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Sylpheed-Claws 0.8.2

Ab und an mag ich es ja einen Blick auf Sylpheed-Claws zu werfen, ist mein Favorit bei MUAs mit 'ner GUI, weil schnell.

Also kam das Update auf 0.8.2claws auf meine Box. Direkt ins Auge fällt ein Suchtextfeld im Trenner zwischen Mailboxview und Previewpane.
Die »Zeitproblem« beim Imap-Support haben sich verlagert. Nun werden zwar die korrekten Zeiten angezeigt, aber der Updateprozess über alle Folder liegt bei über 10 Minuten, vorher wenige Sekunden. (67 Ordner, ca. 160MB, mit T-DSL Verbindung). Das dauert dann doch ein wenig lange. Mal sehen, was die nächsten Versionen bringen. Werde dann erstmal bei 0.7.6claws verweilen …

Schätze, nicht jede kennt Sylpheed. Vor allem Windownutzer – derer es hier immer mehr gibt, seit die Seite als „Weblog“ durchgeht – werden nicht viel damit anfangen können. Sylpheed ist ein sehr schneller GUI Mailclient und Newsreader für das X-Windows-System basierend auf dem GTK+ Toolkit aber unabhängig von jeglichen Desktopumgebungen, wie e.g. GNOME. Letztere Abhängigkeit könnte ja durch den Gebrauch von GTK suggeriert werden.
Sylpheed bedeutet so viel wie »leicht wie Luft« (direkt aus der FAQ zu zitieren.) Der Name ist Programm, die Ladezeit auf meinem System beträgt unter einer Sekunde und die GUI ist ebenso schnell. Wer jemals Outlook2K oder sowas gestartet hat, wird wissen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist;)

Ok, ich bin nun wirklich kein KDE-Fan, aber KBaer ist ein ziemlich geiler FTP-Klient, gerade kennen und schätzen gelernt… Es lässt sich recht intuitiv bedienen, man kann im TopLevelMode mehrere Verbindungen recht übersichtlich handhaben.

Das XFree86 muß in diesen Tagen 10 Jahre geworden sein. Keine andere Software habe ich bisher so lange benutzt.

Im August 1995 direkt nach dem Verkauf meines Amiga fing es bei mir an mit XFree3.12 an – hab sogar noch die Source wo rumfliegen – auf einer störrischen Trident 8600 mit viel zu wenig Speicher;) und noch recht langsam begleitet von einem GUI-Unfall, der sich TWM nennt.

Aber in Sachen Geschwindigkeit und Bedienbarkeit hat sich einiges getan, ganz besonders in jüngster Zeit mit XFree4. Wo man dann endlich Abstand vom monolitischen Server genommen hat und die Funktionen auf einzelnen Module verteilte, was die Entwicklung angepaßter/ beschleunigter „Module“ für einzelen Karten wesentlich einfacher und von Seiten der Kartenhersteller auch interessanter machte. Für so manchen bedeutet XFree4 endlich hardwarebeschleunigtes OpenGL in Verbindung mit
DRI, wohingegen unter Win2K noch immer keine komplette und stabile Implementierung des Befehlssatzes für die G4xx Kartentreiber verfügbar ist.

Die neue Bedienbarkeit kam ’97 mit Window Managern wie Enlightenment oder Window Maker auf. Die beiden integrierte Desktopumgebungen GNOME und KDE steckten noch in den Kinderschuhen und XFCE war noch unbekannter als jetzt. Naja, und Heute frage ich mich, ob man sie wirklich benötigt;)

Neun US-Bundesstaaten wollen im Zuge des Kartellverfahren gegen Microsoft eine Entwicklung für MS Office unter Linux erzwingen. Das sind ja Komiker, Office ist unter Windows ja schon ein Krampf, welcher Linuxnutzer würde das denn freiwillig benutzen, da:

a) es wohl bei vielen eine Religion ist, ein MS-freies System zu haben
b) es vermutlich was kosten würde.
c) wer Linux benutzt kennt LaTeX.

Ich bin mir auch nicht sicher, wie interessant das für ein Unternehmen sein kann, wenn ich mal meinen Brötchengeber betrachte, kann ich mir im BK-WS-Bereich garnicht erst gut vorstellen von Windows auf Linux zu switchen. Aber wenn man diese gewaltige Anstrengung unternemhen würde, könnte man auch gleich ein anderes Office Packet einführen, der Mehraufwand fällt dann auch nicht mehr ins Gewicht.

Office ist doch wirklich kein Grund Windows auf ’nem PC einzusetzen. Da bietet die komplette Adobe und Macromedia Produktpalette viel bessere Argumente, da es zu diesen Apps leider keine Alternativen gibt.