Piazzetta San Marco nach Einbruch der Dunkelheit, der Dogenpalast ist nur noch eine sanfte Silhouette. Die Low-Key-Aufnahme stellt die alte Laterne in den Vordergrund und zeigt nur einen kleinen, goldenen Kreis auf dem Boden. Die Kulisse des Dogenpalast bleibt im Großen und Ganzen der Fantasie überlassen.
Der Sonnenuntergang hinter Santa Maria Della Salute und Punta Dogana gehört auch zu diesen Touristenfotos, die die meisten Besucher machen. Aber den Auslöser nicht zu drücken, würde einfach zu weh tun. Und deshalb gibt es das nun hier.
Aufgenommen habe ich das Foto auf einem Vaporetto beim Übersetzen von San Giorgio Maggiore nach San Marco. An der Mündung des Canal Grande bei San Marco hat man den besten Blick auf die beiden Bauwerke.
Einer der Inselbewohner hat es sich auf seinem Stammplatz gemütlich gemacht und duldet gerade eben so einen weitere Touristen, der mit der Kamera vorbei kommt und auch wieder ein Foto macht.
So eine Woche vergeht wie im Flug. Kaum bin ich da und habe den Rucksack ausgepackt, und dann ist es auch schon fast wieder vorbei.
Da ich auf der Hauptinsel und auf Burano und Murano schon so gut wie jeden Stein gesehen habe, hat es mich dieses Mal nach Sant’Erasmo gezogen. Der absolute Kontrast zur Hauptinsel. Man kann dort den ganzen Tag herumlaufen und nur einer Handvoll Menschen begegnen. Sant’Erasmo ist quasi der Gemüsegarten von Venedig. Und Artischocken sind das große Ding. Allerdings noch nicht Anfang April. Erst Ende April können die Castraure, die zarten ersten Blütenknospen, geerntet werden. Dafür war ich leider etwas zu früh dran.
Naja, Fisch und Pasta gibt es immer. Ich hatte ja keine Ahnung, wie gut Seezunge schmecken kann.
Das Wetter war fantastisch. Die höchste Temperatur lag maximal bei 21 °C, eher bei 18 bis 20 °C. Das finde ich bei einem Städtetrip ziemlich optimal. Abends hat es sich auf 15 oder 16 °C leicht abgekühlt.
Am Dienstag hatte ich besonderes Glück. Dichter Nebel bis in den späten Morgen. Das taucht die Lagune in ein besonders schönes Licht mit einer ganz anderen Atmosphäre, als man sie bei Sonnenschein erlebt.
Laterne
Ausgerechnet am Freitagnachmittag, genau in der Zeit meines Rückflugs, wurde im italienischen Luftfahrtsektor gestreikt. Fluglotsen, Kontrollzentren in Rom und Mailand.
Long story short: Der Rückflug hat sich um fünf Stunden auf 19 Uhr abends verspätet. Letztlich war die Verspätung sogar besser als die ursprüngliche Abflugszeit am Mittag. Und da der Spaß früh genug von der Airline angekündigt wurde, gab’s ein paar zusätzliche Stunden, um bei Linguine und Fisch auf Giudecca den Trip würdevoll enden zu lassen.
Die Lagune
Das sind natürlich nicht die einzigen Eindrücke und Fotos. Aber ich wollte nicht alles in einen Post verfrachten.