Thunderbolts*

Hmm… Ich habe mir gestern Thunderbolts* angeschaut. Die Messlatte für Marvel Studio Filme lag durch die „Werke“ der jüngsten Vergangenheit sehr weit unten. So ist es kein Wunder, dass dieser Mal darüber lag. Man könnte fast sagen, dass es statistisch bedingt ist, dass bei so vielen schlechten Veröffentlichungen auch mal eine gute dabei sein muss.

Es ist kein typischer Superheldenfilm. Nicht nur weil die Protagonisten Antihelden sind, sondern weil keine extradimensionale Macht von sonstwoher und auch keine übermächtige, weltumspannende kriminelle Organisation bekämpft wird. Es geht um Depression und Isolation. Und das lässt den Film aus der Masse des Superheldenbreis herausstechen.

Die Charaktere sind keine Unbekannten und wurden in vorangegangenen Filmen oder Serien eingeführt, und man hat von Anfang an einen Einblick in ihre Tragik. Gerade John Walker, der aus The Falcon and the Winter Soldier geradezu als der Archetyp des Arschlochs herausgekommen ist.

Ob allein dieser Film das verirrte MCU wieder auf Spur bringen kann, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall gibt es Hoffnung, dass es wieder gute Filme in dieser Reihe geben könnte. Vielleicht ist ja der nächste The Fantastic Four: First Steps, der erste gute Fantastic 4. Ich habe damals The Rise of The Silversurfer im Kino gesehen, und direkt die ersten Worte im ersten Dialog des Films haben unmissverständlich gesagt: Das ist nix und das wird nix!

Filmbewertung: (7 von 10)