ÖPNV

Jo. Da kann man nichts hinzufügen.

Wenn es im Fernverkehr ab Februar keine Maskenpflicht mehr geben wird, kann ich mir vorstellen, dass es auch nur noch eine Frage der Zeit ist bis im ÖPNV das Tragen auch eher optional sein wird. Finde ich nicht gut.

ÖPNV ist manchmal doch eine Qual

Nach einem kleinen Ausflug zur Henrichshütte in Hattingen, wollte ich nachher mit den Bus zurück nach Bochum. So weit so gewöhnlich. 

Nachdem ich den Bussteig 3 der Haltestelle Henrichshütte gefunden habe, musste ich nicht mal eine halbe Stunde neben dem Bushaltestellenschild stehen und warten bis der Bus dann endlich kam. 

Die Haltestelle ist ein schlechter Scherz. Es gibt weder eine Gelegenheit zum Sitzen oder eine Möglichkeit sich unterzustellen, wenn man die halbe Stunde Wartezeit im Regen verbringen müsste. 

Ich glaube wirklich nicht, dass das der Weg ist den ÖPNV attraktiver zu gestalten. Damit werden wirklich alle Vorteile, die man habe kann bestätigt. Unpraktisch. Unbequem. Zeitraubend.

Nun muss ich wieder den vollen Betrag für mein BOGESTRA Monatsticket zahlen. Also in Zukunft gibt’s dann wieder trocken Brot und Wasser.

Extrarunde

Ende August endet die monatlich Ersparnis von 92,99 € durch das 9-Euro-Ticket. Die eine, eher etwas geizig angehauchte Stimme in meinem Kopf beschwert sich, dass ich keine Haar zum Raufen habe. Bin ja mal gespannt, ob es denn irgendwann einen Nachfolger geben wird. In der Zwischenzeit gibt es im September und Oktober die Abo-Aktion Extrarunde, an der sich auch die BOGESTRA beteiligt.

Im September und Oktober ist dein AboTicket der BOGESTRA in ganz NRW gültig. Die Aktion gilt an allen Wochenenden, am Tag der deutschen Einheit und in den Herbstferien.

Extrarunde: BOGESTRA

Naja, nettes Goodie aber als Entlastung geht das nicht durch.

Mehr Fahrgäste im ÖPNV

Quartalsbilanz: Viel mehr Fahrgäste im Nahverkehr

Morgens in der Stadtbahn während des Berufsverkehrs habe ich kaum einen Zuwachs an Fahrgäste wahrgenommen. Erst abends und an Wochenenden hat der Bär getanzt. Obwohl der kaum Bewegungsfreiheit hatte.

Es macht den Eindruck, dass weniger Pendler als Freizeitnutze den großen Teil der neues Fahrgäste ausmachen. Naja, ein 9-Euro-Ticket optimiert noch lange nicht die Verbindungen. Wer vorher schon auf dem Arbeitsweg x-Mal umsteigen musste und absurde Wartezeiten in Kauf nehmen muss, konnte wohl auch kaum mit einem günstigerem Ticket überredet werden.

Hmm… Ich war schon ewig nicht mehr im Botanischen Garten. Schon seit vor der Pandemie nicht. Vergangenen Sonntag wäre es fast so weit gewesen. Aber aufgrund von Gleisarbeiten wird Stadtbahnlinie U35 derweil durch Busse ersetzt. Und nach Bus ist mir nur eher selten. Aber nach dem 10.8. soll die Bahn wieder fahren. Dann wird es mal wieder Zeit.

9-Euro-Ticket

Auf Perspektive des Kunden funktioniert das mit den 9-Euro-Tickets recht gut. Für Abo-Kunden reduziert die BOGESTRA von Juni bis August die monatlichen Abbuchungen auf 9 €, ohne weiteren Handlungsbedarf von Seite des Kunden.

In den kommenden drei Monaten spare ich somit 276 €.

Und fang mir dafür einen Virus in einer überfüllten Bahn ein?

Ach, irgendwas ist ja immer!

9 für 90

Teil des Entlastungspakets zur Hilfe wegen hoher Energiepreise ist das 9 Euro ÖPNV Ticket für 90 Tage. Klingt erstmal witzig.

Laut der Bundesvorsitzende der Grünen soll dieses Ticket auch für ÖPNV Nutzer in Frage kommen, die bereits ein Montagsticket im Abo haben. Die BOGESTRA hat das wohl zur Kenntnis genommen, weiss aber noch nix. Ich weiss garnciht, wie die Verbände das organisatorisch auf die Beine stellen möchten oder können. Klingt auf jeden Fall nach einem gewaltigen Verwaltungsaufwand.

Das erinnert mich daran, dass ich monatlich für ein Ticket 1000 Preisstufe B bezahle, dessen Nutzung ich seit Beginn der Pandemie an einer Hand abzählen kann. Ich könnte mir vorstellen, wie mein persönliches Entlastungspaket aussehen kann.

An advanced city ...

Jason Kottke mit einer Herleitung des Zitats:

An advanced city is not one where even the poor use cars, but rather one where even the rich use public transport.

Davon sind die meisten (wenn nicht alle) deutschen Städte recht weit entfernt, da denkt man dann eher an schlechte Taklung und teilweise schmuddelige Busse und Bahnen. Aber solange Städte mit dem Autoverkehr im Hinterkopf gebaut werden, wird sich daran auch nichts ändern. Und wenn alles getan wird um möglichst ausreichende Parkmöglichkeiten anzubieten, bleibt das Auto in der Innenstadt - wie absurd es auch ist - komfortabler. Für alle. Egal ob arm oder reich.