muss jeder selbst wissen. Ich persönlich komme auch mit den ca. 350 g vom Beyerdynamic T5 III oder DT 900 Pro X ganz gut klar.

Fazit

Yes. Wenn einem der Klang wichtiger ist, als das beste ANC, ist das auf jeden Fall eine gute Wahl.