
Beim jährlichen Magnolienfoto bin ich in diesem Jahr schon beinahe etwas zu spät. Es waren kaum noch Blüten zu finden, die nicht schon etwas verwelkt waren.
Mag sein, dass das wunderbar zum Jahr passen würde…

Beim jährlichen Magnolienfoto bin ich in diesem Jahr schon beinahe etwas zu spät. Es waren kaum noch Blüten zu finden, die nicht schon etwas verwelkt waren.
Mag sein, dass das wunderbar zum Jahr passen würde…
… naja, möchte man annehmen. Aber in diesem Jahr war ich nicht einmal im Botanischen Garten der RUB. Im Frühling war der Garten geschlossen, dann gab es aus verständlichen Gründen recht strenge Auflagen, die nun zwar gelockert wurden, aber nun habe ich auch keine Lust mehr.
Mir liegt es ja fern, mich über die Maßnahmen aufzuregen. Im Gegenteil, je strenger die durchgesetzt werden, desto besser. Man stolpert ja immer wieder über irgendwelche Verkorksten, die es nicht schaffen, sich eine Maske richtig aufzusetzen, oder zu asozial sind, um eine zu tragen. Wenn ich mich unbedingt über etwas aufregen wollte, wären es die zu niedrig angesetzten Bußgelder.
Wie auch immer. Es gibt also in diesem Jahr keine herbstlichen, exotischen Pflanzen im Blog, sondern nur spätsommerlich-dahinsiechendes Friedhofsgestrüpp.



Mal sehen, was daraus noch wird.
Kurz vor der Blume kamen zwei Zwischenringe:
Aber: Riesenspass.
Ich denke, das war das erste Mal, dass ich bei einer Nahaufnahme erfolgreich Autofokus benutzen konnte. Das

Fünf mal das gleiche Motiv mit exakt der gleichen Perspektive und identischer Blende. Lediglich die Belichtungszeit wurde an die Lichtverhältnisse angepasst. Das Licht stammt aus einer einzelnen Litra Torch mit konstanter Einstellung.





Heute geht es mal nicht ums Detail, sondern um das große Ganze. Das ist sozusagen der Blumentopf der mir ein „stay at home“ und Fotografieren in den letzten Tagen ermöglicht hat.

Was ein bisschen Wasser ausmacht. Mittlerweile sind vier Blüten aufgegangen. Und ich schätz, dass da noch ein paar kommen werden.
Vor Jahren habe ich mal Pentax Kameras benutzt und hatte auch da SMC DFA 100 mm Makro. Bis auf das und dem FA77 habe ich ales verkauft. Auch damals war ich mit dem DFA100 schon nicht so unglaublich glücklich.
Wenn man es stark abblendet (f/16 und weiter) tritt eine extreme Beugungsunschärfe auf und bei offener Blende können Zerstreuungskreise bisweilen sehr seltsam aussehen. Da spielt dann wohl ein wenig Chromatische Aberration dem Bokeh einen Streich. Also wie man es dreht oder wendet bin ich damit nie so richtig warm geworden. Von einem dedizierten Makro erwarte ich eigentlich mehr.

Mit fast offener Blende aufgenommen. Beim Zoomen kann man die kleinen verkümmerte Zerstreuungskreise erkennen. Ich wünschte, es würde an meinem Postprocessing liegen.

Mit beinahe geschlossener Blende aufgenommen. Eigentlich nur in der kleinen Ansicht zu genießen. Hier trifft die geringe Tiefenschärfe auf Diffraktion. Beides ergibt ein ziemlich matschiges Ergebnis. Selbst Bereiche, die direkt im Fokus liegen sind nicht mehr scharf.
Also warum nicht einfach eine ordentliche Blende von f/5.6 benutzen und dann mehrere Belichtungen per Focus stacking kombinieren. Beim Ändern des Fokus atmet das Objektiv ein wenig, so dass sich der Bildwinkel leicht verändert. Und da ich (noch) keinen Makroschlitten habe, müsste ich wohl erstmal den Fokus anpassen anstelle die Entfernung der Kamera zum Motiv zu verändern.
Tatsächlich habe ich mir Heute wieder eine Blume gekauft. Aber wir haben uns noch nicht ausgiebig unterhalten. Es ist eher so eine Art professionelles Geschäftsverhältnis zwischen Model und Fotograf.
In der Mittagszeit war ich kurz einkaufen und kann nur sagen, dass ich das doch lieber wieder am frühen Morgen machen sollte. Es war voller als ich erwartet hatte.
Außerdem vermisse ich es zu dieser Jahreszeit den Botanischen Garten der RUB zu besuchen. Der Garten zur Zeit natürlich geschlossen ist und selbst wenn nicht, könnte ich ohnehin nur per ÖPNV ordentlich dort hinkommen.
