Markus Kniebes
August 2004

Empirismus mit Folgen

Als Faustregel kann man wohl festlegen, daß in unserer Kantine die Portionen des weniger frequentierten, vegetarischen Gerichts deutlich größer ausfallen.
Als ich Heute aus dieser Beobachtung Gewinn ziehen wollte, bemerkte ich erst zu spät, daß es in Wirklichkeit ein Verlust sein würde.

klein?

Einige Diskussionen kehren immer wieder, viele davon gehen mir ziemlich am Arsch vorbei, ob’s nun ein www. vor der Domain hat oder nicht interessiert mich ähnlich wenig wie Fantastereien über target="_blank".
Kleinschreibung (zZ. in Diskussion auf conversantville) find ich schon spannender.

Vom ästhetischen Standpunkt her keine Frage, kleingeschriebene Texte gefallen mir besser. Bei kurzen Textpassagen, die man idR. in einem Blog findet, dürfte das auch nicht großartig beim scannen stören und beim Lesen schon mal garnicht.

Geburtstag verpennt

Tztztz… Hab ich doch glatt den Geburtstag meines kleinen Blogs verschlafen. Das ist am 24. August drei Jahre geworden, hat drei Tage vor mir Geburtstag, das Kleine.

Jetzt weiß ich auch, warum sich der Server die Tage so zickig angestellt hat.
Ansonsten waren die Feierlichkeiten eher ruhigerer Natur im Rahmen der engsten Freunde.

Überraschenderweise werde ich wohl Dieter Nuhr in »Ich bin’s Nuhr« am 9. Sep. in der Wattenscheider Stadthalle sehen. Mal gespannt, hab’ den Kerl ja noch nie live gesehen, aber ausschließlich Lobeshymnen auf die letzten Programme gehört.

unnützes Email …

aus meiner mbox:

Eine Arbeitslose bewirbt sich als Reinigungskraft bei IBM. Der Personalleiter lässt sie einen Test machen (den Boden reinigen), darauf folgt ein Interview und schließlich teilt er ihr mit:

//

»Sie sind bei IBM eingestellt. Geben Sie mir Ihre E-Mail-Adresse, dann schicke ich Ihnen die nötigen Unterlagen.«

Die Frau antwortet ihm, dass sie weder einen Computer besitzt noch eine E-Mail-Adresse hat. Der Personalmensch antwortet ihr, daß sie ohne E-Mail-Adresse virtuell nicht existiert und daher nicht eingestellt werden kann.

Die Frau verlässt verzweifelt das Gebäude mit nur 10 Dollar Reisekosten in der Tasche. Sie beschließt, in den nächsten Supermarkt zu gehen und 10 Kilo Tomaten zu kaufen. Dann verkauft sie die Tomaten von Tür zu Tür, und innerhalb von 2 Stunden verdoppelt sie ihr Kapital. Sie wiederholt die Aktion 3 Mal und hat am Ende 160 Dollar.

Sie realisiert, dass sie auf diese Art und Weise ihre Existenz bestreiten kann, also startet sie jeden Morgen und kehrt abends spät zurück. Jeden Tag verdoppelt oder verdreifacht sie ihr Kapital. In kurzer Zeit kauft sie sich einen kleinen Wagen, dann einen Lastwagen und bald verfügt sie über einen kleinen Fuhrpark für ihre Lieferungen. Innerhalb von 5 Jahren besitzt sie eine der größten Lebensmittelketten der USA.

Sie beschließt, an ihre Zukunft zu denken und einen Finanzplan für sich und ihre Familie erstellen lassen. Sie setzt sich mit einem Berater in Verbindung, und er erarbeitet einen Vorsorgeplan. Am Ende des Gesprächs fragt der Vertreter sie nach ihrer E-Mail-Adresse, um ihr die entsprechenden Unterlagen schicken zu können. Sie antwortet ihm, dass sie nach wie vor keinen Computer und somit auch keine E-Mail-Adresse besitzt.

Der Versicherungsvertreter schmunzelt und bemerkt: »Kurios – Sie haben ein Imperium aufgebaut und besitzen nicht mal eine E-Mail-Adresse. Stellen Sie sich mal vor, was Sie mit einem Computer alles erreicht hätten!«

Die Frau überlegt kurz und sagt: »Ich wäre Putzfrau bei IBM.«

Lehre Nr. 1: Das Internet rettet nicht Dein Leben.

Lehre Nr. 2: Wenn Du bei IBM arbeiten willst, brauchst Du eine E-Mail-Adresse.

Lehre Nr. 3: Wenn Du diese Geschichte per E-Mail erhalten hast, sind die Chancen, Putzfrau zu werden, größer als die, Milliardär zu werden.

Na dann, frohes Schaffen!

PS: Bin auf dem Markt, Tomaten kaufen und ab jetzt per E-Mail nicht mehr zu erreichen.

rein visuell

Viel mir gerade so beim Blogsurfen auf: Rein visuell betrachtet, liegt ja dem Apu sein Blog extrem weit vorne.

Der eine oder andere bloggende Webworker könnte sich da gut mal eine Scheibe abschneiden. Aber ich sag mal, Style hat man oder halt nicht.

Wie eigentlich schon gewohnt ist auch Joshs aktuelles Blog recht ansehnlich geworden.

So viel zu meinen derzeitigen favorisierten Blogdesigns aus dem Umfeld.

The Day After Tomorrow

Ein Film für Schlecht-Wetter-Fans, würde ich sagen. Und mal von der ersten Hälfte abgesehen auch sehr gut für ein gemütliches Nickerchen geeignet.

Bei machen Filmen muß man es nicht eilig haben sie zu sehen, aber das weiß man auch erst, wenn man sie geshen hat.

Es wird Zeit

Aus gegebenem Anlaß mußte ich mich mal auf die Suchen nach einer Stoppuhr begeben. So ein schwarzer zwölf Minutentee ist wirklich nicht der Knüller.
Bei meiner letzten Linuxinstallation partizipierte ich von »GTea«, einem GTK+ Proggi, das eigens darauf ausgelegt war die Länge des Ziehvorgangs eines Tees zu überwachen. Kein Googeln half, das Projekt scheint aus dem Internet verschwunden zu sein.

Auf freshmeat wurden mir ein paar Alternativen angeboten:

  • Toast Timer – ist wie der Namen schon sagt für Toast und damit für Tee völlig ungeeignet.
  • WMTimer – eine Stoppuhr für das Window Maker Dock.
  • Timer-Applet – eine Stoppuhr für das GNOME 2 Panel
  • GTimer – keine Stoppuhr, aber eine Art Timetracker, und zwar einfach genug um nicht wie hulle zu saugen.
  • gkrellm_timer – Timer/ Stoppuhr für den GKrellM Systemmonitor

vom Wetter Überrumpelt

Das ist nicht lustig! Halt den Arm aus dem Fenster, kein Regen, gehe runter und aus der Haustür heraus, Wolkenbruch übelster Art. Das Spielchen habe ich Heute schon zwei Mal mitgemacht. Es reicht! Ich geht nicht mehr einkaufen. Und wenn ich verhungere …

Alternativ erfreue ich mich gerade an Liferea – ein GNOME/GTK Feed Reader. Laut Entwickler ist Liferea still under development. Aber ich muß sagen – und hoffen – daß da nicht mehr so viel hinzukommen wird. Macht genau das was ich mir wünsche, ein paar Feeds lesen, die anzeigen und das Ganze in schnell und gut ist.

  • Importiert OPML1
  • Subscriptions per D&D zwischen Ordnern verschieben
  • Induviduelle Updatefrequenz
  • Zeigt Fehler in Feeds ordentlich an

Was will man mehr.

Ich werde den zu Hause mal anstelle von Bloglines benutzen. Und sehen, ob ich damit glücklick bleibe.

Noch ein Opfer

Bevor der Abend beginnt bei einem frischen Entspannungskännchen Fiege ein Cult7-Ersatz:

Press each letter in the address bar of your browser and list what the auto-complete function jumps to first.

Da ist der Beweis, ich surfe garnichtmal so viel, zwei leere Buchstaben.

gesehen im blog.peter-noster.de

Blogreiz

Also, wenn man nicht während der Arbeitszeit bloggt, verliert das Ganze so ziemlich seinen Reiz. Mußte mich gerade förmlich zwingen für diesen Eintrag ein paar Minuten meiner Freizeit zu opfern.

Ikea

ein kleiner Tatsachenbericht aus meiner mbox:

IKEA – schon der Name ist Scheisse. Meine Freundin meint »Lass uns mal wieder zusammen zu IKEA fahren. Ist doch schoen, da mal wieder durchzubummeln.«. Bummeln…von wegen. Also ob Frauen durch den Schuppen BUMMELN wuerden. Sie KAUFEN sich durch. Jede von den Weibern reisst riesige Loecher in die Regale.

Natuerlich am Samstag. Warum eigentlich ausgerechnet immer samstags? Kann mir jemand sagen, warum Frauen immer Samstags zu IKEA fahren wollen? Oder sonntags? Oder freitags? Ich will nicht zu IKEA. An keinem Tag. Aber widersprich da mal einer. Der Samstag waere voellig im Eimer. Und der Sonntag. Und der SEX auch. Also was tun? Klar – was sie alle tun: laecheln, innerlich sterben und mitgehen.

Anfahrt: der Stau reicht zurueck bis auf die Autobahn. Von der Ausfahrt bis auf den IKEA-Parkplatz brauchen wir 35 Min. Ich bin innerlich schon am kochen, lasse mir aber nichts anmerken. Auch nicht, als sich ein Fahrer ruecksichtslos vorne in die Parkluecke draengt. (»Komm her du Arsch. Los steig aus. Dir hau ich ein paar aufs Maul. Depp, bloeder. Los trau dich. Wichser«). Nun, er hat sich nicht getraut, meine Freundin nagt an der Unterlippe und mir geht es kurzzeitig wieder etwas besser. Obwohl ich ihm schon gern…

Gott sei dank hat sie sich diesmal nicht gleich im ersten Stock ausgetobt. Da hatte sie letztes Mal schon mit einer neuen Couch gedroht: »Die hier ist schoen. Und sooo praktisch. Den Bezug kann man abziehen und waschen.« Ich schau aufs Preisschild. («!!!! Wir werden das Ding hoechstens dreimal waschen, also kostet jedesmal Waschen 1.500.-? Wieso nehmen wir nicht ne billige, schmeissen sie weg, sobald sie nen Fleck hat, und kaufen ne Neue?«)

– »Prima. Du hast recht. Sehr schoen. Sitzt sich auch bequem. Und gar nicht teuer. Ein echtes Schnaeppchen. Willst Du sie gleich haben?« Zum Glueck wollte sie das Ding dann doch nicht kaufen.

Der Haertetest kommt im Untergeschoss: Millionen Dinge, die Frau unbedingt braucht. Jeder Artikel 3978mal vorhanden. Natuerlich will sie nur ein paar Kleinigkeiten, die sie unbedingt schon immer gebraucht hat und nirgendwo anders bekommt und schon gar nicht zu deeem Preis. Ein Nudelklammereisen… oder so. Jedenfalls total praktisch und garnicht teuer. Und die tollen Glaeser mit Stiel. Gibt’s nur im 10-er Pack. Aber was soll’s – die alten hatte sie ja schon seit dem letzen IKEA-Besuch vor…was? acht Wochen??

Und die sind ja auch schon nicht mehr schoen. Und die praktischen Fressbretter (Brotzeitteller aus Holz – scheisseschwer!) und diese Kerzenhalter und »sieh doch mal die kleine Leuchte da« und die praktischen zusammenfaltbaren »kannmanimmerbrauchen«-Teile und … Sie stopft mir das Zeug in diese tolle gelbe Umhaengetasche, mit der ich aussehe wie ein geistig zurueckgebliebener Pfadfinder. Oder Stadtreinigung. Offenbar muss jeder Mann sone Tasche umhaben, obwohl sie fast alle auch noch einen Wagen schieben muessen. Aber Frauen scheinen die Dinger schick zu finden.

Sie scheint jetzt alles zu haben… dann die Schlange an der Kasse. Sie haben jetzt Schilder aufgestellt: »Ab hier 25 Minuten Wartezeit zur Kasse« – eins kann ich von hier aus schon fast lesen. Sie kann nur muehsam verhindern, dass ich die Tasche ins naechste Regal schmeisse. Ich fasse es nicht: die Frauen schwatzen miteinander oder wuseln nochmal davon, um schnell noch ein paar »haettenwirdochfastvergessen« zu holen, waehrend die Maenner wie die Deppen mit ihren Wagen in der Schlange stehen. Das naechste Schild: »Noch 15 Min. bis zur Kasse« veranlasst mich, mit der Tasche Schwung zu holen, aber sie meint, sie koenne die Kasse schon sehen… Na gut.

Wuselwuselwusel und schon habe ich noch einen tollen Uebertopf fur den Dingsbums-Busch im Esszimmer (Das Drecksding werde ich mit Domestos giessen!) in der Tasche. Das naechste Schild kann man schon nicht mehr lesen: das muss wohl jemand umgekickt haben – lauter Fussabdrucke drauf. Aber jetzt kann ich die Kasse auch sehen. ENDLICH sind wir dran. Nach fuenf Minuten Vorzeigen von Driver’s License, Organspenderausweis, ATM-, Visiten-, Kredit- und Krankenversicherungskarte glaubt mir die bloede Kuh an der Kasse (»Mein Freund hat das nicht so gemeint.«) endlich, dass ich mit dem Nachnamen und nicht dem Vornamen unterschrieben habe. (»Ich habs noch ganz anders gemeint…«) Der Tritt gegen den Tresen hat aber auch keinen Schaden hinterlassen.

Abfahrt: auf dem Parkplatz beginnt das Drama von vorn: wie komme ich von IKEA wieder weg?? Die Ausfahrt ist verstopft. Der Parkplatz ist verstopft, der Weg bis zur Ampel ist verstopft, die Autobahnauffahrt ist verstopft. 35 Min fuer 1,4km. Aber den bloeden Deppen von der Herfahrt habe ich diesmal in eine Parkluecke abgedraengt, wo er vermutlich ne Stunde gebraucht hat, um da rueckwaerts wieder rauszukommen.

Update (30.04.2008): Das Original stammt von Delbert Alexander, wie ich soeben per E-Mail erfahren habe.

Affen verstopfen die Autobahn

Rötger Feldman aka. Brösel im Interview:

Es ist gut, wenn die Benzinpreise weiter steigen: Dann verstopfen nicht mehr so viele Affen die Autobahnen, diese Langsamfahrer, die bei 80 schon Nasenbluten kriegen und nur noch auf der Standspur fahren.

Genau! Aber da ich ja auch kein Auto fahre, betrachte ich die Benzinpreise – die ich nichtmal kenne – mit einer gewissen Indifferenz und kann gut eine große Klappe haben, und für zwei Öcken fuffzich je Liter plädieren.
Aber das nur nebenher, denn es geht um einen neuen Werner.