Privat programmiere ich ausnahmslos ohne Zuhilfenahme eines LLM, weil ich Spaß am Programmieren habe. Und eben diese Lust ist auch der Grund, warum ich mir bspw. so ein sinnloses Projekt, wie die Portierung meines Blogs auf Symfony aufgehalst habe. Das aktuelle System läuft sehr gut. Aber es macht mir Spaß. Und dabei habe ich keinen Nerv darauf, dass ein Claude auch nur in die Nähe kommt.

Im Job sieht das etwas anders aus: Einerseits bin ich froh, dass ich Zugriff auf Claude habe, um absurd uninteressante Sachen vom digitalen Sklaven erledigen zu lassen, und die eher spannenden Dinge von Hand machen kann.

Es ist schlichtweg frustrierend und langweilig, dazusitzen und Claude beim Generieren zuzusehen. Egal wie klein die Arbeitsschritte sind. Dieses Ding findet fast immer irgendwas, um vom Plan abzuweichen und Irrsinn zu veranstalten.

Und natürlich gibt es dann auch Projekte, die man zu einem großen Teil von einem LLM generieren lässt. Und wenn das nicht gerade ein Projekt ist, das einem am Herzen liegt, verliert man vollkommen den Bezug dazu. Es macht für mich einen großen Unterschied, ob ein Projekt von Hand entwickelt wird und quasi ein wenig Herzblut enthält oder einfach nur ein fremdes, generiertes Ding ist.

Das scheint wohl gerade das Los vieler professioneller Entwickler zu sein…