Lapsang Souchong ist ein sogenannter Rauchtee und wird über dem Rauch schwelenden Wurzelholzes geräuchert. Die Qualität eines Lapsang Souchong erkennt man an der Feinheit der Rauchnote. Zu stark geräucherter Tee deutet oftmals auf einen minderwertigen schwarzen Tee hin.
An sich ist der Lapsang Souchong kein Tee, den ich am Morgen trinken würde. Aber da mein Geschmack erkältungsbedingt aber etwas gedämpft ist, dachte ich diesen Morgen eher an einen etwas intensiveren Tee. Aber wie bei Tee nicht unüblich unterscheiden sich das Aroma des trockenen Blatts vom Aroma des zubereiteten Tees. Anstelle eines kräftig-rauchigen Tees erwartete mich eine recht milde, rauchige Note. Keine große Überraschung, aber eine angenehme.
Wenn ich den Tee auch morgens um 7 Uhr nicht genießen könnte, aber am späteren Morgen nach 10 Uhr ist der Lapsang mal echt was anderes als ein Mao Fand oder Lung Ching, den ich überreichlicherweise morgens trinke.
Zubereitung
Gong Fu Style oder vielleicht doch etwas länger? Bei einem schwarzen Tee mit schönen großen Blättern würde ich mit 4 g auf 100 ml bei 15 s Ziehzeit mit frisch aufgebrühtem Wasser anfangen und jeden weiteren Aufguss um 5 s verlängern. Das Resultat beim Lapsang Souchong ist eine enttäuschend dünne Brühe. So kann man sehen, dass wirklich jeder Tee anders ist und man nicht mit Schema F an die Zubereitung eines jeden Tees herangehen kann.
Also habe ich die Menge verringert auf ca. 2 g, den 200-ml-Gaiwan randvoll mit gut 85 °C heißem Wasser gemacht und den Spass dann locker 2 Minuten ziehen lassen. Besser! Viel besser! Interessanterweise wird der Lapsang auch bei längerer Ziehzeit nicht bitter oder fies. So ist beim Zubereiten ein wenig Experimentierfreudigkeit gefragt, bis man eine Methode gefunden hat, die einem selbst am ehesten zusagt.
