Letzten Juni habe ich mir aus Neugierde ein Paar Hidizs MP145 gekauft. Ein Planar-magnetische IEM. Hat mich damals neugierig gemacht. Und der Modellname gibt nicht nur einen Hinweis auf den 14,5 mm langen Planartreiber, der von 14 N52H Magneten in Wallung versetzt wird. Sondern entsprach auch damals dem exakten Preis. Der Händler fand das wohl lustig. Und ich auch.
Zum Lieferumfang gehören drei Sätze Silikonstöpsel in jeweils drei Größen und drei verschiedene Filtersets (Schraubdüsen) für Feintuning des Klangs. Das goldene Standardfilter für ausbalancierten Klang. Graue Filter zur Hervorhebung hoher Frequenzen und graue Filter, um tiefe Frequenzen zu betonen. Ich habe mich nach kurzem Hin und Her für die Standardfilter entschieden. Und diese dann mit den Bass-Ear-Tips gepaart. Der Einfluss der Filter auf den Klang ist minimal.
Die Verarbeitung ist sehr gut. Und die Stöpsel sehen auch sehr schön aus. Sind allerdings aufgrund des Treibers relativ groß. In meine Ohrmuschel passen sie gerade noch ganz gut rein. Wenn man kleine Ohren hat, könnte das eventuell etwas eng werden. Jetzt müsste man nur noch wissen, ob ich eher große oder kleine Ohren habe. Also ich würde sagen, ich habe normale Ohren. :)
In der geriffelten Oberfläche setzt sich im Laufe der Zeit zwangsweise etwas Staub ab. Was bei der silbernen Ausführung sehr deutlich sichtbar wird. Also muss ich regelmäßig mal mit einer kleinen Bürste ran. Ich benutze eine weiche Zahnbürste mit gleichlangen Borsten zum Reinigen meiner Fotosachen, und hierfür eignet sie sich auch.

Hidizs MP145
Das Kabel ist OK. Es hat keine Mikrofonie und man kann auch kräftig dranherumwackeln, ohne dass sich die Bewegungen übertragen. Setzt man die Hörer ein, muss das Kabel einmal ums Ohrläppchen gelegt werden. An sich mag ich diese Kabelführung bei IEMs, da sie in der Regel für einen zusätzlichen Halt sorgt. Bei den MP145 hätte der Anschluss für die 2-Pin Stecker vielleicht ein klein wenig zum Ohr geneigt sein müssen. Wenn die Hörer richtig eingesetzt sind und ich das Kabel ums Ohr legen möchte, werden die Hörer wieder ein bisschen aus dem Ohr gezogen. Ich muss also regelmäßig die Hörer im Ohr justieren. Zumindest wenn ich mein Gesicht bewege. Na ja, es gibt Schlimmeres.
Es gibt einen schönen Subbass. Kein Rumble. Aber das fände ich auch auf Dauer anstrengend. Die Mitten sind schön aufgelöst. Was sowohl bei akustischer Musik als auch bei elektronischer Musik für einen schönen Körper sorgt. Höhen sind im Allgemeinen sanft. Nur bei ganz schrillem Metal können die Höhen nach einer Weile etwas an die Nerven gehen. Räumliche Auflösung ist da und ordentlich separiert. Hätte mir aber eine etwas weitere Bühne gewünscht.
Bisher habe ich die Kopfhörer immer am Fiio M6 und DM13 oder Moondrop Dawn benutzt und bin recht glücklich damit. Mit einer Impedanz 30 Ω und einer Sensitivität von 104 dB/mW sollte der Kopfhörer mit so ziemlich allen angetrieben werden können. Als Besitzer eines Handys mit 3,5-mm-Klinke sollte der Kopfhörer gut was von sich geben können.
Für knapp unter 150 € macht der Kopfhörer eine gute Figur. Aber teurer hätte er auch nicht sein dürfen. Dann hätte ich von den Höhen mehr erwartet.