Markus Kniebes
August 2006

Plage am Hals

Ich hatte ja angenommen, meine gestrige Heiserkeit – ich könnte zZ. gut den Paten synchronisieren – liessen sich auf den Freitag zurückführen, den ich mir in der Nacht noch mal gründlich durch den Kopf gehen lassen musste.

Aber wie es scheint, habe ich mit eine ordentliche Erkältung eingefangen. Gott sei Dank, kann man sich im Büro auch gut per IM unterhalten.

Wie Kausalität das Leben vereinfacht

Für alle jene, für die der Samstag der einzige Tag ist, an dem man die Möglichkeit hat einzukaufen, aber absolut keine Lust hat und man wider jeder Vernunft mit dem Hintern zu Hause bleiben möchte, möchte ich hier ein kleine Entscheidungshilfe vorstellen, die auch meinen Samstag eingehend geprägt hat:

Sich am Freitag zuvor einfach mächtig die Kante geben. Am besten gleich drei Biersorten mischen, vielleicht Früh Kölsch zum Aufwärmen, viel Hövels (ntürlich nur für den Genuss) und noch ein Pils, das man nicht mehr erkennen kann, weil schlichtweg zu betrunken.
So kann man dann mit ruhigem Gewissen den Samstag im Bett verbringen und kommt garnicht erst in Versuchung in die Stadt zu gehen.

five years of non-profit and non-corporate blogging

Vor einem Monat habe ich mir noch vorgenommen, zum fünften Jubiläum ein fettes, neues Design, ein angefahrenes Feature oder sonstwas an den Start zu bringen. Aber so sollte es nicht sein.

Ich könnte jetzt natürlich behaupten, mir fehlt die Zeit. Aber das wäre nur die halbe Wahrheit. Mir fehlte auch ein wenig die Lust, mich hinzusetzen und mir nächtelang den Kopf zu zermartern, was gehen könnte.

Klowasser

Wenn ich morgens in einem hoffnungslos überfüllten Zug stehe oder sitze fällt mir immer wieder auf, dass es mit Abstand zu viele »Duftwässerchen« gibt, die nach Klosteinen riechen.

Also ehrlich, wer will mit der Zunge die intimsten Regionen des weiblichen Körpers erkunden, wenn einem so ein penetranter Parfümgeruch in die Nase steigt.

Sicherheitshinweis


Bitte melden Sie unbeaufsichtigte Gepäckstücke und verdächtige Beobachtungen den Mitarbeitern oder der Polizei.

Dafür könnte an Bahnhöfen mittlerweile ein Tonband eingesetzt werden, wenn es nicht schon wird. Ganz unabhängig davon, dass die Bomben nicht hochgingen, haben die Verantwortlichen ihr Ziel zT. erreicht.

mechanischer Paketschalter

Bei mir ganz in der Nähe gibt es eine DHL Packstation. Kein Ahnung, ob die neu aufgestellt wurde. Aber es ist auf jeden Fall neu, dass die Post keine Amazonlieferungen mehr einfach in den Hausflur wirft oder eine Benachrichtigungskarte zur Abholung der Ware bei irgendeiner Poststelle hinterlässt, wenn man nicht zu Hause ist, sondern das Paket in einer solchen Packstation hinterlegt.

Das ist definitiv die günstigste Lösung, da man nicht an die abstrusen Öffnungszeiten der DHL Niederlassungen gebunden ist und die Ware im Hausflur nicht »verlustig« werden kann. Auf jeden Fall kann man so abends um 22 Uhr noch Pakete abholen.

Die Bedienung ist denkbar einfach. Karte mit Strichcode über einen Scanner halten, Namen eingeben, evtl. per Karte die Nachnahme bezahlen und Päckchen entnehmen.
Bleibt zu hoffen, dass das kein Einzelfall war.

Rail Marshall

taz: Mir entgeht niemals nichts – also wenn’s mit dem Coden mal nicht mehr so klappt…

Die Einführung selbiger ist wohl eine richtig praxisnahe und abgefahrene Idee.
OK, auf der einen oder anderen Strecke, eg. Richtung Bottrop oder »Herne 5« müsste man den Jungs schlagkräftiges Personal zur Seite stellen. Vielleicht ein Rudel Hooligans oder gewaltbereiter rechtsradikaler Skinheads? Dann könnte man auch gleich noch von Resozialisierung sprechen.

Da fragt man sich doch…

Neben der heutigen Verspätung unter dem Motto »Personenschaden« ist mit am Kölner HBF was recht skurriles begegnet.

Einige Gleise habe drei Treppenaufstiege, so auch Gleis 2/3. Ein Aufstieg (zwei Rolltreppen) war mit so Metallgedöhnse abgesperrt, ein weiterer wurde von einem Polizisten bewacht, der darauf bestand, dass hier gesperrt sei. Der dritte Aufgang war frei. Aha?!

Ich vermute mal, es hat reingeregnet, die Treppe war nass und der Vorfall wurde als Attentat mit terroristischen Hintergrund gewertet ausgeführt von Petrus höchstpersönlich. Und dann helfen da auch keine Kameras…

Im Kölner Stadtanzeiger gibt es weiteres zur der Bombe Thermoskanne, die für die Sperrung verantwortlich war.

Tastaturen im Test

Aus dem Leben eines Tastaturjunkie.

Ins Rennen gehen das erschütternd schlechte Apple Pro Keyboard und eine Tastatur names IceKey vom Hersteller Macally.

Als erstes beschäftigt natürlich der Formfaktor, das »Boah! Ist die geil! Die will ich auch mal anfassen!«

Da hat Apple mit dem Pro Keyboard natürlich die Nase vorn, zumindest solange die Tastatur nicht über einen längeren Zeitraum im Einsatz gewesen ist. Denn wenn das Innenleben erstmal von Brotkrümeln, Sesamkörnern und Pizzaresten bevölkert wird, stellt man schnell fest, dass ein durchsichtiges Gehäuse vielleicht auf Dauer doch nicht die schönste Idee ist. Die IceKey von Macally ist da ganz anders, sie ist extrem flach und hat ansonsten den Charme einer ordinären PC Tastatur.

Beide Tastaturen verfügen über zwei USB Port, die bei er Apple Tastatur an der Hinterseite zu finden sind, was wesentlich praktischer ist als Anschlüsse an sein Seiten, wie bei der Macally Tastatur.

Aber das sind ja nur Nebensächlichkeiten. Die interessantesten Eigenschaften liegen in den Tasten und deren Schlägen selbst. Die Icekey verfügt über sog. Scissor-Keys, die wohl Eignern eines Kraftbuchs durchaus bekannt und beliebt sein sollten. Die Tastatur von Apple hingegen verfügt über normale Tasten und man hat den Eindruck als wolle Apple sich mit seinen Kunden einen üblen Scherz erlauben, da die sowas für Geld unter die Leute bringen. Denn schon nach weniger als einem Jahr Gebrauch beginnen die Tasten zu klemmen und der Tastendruck fällt immer schwerer.

Die Icekey gewinnt zwar keinen Designwettbewerb aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir der Schreibkomfort doch ‘ne ganze Ecke wichtiger ist und wenn ich denn dann mal eine neue Tastatur für den Mini benötige, wird’s die wohl werden.

meine neues Wunschfeature

Ich hab‘ ein neues Wunschfeature für mein Web-Blogclient-Gedöhns: per Ajax-Request mal eben checken ob Links im akt. Text schon mal in Einträgen benutzt wurden und Plinks auf evtl. gefundene Einträge zurückgeben.

Technologisch gesehen trivial:

preg_match_all(
    "(\b[a-zA-Z0-9]+://[^( |\>)]+\b)",
    $text,
    $matches
);
$query = array();
foreach( $matches[0] as $url )
{
    $query[] = "text LIKE '%".$url."%'";
}
$sql = "SELECT title,text,posted FROM yourtable WHERE " .
    implode( " OR ", $query ) . " ORDER BY posted DESC";

„(\b[a-zA-Z0-9]+://[^( |>)]+\b)“ findet alle URLs in $text und dann wird ein query zum Suchen erzeugt.

Hmm… Aber nach wie vor suche ich die schwarzhaarige PHPraktikantin, die das mal eben einrichten könnte.

TextMate und Tabs

TextMate und Tabs sind ein nur teilweise rühmliches Kapitel. Tabs werden nur in Projekten unterstützt, ansonsten werden alle Dateien brav in einem neuen Fenster geöffnet.

Wenn man wie ich per SFTP auf sein ~/ zugreifen muss, hat man also nach kürzester Zeit eine beschauliche Anzahl von Fenster auf dem Bildschirm. Das erste Mal, dass ich glücklich über Exposé war.

Es tanzt das CSS

Nachdem ich den kompletten vergangenen Monat mit Backend Entwicklung an einem Projekt beschäftigt war, konnte ich mich in der zurückliegenden Woche an Smarty Templates und CSS austoben. Und im Nachhinein fällt es mir schwer zu sagen, was von beiden mir besser oder schlechter gefallen hätte.

Spannender ist sicher die Entwicklungsarbeit am Backend einer Seite, denn dabei muss man etwas stärker seinen Grips nutzen und planen. Das Umsetzen eines Screendesign per HTML / CSS ist eher eine entspannende Fingerübung und beides zusammen macht so’n Job eigentlich ziemlich rund.

Außerdem ist’s ganz nett, wenn man im Büro barfuss und mit nur einem Socken rumlaufen kann, ohne dass jemand davon Notiz nimmt.

Und wer nix mit den Neubauten am Hut hat, kann mit dem Titel des Eintrags nur die Hälfte anfangen.

Schluss mit Ladenschluss

Schluss mit Ladenschluss – und beinahe hätte ich mich gefreut. Aber durch viel politisches hin und her, kann es durchaus erst im nächsten Jahr zur Durchsetzung des Gesetztes kommen.

Da ich zZ. bis zu 15 Stunden unterwegs bin, kann von mir aus der Ladenschluss nicht früh genug fallen. In der Woche ist es für mich unmöglich einzukaufen und die lang ersehnte Freizeit am Samstag ist an und für sich viel zu schade um mit Einkaufen vertan zu werden. Ausserdem hasse ich es für eine ganze Woche oder länger auf Vorrat zu kaufen.

Montagsdöner

Auf habe ich den…

Wie lautete die Durchsage über einen qualitativ minderwertigen und kaputt rauschenden Lautsprecher in der RE1 gleich noch. Irgendwas mit Bombe und Dortmund, das Geknartsche ist so schwer zu verstehen. Aber vielleicht war das auch nur Einbildung. Man ist ja schon fast dran gewöhnt.

Wie auch immer – die ausgesprochen verspätete Heimkehr, die Ausfälle und das Umsteigen waren sicher keine Einbildung.

Wenn es wieder so ein Bombenfund war, wird man das sch er morgen im SpOn oder in einem der zahllosen Äquivalente nachlesen können.

Und das Schlimmste: Kein Fiege im Haus. Könnte ich gerade gut gebrauchen.

16.08.2006 – Nachtrag: Aha! Also sind am frühen Abend verdächtige Gegenstände am Dortmunder HBF entdeckt worden. Da kam der Wunsch zur sicheren Heimfahrt von Dan gar nicht so ungelegen.

All cried out

Verflucht ein Ohrwurm… »All cried out«

Nein, nicht das Original von Alison Moyet (Yazoo?) (iTMS) sondern die Interpretation von Wumpscut (iTMS).

Wie soll ich’s sagen. Der Ton macht die Musik;)
Gleiche Botschaft, ganz anderer Transport.

Und Schuld am Ohrwurm ist die »Preferential Tribe« Doppel CD von Herrn Ratzinger, der früher echt bessere Musik gemacht hat, als auf den letzten beiden Alben »Evoke« und »Canibal Anthem«. Also wenn mir nach :Wumpscut: ist, will ich keinen Weiberelektro hören…

Front Line Assembly – Artificial Soldier

Brett! Warum habe ich mir die nicht eher gekauft?

FLA im ursprünglichen Line Up mit Bill Lebb, Rhys Fulber und Chris Peterson verstärkt durch Jeremy Inkel und Gast Vocals von Jean-Luc De Meyer (Front 242) und Eskil Simmonson (Covenant).

Die beiden vorangegangen Alben »Epitaph« (2001) und »Civilization« (2004) fand ich schon extrem geil und »Artificial Soldier« (iTMS) legt noch einen drauf. FLA haben in den vergangen Jahre noch nie frisch und lebendig geklungen wie auf diesem Album. Zünftige Beats, dichte Atmosphäre.

»Future Fail« mit Jean-Luc De Meyer als Gastsänger auf jeden Fall mal anspielen!