Die wohl skurrilste Entdeckung, die ich auf der Photokina gemacht habe, ist die Hasselblad Lunar letztendlich handelt es sich dabei um die Technologie der Sony NEX-7 in abgefahrenem (von Hand gefertigtem?) Gehäuse. Der Einstiegspreis für den Spaß liegt bei schlaffen USD 5000.
Seit ein paar Tagen benutze ich nun einen Novoflex NEX/PEN Adapter zum Anschluss aller Pentax-Objektive (auch DA). Zur Entlastung des Bajonetts an der Kamera kam dann noch die passende Stativschelle für den Adapter hinzu.
Mein erster Noname-Adapter aus dem fernen, fernen Osten, den ich mir damals mit der NEX-5 zugelegt hatte, hatte einen fest montierten Sockel mit einem DIN-4503-Gewinde, um das Gezuppel auf auf eine Wechselplatte oder sonstwo daran zu schnallen, all das für entspannte 40 Tacken.
Nach kurzem Gebrauch stellte sich allerdings heraus: So fest war der Sockel gar nicht montiert, der fing nämlich derbst an zu wackeln, denn befestigt war der nur mit zwei zarten kleinen Schräubchen, die den regelmäßigen Gebrauch seelisch wohl nicht verkraftet haben und in Rente gingen. Also Sockel ab, Löcher zugeklebt. Das ist halt auch nicht der Knüller, wenn Licht in den Adapter kommt, oder Staub oder Insekten oder miniaturisierte Zombies.
Nachdem ich dann noch ein paar andere Adapter mit und ohne Blendensteuerung ausprobiert hatte, bei denen dann die Anschlüsse zu wackelig waren oder sie keine Blendensteuerung hatten, habe ich dann in den sauren Apfel gebissen und mir den Adapter und die passende Schelle von Novoflex zugelegt. Der passte dann perfekt und die Blendensteuerung läuft auch smooth, zwar stufenlos, aber immer noch besser als gar nicht.
Die Stativschelle finde ich sehr sinnvoll, da bei schwerem Glas schon eine erhebliche Kraft auf das Bajonett und vor allem den Stativanschluss der Kamera wirkt. Und ganz ehrlich, dem kleinen Gewinde im Boden der NEX-7 schenke ich kein großes Vertrauen, wenn es darum geht, großen Belastungen standzuhalten. Im Sony NEX Talk Forum auf Digital Photography Review habe ich nun schon ein paar Threads zum Thema gebröselter Stativanschluss bei der NEX-7 gelesen und möchte das an meinem Modell natürlich vermeiden. Aber die Schelle hat noch einen weiteren Vorteil: Die Kamera lässt sich in der Schelle natürlich problemlos drehen, sodass man ohne viel Aufwand oder L-Stück schnell von Quer- in Hochformat ändern kann – oder was dazwischen.
Je häufiger ich die NEX-7 benutze, desto mehr gefällt mir die Kamera. Auch wenn ich ansonsten kein großer Fan von Sony bin, aber die NEX Serie ist wirklich ein Knüller.
Auf dem Weg zum Botanischen Garten an der Ruhr Uni bin ich an der Mensa vorbei gekommen und habe dort auf dem Balkon die Schwenk Panorama ein weiteres Mal ausprobiert. Beim Sweep Panorama kann man sich entscheiden in welche Richtung die Kamera bewegt werden soll; recht/link und oben/unten. Anstelle von oben/unten kann man die NEX dann natürlich auch im Hochformat benutzen und seitlich bewegen, was dann nicht ganz so elendig breite Panoramen zur Folge hat.
Die Fotos wurden alle mit einem Voigtländer Nokton 1,4/35mm mit F/8 gemacht. Die ersten beiden im Querformat und die beiden letzten im Hochformat.
Im Querformat werden die Fotos 8192×1856 und im Querformat 3872×2160. Diese wurde auf eine Breite von 1600 Pixel skaliert, was dann auch die einige Nachbearbeitung mit Lightroom ausmacht. Im Großen und Ganzen kann man sagen, skaliertes Jpegs direkt aus der Kamera.
Die Resultate sind für meinen Begriff sehr gut, wenn ich bedenke, dass die Serien mal locker aus der Hüfte geschossen wurden. Kein Stativ mit Panoramakopf oder andere wilde Sachen. Nur kurz die Blende eingestellt, fokussiert und frei nach Gefühl mit freier Hand aufgenommen. Selbst beim Audimax gibt es keine unangenehmen Ansätze zu sehen und die Belichtung, die abgesehen von der manuellen Blende automatisch erfolgt, ist auch OK.
Das ganze Foto auf Flickr – die Schlieren sind tatsächlich in der Gitterstruktur und sind nicht durch das Aliasing bedingt.
Der Antialiasing-Filter vom Sensor der NEX-7 scheint idT. nur sehr schwach zu sein, was ja nicht unbedingt neu ist und man in verschiedenen Blogs in den letzten Monaten schon lesen konnte, eg. Sony NEX-7 First Impressions (The Luminous Landscape). Darüber hinaus war es in der NEX-5 nicht anders. Als ich das erste Mal Fotos der NEX-5 mit der Pentax K-7 (beide 14MP) vergleichen habe, ist mir nicht umsonst die Kinnlade heruntergefallen. Und auch die Fotos der NEX-7 sprühen geradezu vor Schärfe und Details.
Unterm Strich ist mir der schwache Filter mit dem gelegentlichen Einsatz des LR 4 Korrekturpinsel für Moiré (How to Reduce Moiré in Lightroom 4) und damit verbundene höhere Auflösung lieber als ein »richtiger« Filter und dafür, wenn auch nur kaum sichtbare, Einbußen bei der Bildqualität.
Aber jetzt genug Technikgewäsch, denn viel schöner als über Fototechnik zu reden und Pixelpeeding ist das Fotografieren selbst 😉
Ist das klasse! Mit einer kleinen Systemknipse kann man mitten in der Stadt wild durch die Gegend knipsen und wirklich niemand nimmt Notiz.
Hat man eine große dSLR in der Hand, kommt andauernd dummes Gerede wie: »Komm ich jetzt ins Fernsehen?«
Der EVF ist tatsächlich klasse. Natürlich nicht so gut wie ein optischer Sucher, aber dafür hat man beim elektronischen Sucher neben den Betriebsdaten auch einen künstlichen Horizont, das Histogramm und natürlich die Hervorhebung der fokussierten Bereiche im Sichtfeld eingeblendet. Sogar die Zoomfunktion wird im Sucher angeboten.
Die Knipse ist immer noch klein aber größer als die etwas zu kleine NEX-5 und liegt damit etwas besser in der Hand.
Die Verarbeitung ist OK, aber keinesfalls mit der wetterfesten Pentax K-5 zu vergleichen. Unverwüstlich wäre sicherlich keine passende Beschreibung des Gehäuses.
24 Megapixel sind acht mehr als 16 MP. Man benötigt nur 4MP um ein 13×18 mit 300dpi zu drucken. In der 100% (Pixelpeeper) Ansicht lassen sich also eine Menge Details finden, die man bei Bedarf durch beherztes Beschneiden des Bildes beim Druck zum Vorschein bringen kann.
Die Qualität der Linsen spielt tatsächlich eine größere Rolle. Der markante Abfall der Auflösung an den Bildrändern beim Voigtländer Nokton 1.4/35mm unter F/5.6 fällt in der 100% Ansicht eines Fotos noch stärker auf.
Ich habe mich erste recht spät für die NEX-7 entschieden, da sie einmal aufgrund der Umweltkatastrophe und den daraus resultierenden den Produktionsproblemen verspätet auf den Markt kam und lange Zeit nur schwer zu bekommen war und zu dem Zeitpunkt auch die Fujifilm X-Pro 1 vorgestellt wurde, die ich auch als interessante Alternative zum NEX System gesehen habe.
Die X-Pro 1 hatte ich dann neulich in der Hand und muss leider sagen, dass ich für 1600 EUR etwas mehr Substanz erwartet hätte. Hinzu kommt der nicht ganz so brillante Hybridsucher, fehlendes Fokus Peaking und der Preis von gut 600 EUR für ein Objektiv.
Zu einem späteren Zeitpunkt gibt es noch mehr zu der Kamera.
Mit etwas Verspätung gibt es nun den angekündigten zweiten Teil des Review zum FA 77. Nachdem ich das Objektiv nun ein paar Tage benutzt habe, kann ich endlich sagen, was mir daran gefällt oder auch nicht gefällt:
Wie nicht anders zu erwarten ist die kompakte Bauart das Argument unterwegs zum FA 77 anstelle des Planar 1,4/85mm zu greifen. Für ein FA 31 und FA 77 findet sprichwörtlich in der kleinsten Tasche Platz.
Mit der Bildqualität und den Ergebnissen bin ich insgesamt sehr zufrieden aber das Glas ist nicht ganz frei von Schwächen:
Chromatische Aberration ist die eigentlichen Schwäche des FA 77. Eigentlich ein Problemchen, dass bei den meisten Objektiven auftritt und idR. bei Postprocessing eliminiert werden kann, wenn das nicht ohnehin schon in der Kamera beim Fotografieren mit Jpeg geschieht. Beim FA 77 ist der Abbildungsfehler bei offener Blende bei kontrastreichen Übergängen allerdings sehr ausgeprägt (Bokeh Fringing), dass selbst die Objektivkorrektur von Lightroom 4 nicht immer zum Erfolg führt. Schnelle Hilfe bietet da nur das Desaturieren von Grün oder Lila, was allerdings nicht bei jedem Foto angebracht ist.
Der Phasen Autofokus hat sich in er Praxis als recht sprunghaft erweisen. Selbst unter Berücksichtigung der realen Größe der AF Punkte gegenüber den angezeigten roten Punkte im Sucher, lässt die Präzision teilweise schon etwas zu wünschen übrig. Anfangs bin ich von einem Front- oder Backfokus ausgegangen, da beim Kontrast AF die Erfolgsquote durchgehend besser war. Aber nein, unter idealen Bedingungen – helle und ebene Fläche ausreichender Größe – ist der AF mit der Normaleinstellung der Feinjustierung ein ordentlicher Fokus möglich. Insgesamt halb so wild, denn das manuelle Fokussieren macht mit dem wunderbar gearbeitetem Fokusring richtig Spass und selbst bei F/1,8 kann man mit der normalen Mattscheibe der K-5 den Fokussprung erkennen. Nach einer Weile kann man auch gut voraussagen, wann der Phasen AF versagt und mal kurz in den Liveview schalten und dort den Kontrast AF zu benutzen.
Mal von diesen beiden Haken abgesehen ist das FA 77 ein absoluter Knaller. Bei F/1,8 ist es schon scharf, abgeblendet auf F/2,8 wird richtig scharf und bei F/4 bis F/8 ist es exzellent. Fällt mir gerade schwer meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen ohne in wilde Schwärmerei und Fanboy Gehabe zu verfallen.
Das Bokeh gefällt mir eigentlich ganz gut. Es ist natürlich etwas anderes als vom Planar 1,4/85. Welches einem da nun besser gefällt, ist wohl ausschließlich eine Frage des Geschmacks. Müsste ich mich für eine Linse entscheiden, würde es mir schwer fallen eine Lösung zu finden und meine Entscheidung, egal wie sie ausgefallen ist, hinterher bereuen. Aber irgendwo war mir damals nach der Photokina 2010 – als ich mir beide Gläser angesehen habe – schon klar, dass ich mich da nicht wirklich entscheiden könnte.
Ned Bunnell zeigt in einem kurzen Video wie das Focus Peaking der K-01 aussieht. Als Linse wird ein FA 31 benutzt.
Gemessen an dem kurzen Video sieht das jetzt auch nicht schlechter aus als an den Sony NEX Knipsen. Seitdem die Firmware der NEX 5 Focus Peaking unterstützt, bin ich geradezu in dieses Feature vernarrt. Das ist IMHO die komfortabelste Art manuell zu Fokussieren.
PentaxForums.com hat einen recht ausführlichen Review zur K-01. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, wie ehrlich man bei diesem Vergleich ist. Ich sehe da schon einen kleinen Unterschied, der sich durch alle Beispiele zieht.
Die Photokina 2010 hatte ich in erster Linie besucht um mir eine Reihe kurzer und lichtstarker Tele anzuschauen. Letztendlich ging es um die Entscheidung zwischen dem Carl Zeiss Planar T* 1,4/85mm und dem Pentax smc FA 77mm F1.8 Limited. Damals habe ich mich für das Planar entschieden, was ich bis Heute nicht bereut habe. Ich schätze, gut ein ein Drittel meine Fotografien aus dem Zeitraum sind mit dem Planar entstanden.
Aber das FA77 hat mir dennoch keine Ruhe gelassen. Zum einen ist die Stimme des Jägers und Sammlers eine der lauteren Stimmen in meinem Kopf. Und zum Anderen ist es natürlich sehr viel kompakter als das Planar 85. Knapp 700 g mit Streulichtblenden vs. 270 g beim FA77 machen schon einen kleinen Unterscheid. Mit einer Länge von nicht einmal 5 cm ist das FA auch ein ganzes Stück kleiner als das Planar, das mit Blende gut 11 cm lang ist.
Vor ein paar Tagen habe ich dann zugegriffen. Aber das Wetter, meine Laune und »Sonstiges« haben mich bislang davon abgehalten loszuziehen und es in freier Wildbahn intensiv auf Herz und Nieren zu prüfen. Lediglich Gestern und Heute habe ich mal die örtlichen Friedhöfe aufgesucht und ein paar Schüsse gemacht. Somit habe ich zZ. auch noch keine abschließende Meinung zum FA77.
Daher erstmal nur ein paar erste Eindrücke:
Der AF ist nicht ganz zu unpräzise wie ich aufgrund des Lenstip Artikels erwartet hätte. Schätze der verbesserte AF der K-5 zeigt da Wirkung. Allerdings bricht er idT. keine Geschwindigkeitsrekorde.
Die FAs haben keinen Quick-Shift-Fokus. Für MF muss man den AF an der Kamera ausschalten. Und die Verlockung ist groß. Das manuelle Fokussieren ist bei naher und mittlerer Distanz erstaunlich einfach. Beim Planar ist das bei f/1,4 fast schon ein Ratespiel, wenn man den optischen Sucher einer DSLR ohne Lupe benutzt. Der Drehwinkel beträgt fast 180° und scheint ausreichend groß zu sein um präzise von Hand fokussieren zu können.
Die Verarbeitung ist sehr gut, wie schon beim FA31. Alles Metall, wie es sich gehört für ein Glass auf der Limited Serie. Es hat eine Teleskopstrulichtblende wie das DA 35 Limited.
In naher Zukunft werde ich mich dann um einen zweiten Teil meines Berichts für das FA77 bemühen. Aber eins scheint schon jetzt so gut wie sicher: Anders als das DA35 Limited werde ich das FA77 wohl so leicht nicht mehr aus der Hand geben.
Ich die das ganze Pixie Dust Gerede über das FA77 bisher immer als eine Art romantisierte Schwärmerei abgetan, aber die weniges Fotos, die ich bisher gemacht habe, habe ihren ganz eigenen Charme. Ich bin schon sehr auf den ersten belichteten Film gespannt, den ich mit dem FA77 geschossen habe.
Da ist sie: K-01 – Systemkameras Die Gerüchte haben sich im Großen und Ganzen bewahrheitet. Interessant ist das Focus Peaking Feature. Ob das wohl an die GXR Variante angelehnt ist. Bin mal auf kommende Reviews gespannt.
Wie es aussieht hat die Kamera eine andere Engine als die K-5. Was die wohl kann? Bin mir nicht sicher, wieviel der Prozessor mit dem Focus Peaking zu tun hat. Würde mir das Peaking auch für ein Firmware Update für die K-5 wünschen.
Das Design ist wohl eine Frage des Geschmacks, ob‹ es funktional ist? Keine Ahnung. Eine Augenweide ist sie IMHO nicht direkt;)
Nachdem auf der CES schon jemand einen Prototypen einer neuen spiegellosen Kamera von Pentax gesehen haben möchte, kommen nun die ersten handfesteren Gerüchte um eine Neue ans Tageslicht. Vorgestellt werden soll die K-01 auf der CP+ in Tokyo, die vom 9. bis 12. Feb. stattfinden wird.
Die vermeintlichen Spezifikationen (via Mirrorless Rumors) sehen nach einer Mischung aus K-r und K-5 aus:
K-Bajonett
verschiedene Farben, schwarz, weiss, gelb gemischt. Hoffentlich kein Plastik.
Sensor ähnlich oder gleich der K-5
wohl kein OVF aber optional ein EVF
LCD mit gleicher Auflösung wie bei der K-5
Full HD video, kA. wie viele Bilder/s
Verschluss von 1/4000 bis 30 Sekunden
Contrast AF, AF 81 Split
Built-in pop-up flash
121 mm x 79 mm x 59 mm
560 g mit Akku
neue Objektive, eg. DA 40mm F2.8XS. Keine Ahnung, was das XS heissen soll, eXtra Small? Vielleicht mit Führung des hinteren Elements in das Kameragehäuse.
Zum Vergleich die Maße der K-5: 131 mm x 97 mm x 73 mm bei 740 g inkl. Akku.
Der spannende Punkt ist natürlich das K-Bajonett. Zum einen freut man sich als Pentax Nutzer, vorhandene Gläser weiter benutzen zu können, in der Hoffnung, dass es ein vollwertiges KAF2 ist. Aber andererseits ist das Auflagemaß mit 45,46 mm zwar im Mittelfeld bei Kleinbildspiegelreflexsystemen aber extrem lang für ein spiegelloses System. Sony E liegt bei 18 mm und MFT bei 20 mm.
Ich bin mal sehr auf die Form, das Material und die Verarbeitung der Kamera gespannt und was die Firmware im Vergleich zur K-5 alles »gelernt« hat. Focus Peaking wie vom Sony NEX System wie auch der Ricoh GXR wären schon eine wünschenswerte Zugabe. OK, auch der Liveview der bestehenden DLSR von Pentax würde von so einem Feature profitieren. Das Focus Peaking der NEX-5 ist schon klasse. Blende öffnen, Fokus einstellen bis das Motiv hervorgehoben wird, abblenden und es besteht kein Zweifel mehr, dass der Fokus sitzt.
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