Da ich wie immer freihand fotografiert habe und kein Stativ benutzt hatte, liege ich auch ohne Wind beim Fokus manchmal etwas daneben. Ich wollte an sich die Narbe des Blütenstempels im Fokus haben. Aber das ist mir nicht zu 100 Prozent gelungen. Ja, sie liegen mehr oder weniger im Fokus, aber leider nicht so, wie ich es geplant hatte.
Nicht jedes Mal, wenn ich einen Fuß vor die Tür setze, stolpere ich über ein interessantes Motiv. Manchmal ist es eben nur eine Blumenwiese. Mit einer Acker-Witwenblume mitten drin. Die gelben Blüten, die im Bokeh dahinschmelzen, sind übrigens Hahnenfuß.
Eine violettfarbene Schwertlilie mit fein geäderten, hell-silbrig schimmernden Blütenblättern vor tiefdunklem, fast schwarzem Hintergrund. Einige sind bereits leicht welk.
Es könnte sich um eine Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) handeln. Aber ich muss sagen, die sehen sich alle relativ ähnlich.
Es ist ein alter Hut, dass ein Foto in der Regel interessanter wird, wenn man ein Motiv am Wasser auf Augenhöhe fotografiert. Meine Knie sehen das ganz anders. Wenn ich mehr als ein paar Minuten in der Hocke sitze, brauche ich gar nicht erst zu versuchen, wieder ordentlich aufzustehen. Dann muss ich erst mal die Kamera beiseitelegen und irgendwie versuchen, wieder auf die Beine zu kommen. Ja, man wird nicht jünger.
Das Foto des einzelnen Froschs war einer dieser Momente, in denen alles passt: ruhiges Wasser, die feine Wellenkrone um den Kopf, die Spiegelung darunter beinahe perfekt. Das zweite Foto ist mir aber fast lieber. Die beiden scheinen sich gut leiden zu können, und rechts ragt dieser eine Stängel wie ein Ausrufezeichen ins Bild.
Die Staubbeutel (Antheren) an den Staubfäden sind bei der Aquilegia vulgaris typischerweise gelb wegen des Pollens. Sobald die Antheren ihren Pollen abgegeben haben oder noch nicht geöffnet sind, erscheinen sie deutlich dunkler. Vermutlich.
Könnte sich bitte mal eine andere Vogelart dazu bequemen, auf dem Ast Platz zu nehmen, um für ein wenig Abwechslung zu sorgen? Oder muss ich wirklich vor die Tür gehen?!
Sehr wahrscheinlich eine Primel. Das doldenartige Blütenköpfchen mit den kleinen, rosa-violetten Einzelblüten und gelben Schlünden auf einem einzelnen Stiel ist charakteristisch. Am ehesten Primula farinosa (Mehlprimel) oder eine Gartenprimel-Hybride. Und wenn nicht, ist es was anderes. Vielleicht ein verkleideter Seeadler.
Das Foto mit den Tauben habe ich Heute vor einem Jahr aufgenommen. Das andere Foto stammt von Gestern. Die Blüten sind schon viel weiter als im letzten Jahr. Aber es gibt keine Tauben. Also nicht generell, sondern nur auf dem Foto.
Hmm… und ich habe mich immer gewundert, warum mir zur Zeit morgens, wenn ich das Fenster öffne, so ein Geruch in die Nase steigt. Direkt unter meinem Fenster blüht ein kleiner Horst Hasenglöckchen. Das ist auf jeden Fall angenehmer als der grausame Zigarettengestank der rauchenden Leute aus der Nachbarschaft.
Ein Rotkehlchen auf dem Ast des Baumes vor meinem Schlafzimmer-/Arbeitszimmerfenster.
Es lohnt sich manchmal, vom Schreibtisch aufzustehen und einen Blick aus dem Fenster zu werfen.
Einer der Inselbewohner hat es sich auf seinem Stammplatz gemütlich gemacht und duldet gerade eben so einen weitere Touristen, der mit der Kamera vorbei kommt und auch wieder ein Foto macht.
Vor etlichen Jahren an einem Wegesrand am Rand einer Koppel aufgenommen. Es starrte mich an. Ich starrte zurück. Es kann an der Grafin-Imma-Straße gewesen sein, aber auch hier oder ganz woanders.
Diese mit dem Mondtor verwandten achteckigen Öffnungen sind ein klassisches Element chinesischer Gartenarchitektur, wo Durchblicke ganz bewusst als gerahmte Bilder inszeniert werden. In der chinesischen Gartenkunst heißt das geborgter Blick oder geliehene Landschaft (借景, jiè jǐng), also die Vorstellung, dass der Rahmen selbst Teil des Bildes ist und den Blick lenkt, ohne ihn einzuschränken.
Küchenschelle oder auch Kuhschelle. In diesem Fall Pulsatilla vulgaris, die Gewöhnliche Küchenschelle. Typisch sind die intensiv violetten Blütenblätter, der dichte gelbe Staubblatt-Büschel in der Mitte, und vor allem die charakteristischen silbrig-seidigen Haare an den Kelchblättern und Stielen.
Die beiden Fotos zeigen die gleiche Blüte aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Im Makrobereich heißt das, dass die Kamera lediglich ein paar Millimeter bewegt wurde und der Fokus sich nur leicht geändert hat. Wie immer natürlich die Blende so weit geöffnet wie möglich. Praktischerweise zeigt das Z 105mmdie effektive Blende und nicht die eingestellte, so kann ich sehen, dass die beiden Fotos mit f/4 bzw. f/4.2 aufgenommen wurden. Das entspricht dann in diesem Fall einem Abbildungsmassstab von ungefähr 1:1,3. Aus dem Display des Objektivs können die effektive Blende, der Fokus oder der Abbildungsmaßstab abgelesen werden.
Beide Fotos habe ich an diesem Vormittag im Botanischen Garten an der RUB aufgenommen.
Mir scheint, als sei vorlesungsfreie Zeit. Es war gar nicht mal so voll. Meistens fahre ich mit der Linie 344/346 zur Uni, um zum Botanischen Garten zu gelangen. Und heute war es für einen Wochentag auf dem Campus angenehm leer.