9. Mai 2020 Drafts

Ich bin ja eher ein Gewohnheitstier und neige nicht häufig dazu Anwendungen, die ich schon ewig benutze, durch Alternativen zu ersetzen.

iA Writer ist so ein Exemplar, das ich schon seit ewig und drei Tagen auf allen Geräten einsetze. Einmal bezahlt und immer glücklich. Ordinäre Text bzw. Markdown Dateien liegen in einer Verzeichnisstruktur in einem iCloud Ordner. Zwei Klicks und ich habe aus dem Markdown ein PDF generiert. Mehr wollte ich nie. Meine Welt war rund und ich war zufrieden. Alles was mich auch nur im entferntesten an dem Programm gestört hat, habe ich ignoriert.

Ja. Aber dann musste ich mir unbedingt Drafts anschauen. Nicht weil ich eine Alternative gesucht hätte. Nö, nur aus Neugierde, weil es ein Bekannter im Gebrauch hat.

Es kann so viel mehr als iA Writer. Man kann alles einstellen. Es gibt unzählige Knöpf, Schaltflächen, Einstellungen und irgendwas. Wie grausam;) Aber es hat im Gegensatz zum iA Writer dynamische Zeilenlängen, die sich an der Fensterweite orientieren. iA Writer unterstützt nur Zeilenlängen von 64, 72 oder 80 Zeichen. Und dieses Manko fiel mir immer besonders schwer zu ignorieren. Je nachdem was ich gerade schreibe, sind mir die max. 80 Zeichen etwas zu wenig.

Schätzungsweise werde ich wohl beide für eine Weile nebeneinander benutzen. Irgendwie zeichnen sich für beide Apps recht spezifische Anwendungsgebiete ab. Während der schlichte iA Writer wohl mein bevorzugtes Werkzeug für längere Texte bleiben wird, ist Drafts prädestiniert für kurze Textschnipsel und Gedanken.

In browserbasierten Ticketsystemen, nur um eine Beispiel zu nennen, schreibe ich selten ein Follwoup direkt in eine Textarea, sondern benutze einen Texteditor um dort den Text zu verfassen. Ist übersichtlicher und sichererer. Ich habe mehr als ein Mal einen Text im Browserfenster durch eine Unachtsamkeit verloren. Und das kann mich mitunter ziemlich aufregen.

Ich werde später mal berichten, welche der beiden Apps das Rennen gemacht hat.