Markus Kniebes
September 2006

keine Nostalgie mehr

Also der Drive ist raus und Bloggen kommt mir zZ. eher wie eine lästige Pflicht vor. Und da ich nun wirklich kein 2tblog mehr füllen kann, habe ich drüben soeben dicht gemacht und auch die Kündigung meiner Mitgliedschaft bei ruhr.de rausgeschickt.

ruhr.de war früher mal mein ISP. Das begab sich zu einer Zeit, da man sich noch mit saulangsamen aber sündhaft teuren Analogverbindungen über die Telekom sonstwo einwählen musste und in den Abendstunden das Besetztzeichen schlimmer als Störungen im TV Empfang waren. Und die Freundin mit einem Man kann dich abends nie erreichen! kontinuierlich genervt hat. Also lange vor IbC, ISDN, Flatrates etc…

Heute benötigt man sowas nicht mehr, wird auch nicht mehr angeboten, dafür E-Mail und Webspace. Habe ich beides mehr als genug.

Bahnstreik

Als Pendler könnte ich mich ja jetzt genervt zum Bahnstreik in NRW äussern, aber ich bin nicht genervt. Mein Zug fuhr mit fünf Minuten Verspätung in Bochum ab und kam mit 20 Minuten Verspätung in Köln an. Also kein Unterschied zu anderen Tagen, an denen mit eben solchen Verspätungen zu rechnen ist. Meine Stimmung kann sich allerdings am Abend auf dem Weg nach Hause schlagartig ändern. Es kann nicht schaden mir in weiser Voraussicht, ein paar Kännchen Bier mit auf die Heimreise zu nehmen. Zur Steigerung meiner Indifferenz gegenüber Verspätungen am Freitagabend…

Visuelle Eindrücke gibt es ebenso wenig. Nirgendwo war etwas von Streikenden zu sehen. Keine Transparente, nix. Na gut, Vereinzelt ein paar Fahrgäste mit grossen Plakaten, auf denen sie das Einhalten der Fahrpläne fordern, aber auch das ist Alltag.

Ach ja, die Hilflosenhotline habe ich spasseshalber gegen sieben Uhr einige Male angewählt und meine Erwartungen wurden erfüllt, kein Durchkommen. Natürlich nicht.

Montagsdöner

Klasse Neuigkeiten gab es Gestern. Ab dem 16. Oktober wird in Köln mal wieder gross rumgebaut. Nach den Baumassnahmen zum Hochwasserschutz von kürzlich, wird ab Mitte Oktober im Rahmen des Baus der Nord-Süd-Stadtbahn für ungefähr zweiundachtzig Jahre rund um den Bahnhof gebaut. Mit ausserordentlichem Bedauern musste ich dabei feststellen, dass meine Stadtbahnlinie (16) dann nicht mehr über den Bahnhof fährt und ich noch ein weiteres Mal umsteigen muss, was meine An- und Abreise noch interessanter und zeitlich unvorhersehbarer gestaltet.

Ein Grund mehr nach Köln zu ziehen und die Fahrerei zu minimieren.

Und weil diese schlechten Nachrichten allein nicht ausreichen, hat der Plus in Sürth (zwei Minuten die Strasse runter) aufgrund eines Stromausfalls – so munkelt man im Büro – geschlossen.
Naja, aufgrund meines recht hohen ESP Wertes, war ich dann Heute ausnahmsweise schon am Morgen auf dem Weg zum Büro dort und habe mich mit diversen Fressalien ausgestattet.

Gegendarstellung (so eine, die man gerne gibt): Weitere Nachforschungen haben ergeben, dass der Plus dann doch wieder geöffnet hatte, und so konnte auch dieser Donnerstag zu einem reibelungslos verlaufenden Arbeitstag werden.

Freud und so


Unsere Preise schmälern Ihren Geldbeutel.

ich könnte schwören, dass ich den Satz Heute auf einer Lok lesen konnte, als ich am Bahnhof sass und auf meinem Zug wartete. Allerdings war ich etwas tranig und hatte Delerium (Semantic Spaces) auf den Ohren

2,95 €

Da ich nicht so viel per Hand schreibe, dauert es relativ lange bis mein einziger und seit Jahrzehnten gepflegter Kuli seinen Dienst einstellt. Aber die Tage war es dann doch so weit. Im Schreibwarenfachhandel – man möchte ja den Einzelhandel unterstützt – habe ich dann gleich mal zwei neue Minen gekauft. Für Sage und Schreibe 2,95 € das Stück, also zusammen 5,90 €. Zu gut deutsch, 12 Mack für zwei Minen.

Und nun frage ich mich was bedenklicher ist, dass ich ohne zu Zucken bezahlt habe, weil es mir erst im Nachhinein aufgefallen ist oder der Preis an sich.

Auf jeden Fall rechtfertigt der Preis ein Bild für’s Photoblog.

Darjeeling FTGFOP Mohanbari

Auch diesmal gab’s beim Teekauf eine kleine Probe.

Darjeeling FTGFOP Mohanbari – ein Darjeeling aus dem Anbaugebiet im Tinsukia Distrikt im Nordosten Indiens. Sehr mild (laff). Für meinen Geschmack nicht würzig genug und ist auch nur direkt nach dem Aufgiessen gut zu trinken. Der Tee braucht nur eine halbe Stunde auf dem Stövchen zu stehen und wird recht unangenehm.

dreikommasiebenfünf Stunden

Da ich meinem privaten Umfeld mit meinem Genörgel über KVB und Bahn so langsam auf den Zeiger gehe, werde ich meine Anti-Bahn Einträge in Zukunft ins 2tblog posten und mich auch ansonsten in Indifferenz zu dem Thema suhlen.

Aber einen hab’ ich noch…

Ich wollte Heute ausnahmsweise schon mal gegen kurz nach acht wieder in Bochum sein. jaja, die Buhh Rufe wurden laut. Wie? Jetzt schon um sechs nach Hause… Aber gelegentlich möchte ich mir dann doch mal einreden ich hätte Privatleben mit zwischenmenschlichem Gedöhns und so.

Privatleben wird überschätzt.

Mal ehrlich, ist auch ‘ne ziemlich waghalsige Idee sowas zu planen, denn welche Register der Kölner Verkehrs-Schnickschnack und die Bahn ziehen, um solch ein Vorhaben zu vereiteln ist schon nahezu bewundernswert.

Kurz nachdem meine Strassenbahn in den Untergrund gefahren ist, Stillstand. Nun ja in den ersten Minuten denkt man sich nicht viel dabei, denn das, was die Kölner ÖPNV nennen ist nunmal so gestrickt. Aber nach knapp zehn Minuten wird man dann doch etwas unruhig, dreht die Lautstärke leiser, um eine eventuelle Durchsage nicht zu verpennen. Die kommt dann auch prompt. Ein Unfall. Sonstwo. Hab ich noch nie gehört. Die Weiterfahrt wird auf jeden Fall für unbestimmte Zeit ausgesetzt. Fahrgastübergreifendes Seufzen. Mitten im U-Bahntunnel.
Aber halb so schlimm, denn schon nach wenigen Minuten geht es weiter, aber nur bis zur nächsten Haltestelle, Poststraße oder -platz. Wie auch immer.

Auf die Frage, wie ich denn nun zum Bahnhof kommen würde, sagte das lustige KVB-Männchen am Steuer der Bahn, dass er das auch nicht wüsste, denn er käme ja schliesslich aus Bonn und grinste dabei so blöd, wie nur ein Rheinländer grinsen kann.

Für einen Augenblick habe die Anwesenheit der zahlreichen Zeugen sehr bedauert.

Da steht man nun einsam und allein, ausgesetzt in einer fremden Stadt, fernab von Orientierungspunkten, die man erkennen könnte. Aber egal. Den Zauberspeicher Orientierungssinn (Stadt) +4 angeswitched und aufgebrochen.
Nach einem Fussmarsch von knapp 20 Minuten und nur einer Kanne Früh habe ich dann den Bahnhof gefunden.

Nun hieß es nur noch eine halbe Stunde über den verpassten Zug schmollen und sich in den nächsten setzen. Pahh! Zu einfach! Allerdings ist die Bahn verhältnismässig einfallslos, wenn es um Entschuldigungen für Verspätungen von einer halben Stunde geht. Ein Baustelle. Wie profan. Aber viertel vor zehn in Bochum ankommen ist doch auch noch OK.

Montagsdöner

Während man gemütlich im oberen Deck eines Regional Express sitzt und an einem Bahnhof darauf wartet, dass die Verspätung immer größer wird und der Zug trotzdem nicht abfährt, hat man hervorragend die Gelegenheit die Menschen auf dem Bahnsteig und ihr treiben – ein wenig von oben herab – zu beobachten.

Mag sein, dass ich als Befürworter der alternativen Mode nicht unbedingt geeignet bin, aktuelle Modetrends objektiv zu beurteilen, aber die Mainstreamgöre von Heute scheint Kamelhaar-blonde Haare zu haben, ein beige oder cremefarbenes Oberteil (Pullover), eine enge, blaue Jeans und hohe braune oder schwarze Lederstiefel entweder über der Hose oder die Hose bis über die Stiefel hochgekrempelt zu tragen.

Nix gegen einen knackigen Hintern in engen Jeans, dann interessiert auch die Haarfarbe nicht mehr sonderlich. Das mit den Stiefeln sieht allerdings übel aus. Ehrlich!

Taxi zum Mars

Manchmal bin ich wirklich erstaunt, dass ich im Büro ankomme. Kann sich jemand eine 20-minütige Verspätung aufgrund von »Fahrgastandrang« (O-Ton der Durchsage) vorstellen.

Also in Düsseldorf hatte ich stark das Gefühl, dass dort ausschliesslich Aliens zugestiegen sind, die nichts Besseres zu tun hatten, als rumzumutieren, sich in der Stammessprache ihres Heimatplaneten zu unterhalten und mit völlig ungeeigneter Technologie Musik (laut) wiederzugeben.

Also ganz ehrlich, ich bin für ein generelles Sprechverbot in Zügen und parallel zu den Fahrkartenkontrollen sollten noch Lärmpegelkontrollen durchgeführt werden. Verstösse sollten empfindlich geahndet werden. Aus dem fahrenden Zug werfen oder so. Bei anderen Reformen oder Erhöhungen von irgendwelchen Steuern ist die Bundesregierung doch auch nicht so zimperlich. Da könnte man bei der Bahn doch auch mal durchgreifen. Ist ja auch im Interesse des Terrorschutzes, wenn ungünstigere Bedingungen für Amokläufer geschaffen werden.

Frustration macht sich breit

Der IE6 ging mir Heute mal mächtig auf den Zwickel:

dojo.byId(div_id).setAttribute(\'class\', \'foff\' );
dojo.byId(input_id).removeAttribute( \'checked\' );
dojo.byId(img_id).setAttribute( \'src\', base_url+\'/plus.gif\' );
dojo.byId(div_id).setAttribute(\'className\', \'foff\' );
dojo.byId(input_id).checked=false;

Javascript ist ja unter normalen Umständen schon eine Zumutung…

Frisches vom Obsthändler

Als ich einfach nur Musik hören wollte, ist mir iTunes7 sozusagen fast schon aufgezwungen worden. Naja, eine Dialogbox informierte mich halt, es gäbe eine neu Version 7 und die Neugierde tat den Rest.

Nachdem die Datenbank aktualisiert wurde und ich gewarnt war, dass ich unbedingt Quicktime 7.sonstwie bräuchte um mir blöde Film vor dem Kauf anzusehen, war es dann auch schnell betriebsbereit. Der Look hat sich etwas verändert, dh. die linke Spalte mit dem Listengedöhns ist leicht anders organisiert und es gibt zwei alternative unübersichtliche Ansichten der Datenbank.

Ach stimmt ja, am 12.09. war ja was angekündigt. Kleinere und evtl. auch kratzfestere iPods. Der iPod nano sieht nun ähnlich wie der längst aus dem Verkehr gezogene iPod mini aus.

Das Gehäuse aus widerstandsfähigem eloxiertem Aluminium sagt, dass die Widrigkeiten des Alltags Ihrer Musik nichts anhaben können.

(Link von mir hinzugefügt)

Es haben sich offensichtlich ausreichen viele Leute über zerkratzte nanos beschwert:)

24 Stunden Batterielaufzeit – das wäre ja schon ein Anreiz, denn mein öseliger Maxfield mp3 Stick stellt schon nach knappen sieben Stunden den Betrieb ein. Eine völlig leergesaugter Batterie wirkt sich dabei immer negativ auf das Dateisystem aus. Das macht die letzten Augenblicke zu einem Drahtseilakt.