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Große Dinge fangen immer klein an

A complex system that works is invariably found to have evolved from a simple system that worked. A complex system designed from scratch never works and cannot be patched up to make it work. You have to start over with a working simple system.

John Gall: Systemantics - How Systems Really Work and How They Fail (via On Lean and Agility)

So ist meine bevorzugte Commitmessage bei neuen, größeren Feature: Große Dinge fangen immer klein an. Vielleicht ein wenig bei Prometheus (YouTube) geklaut ;)

Was’n das für’n AI-Quatsch?

Oder was auch immer…

Seit einer Weile bekomme ich bei Tidal solche schäbigen Entspannungs- und Mindfulness-Sachen untergejubelt. Die Musik klingt generiert und die Cover sehen stark nach dem AI-Schmierfinken Dall-E aus. In der Liste der Künstler befindet sich idR. einen mir bekannter Künstler (eg. Sync24 oder Ascendant) und der Rest hat weder Credits noch eine Bio. Vermutlich weil es die auch nicht gibt.

Ich habe ja stark das Gefühl, es handelt sch dabei um AI generierten Inhalte. Schätze, man muss sich weniger Sorgen um eine zukünftige allgemeine künstliche Intelligenz machen und die Menschheit à la Terminator vernichten will. Viel wahrscheinlicher ist es doch, daß ein dem schnöden Mammon verfallener Einfaltspinsel die bestehenden LLM Systeme benutzt und die Menschheit mit Müll zuschütten bis wir dran ersticken.

Habe mich kaum getraut diesen Eintrag mit Musik zu taggen…

Ja, genau. Vieles geht mit plain Javascript sehr einfach. Ansonsten hat man ruckzuck wieder einen node_modules Ordner von etlichen Gigabytes, mit Packages zum Addieren zweier Integers oder so einen Krampf. Das muss nicht sein.

Man wird nicht jünger...

Passend zu meiner Migräne von Gestern wurde mir der Artikel Entzündete Nackenmuskeln bei Migränepatienten nachgewiesen in den RSS Reader gespült. In der verlinkten Studie geht es allerdings um "young adults". Das wird in dem Post auf Spektrum allerdings nicht erwähnt. Bei mir setzte das Leiden einer mehr oder weniger regelmäßigen Migräne erst in den frühen Vierzigern ein. Ich denke nicht, dass man damit noch zu den jungen Erwachsenen gehört.

Wie auch immer finde ich Fortschritte bei der Ursachenforschung interessant und eine gezieltere und wirksame Behandlung wünsche ich mir natürlich auch.

Und da wir gerade beim Thema Gesundheit sind:

Tiredness experienced by Long-COVID patients has a physical cause: Forscher von Amsterdam UMC und Vrije Universiteit Amsterdam (VU) haben entdeckt, dass die anhaltende Müdigkeit bei Patienten mit langem COVID eine biologische Ursache hat, nämlich Mitochondrien in Muskelzellen, die weniger Energie produzieren als bei gesunden Patienten.

17,000 People Died From Taking Hydroxychloroquine, Scientists Estimate

Frohes Neues

Schwarzweiss Foto einer geschlossenen Doppeltür unter einem Vordach mit einer Bierflasche davor und Regenrinnen unter dem Vordach. Wirkt insgesamt wie and er Schwelle zum Vergammelten.
Nikon Z 7 · 85.0 mm f/1.4 · f/5.6 · 85mm · 1/50s · ISO 800

Nachdem das vergangene Jahr eine Aneinanderreihung von Fehlentscheidungen, Reinfällen und sonstigen Katastrophen war, würde ich gern sagen: Es kann in 2024 nur besser werden. Aber es könnte halt auch noch schlimmer werden...

Zumindest den Jahreswechsel habe ich gut mit engsten Freunden beim Raclette verbracht. Mal sehen was die nächsten 366 Tage für Überraschungen bereit halten.

Nikkor Z 105mm vs. Zeiss Makro Planar 2/100

Der Post lag jetzt schon ein halbes Jahr im iA Writer Archiv und wenn ich den nicht endlich mal poste, wird das nie was. Also habe ich den Staub abgeschüttelt.

Im Juli 2022 habe ich mit das Nikol 105mm Makro zugelegt. Das ist nun beinahe anderthalb Jahre her. Wird Zeit drüber zu sprechen.

Vor dem Nikkor habe ich das Makro Planar 2/100 von Zeiss für Nahaufnahmen benutzt. Das nun seit gut einem Jahr unbenutzt im Schrank liegt.

Da meine Reviews in der Vergangenheit schon nicht sonderlich technisch orientiert waren, will ich auch jetzt erst garnicht damit anfangen, sondern einfach die beiden Objektive miteinander vergleichen und was ich dazu verleitet hat das Nikkor zu kaufen und anstelle des Zeiss zu benutzen.


Ringelblume
Nikon Z 7 · NIKKOR Z MC 105mm f/2.8 VR S · f/3.3 · 105mm · 1/250s · ISO 72

Das Makro Planar ist schwer, es ist aus Metall, es hat keinen Autofokus, keine Bildstabilisierung und einen Abbildungsmaßstab von 1:2 bei Naheinstellung. Beim Fokussieren ändert sich die Länge.
Der Look der Fotos ist der Grund warum man das Ding freiwillig benutzt. Die Handhabung ist es definitiv nicht!


Zweizahn im Schatten
Nikon Z 7 · NIKKOR Z MC 105mm f/2.8 VR S · f/3.8 · 105mm · 1/250s · ISO 100

Das Nikkor 105mm ist leicht, es ist größtenteils aus einem hochwertigen Verbundkunststoff, hat einen brauchbaren Autofokus, hat eine Bildstabilisierung, die mit dem der Kamera zusammenarbeitet und einen Abbildungsmaßstab von 1:2 bei Naheinstellung. Die Handhabung ist ein Träumchen. Neben dem Schalter für Autofokus / Manueller Fokus hat das Objektiv noch ein Paar Knöpfe, Räder und Schalter:

  • Fokuslimiter Schalter: 29-50mm / unbegrenzt
  • Eine FN-Taste, die man im Menü konfigurieren kann. Ich habe dort ein AF Trigger hinterlegt. Jenachdem wie ich komisch ich die Kamera halte, finde ich das ungemein praktisch.
  • Ein konfigurierbaren Ring, den ich auf Blendeneinstellung konfiguriert habe. Geht schneller als vordere Kontrollrädchen an der Kamera.
  • Ein Disp-Knopf über den die Anzeige im Display des Objektivs geregelt werden kann. Blende in F-Stop, Distanz in m und Abbildungsmaßstab in 1:x sehen als Optionen zur Verfügung. Fand ich anfangs töte, da ich noch nie ein Objektiv mit Display hatte. Genau genommen hatte ich noch nie so ein modernes Objektiv. Mittlerweile schaue ich nicht mehr drauf, da es uninteressant ist und die Blende an der Kamera abgelesen werden kann.

Zwei Schwne
Nikon Z 7 · NIKKOR Z MC 105mm f/2.8 VR S · f/5.6 · 105mm · 1/100s · ISO 250

Es könnte sein, dass das Nikkor bei 2.8 einen Hauch schärfer ist als das Zeiss bei Blende 2. Wenn dem so ist, dann allerdings auf einer Ebenen, die ich einfach nicht mehr praxisrelevant finde.

Wenn es nur um Bildqualität geht sind beide fantastisch. Ich würde mich schwer tun hier einen Gewinner auszumachen.

Wenn es um den Look der Fotos geht sieht die Sache schon anders aus. Was einem hier besser gefällt, ist natürlich eine recht individuelle Entscheidung.

Im Nahbereich bei offener Blende ist die Schärfenebene haardünn. Beim Nikkor mit 1:1 noch mehr als beim Zeiss, obwohl die Blende bis 2 öffnet. Das Bokeh ist bei beiden sehr schön. Bereiche, die ausrechend von der Schärfenebene werden butterweich dargestellt. Wobei das Bokeh vom Zeiss eine leicht aquarelle Qualität hat.

Spannend wird es im mittleren Bereich. Hier gefällt mir das Zeiss eine wenig besser. Durch den harten Cut-Off vor und hinter der Ebene, werde Objekte auf mittleren Distanz wunderbar freigestellt und erscheinen sehr plastisch. Zeiss erzählt hier von einer Anlehnung an die ARRI/ZEISS Master Prime Optiken, was neben der Blende von 2 wohl mitverantwortlich für diesen Effekt ist. Hier hat das Zeiss IMHO die Nase weit vorn.

Fotos, die ich mit dem Nikkor 105mm gemacht habe und zum Verglich Fotos, die ich mit dem Zeiss Makro Planar 2.0/100mm gemacht habe.

Das war mal der Husemannplatz

Husemannplatz
Google Pixel 7 Pro · Pixel 7 Pro back camera 6.81mm f/1.9 · f/1.9 · 6.81mm · · ISO 47 · OpenStreeMap

Ich war Heute mal in der Innenstadt. Ist schone ein Weile her. Und der Weihnachtsmarkt ist auch vorbei. Schade eigentlich, wo ich gerade jetzt Zeit dafür hätte. Und ich schätze, auf dem Husemannplatz gab es in diesem Jahr keine Weihnachtsmarktstände. Dafür wurde wohl der Rathausvorplatz in Beschlag genommen.

Naja, wie auch immer. Für die Info bin ich wohl etwas spät dran...
Aber ein paar schöne, große Steckbausteine liegen da.

Drei neue Alben

Drei Alben, die ich gerade kennengelernt habe:

Songs Of Silence (Bandcamp, Tidal, Spotify) ist das jüngste Solo Studio Album von Vince Clarke. Ja, der mit Erasure, Depeche Mode und so weiter. Und es ist alles andere als Synthpop.

Systeme von Bersarin Quartett (Bandcamp, Tidal, Spotify) Das fünfte Album von Thomas Bücker. Ebenso empfehlenswert wie die vorangegangenen.

Dark Ambient of 2023 (Bandcamp). Das jährliche Dark Ambient Album vom Label Cryo Chamber mit einer Auswahl von Veröffentlichungen aus dem Jahr 2023.

1001 Albums You Must Hear Before You Die

One Album A Day – 1001 Albums You Must Hear Before You Die – als Alternative um sich durch den 1000 Seiten Schmöker zu wälzen. Jeden Tag wird ein Album aus dem og. Buch vorgeschlagen. (Via Heise)

Habe Heute angefangen und als Erstes ist mir Physical Graffiti von Led Zeppelin vorgelegt worden. Nicht der schlimmste Anfang. Es hätte auch mit Taylor Swift anfangen können. Schätze, da wäre mein Interesse im Keim erstickt worden;)

Rebel Moon

Da ich ja seit kurzem wieder ein Netflix Abo habe, konnte ich nicht Wiederstehen mir mal Rebel Moon anzusehen. Sieht extrem künstlich aus und pausenlose Zeitlupen. Bleibt nach all dem Hype doch weit hinter den Erwartungen zurück. Die meisten Welten wirken doch alle sehr ähnlich und es fehlt ihnen einfach an Merkmalen, die sie unterscheidbar machen könnten. Irgendwie fantasielos. Und die Dialoge erst. Phew... weit jenseits der Schmerzgrenze.

Schade! Das war nix.

Ein halbes Jahr Proton Pass

Seit Ende Juni benutze ich nun Proton Pass. Im Prinzip seitdem es aus dem Beta-Stadium raus ist. Es hat KeePass mittlerweile vollständig abgelöst. Ach ja, und auf meinem i386 MacBook Pro benutze ich seit dieser Zeit kaum mehr Safari, weil es immer noch keine Extension für den Browser gibt. Aber so viel zum Genörgel, denn an sich komme ich ganz gut mit Proton Pass klar.

Auf meinem ARM MacBook Pro kann man gut die iOS App von Proton Pass benutzen. Die ist zwar leider auch kein Vorbild an Usability aber erfüllt ihren Zweck. Warum beim Klick ins Suchfeld erstmal ein Modal geöffnet werden muss um darin dann wirklich suchen zu können ist fraglich. Es fühlt sich auf dem iPad noch ganz OK an, wirkt auf dem Desktop allerdings etwas befremdlich. Die Android App kommt ohne derlei Umstände aus.

Die Extension für Firefox ist OK und lässt sich in einem neuen Fenster öffnen, wenn ich auf dem i386 mal Passwörter organisieren möchte. Bei der Extension gibt's wie bei der Android App kein irres Modal zum Suchen. Brave benutze ich aus Prinzip schon nicht und was ist dieses Chrome gleich nochmal...

Update: Es gibt nun eine Web App für den Passwortmanager: pass.proton.me

Was mich wirklich bei der Stange hält, ist die Möglichkeit auf sehr einfache Weise einen E-Mail-Alias zu benutzen um meine Privatsphäre zu schützen, wenn ich irgendwo einen neue Account erstelle. Der Alias zielt allerdings zwangsweise nur auf die eigene Proton Mail Adresse. Was auf den ersten Blick OK ist, da ich mir den Proton Mail Account ursprünglich für den Gebrauch bei Online Accounts zugelegt habe. Auf der anderen Seite entsteht dadurch natürlich auch eine gewisse Bindung an Proton Mail und Proton Pass. Aber um ehrlich zu sein, sind die wenigsten Accounts so wichtig, dass man sie nicht einfach krepieren lassen könnte. Und bei einem anderen E-Mailanbieter, müsste die Adresse auch geändert werden, wenn man die E-Mailadresse wechselt. Also pffft...

Ich weiss, dass auch bei der Apple iCloud die E-Mailadresse verborgen werden kann. Das nützt mir allerdings recht wenig, wenn ich ein Google Pixel in der Hand habe.

Fazit: Ich komme auf jeder Platform an meine Passworte ohne eine KeePass Datei wild synchronisieren zu müssen und es bietet Aliase zum Verbergen meiner E-Mail. Wenn dann doch noch eine Safari Extension kommen sollte, bin ich rundum glücklich.